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Wirklich gegen Menschenrechte?

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  1. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: goto10 09.06.16 - 13:08

    > Wenn ich Morddrohungen mit einem Handy aussprechen kann, weil hier keine
    > Verbindung zu meiner Person besteht, dann werfe ich das Handy nach
    > erreichen meines Zieles weg.

    Und wenn es diese Möglichkeit nicht mehr gibt, spricht er die Morddrohung auf anderem Wege aus oder nutzt einen gefälschten Ausweis. Was hast du nun gewonnen?

    Im übrigen werden wohl viele gefasst, weil sie eben doch nicht so schlau sind und das Handy wegwerfen würden. Frei nach Einstein: Unterschätze niemals die Unendlichkeit der menschlichen Dummheit. ;-)

    > Wer am Ende wo herausfinden kann, wie die Nummer des Anonymen Anrufers
    > kommt ist total irrelevant. Es geht um eine Namenszuordnung. Wie gesagt,
    > wirft der Täter das Handy weg, wäre er somit unauffindbar. Und genau das
    > akzeptierst du spätestens dann nicht mehr, wenn du mal auf der Seite der
    > Geschädigten stehst.

    Ich kann natürliche nicht sagen, wie ich konkreten Fall denken würde. Aber sicher ist für mich, dass wenn man selbst betroffen ist, die eigenen Einschätzung oft sehr fehlerhaft ist. Nicht wenige werden wohl je nach Verbrechen sofort für die Todesstrafe plädieren, wenn sie selbst betroffen sind. Und findest du die Todesstrafe wirklich sinnvoll?

  2. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Niaxa 09.06.16 - 13:13

    Das man Kriminalität wohl nicht verhindern kann, wenn man seine Freiheit nicht restlos aufgeben möchte, das ist etwas, was klar ist. Aber nicht einmal Hürden zu schaffen und es somit dem dümmsten und kleinsten Verbrecher leicht zu machen, ist auch nicht gerade sehr intelligent.

    Was die Todesstrafe in der Diskussion jetzt zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Wie hart die Bestrafung bestimmter Taten auszusehen hat, steht gerade bei bestem Willen nicht zur Debatte.

  3. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: snadir 09.06.16 - 13:14

    Die Frage, warum man Geschichts LK besucht, wenn man 0 Interesse dran hat, verkneif ich mir jetzt mal. Dann blick bitte mal über den Tellerrand. Auch wenn du es dir absolut nicht vorstellen kannst, es GIBT Menschen, gar nicht mal so weit weg von uns, die werden für ihre Religion (und auch für eine nicht vorhandene Religion!) verfolgt. Oder dafür, dass sie das System, in das sie reingeboren worden, nicht gut finden.

    Ich könnt mir vorstellen, dass die lieben Leute in der DDR einiges dafür gegeben hätten, anonym eine Flucht organisieren zu können. Es zumindest zu versuchen, ohne direkt nach Bautzen II zu gelangen. Waren sie kriminell? Aus Regime-Sicht sicherlich ja, objektiv betrachtet? Nein.

  4. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Moe479 09.06.16 - 13:43

    es soll ja angeblich dafür geschaffen worden sein...

    als mir kontoauszüge fehlten, habe ich denen sogar ne vollmacht gegeben um die bewegungen im fraglichen zeitraum über ihre neu geschaffenen möglichkeiten abzurufen ... ratet mal was passiert ist ... ich wurde trotzdem aufgefordert die auszüge beizubringen ... das hat man nun von den neuen möglichkeiten _anderer_, zum eigenen vorteil gereichen die einem selten!

  5. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Muhaha 09.06.16 - 14:48

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann muss sich aber auch hier was ändern und nicht an den Möglichkeiten der
    > Strafverfolgung.

    Es muss an so einigen Schrauben gedreht werden. Auch braucht es mehr Informationen darüber, wie eigentlich Fahndungserfolge erzielt werden.

    Denn die Argumentationslinie, dass mehr Überwachung nötig ist, um Straftaten besser aufzuklären oder gar zu verhindern, stimmt ja kein Stück. Scotland Yard musste ja zugeben, dass sich die Verbrechens- und Aufklärungsrate in London, der Stadt mit der weltweit höchsten Kameradichte, kaum geändert hat.

    Mehr Überwachung senkt nur die Personalkosten bei der Polizei, weil man jetzt nicht mehr 300 Streifenpolizisten braucht, sondern nur 30 Mann in der Videoüberwachungszentrale. Deswegen ist es sinnvoller zur Aufklärung und Prävention nicht mehr zu überwachen, sondern mehr Polizisten einzustellen. Das folgt auch der bahnbrechenden Erkenntnis (Achtung, Satz kann Spuren von Sarkasmus ethalten) seitens der Geheimdienste, dass all das tolle Überwachungszeugs und all die tollen Rechenzentren die Welt kein Stück sicherer gemacht haben, weil man sich nicht mehr in der Lage sieht aus diesem unfassbaren Datenwust ... DIE RICHTIGEN SCHLÜSSE ZU ZIEHEN! Stattdessen werden jetzt wieder Informanten vor Ort aufgebaut, die zielgerichtet nur die relevanten Informationen weiterreichen.

    Eigentlich muss man am Richtervorbehalt gar nichts ändern. Man muss nur endlich aufhören ihn als Pseudonotnagel für immer mehr sinnlose Überwachungsmaßnahmen zu mißbrauchen, in dem man diese breit und umfassend angelegten Überwachungsmaßnahmen stoppt. Überwachung gibt es dann nur für verfahrensrelevante und verdächtige Zielpersonen und nicht grundsätzlich die ganze Bevölkerung.

  6. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: ibsi 09.06.16 - 15:45

    Glaube das hat Tim Pritlove in einem Podcast gesagt:
    Wenn Du die Nadel im Heuhaufen nicht findest, mach den Heuhaufen größer

    ;)

  7. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: FreiGeistler 09.06.16 - 18:55

    Blackhazard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wenn
    > Ihr keinen Mist bauen wollt dann interessiert sich niemand für eure
    > Kommunikation...
    Unschuldsvermutung ist wichtiger Bestandteil einer langfristig(!!) funktionierenden Demokratie.
    Mit dauernder Überwachung wird man dauernd im voraus verdächtigt.
    Wissen ist Macht, weil der gläserner Bürger erpressbar ist. Und Macht korrumpiert.

  8. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Niaxa 09.06.16 - 23:11

    Warum eigentlich immer diese Übertreibungen. Die Bevölkerung wird überwacht aha und wo bitte? Wieviele Skandale haben sich den bisher daraus ergeben? Klar wenn man es als Überwachung ansieht, das Betreiber von Hotspots für Ihre User gerade stehen müssen, wenn sie deren Identität nicht kennen, dann kann man sich beschweren. Leider ist das aber keine Überwachung sondern Registrierung. So wie eben der Perso eine Registrierung ist. Da fühlte sich bisher auch keiner überwacht.

    Und überhaupt, wen Überwachung so ganz und gar nichts bringt, warum macht ihr euch dann sorgen, daß ihr überwacht werdet. Werdet doch alle kriminell, dann passiert euch nichts. Den gerade in der Verbrechensbekämpfung soll es laut euch ja null Erfolgsversprechend sein. Also woher kommen solch große Sorgen, wenn ihr in eurer unermesslichen Weisheit doch mit Gewissheit sagen könnt, wie erfolglos Überwachung doch ist?

    Ich bleib dabei, generelle Überwachung darf nicht sein. Überwachen Organe müssen bei Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden können und auch unter Beweispflicht stehen. Selbst wenn überwachte Personen schuldig sind. Richter müssen genauso zur Rechenschaft gezogen werden können, wie die Verbrecher. Jedoch müssen unsere Strafverfolgungsorgane bei gewissen Verdachtsmomenten die Möglichkeit der Überwachung und Verfolgung Krimineller Personen haben.

    Und Registrierung ist keine Überwachung. Somit ist eine Ausweispflicht bei prepaid Karten sicher auch keine Überwachung. Es kommt sich schließlich auch keiner nur auf Grund seiner Ausweispflicht überwacht vor. Das rumgejammere ist einfach übertrieben.

  9. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: css_profit 10.06.16 - 09:51

    sundilsan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GodsCode schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dann kann man auch anonyme Geldkonten verlangen.
    >
    > Haben die Schweizer seit Jahrzehnten.

    Schon lange nicht mehr. Für die USA sind die Konten ein offenes Buch...

  10. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: theonlyone 10.06.16 - 10:26

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum eigentlich immer diese Übertreibungen. Die Bevölkerung wird überwacht
    > aha und wo bitte? Wieviele Skandale haben sich den bisher daraus ergeben?
    > Klar wenn man es als Überwachung ansieht, das Betreiber von Hotspots für
    > Ihre User gerade stehen müssen, wenn sie deren Identität nicht kennen, dann
    > kann man sich beschweren. Leider ist das aber keine Überwachung sondern
    > Registrierung. So wie eben der Perso eine Registrierung ist. Da fühlte sich
    > bisher auch keiner überwacht.

    Personalausweiß ist "pflicht" damit du überhaupt identifiziert werden kannst. Der Ausweis an sich stellt auch keine Überwachung da, man muss einfach wissen wo du wohnst (oder zumindest deinen eingetragenen Wohnsitz hast) , weil davon eben auch einige andere Dinge abhängen, damit man dir überhaupt Briefe zuschicken kann, Wahlbescheinigungen etc. pp. ; Ist also einfach notwendig und steht garnicht zur Debatte.
    In einen Ausweiß MEHR Features einzubauen, da wirds schnell fragwürdig ob das sinnvoll ist und nicht eine tatsächlich Überwachung darstellt. Z.B. intelligente Ausweise die ihren Standort mitteillen der Person, damit man verfolgen kann ob Ländergrenzen überschritten werden etc. pp. ; Das wäre wohl sehr deutlich problematisch, auch wenn es ein nettes Features für Polizei und Strafverfolgung wäre. Hier ist Kritik und Aufmerksamkeit wichtig, den ist so ein Feature mal eingebaut und abgestempelt, ist der Weg zurück auch wieder problematisch.

    > Und überhaupt, wen Überwachung so ganz und gar nichts bringt, warum macht
    > ihr euch dann sorgen, daß ihr überwacht werdet. Werdet doch alle kriminell,
    > dann passiert euch nichts. Den gerade in der Verbrechensbekämpfung soll es
    > laut euch ja null Erfolgsversprechend sein. Also woher kommen solch große
    > Sorgen, wenn ihr in eurer unermesslichen Weisheit doch mit Gewissheit sagen
    > könnt, wie erfolglos Überwachung doch ist?

    Für die Strafverfolgung ist die Überwachung Quark weil man sie eben doch umgehen kann, wenn man den der Überwachung entgehen will. Du kannst ja jemand anderes ein Smartphone klauen (abkaufen) und einfach los telefonieren. Der Zwang sich namentlich zu nennen beim Kauf der Karte ist letztlich garnicht nötig und ist eine Überwachung die schlichtweg keinen Nutzen hat, vor allem weil sie eben doch einfach pauschal Überwacht (den mit richterlichem Beschluß kann man schon viel mehr, dann besteht aber auch eine Begründung).

    > Ich bleib dabei, generelle Überwachung darf nicht sein. Überwachen Organe
    > müssen bei Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden können und auch
    > unter Beweispflicht stehen. Selbst wenn überwachte Personen schuldig sind.
    > Richter müssen genauso zur Rechenschaft gezogen werden können, wie die
    > Verbrecher. Jedoch müssen unsere Strafverfolgungsorgane bei gewissen
    > Verdachtsmomenten die Möglichkeit der Überwachung und Verfolgung
    > Krimineller Personen haben.

    Haben sie ja auch, aber eben nicht pauschal alle anmelden und auflisten, nur damit man dann easy alle Daten abgreifen kann ; wenn eine Begründung besteht muss man anfangen diese Daten zu holen, nicht früher und schon garnicht ständig.

    Demnach, wenn es dir technisch unmöglich ist ein Telefon einer Person zuzuordnen, dann gibt es noch einen haufen "traditionelle" Möglichkeiten der Überwachung, selbst wenn das Smartphone verwanzt wird, die Person beschattet oder sonstiges, reicht alles aus. Aus Sicht der Ermittler ist es natürlich viel simpler wenn man sowieso ständig alles Überwacht, dann kann man einfach in seiner Datenbank nachschauen und bekommt die Information die man will (aber eben auch nur von den Menschen die sich auch überwachen lassen, wer wirklich Verbrechen begehen will, wird tunlichst versuchen aus der Überwachung auszubrechen ; und schon stellt sich die Frage, WAS man hier genau überwacht, den die Verbrecher sind es damit schonmal tendenziell eher nicht, sondern der ganz normale Bürger ; und wer keine Verbrechen begeht, der sollte auch nicht überwacht werden ; einzige Lösung, wenn kein dringender Verdacht besteht hat mich garkeiner zu überwachen und das ist ein Recht das es zu verteidigen gilt, auch wenn es manch einem garnichts mehr wert ist).

    Wer seine Informationen freiwillig zur Verfügung stellt soll das tun. Aber es einfach als Pflicht zu fordern, das ist der Knackpunkt.

    > Und Registrierung ist keine Überwachung. Somit ist eine Ausweispflicht bei
    > prepaid Karten sicher auch keine Überwachung. Es kommt sich schließlich
    > auch keiner nur auf Grund seiner Ausweispflicht überwacht vor. Das
    > rumgejammere ist einfach übertrieben.

    Es ist ein problem, davon geht die Welt nicht unter, aber gerade solche vermeintlichen "Ach ist mir doch egal" Punkte enden am Ende darin das deine Rechte immer mehr aufgeweicht werden, wie im Treibsand gehst du langsam unter und merkst es wohl garnicht.

    Bei jeder Art der Überwachung und Datenerfassung sollte immer die Frage im Vordergrund stehen : "Brauchen wir das wirklich?" und "Hat das einen erkennbaren/nachweißlichen positiven Nutzen?".

    Eine Überwachung, nur der Überwachung wegen, damit man sich auf die Schulter klopfen kann um zu sagen "Ja, da haben wir ja schön Überwacht" , davon hat keiner etwas und das potenzial das negativ auszunutzen ist gegeben.

  11. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Niaxa 10.06.16 - 10:53

    Eine Rufnummer eindeutig zuweisen zu können, ist in meinen Augen das Gleiche wie eine Person über den Ausweis identifizieren zu können. Es tut auch nicht weh, wenn man eine Rufnummer auf jemanden registriert. Das alleine dient null Komma gar nicht irgendeiner Überwachung.

    Jemand der Überwachung umgehen will, kann das tun, das siehst du schon richtig. Ihm aber auch noch so simple Wege zu eröffnen wie eine nicht zuweisbare PrePaid Karte, sehe ich als Unsinn an. Nicht weil ich möchte, das heute alles reguliert wird, sondern weil eine Registrierung hier einfach keinem Weh tut und dennoch ein Nutzen da ist. Die Identifizierung eben. Wer kennt es nicht, die Dauer-Belästigung von vermeintlich seriösen Stromanbietern etc. die über 10 verschiedene Handynummern anrufen und versuchen einem Verträge aufs Auge zu pressen. Am Ende erreicht man die Nummern nie wieder. Ist jetzt kein hoch kriminelles Beispiel, aber es zeigt auf, das durchaus PrePaid Karten nur aufgrund der nicht vorhanden Registrierungspflicht nutzt.

    Wie auch du, verlange ich das ich nicht überwacht werde, ohne mich irgend etwas verdächtig gemacht zu haben. Dennoch müssen die, bei denen es anders herum ist auch überwacht werden können. Und da kommt eben wieder das Vertrauen zum Vorschein, welches ich entweder habe oder nicht. Und deshalb müssen Überwachende und Überwachung genehmigende Organe stark reguliert und kontrolliert werden.

  12. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: RipClaw 10.06.16 - 11:23

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Rufnummer eindeutig zuweisen zu können, ist in meinen Augen das
    > Gleiche wie eine Person über den Ausweis identifizieren zu können. Es tut
    > auch nicht weh, wenn man eine Rufnummer auf jemanden registriert. Das
    > alleine dient null Komma gar nicht irgendeiner Überwachung.

    Wenn jemand meinen Ausweis sehen will dann muss er mich fragen. Ich bekomme das mit.

    Wenn jemand meine Telefondaten abgreifen will dann kann er das machen ohne das ich irgendwas davon mitbekomme via Funkzellenabfrage oder IMSI Catcher.

    Vor ein paar Jahren wurden z.B. in Berlin nachts öfters mal Autos abgefackelt. Um den Täter zu kriegen wurden Funkzellenabfragen gemacht. Dabei wurden natürlich alle erfasst die zu dem fraglichen Zeitpunkt in der Zelle eingebucht waren.

    Oder erinnerst du dich an den Typen der einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke geworfen hat und eine Autofahrerin kam ums Leben ? Da haben sie auch eine Funkzellenabfrage gemacht und in dem Verdächtigenpool war jeder der zu der ungefähren Zeit in der passenden Funkzelle eingebucht war. Soweit ich weiß waren das mehrere tausenden Personen.

    Das Problem bei solchen massenhaften Datenabfragen ist das sie leicht den falschen rausziehen können und dann hast du ein Problem. Bei uns bedeutet Verdächtig für die Mitmenschen oft auch schuldig. Ich kenne Fälle da wurden zu unrecht verdächtigte Personen später gemobbt, mussten umziehen oder sich neue Telefonnummern besorgen weil sie Drohanrufe bekommen haben.

  13. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Niaxa 10.06.16 - 14:32

    Klar werden hier viele Verdächtige gefunden, Verbrechensbekämpfung ist meistens so. Ansonsten wäre es einfach und die ganzen Maßnahmen wären nicht nötig, wenn man immer gleich auf 1 Person eingrenzen kann. Aber ich kann nicht alle Maßnahmen über den Haufen werfen, wenn ich andernfalls auf mehrere Verdächtige komme. Das passiert auch ohne Überwachung.

    Ich wurde auch schon von der Polizei zu einem DNA Test gebeten, da bei uns in der Umgebung eine Frau ermordet wurde. Da der Täter zwischen x und x Jahren alt war und ich in diesen Bereich fiel, wurde ich überprüft. Das tat nicht weh, ich wurde auch nicht danach von irgendwem dumm von der Seite angesehen.

    Es passiert seltenst, das ein Verdächtiger öffentlich verdächtigt wird. Meist bekommst du es wohl eher nicht mal mit, wenn du verdächtigt wirst. Und noch viel seltener bekommen es andere mit. Nicht mal die Geschädigten haben hier auf laufende Ermitlungen Einsicht. Ich weis nicht woher ihr immer solche Horrorstorys habt, nur weil unsere Justiz eben auch Fehler macht und bei 80Mio Menschen + - paar Mil/jährlich, sind die Hand voll Fehler verkraftbar. Klar kann man jetzt sagen, das der einzelne Geschädigte das sicher anders sieht, aber das habe ich anders herum auch schon erläutert.

  14. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: plutoniumsulfat 10.06.16 - 14:46

    Man kann sich aber nicht auf eine Methode verlassen, um dann tausende Verdächtige zu haben. Egal wie schlimm das Verbrechen ist, dann darf man nicht einfach bei Tausenden die Tür eintreten und alles durchwühlen.

  15. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Niaxa 10.06.16 - 15:26

    Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, das dies noch nie passiert ist und auch nie passieren wird. Das würde zudem eine Welle der Empörung mit sich ziehen. Wäre das so, hätten nicht erst Leute wie Snowden uns auf Überwachung mehr aufmerksam machen müssen.

  16. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: plutoniumsulfat 10.06.16 - 22:06

    Mir war, als hätte ich da mal einen Artikel gelesen, ich finde ihn nur gerade nicht. Gut, es ging nicht um Tausende, aber immer noch genug, als dass der Schaden größer war als der Nutzen.

  17. Re: Wirklich gegen Menschenrechte?

    Autor: Neuro-Chef 13.06.16 - 00:57

    GodsCode schrieb:
    > Dann kann man auch anonyme Geldkonten verlangen.
    Hast du kein Kopfkissen?

    > Anonyme Nummernschilder fürs Auto wären auch ziemlich praktisch.
    Das öffentliche Interesse überwiegt hier vermutlich deutlich zugunsten der hässlichen Alu-Bleche. Aber immerhin werden Autos nur getrackt, wenn man so ein neues Scheißding kauft oder zu schnell bzw. durch eine Abschnittskontrolle oder in ein Parkhaus fährt.

    > Was wollt ihr noch anonymisieren?
    Mich selbst beim Demonstrieren. Ich bin für ein Recht auf vermummte Fortbewegung. Ich laufe auch nicht gerne durch von Kameras überwachte Bereiche, da fühle ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt.

    -> Heul' doch! ¯\_(ツ)_/¯

    » Niemand ist vollkommen, aber irre sind ganz sicher viele. « – Vollkommen Irrer ಠ_ಠ

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