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Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

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  1. Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: chris109 15.09.15 - 12:23

    Die Studie bringt keine Überraschungen. Lehrer können meist kaum mit dem Computer umgehen. Die Eltern stehen je nach sozialem Status auch nicht gut da. Es fehlen also die Vorbilder von denen ein Kind lernt, wie man einen Computer produktiv nutzt.

    Hinzu kommt immer mehr Ablenkung: Videos, Musik, Spiele und Soziale Netzwerke - Das alles ist sehr leicht zugänglich und kann einen stundenlang beschäftigen, ohne dass man dabei was lernt.

    Ich hätte so Lust drauf Digitale Medienkompetenz zu vermitteln und zu erforschen, wie man die Technik nutzt um das lernen echt zu verbessern ...

  2. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: theonlyone 15.09.15 - 12:33

    chris109 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte so Lust drauf Digitale Medienkompetenz zu vermitteln und zu
    > erforschen, wie man die Technik nutzt um das lernen echt zu verbessern ...

    Grundlegend gibt es schon genügend Youtube Videos die man sich anschauen kann, die Unterhaltsam sind und Wissen vermitteln.

    Die werden natürlich auch angeschaut, genauso wenn man mal Probleme hat diverse How-To Clips erklären auch sehr gut wie man nahezu alles irgendwie gemacht bekommt.

    Wer "will" der findet im Internet praktisch alle Antworten auf die üblichen Lebensfragen und Anleitungen um es sich selbst beizubringen.

    Aber macht man das ? Da braucht es schon Motivation und einen Antrieb, man muss schon Lust darauf haben etwas zu machen ; ansonsten fällt man immer wieder zurück und lässt sich lieber berieseln, oder ruft um Hilfe, bis jemand kommt und es für einen erledigt.

    Längere Zeit am Rechner zu sitzen, das macht manchen Spaß, für andere ist es einfach anstregend ; da ist es auch illusorisch zu denken das man "jedem" Menschen ein ausgeprägtes IT Wissen vermitteln kann ; manche interessiert es einfach nicht , dafür machen sie andere Dinge.

  3. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: blauerninja 15.09.15 - 13:40

    Das war bei uns 90ern besser. Die Kisten liefen nicht rund, Spiele stürzten ab. Also erstmal selbst im Web suchen. Eltern konnte man eh nicht fragen, die wussten noch nicht einmal die Hälfte von dem, was du konntest.
    Heut läuft alles wie geschmiert. Am besten soll man auch nichts selber machen (Apple - Technology is on it's best when it simply disappears). Wen wunderts, wenn die Kinder von heute nicht mal wissen, was ein Compiler ist. Aber so hab ich weniger Konkurrenz auf dem Markt und die Firmen können sich zwar über Fachkräftemangel beklagen. Und der Job ist gesichert, da ja die Leute ohne PC-Kenntnisse uns die Arbeit verschaffen. Win-win Situation :)

  4. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: Dwalinn 15.09.15 - 14:06

    >Hinzu kommt immer mehr Ablenkung: Videos, Musik, Spiele und Soziale Netzwerke - Das alles ist sehr leicht zugänglich und kann einen stundenlang beschäftigen, ohne dass man dabei was lernt.

    Und wo ist da der Unterschied zu TV, Bücher usw.? Ich kann auch stundenlang lesen und lerne nichts dabei.

  5. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: matok 15.09.15 - 15:01

    Kein Medium der Welt kann einem unmotivierten Schüler motivieren oder einen unwilligen Schüler zu einem willigen machen. Das ist doch gerade die Aussage dieser Studie. Sozialer Status, Geld, Medienzugang macht ein Kind nicht erfolgreich. Sondern der erlernte Umgang mit diesen Werkzeugen Zuhause und im Milieu. In der Schule sind die Weichen bereits gestellt, ob ein Kind motiviert ist zu Lernen und den entsprechenden Willen hat. Der Einfluss der Schule bzw. der Lehrer ist eher gering. Das Kind muss schon die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen.

  6. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: plutoniumsulfat 15.09.15 - 15:14

    Natürlich lernt man beim Lesen was und sei es nur Sprache.

  7. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: bombinho 15.09.15 - 15:44

    Blauerninja: Kann ich so bekraeftigen.

    Ich hatte damals einen "Informatiklehrer" der ueberzeugt war, dass die Rechtevergabe durch Bruellen erfolgt. Aber ich habe ihm beigebracht, dass das nicht so ist. Also haben wir beide gelernt.

    Ausgangssituation war, dass er meinen Quelltext nicht mochte und ich ihm den Lesezugriff entzogen habe :(. Ich schaeme mich heute noch dafuer.

    Leider ist es aber gerade in der IT so, dass man nur bis zu einem bestimmten Punkt kommt ohne Unterstuetzung von oben. Irgendwann stoesst man unweigerlich auf Spezifikationen, die einem nicht zugaenglich gemacht werden.
    Aber ich nehme an, das ist auch Bestandteil des Lernens.

    Auch in sozialen Netzwerken kann man sehr viel lernen, wenn auch meist nicht gerade naturwissenschaftlich orientiert.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.15 15:47 durch bombinho.

  8. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: Hotohori 15.09.15 - 17:28

    In der Schule lernt man vieles für den späteren Alltag und vieles davon gefällt auch nicht Jedem. Von daher ist das keine besonders gute Argumentation, dass die Leute keine Lust haben IT zu lernen. IT wird auch zukünftig immer wichtiger in unserem Alltagsleben werden, also muss man es lernen, ob man will oder nicht. Ich musste schließlich auch englisch lernen, obwohl ich es in der Schule gehasst habe, weil ich schon in deutsch nicht besonders gut war, Sprachen liegen mir einfach nicht. Aber das ist eben kein Grund es nicht zu lernen.

    Ansonsten war wohl primär gemeint, das YT eher ablenkt. Merke ich an mir selbst, ich suche nach etwas bestimmtem und zu häufig schaue ich mir dann etwas völlig anderes an, was pure Unterhaltung ist und mir nicht beibringt.

    Das Internet ist toll, aber leider auch eine extreme Versuchung sich ablenken zu lassen.

  9. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: User_x 15.09.15 - 17:36

    Kommt auf das ablenken an. In wikipedia kann das schon sehr interessant sein, da sammelt man wissen an und fragt sich später woher man den scheiß überhaupt kennt (geschichte, grundprinzipien der technik, chemie...) alles verfügbar, man muss es aber aus interesse oder spiel machen, nicht aus muss - sonst bleibts oben nicht drinne...

  10. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: Hotohori 15.09.15 - 17:56

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt auf das ablenken an. In wikipedia kann das schon sehr interessant
    > sein, da sammelt man wissen an und fragt sich später woher man den scheiß
    > überhaupt kennt (geschichte, grundprinzipien der technik, chemie...) alles
    > verfügbar, man muss es aber aus interesse oder spiel machen, nicht aus muss
    > - sonst bleibts oben nicht drinne...

    Natürlich sollte lernen Spaß machen, aber das tut es halt nicht immer, wenn man sich für ein Gebiet, das man aber für den Alltag braucht, nicht interessiert. Da muss man eben durch. Als Lehrer kann man nur versuchen es für alle so interessant wie möglich zu machen, aber alles hat eben seine Grenzen.

    Bei Wikipedia muss man aber auch aufpassen und darf nicht alles für 100% richtig ansehen. Allerdings muss man eigentlich eh immer alles hinterfragen, selbst was einem in der Schule beigebracht wird ist nicht automatisch immer 100% korrekt, aber wohl doch einiges näher dran als Wikipedia im allgemeinen.

    Wie arbeiten Schulen eigentlich beim Web Zugang? Mit Black- oder Whitelisten?

  11. Re: Fehlende Vorbilder und jede Menge Ablenkung

    Autor: Bill Carson 16.09.15 - 13:16

    chris109 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Eltern stehen je nach sozialem Status auch nicht gut
    > da. Es fehlen also die Vorbilder von denen ein Kind lernt, wie man einen
    > Computer produktiv nutzt.

    Das stimmt, aber die Eltern konnten uns in den 90ern auch nichts am Computer beibringen, sondern waren vom Wissen her sehr schnell abgehängt und bemüht, das wir nicht den ganzen Tag davor sitzen. Die Lehrer hatten garkeine Ahnung.
    Dennoch waren ich und ein großer Teil meines Freundeskreises 'Computerfreaks' und arbeiten nun in stark computerabhängigen Berufen (Webdeveloper, Admins, 3D-Artist, Programmierer, Spielebranche etc).

    Ich denke, unseren Kindern können wir bei dem Thema eine Menge mitgeben – wenn sie erstmal im passenden Alter sind. Will heißen: Die in Sachen Computer 'vorbildliche' Elterngeneration kommt gerade erst. Die in den 80ern geborenen Nerds werden gerade erst zu Eltern.

    #nurmeinemeinung

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