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  5. › Physik: Weg mit der Schönheit!

Was unterscheidet

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  1. Was unterscheidet

    Autor: nosretep 02.11.18 - 11:26

    diesen Artikel von einer Werbeanzeige für das Buch von Frau Hossenfelder? Ich bin mittlerweile auf unzählige Artikel zu ihrem Buch gestoßen. Ein Artikel über ein Buch, welches bereits in vielen anderen Artikel thematisiert wurde, ist m. M. nach nur gerechtfertigt, wenn er mehr bietet. Da es sich hier um ein weniger emotionales Thema handelt, als es z. B. bei politischen Themen (oder kurioserweise technischen Themen à la Android vs. iOS) der Fall ist, hoffe ich einigermaßen gefahrlos das Problem benennen zu können: Werden die Aussagen der Autorin weitestgehend unkritisch einfach nur wiedergegeben, entsteht allein durch die Anzahl der Artikel zum Buch der Eindruck, dass sie schon irgenwie richtig sind.
    Ich habe das Buch nicht gelesen und kenne ihre Ausführungen nur aus Sekundärquellen. Von daher maße ich mir nicht an, zu entscheiden, welche Relevanz ihre Aussagen haben. Da ich in der mathematischen Physik promoviert und geforscht habe, kann ich allerdings sagen, dass ich eine Vorstellung davon habe, was theoretische Physiker und Mathematiker unter Schönheit verstehen. So schwammig, wie der Begriff auch erscheinen mag, hat er erfahrungsgemäß sehr dabei geholfen, sich nicht zu verrennen. Letztlich dient er dafür, aus einer potentiell unendlich großen Anzahl von Möglichkeiten eine Vorauswahl zu treffen. Eine andere Möglichkeit kenne ich schlicht nicht. Dabei spreche ich konkret den Prozess des Findens einer Theorie / eines Beweises (so gut, Theorien aufstellen zu können, war ich nie) und nicht den der Auswahl aus verschiedenen existierenden Theorien an.
    Als Entscheidungshilfe, welcher existierenden Theorie man seine Zeit als Forscher widmet, kann die Schönheit der Theorie aber ebenfalls dienen. Solange die vermeintlich hässliche Theorie keinen Beweis angetreten hat, die Realität besser zu beschreiben als die schöne, würde ich mich auch immer letzterer widmen.
    Eine bestehende Theorie zu verwerfen, welche die Realität besser beschreibt als bisherige Theorien, nur weil sie nicht schön erscheint, würde sicher keinem theoretischen Physiker einfallen.
    Alexander Grothendieck sagte, es gibt zwei Arten eine Nuss zu knacken. Entweder man haut mit dem Hammer drauf oder man gibt sie in eine Schüssel mit Wasser und wartet, bis sie sich selbst öffnet. Wird ein Problem in die richtige Theorie eingebettet, löst es sich manchmal fast von selbst auf wunderbare Weise. In der Mathematik gibt es Beispiele von vormals seitenlangen Beweisen, welche in eine neue Theorie eingebettet, auf eine Zeile reduziert werden können. Die Beispiele dieser Art, die ich kenne, kommen allesamt aus unglaublich schönen Theorien.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.11.18 11:34 durch nosretep.

  2. Re: Was unterscheidet

    Autor: nosretep 02.11.18 - 17:55

    Ein kleiner Nachsatz:
    Frau Hossenfelders "Antwort" auf das Zitat des Chefs der Theorieabteilung am Cern einfach so stehen zu lassen, fällt mir doch zu schwer. Ohne den Herren zu kennen, kann ich mir vorstellen, dass diese Position am Cern zu besetzen, einiges über seine Kompetenz in theoretischer Physik aussagt. Forschungsarbeit in der theoretischen Physik und Mathematik ist die intellektuell anspruchvollste und kraftraubendste Tätigkeit, die ich mir vorstellen kann - da geht nur das Glasperlenspiel drüber. Um diese zu meistern braucht es auch unglaubliche Motivation. Ich mache Frau Hossenfelder nicht zum Vorwurf, nicht ähnlich erfolgreich zu sein, wie der genannte Herr, dass sie ihm jedoch erklären möchte, wozu man Theorien macht, verfehlt nicht nur komplett die Intention der Aussage, sondern ist nahezu dummdreist.

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