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Was kam unterm Strich raus?

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  1. Was kam unterm Strich raus?

    Autor: Eheran 22.01.21 - 16:16

    Ich bin nicht ganz mitgekommen. Der Artikel konnte mir die Information nicht sicher liefern, wer denn nun was (nicht) verloren hat. Oder wer wem Geld zugeschoben hat. Oder was das bedeutet.

    >Einen Tag später tilgte MBB auch die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Samwer-Firma.
    Hat Samwer also keinerlei Verlust gemacht?


    >Insgesamt hatte Braun über seine Holding MBB in den Monaten zuvor mehr als 250 Millionen Euro an Krediten bei der Oldenburgischen Landesbank (120 Millionen Euro), der LGT Bank (30 Millionen Euro), der Genfer Privatbank Mirabaud (26,75 Millionen Euro) und Samwers GGC aufgenommen. Am 18. und 19. Juni verkaufte MBB fast das gesamte Wirecard-Aktienvermögen, um diese Kredite zu tilgen.
    Also null Verluste, alles getilgt? Und alles innerhalb von ein paar Tagen? An wen fließt denn da all das Geld?

  2. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: Citadelle 22.01.21 - 16:20

    Also an mich ging nichts.

    Aber den Samwer Brüdern wünsche ich nur schlechtes.

  3. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: sepp_augstein 22.01.21 - 17:00

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin nicht ganz mitgekommen. Der Artikel konnte mir die Information
    > nicht sicher liefern, wer denn nun was (nicht) verloren hat. Oder wer wem
    > Geld zugeschoben hat. Oder was das bedeutet.
    >
    > >Einen Tag später tilgte MBB auch die restlichen Verbindlichkeiten
    > gegenüber der Samwer-Firma.
    > Hat Samwer also keinerlei Verlust gemacht?
    >
    > >Insgesamt hatte Braun über seine Holding MBB in den Monaten zuvor mehr als
    > 250 Millionen Euro an Krediten bei der Oldenburgischen Landesbank (120
    > Millionen Euro), der LGT Bank (30 Millionen Euro), der Genfer Privatbank
    > Mirabaud (26,75 Millionen Euro) und Samwers GGC aufgenommen. Am 18. und 19.
    > Juni verkaufte MBB fast das gesamte Wirecard-Aktienvermögen, um diese
    > Kredite zu tilgen.
    > Also null Verluste, alles getilgt? Und alles innerhalb von ein paar Tagen?
    > An wen fließt denn da all das Geld?

    Richtig, null Verluste für Samwer.

    Braun hat rechtzeitig seine Wirecard-Aktien verkauft und damit alle genannten ausstehenden Schulden bezahlt.

  4. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: sepp318 22.01.21 - 17:09

    sepp_augstein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eheran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin nicht ganz mitgekommen. Der Artikel konnte mir die Information
    > > nicht sicher liefern, wer denn nun was (nicht) verloren hat. Oder wer
    > wem
    > > Geld zugeschoben hat. Oder was das bedeutet.
    > >
    > > >Einen Tag später tilgte MBB auch die restlichen Verbindlichkeiten
    > > gegenüber der Samwer-Firma.
    > > Hat Samwer also keinerlei Verlust gemacht?
    > >
    > >
    > > >Insgesamt hatte Braun über seine Holding MBB in den Monaten zuvor mehr
    > als
    > > 250 Millionen Euro an Krediten bei der Oldenburgischen Landesbank (120
    > > Millionen Euro), der LGT Bank (30 Millionen Euro), der Genfer Privatbank
    > > Mirabaud (26,75 Millionen Euro) und Samwers GGC aufgenommen. Am 18. und
    > 19.
    > > Juni verkaufte MBB fast das gesamte Wirecard-Aktienvermögen, um diese
    > > Kredite zu tilgen.
    > > Also null Verluste, alles getilgt? Und alles innerhalb von ein paar
    > Tagen?
    > > An wen fließt denn da all das Geld?
    >
    > Richtig, null Verluste für Samwer.
    >
    > Braun hat rechtzeitig seine Wirecard-Aktien verkauft und damit alle
    > genannten ausstehenden Schulden bezahlt.

    Ob das als Insiderhandel gilt?

  5. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: notuf 22.01.21 - 17:12

    sepp318 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sepp_augstein schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Eheran schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich bin nicht ganz mitgekommen. Der Artikel konnte mir die Information
    > > > nicht sicher liefern, wer denn nun was (nicht) verloren hat. Oder wer
    > > wem
    > > > Geld zugeschoben hat. Oder was das bedeutet.
    > > >
    > > > >Einen Tag später tilgte MBB auch die restlichen Verbindlichkeiten
    > > > gegenüber der Samwer-Firma.
    > > > Hat Samwer also keinerlei Verlust gemacht?
    > > >
    > > >
    > > > >Insgesamt hatte Braun über seine Holding MBB in den Monaten zuvor
    > mehr
    > > als
    > > > 250 Millionen Euro an Krediten bei der Oldenburgischen Landesbank (120
    > > > Millionen Euro), der LGT Bank (30 Millionen Euro), der Genfer
    > Privatbank
    > > > Mirabaud (26,75 Millionen Euro) und Samwers GGC aufgenommen. Am 18.
    > und
    > > 19.
    > > > Juni verkaufte MBB fast das gesamte Wirecard-Aktienvermögen, um diese
    > > > Kredite zu tilgen.
    > > > Also null Verluste, alles getilgt? Und alles innerhalb von ein paar
    > > Tagen?
    > > > An wen fließt denn da all das Geld?
    > >
    > > Richtig, null Verluste für Samwer.
    > >
    > > Braun hat rechtzeitig seine Wirecard-Aktien verkauft und damit alle
    > > genannten ausstehenden Schulden bezahlt.
    >
    > Ob das als Insiderhandel gilt?

    Nein. Insider Hadel ist es nur wenn du es als kleines Licht machst. An einer bestimmten Gehaltsklasse ist das alles ok.

  6. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: theFiend 22.01.21 - 18:11

    sepp318 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ob das als Insiderhandel gilt?

    Mit ziemlicher Sicherheit, aber das ist inzwischen eh sein geringstes Problem.

    Die andere interessante Frage ist ja, wozu einer für seine Privatvermögensholdig mal kurz 250 mio leiht...

  7. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: Emulex 22.01.21 - 20:44

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sepp318 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ob das als Insiderhandel gilt?
    >
    > Mit ziemlicher Sicherheit, aber das ist inzwischen eh sein geringstes
    > Problem.
    >

    Nein es war wohl der berühmte "Margin Call" der Banken, da die Kredite mit seinen Aktien besichert waren.
    Verkauft hat er, als die Bombe schon geplatzt war (aber Wirecard noch nicht insolvent).

    Dieser Skandal hat wirklich alles.

  8. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: piratentölpel 22.01.21 - 23:04

    Der Herr Braun wird sich nicht mit einem "Margin Call" rausreden können. Also ernsthaft, wenn ich als Chef meiner Firma selbst die Bilanzen fälsche und am Ende noch so mich verhalte als ob alles in bester Ordnung ist und nebenbei schnell Geld mit meinen wertlosen Aktien mache um die Schulden zu tilgen dann ist das krasser Insiderhandel. Herr Braun hätte einfach ehrlich zu sich selbst sein sollen und nichts verkauft. Kein Margin Call, kein gar nichts und die kompletten Schulden damit auf sich nehmen sollen. Hätte er doch einfach ein paar Tage seinen Laptop und Computer einfach ignoriert, dann gebe es keinen Margin Call und er hätte ein paar hundert Millionen Schulden mehr. Wäre doch nicht schlimm.
    Der Herr Braun hat zudem mehrere Identitäten, er ist ein intelligenter Kerl. Die paar Häuser und Autos die der Staat ihm weg genommen hat, sind unter anderen Identitäten noch mehrmals vorhanden.

  9. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: gaym0r 23.01.21 - 02:12

    piratentölpel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kein Margin Call, kein gar
    > nichts und die kompletten Schulden damit auf sich nehmen sollen. Hätte er
    > doch einfach ein paar Tage seinen Laptop und Computer einfach ignoriert,
    > dann gebe es keinen Margin Call und er hätte ein paar hundert Millionen
    > Schulden mehr.

    Warum sollte man das machen?

  10. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: Emulex 23.01.21 - 11:28

    So wie ich das damals verfolgt habe, hatten die Banken die Hand auf den Aktien.
    Ähnlich einer Hypothek beim Haus.
    Sobald die Sicherheit eines Kredites droht an Wert zu verlieren oder gar wertlos zu werden, hat die Bank das Recht es zu verwerten, insofern der Schuldner nicht in der Lage ist neue Sicherheiten einzubringen oder den Kredit anderweitig abzulösen.

    Es geht hier nicht um Strafen für Herrn Braun, es geht darum, dass die Banken nicht auf den Verlusten sitzenbleiben wollten.
    Denn genau das wäre passiert - Herr Braun wird so oder so Privatinsolvenz anmelden.
    Dass er seine Schäfchen im Trockenen hat ist aber auch klar, daher hoffe ich auf eine hohe Freiheitsstrafe.

  11. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: piratentölpel 23.01.21 - 23:51

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So wie ich das damals verfolgt habe, hatten die Banken die Hand auf den
    > Aktien.
    > Ähnlich einer Hypothek beim Haus.
    > Sobald die Sicherheit eines Kredites droht an Wert zu verlieren oder gar
    > wertlos zu werden, hat die Bank das Recht es zu verwerten, insofern der
    > Schuldner nicht in der Lage ist neue Sicherheiten einzubringen oder den
    > Kredit anderweitig abzulösen.
    >
    > Es geht hier nicht um Strafen für Herrn Braun, es geht darum, dass die
    > Banken nicht auf den Verlusten sitzenbleiben wollten.
    > Denn genau das wäre passiert - Herr Braun wird so oder so Privatinsolvenz
    > anmelden.
    > Dass er seine Schäfchen im Trockenen hat ist aber auch klar, daher hoffe
    > ich auf eine hohe Freiheitsstrafe.


    Wie konnten denn die Banken wissen das alles eine Fälschung ist. Dann hätten die Banken ja ebenfalls mehr gewusst und damit dem normalen Aktienhändler was voraus? Das ist doch dann auch Insiderhandel. Also sorry, so kann man sich nicht rechtfertigen. Noch am Abend wo Herr Braun zugegeben hat das fast 2 Milliarden nicht existieren, hat er am Morgen noch fröhlich behauptet das alles in bester Ordnung sei. Wenn die Geschichte mit dem Margin Call durchgeht, dann ist das ein widerlicher Schlag ins Gesicht eines jeden kleinen Aktienhändlers.

  12. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: masel99 24.01.21 - 15:48

    piratentölpel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie konnten denn die Banken wissen das alles eine Fälschung ist. Dann
    > hätten die Banken ja ebenfalls mehr gewusst und damit dem normalen
    > Aktienhändler was voraus? Das ist doch dann auch Insiderhandel. Also sorry,
    > so kann man sich nicht rechtfertigen. Noch am Abend wo Herr Braun zugegeben
    > hat das fast 2 Milliarden nicht existieren, hat er am Morgen noch fröhlich
    > behauptet das alles in bester Ordnung sei. Wenn die Geschichte mit dem
    > Margin Call durchgeht, dann ist das ein widerlicher Schlag ins Gesicht
    > eines jeden kleinen Aktienhändlers.

    Die müssen das nicht wissen. Als am 18. Juni die erneute Verschiebung der Testierung der Jahresbilanz und Ernst & Young keinen Nachweis von 1,9 Milliarden Euro (25% der Bilanzsumme!) fand ist der Kurs in den Stunden darauf von etwa 100 ¤ (Eröffnungskurs) auf etwa 30¤ abgesackt und bis zum Schlußkurs aber noch auf etwa 40¤ gestiegen. Da hatten einige wohl noch die Hoffnung, dass das Geld irgendwo greifbar ist oder jahrelangen systematischen Bilanzbetrug nicht für wahrscheinlich/möglich gehalten.

    Bei einem solchen Kursverlust ist es aber klar, dass Kreditgeber reagieren (z.B. Margin Call). Die Drohkulisse, dass Kredite mangels Testierung der Bilanzen bis zum 19. Juni fällig gestellt werden können war auch schon vorher bekannt.

  13. Re: Was kam unterm Strich raus?

    Autor: DirkK 24.01.21 - 17:59

    sepp318 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ob das als Insiderhandel gilt?

    Vor dem Hintergrund, dass die gesamte geschäftliche Tätigkeit von Wirecard ab einem bestimmten Zeitpunkt auscschließlich als Deckung für verbrecherische bezw. betrügerische Absichten gedient zu haben scheint, dürfte das ja fast das kleinste Problem sein.

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