Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › ONT: "Massive Störungen" bei freier…

Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: adorfer 10.09.19 - 18:56

    Einige Chipsätze haben leider nur eine unzureichende Überwachung der Sendediode. Und durch Defekte in der Ansteuerung können diese dann "Dauerleuchten", d.h. auch außerhalb der eigenen Zeitschlitze.
    In einem Shared-Medium ist es nicht gut, wenn ein einzelner Client die TX-Richtung nicht mehr freigibt.
    Das Schlimme ist, dass das betroffene Modem das dann selbst nichteinmal merkt und für diesen Kunden alles normal zu funktionieren scheint... lediglich alles anderen Kunden auf dem gleichen Netzsegment sind offline.
    Dazu kommen leider Probleme mit doppelten ONT-Macs.
    Faktisch sind das natürlich alles Fertigungsmängel seitens der Hersteller der ONTs.
    Hilft aber natürlich nicht, wenn man solche Kunden/Anschlüsse evtl. erstmal per "jagen" muss mit VorOrt-Einsätzen.
    Eben weil passives Verteilnetz.

    Man wird also nicht umhin kommen, zumindest bestimmte Generationen von ONTs explizit auf blacklists zu nehmen.

  2. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: eeg 10.09.19 - 19:01

    Solange das ONT nur Layer 2 übernimmt, kann mir das egal sein.

  3. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: adorfer 10.09.19 - 19:17

    Solange ONT nur bis inkl. Layer2 abbildet ist es in der Tat auch in meinen Augen unproblematisch.

    Aber "CPE mit integriertem ONT" wird in wenigen Monaten auch hierzulande die Regelleistung sein. Und dann werden Leute eben eigene ONTs anschließen wollen. Oder eben eigene Router mit Onboard-ONTs.

    Sprich: Ich halte es durchaus für sinnvoll, diese Diskussion vorab zu führen und nicht erst, wenn das Kind -wie bei EuroDOCSIS- schon im Brunnen liegt, weil es keine dedizierten Modems mehr gibt. (von egal wem, also weder vom Broadband-Anbieter als Vertragsoption, noch im freien Markt einzeln zu ansatzweise sinnvollen Preisen.)

  4. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: Faksimile 10.09.19 - 20:13

    Na ja. Wenn z.B. AVM die beiden neuen Teile 5550 und 5530 mit den SFP Ports vertreiben kann, ob über die Provider oder frei, ist jetzt noch nicht klar, wären dann ja entsprechende Module auch am Markt. Warum sollten diese nicht auch in anderen Geräten wie z.B. Ubiquiti USG‑PRO‑4 laufen?

    Und dann wäre ja prinzipiell der passive Netzabschluß sichergestellt.

    Darum gehts aber den Providern wohl gar nicht. Die identifizieren ihre Kunden nämlich anhand der Geräte des Netzabschlusses. Und da befürchten sie wohl Probleme.

  5. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: Faksimile 10.09.19 - 20:43

    So etwas hier:
    https://www.fs.com/de/products/29894.html

    wäre wohl passend für DG Anschlüsse laut ihrer eigenen Spec:

    https://www.deutsche-glasfaser.de/fileadmin/content/pdf/downloads/sonstiges/DG_Schnittstellenbeschreibung_2.pdf



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.19 20:57 durch Faksimile.

  6. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: LinuxMcBook 10.09.19 - 21:54

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na ja. Wenn z.B. AVM die beiden neuen Teile 5550 und 5530 mit den SFP Ports
    > vertreiben kann, ob über die Provider oder frei, ist jetzt noch nicht
    > klar, wären dann ja entsprechende Module auch am Markt. Warum sollten diese
    > nicht auch in anderen Geräten wie z.B. Ubiquiti USG‑PRO‑4
    > laufen?

    So stelle ich mir das nämlich auch vor. Ich wollte mir wegen der DPI und VPN Performance ohnehin die USG Pro 4 holen. Dann einfach noch ein paar Euro für das passende SFP Modul dazu und fertig ist der Glasfaseranschluss ohne nervige Providerhardware.
    Der Vorteil dürfte sein, dass man so auch den FTTH-Anschluss besser monitoren kann. Mit welcher Dämpfung kommt das Signal an? Ist vielleicht das Licht ganz weg, dann muss ich nicht anderweitig auf Störungssuche gehen usw.

    Die FritzBox 5550 ist übrigens ein extrem interessantes Gerät, wundert mich, dass das noch nicht Wellen in der Fachpresse geschlagen hat.
    Dort ist eine G.fast Node (also Sender) eingebaut. Damit könnte also ein Endanwender (z.B. privater Vermieter) in seinem Haus über die bestehende Kupferleitung Gigabit Internet im Haus verteilen ohne dass Bauarbeiten nötig sind.
    Und das zum Bruchteil der Kosten, die so eine Micro Node bei Nokia oder Huawei kosten würde.
    Vielleicht sehen wir in der Zukunft noch viele "private Internet-Anbieter"?

  7. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: LinuxMcBook 10.09.19 - 21:56

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darum gehts aber den Providern wohl gar nicht. Die identifizieren ihre
    > Kunden nämlich anhand der Geräte des Netzabschlusses. Und da befürchten sie
    > wohl Probleme.

    Kleine Ergänzung:
    Zumindest die Telekom hat doch schon zugesagt, dass sie die technischen Voraussetzungen dafür schaffen will, dass die Kunden eigene ONTs nutzen können?
    Da bin ich zur Abwechslung mal richtig froh, dass ich FTTH von der Telekom habe, obwohl der Preis natürlich schon recht "premium" ist...

  8. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: Faksimile 10.09.19 - 22:00

    Dafür ist er wohl auch, lt. Aussage AVM, gedacht.
    Die Frage ist nur, geht AVM den Weg und stütz die BNetzA , verifiziert Module für verschiedene Provider und bietet auf dem freien Markt über die Distribution an, oder geht das Business nur über die Provider als "Mietgerät". Meinetwegen auch beides. Aber auf jeden Fall über den freien Markt.

  9. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: HeroFeat 10.09.19 - 22:57

    Da ja bei DOCSIS auch jeder sein eigenes Modem (von der zugegenbernermaßen kleinen Auswahl) kaufen kann sehe ich da wenig Probleme. Dort bestehen ähnliche Gefahren, da dort auch mehrere Kunden an einer Leitung hängen.

    Ich halte aber GPON bzw. GEPON für keine so tolle Lösung. Dann baut man ja im Prinzip nur ein modernes Kabelnetz. Besser man legt vom Verteiler am Straßenrand eine Faser zu jedem Kunden. Das ist wesentlich zukunftsfähiger, einfacher, und kann eben keine Abstimmungsprobleme haben.

    Aber könnte man nicht vielleicht auch einfach jedem Kunden zwar an die gleiche Leitung anschließen, dann bekommt jeder eine eigene Frequenz zugewiesen, welche sein SFP Modul dann halt sprechen muss (das würde halt bedeuten das es eine größere Anzahl an unterschiedlichen Modulen braucht), aber da die Segmente bei GPON von den Anbietern ja auch längst nicht so groß wie möglich gemacht werden, ist das wohl vergleichsweise unproblematisch. Und dann bekommt jeder Kunde an seinen Anschluss im Keller oder aber in den Graben vor dem Haus wo die Leitung abgeht einen optischen Filter, der nur die jeweilige Wellenlänge durchlässt und schon kann keiner mehr stören.

  10. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: j0hnd0e 10.09.19 - 23:23

    An Anschlüssen, die bis ca. 2017 aktiviert wurden, wäre das ein passendes SFP Modul. An neueren Anschlüssen wäre ein GPON ONT SFP Modul nötig (Abschnitt 2, G.984, optische Schnittstelle abgesehen vom Protokoll wie in Abschnitt 1).

  11. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: j0hnd0e 10.09.19 - 23:51

    In FTTH-Netzen wird nicht in der Straße abgezweigt. Die Netze sind alle so gebaut, dass bis zu einem Punkt jeder Anschluss eine eigene Faser hat. In einigen Netzen (z.B. Telekom) sind die Fasern vom Anschluss bis zu einem Verteiler am Straßenrand exklusiv. In anderen Netzen (z.B. Deutsche Glasfaser) sind die Fasern vom Anschluss bis zum Hauptverteiler im Ort exklusiv.

  12. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: j0hnd0e 10.09.19 - 23:58

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ein paar Euro für das passende SFP Modul

    Welches Modul schwebt dir denn so vor?

  13. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: DooMMasteR 11.09.19 - 08:47

    Naja für GPON muss man natürlich aktuell noch tief in die Tasche greifen ~60-120¤ je nach Technik
    https://www.fs.com/de/products/64169.html
    FS, aber auch andere haben da passende Module zur Wahl.

    Gute Provider machen natürlich PtP und darauf meist BiDi-Ethernet, da kosten die Module eher 10¤ statt 100 und man bekommt sie massenhaft von der Stange :-).
    Aber in DE gibt es die Gier wohl nur bei kleinen Anbietern her, dass sie PtP machen, PON ist bei allen Großen der Normalfall.

  14. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: j0hnd0e 11.09.19 - 09:14

    DooMMasteR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja für GPON muss man natürlich aktuell noch tief in die Tasche greifen
    > ~60-120¤ je nach Technik
    > https www fs com de products 64169.html

    Das ist ein OLT Modul, also für die andere Seite.

    > FS, aber auch andere haben da passende Module zur Wahl.

    Zum Beispiel?

  15. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: M.P. 11.09.19 - 09:44

    Die Telekom nutzt GPON (PtM), DG PtP

    Im Artikel hebt Buglas auf ersteren Fall ab:
    > Besonders in Point-to-Multipoint-Netzen und wenn der Betreiber das Netz mit Open Access auch für andere Anbieter geöffnet hat

  16. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: j0hnd0e 11.09.19 - 10:05

    Die DG verwendet seit letztem Jahr auch GPON.

  17. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: rv112 11.09.19 - 10:07

    Im DOCSIS Bereich gibt es sehr wohl dedizierte Modem, auch frei käuflich. Demnächst kommt ein weiteres hinzu wodurch es allein für DOCSIS3.1 (EuroDOCSIS3.0) schon 3 frei käufliche Geräte gibt.

  18. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: Wuestenschiff 11.09.19 - 10:51

    Wenn die ein solches Netz bauen ist das deren Risiko das Gesetzt ist ja eindeutig. Und das es auch anderst geht beweist dei Schweiz wo jeder Haushalt eine (eig. 5) Glasfaser bis zum aktiven Backbone der Stadtwerke / Swisscom haben.

  19. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: M.P. 11.09.19 - 10:55

    Dass es anders geht mag ja sein - dass es mehr kostet aber auch. Und in Deutschland ist "Geiz ist Geil" nicht nur die Devise von Konsumenten ...

  20. Re: Rouge ONT ist leider ein realistisches Szenario

    Autor: sneaker 11.09.19 - 11:23

    j0hnd0e schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In FTTH-Netzen wird nicht in der Straße abgezweigt. Die Netze sind alle so
    > gebaut, dass bis zu einem Punkt jeder Anschluss eine eigene Faser hat. In
    > einigen Netzen (z.B. Telekom) sind die Fasern vom Anschluss bis zu einem
    > Verteiler am Straßenrand exklusiv.
    Das ist bei der Telekom so nicht richtig. Im GPON-Netz der Telekom hängt es von der Anzahl der Wohnungen im Gebäude ab, wo und wie gekoppelt wird. Gekoppelt wird je nach Kombination sowohl im Gebäude als auch im NVt. Dabei kann, muß es aber nicht, zu Kombinationen kommen, daß genügend Reservefasern für eine spätere PtP-Umrüstung (zumindest zum NVt) liegen. Ausnahme sind zum Teil geförderte Ausbauten nach dem Bundesförderprogramm, dort müssen meines Wissens immer genügend Fasern von Gebäude zum NVt liegen, daß jeder Anschluss individuell beschaltet werden kann, um eine vollständige Entbündelung für den Wettbewerb zu ermöglichen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Frankfurt am Main
  2. Hays AG, Sindelfingen
  3. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
  4. Enertrag Aktiengesellschaft, Dauerthal

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Astrobiologie: Woher kommen das Leben, das Universum und der ganze Rest?
Astrobiologie
Woher kommen das Leben, das Universum und der ganze Rest?

Erst kam der Urknall, dann entstand zufällig Leben - oder es war alles vollkommen anders. Statt Materie und Energie könnten Informationen das Wichtigste im Universum sein, und vielleicht leben wir in einer Simulation.
Von Miroslav Stimac

  1. Astronomie Amateur entdeckt ersten echten interstellaren Kometen
  2. Astronomie Forscher entdeckten uralte Galaxien
  3. 2019 LF6 Großer Asteroid im Innern des Sonnensystems entdeckt

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
Recruiting
Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.
Von Robert Meyer

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

  1. Machine Learning: Software maskiert Gesichter mit anderen Gesichtern
    Machine Learning
    Software maskiert Gesichter mit anderen Gesichtern

    Forscher arbeiten an einer Software, die die eigene Privatsphäre schützen soll. Deepprivacy maskiert das eigene Gesicht mit zufälligen anderen Gesichtern. Noch sieht das sehr surreal aus.

  2. Digitale Signalübertragung: VDV möchte mehr Geld für ETCS-Eisenbahn-Umrüstungen
    Digitale Signalübertragung
    VDV möchte mehr Geld für ETCS-Eisenbahn-Umrüstungen

    Das Fahren von Zügen auf Strecken ohne sichtbare Signale wird von der Bundesregierung gefördert. Dem Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) reicht das Geld für die ETCS-Ausrüstung aber nicht, er möchte eine Aufstockung, da die Kosten enorm hoch sind.

  3. iOS 13 im Test: Apple macht iOS hübscher
    iOS 13 im Test
    Apple macht iOS hübscher

    Ab dem 19. September 2019 wird die fertige Version von iOS 13 verteilt. Apple hat den Fokus diesmal mehr auf sichtbare Verbesserungen des Nutzererlebnisses gelegt: Wir haben uns den neuen Dark Mode, die verbesserte Kamera-App und weitere Neuerungen angeschaut und interessante Funktionen gefunden.


  1. 13:13

  2. 12:30

  3. 12:03

  4. 12:02

  5. 11:17

  6. 11:05

  7. 10:50

  8. 10:33