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Benutzung elektromagnetische Schwingungen

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  1. Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 12:45

    In der Pressemitteilung bezieht sich die ZKM auf §2 des Rundfunkstaatsvertrages. Da heisst es:

    "Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen."

    Ist die digitale Datenübertragung so einzustufen oder ist diese Formulierung nicht eher auf Funkwellen zu interpretieren?

    Nach §2 Absatz 3 ist festgelegt, was kein Rundfunk ist:

    "1. jedenfalls weniger als 500 potenziellen Nutzern zum zeitgleichen Empfang angeboten werden,"

    Twitch könnte also ein Limit für die Streamer anbieten um auf 499 gleichzeitige Empfänger zu begrenzen.

    "2. zur unmittelbaren Wiedergabe aus Speichern von Empfangsgeräten bestimmt sind,"

    An dieser Stelle entsteht Definitionsbedarf. Die Videos werden temporär zwischengespeichert und erst dann abgespielt. Digitale Daten werden immer aus Speichern wiedergegeben.

    "4. nicht journalistisch-redaktionell gestaltet sind oder "

    An dieser Stelle ergibt sich der Vergleich zur Arbeitsweise in Rundfunkanstalten und wie dort der journalistisch-redaktionelle Arbeitsablauf aufgebaut ist. Der Ablauf eines Radiosenders oder eines Fernsehsenders lässt sich klar erkennen. Dies in Vergleich zu einem Streamer/Youtuber stellen, Unterschiede erkennen. Bemerken, dass es nicht Vergleichbar ist.

    Also wie stellt sich der Produktionsablauf bei einem Sender dar und was machen Streamer/Youtuber anders. Was haben Sender eventuell von Youtubern/Streamern übrnommen.

  2. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 12:49

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist die digitale Datenübertragung so einzustufen oder ist diese
    > Formulierung nicht eher auf Funkwellen zu interpretieren?

    Da dort nichts von "drahtlos" steht, erübrigt sie die Frage.

    Denn ansonsten wären ja auch reine Kabelfernseh-Kanäle nicht davon betroffen.

  3. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 12:58

    Berner Rösti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Da dort nichts von "drahtlos" steht, erübrigt sie die Frage.
    >
    > Denn ansonsten wären ja auch reine Kabelfernseh-Kanäle nicht davon
    > betroffen.

    "Funk" impliziert Kabellosigkeit. Zumindest in der wörtlichen Bedeutung. Kabelfernsehen bedeutet eher, dass ein Rundfunksignal vorher gesendet worden ist, über z.B. Satellit übertragen und dann nur das letzte Stück zum Kunden mit einem Koaxialkabel angeboten wird.

  4. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 13:12

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Berner Rösti schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Da dort nichts von "drahtlos" steht, erübrigt sie die Frage.
    > >
    > > Denn ansonsten wären ja auch reine Kabelfernseh-Kanäle nicht davon
    > > betroffen.
    >
    > "Funk" impliziert Kabellosigkeit. Zumindest in der wörtlichen Bedeutung.

    Genau deshalb ist der Begriff "Rundfunk" dort exakt ausdefiniert, damit man sich nicht auf Wortklaubereien verlassen muss. Das ist übrigens in Gesetzen häufig der Fall, um Missverständnisse auszuschließen.

    Denn wenn es danach ginge, würde Radio und Fernsehen nicht unter "Funk" fallen, denn "Funk" kommt von den ersten Funkenstrecken-Sendern, bei denen mittels Hochspannungs-Lichtbögen elektrische Impulse zur Übertragung von Morsezeichen ausgesendet wurden.

    Bei Sprach- und Bildübertragung wird jedoch nichts mehr mit Funkenstrecken erzeugt, sondern auf eine Trägerfrequenz ein Nutzsignal aufmoduliert.

    > Kabelfernsehen bedeutet eher, dass ein Rundfunksignal vorher gesendet
    > worden ist, über z.B. Satellit übertragen und dann nur das letzte Stück zum
    > Kunden mit einem Koaxialkabel angeboten wird.

    Nun, dann hätte "Kabel 1" in ihrer Anfangszeit keine Sendelizenz benötigt, denn sie sind unter dem Namen "Der Kabelkanal" damals ausschließlich über Kabelfernsehen zu empfangen gewesen.

    War aber nicht so.

    Rundfunk im Sinne des RStV betrifft ganz klar nicht nur drahtlos ausgestrahlte Programme.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.17 13:13 durch Berner Rösti.

  5. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 14:05

    Die Begriffserklärung ist keines Falles so klar. Du verstehst den Text eben so, wie du ihn lesen willst. Es handelt sich ja nicht um eine korrekte technische Definition sondern um einen Vertragstext bei dem man sich in der Regel darum streitet, wie der zu deuten ist. Es geht hier ausschließlich um Wortklauberei.

    Genau das ist auch das Ansinnen der ZKM. Es passt einfach nicht und bedarf einer Überarbeitung.

    Die Begriffsbestimmung unter §2 ist in der aktuellen Fassung nicht auf Youtuber/Streamer unmissverständlich übtragbar. Besitzt denn der Youtuber/Twitcher einen eigenen Sender? Ist das nicht eher Twitch oder Youtube die die Rolle des Senders, der auch die Werbeeinnahmen verwaltet? Ist das Programm "linear"?

    Sie haben sich jetzt jemanden zum Streiten rausgepickt und schauen dann, was passiert und an welchen Stellen eben Anpassungen gemacht werden müssen.

    Meines erachtens ist der Vertragstext nich ohne weiteres auf Youtuber und Twitcher anwendbar. Wir reden hier auch grundsätzlich über interaktive Multimediaangebote die sich wesentlich von alten Formaten unterscheiden (non-linear, bidirektional usw.).

  6. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 14:17

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Begriffserklärung ist keines Falles so klar. Du verstehst den Text eben
    > so, wie du ihn lesen willst.

    Dann zeige doch einfach, wo in dem Text steht, dass es ausschließlich auf drahtlose Übertragung beschränkt ist. Müsste dann doch ganz einfach sein.

    > Es handelt sich ja nicht um eine korrekte
    > technische Definition sondern um einen Vertragstext bei dem man sich in der
    > Regel darum streitet, wie der zu deuten ist. Es geht hier ausschließlich um
    > Wortklauberei.

    Genau genommen, streiten sich nur diejenigen darum, die die Realität nicht wahrhaben wollen. Für Juristen ist das ziemlich eindeutig. Da steht nichts von "drahtlos", also gilt es auch für kabelgebundene Übertragungen.

    > Genau das ist auch das Ansinnen der ZKM. Es passt einfach nicht und bedarf
    > einer Überarbeitung.

    Wenn es danach geht, müssten in die Gesetze anscheinend Bilder rein, da es immer noch Leute geben wird, die die Texte nicht verstehen werden.

    > Die Begriffsbestimmung unter §2 ist in der aktuellen Fassung nicht auf
    > Youtuber/Streamer unmissverständlich übtragbar. Besitzt denn der
    > Youtuber/Twitcher einen eigenen Sender? Ist das nicht eher Twitch oder
    > Youtube die die Rolle des Senders, der auch die Werbeeinnahmen verwaltet?

    Wo steht dort, dass man einen "Sender" besitzen müsse? Und was genau ist unter "Sender" zu verstehen?

    Nochmal die Begriffsbestimmung für dich:

    Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen.

    Also ich lese dort "Informations- und Kommunikationsdienst". Spricht man nicht auch im Internet von "Diensten"?

    > Ist das Programm "linear"?

    Wenn es sich um einen Live-Stream handelt, ja.

    > Sie haben sich jetzt jemanden zum Streiten rausgepickt und schauen dann,
    > was passiert und an welchen Stellen eben Anpassungen gemacht werden
    > müssen.

    Nein, sie haben jemanden abgemahnt, der ein seit 9 Jahren existierendes Gesetz missachtet.

    > Meines erachtens ist der Vertragstext nich ohne weiteres auf Youtuber und
    > Twitcher anwendbar. Wir reden hier auch grundsätzlich über interaktive
    > Multimediaangebote die sich wesentlich von alten Formaten unterscheiden
    > (non-linear, bidirektional usw.).

    Du wirfst hier mehrere Dinge durcheinander. Wenn du unter einem "Youtuber" einen klassischen Video-Podcast meinst (so nannte man das noch vor ein paar Jahren), wo eine Sendung produziert und dann über eine beliebige Plattform zum Abruf bereitgestellt wird, dann handelt es sich hier um "Video on Demand", das nicht von der o.g. Regelung betroffen ist.

    Handelt es sich um einen Live-Stream, und werden die übrigen Kriterien erfüllt, dann schon.

    Also nochmal für dich:
    Video-Blogger, Podcaster, klassische Youtuber = Video in Demand.
    Live-Streamer mit Sendeplan, redaktioneller Aufbereitung und Zielgruppe > 500 Personen = Rundfunk im Sinne des RStV.

  7. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 14:18

    "Internetradio" ist auch ausgenommen und muss bei mehr als 500 Höhrern (seit 2009) nur Angezeigt werden. Auch ein Indiz dafür, dass hier die Lage in Bezug auf Youtuber/Twitcher nicht eindeutig zu sehen ist.

  8. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 14:24

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Internetradio" ist auch ausgenommen und muss bei mehr als 500 Höhrern
    > (seit 2009) nur Angezeigt werden. Auch ein Indiz dafür, dass hier die Lage
    > in Bezug auf Youtuber/Twitcher nicht eindeutig zu sehen ist.

    Radio ist nur Ton, Fernsehen hat Bild.

    Was ist daran uneindeutig?

  9. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 14:32

    Na, dann ist doch alles klar, wozu die Aufregung :)

    >"Also ich lese dort "Informations- und Kommunikationsdienst". >Spricht man nicht auch im Internet von "Diensten"? "

    Bei Youtube und Twitch spricht man von Kanälen und nicht von Diensten. Youtube oder Twitch stellen Dienste.

    Aber auch das ist nur ein Punkt von vielen die geklärt werden müssten.

    > Nein, sie haben jemanden abgemahnt, der ein seit 9 Jahren > > > > existierendes Gesetz missachtet.

    Im Artikel steht:

    "Solange es keine Gesetzesänderung gebe, werde "die ZAK die bestehenden Rechtsgrundlagen anwenden" - was nun offenbar exemplarisch anhand von Piet Smiet durchgezogen werden soll."

  10. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 14:34

    >Radio ist nur Ton, Fernsehen hat Bild.
    >Was ist daran uneindeutig?

    "...Bewegtbild oder Ton..."

  11. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 14:38

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na, dann ist doch alles klar, wozu die Aufregung :)
    >
    > >"Also ich lese dort "Informations- und Kommunikationsdienst". >Spricht man
    > nicht auch im Internet von "Diensten"? "
    >
    > Bei Youtube und Twitch spricht man von Kanälen und nicht von Diensten.
    > Youtube oder Twitch stellen Dienste.
    >
    > Aber auch das ist nur ein Punkt von vielen die geklärt werden müssten.

    Ohjeh... Jetzt geht das mit der absurden Wortklauberei schon wieder los.

    Willst du es nicht einfach mal akzeptieren, dass es hier keinerlei Interpretationsspielraum gibt? Die Begriffe und der Anwendungsbereich ist im RStV klar definiert.

    > > Nein, sie haben jemanden abgemahnt, der ein seit 9 Jahren > > > >
    > existierendes Gesetz missachtet.
    >
    > Im Artikel steht:
    >
    > "Solange es keine Gesetzesänderung gebe, werde "die ZAK die bestehenden
    > Rechtsgrundlagen anwenden" - was nun offenbar exemplarisch anhand von Piet
    > Smiet durchgezogen werden soll."

    Ja, und?

    An Gesetze muss man sich auch dann halten, wenn man nicht erwischt wird. Sie haben anscheinend lange genug zugesehen und sind der Auffassung hier mal auf den Tisch zu hauen, wenn die Programmanbieter nicht von alleine ihren Pflichten nachkommen.

    Was ist daran verkehrt?

    Bestraft werden auch nur die Falschparker, die dabei erwischt werden. Trotzdem handeln auch alle anderen Falschparker rechtswidrig.

  12. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 14:41

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Radio ist nur Ton, Fernsehen hat Bild.
    > >Was ist daran uneindeutig?
    >
    > "...Bewegtbild oder Ton..."

    Tut langsam wirklich weh.

    Ja, und für reine Tonübertragungen gibt es die von dir erwähnte Regelung. Da bei Video-Streams dummerweise aber ein Bewegtbild vorhanden ist, fällt es nicht mehr unter die Regelung von Webradio.

    Echt so schwer zu verstehen?

  13. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: tomber42 26.03.17 - 15:20

    Bitte vollständig zitieren

    Begriffsbestimmungen

    (1) Rundfunk ist die für die Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, in Ton und in Bild unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen ohne Verbindungsleitung oder längs oder mittels eines Leiters.

    ... Mittels eines Leiters...

  14. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 15:44

    > Echt so schwer zu verstehen?

    Du hast aus dem "oder" ein "und" gemacht.

    Ich glaube du verstehst nicht recht, dass ich der Meinung bin, dass der Vertragstext nicht gut auf neue Medien passt und daher geändert werden sollte. Ein paar Diskrepanzen sind mir direkt aufgefallen.

    Du möchtest unbedingt der Darstellung des ZKM folgen, andere Menschen sehen darin mehr Schaden als Nutzen. Deshalb wird über diesen Präzedenzfall auch berichtet. Mit etwas Glück werden entweder die Bestimmungen geändert oder auch vor Gericht darüber Verhandelt ob die Bestimmungen überhaupt angewendet werden können.

    So einfach ist das. Man wird sehen ob das Erfolg hat oder nicht.

  15. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: m9898 26.03.17 - 16:35

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist
    > die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte
    > Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang
    > eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen."
    >
    > Ist die digitale Datenübertragung so einzustufen oder ist diese
    > Formulierung nicht eher auf Funkwellen zu interpretieren?

    Im Gesetz steht aber nichts von "Funk", sondern nur etwas von der Übertragung über elektromagnetische Wellen. Ohne da jetzt mit der Erklärung in die Untiefen der Physik und Übertragungstechnik einsteigen zu wollen, "digitale Daten" werden als rein analoge HF-Signale übertragen. Dieses wird in unterschiedlichsten Formen dann auch als rein elektromagnetische Welle geführt, zum Beispiel zwischen deinem PC und dem WLAN-AP, auf Richtfunkstrecken, oder in einem Lichtwellenleiter.

  16. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: 111000110010 26.03.17 - 17:00

    Ich sehe gerade, dass die aktuellste Fassung wohl diese ist:

    "(1) Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kom- munikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elek- tromagnetischer Schwingungen. Der Begriff schließt Angebote ein, die verschlüsselt verbreitet werden oder gegen besonderes Entgelt empfangbar sind. Telemedien sind alle elektronischen Informations- und Kommuni- kationsdienste, soweit sie nicht Telekommunikations- dienste nach § 3 Nr. 24 des Telekommunikationsgeset- zes sind, die ganz in der Übertragung von Signalen über Telekommunikationsnetze bestehen oder tele- kommunikationsgestützte Dienste nach § 3 Nr. 25 des Telekommunikationsgesetzes oder Rundfunk nach Satz 1 und 2 sind."

    Ich würde aber auch Youtube und Twitch nicht zu den Telemedien zählen sondern meinen, das findet im Bereich der Telekommunikation statt.

  17. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Eik 26.03.17 - 17:36

    @ Berner Rösti

    Offensichtlich kommt es dem Gesetzgeber bei seiner Rundfunkdefinition auf die Verbreitungsart an.
    Damit fällt etwas, was sonst Rundfunk wäre, aber die in der Definition geforderte Verbreitungsart nicht benutzt, nicht unter den Rundfunkbegriff des RStV.
    Der Verbreitungsart kommt deswegen eine solche Bedeutung zu, weil die Frequenzen nun mal nur begrenzt vorhanden. Deswegen muss der Staat dort regulierend eingreifen.
    Bei der Verbreitung über das Internet besteht dieses Problem nicht, daher muss der Staat bei dieser Verbreitungsart auch nichts auf der technischen Ebene regulieren, sondern überlässt sogar die IP-Vergabe einer nicht-staatlichen Organisation.
    Mit anderen Worten, wenn der Staat über ein Zulassungsverfahren für Internetmedien regulierend eingreifen würde, entstünde daraus für das deutsche Volk überhaupt kein Vorteil. Damit wird ein Zulassungsverfahren auf dem Gebiet rechtswidrig.

  18. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: m9898 26.03.17 - 17:40

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde aber auch Youtube und Twitch nicht zu den Telemedien zählen
    > sondern meinen, das findet im Bereich der Telekommunikation statt.

    In wie fern sind Medienplattformen wie Youtube und Twitch Telekommunikationsmedien?

  19. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 18:00

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Echt so schwer zu verstehen?
    >
    > Du hast aus dem "oder" ein "und" gemacht.

    Nein. Rundfunk ist sowohl Bewegbildübertragung als auch reine Tonübertragung und selbstverständlich dann auch beides zusammen.

    Für reine Tonübertragung gilt die von dir Regel.

  20. Re: Benutzung elektromagnetische Schwingungen

    Autor: Berner Rösti 26.03.17 - 18:02

    tomber42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte vollständig zitieren
    >
    > Begriffsbestimmungen
    >
    > (1) Rundfunk ist die für die Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und
    > Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, in Ton und in Bild unter
    > Benutzung elektromagnetischer Schwingungen ohne Verbindungsleitung oder
    > längs oder mittels eines Leiters.
    >
    > ... Mittels eines Leiters...

    Das ist nicht die aktuelle Fassung. Die findest du hier:

    http://www.die-medienanstalten.de/fileadmin/Download/Rechtsgrundlagen/Gesetze_aktuell/19_RfAendStV_medienanstalten_Layout_final.pdf

    In der aktuellen Fassung von 2016 gibt es keine Festlegung auf irgend ein Übertragungsmedium.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.17 18:16 durch Berner Rösti.

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