1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Protest gegen VW: Polizei ermittelt…
  6. Thema

Aktivist?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Emulex 16.06.21 - 10:37

    "Autonom" ist übrigens auch so ein verharmlosender Begriff wie Aktivist.
    Es ist ganz klar ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
    Die Formulierungen für links gehen von Aktivist über autonom, radikal bis extrem.
    Für rechts haben wir Populist, radikal, extrem und Nazi.
    Allein die Schärfe der Formulierungen zeigt ganz klar eine Tendenz in der politischen Meinung der Medienschaffenden.

  2. Re: Aktivist?

    Autor: theFiend 16.06.21 - 10:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also ist jemand, der einfach nur die Ausländer als Problem in seinem Dorf
    > sieht und "Ausländer raus!" brüllt, ein Rechtsaktivist?

    Könnte man natürlich so sagen, aber im allgemeinen gibt es für diese Art Menschen halt schon einen anderweitig besetzten Begriff. Insofern ist die Frage doch eigentlich recht überflüssig oder?

  3. Re: Aktivist?

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 10:39

    >Nein, nicht fahrlässig, vorsätzlich. Über dem Stadion ist eine Flugverbotszone, um genau solche Gefahren zu vermeiden. Er als Inhaber eine A-Lizenz weiß das und setzt sich darüber hinweg. Das ist nicht legal und fahrlässig, das ist illegal und vorsätzlich. Er hat Verletzte und Tote billigend in Kauf genommen für ein höheres Ziel.

    Nun, trotzdem lag es nicht in seiner Absicht irgendwen zu verletzen, was nun mal den Vergleich mit Rechtsextremisten, die gezielt Anschläge verüben oder jeden zu Brei prügeln, der in ihren Augen nicht "deutsch genug aussieht", völlig unzulässig macht.

    >Solche Leute nennt man üblicherweise Extremisten.

    Ich denke, da ist die Trennlinie schwimmend, denn ich würde hier durchaus noch zwischen Gewaltabsicht und friedlichen Protest (wenn auch mit eindeutigen Verstößen gegen Gesetze) unterscheiden. Soweit ich mich erinnern kann, wurden auch rechte "Identitäre" damals bei ihren Fassaden-kletter und Spruchband-Aktionen, bei denen Hausfriedensbruch begangen und gegen andere Gesetze verstoßen wurden, als "rechte Aktivisten" bezeichnet und nicht als "Rechtsterroristen".

    >Wenn man weiß, dass durch die eigene Aktion Menschen verletzt oder getötet werden können, nennt man das bedingten Vorsatz.

    Ist die Frage, ob der Trottel sich dessen so bewusst war.

    >Das ist im Prinzip wie bei illegalen Autorennen durch die Innenstadt. Die haben auch nicht die Absicht, jemand zu schädigen, es ist ihnen für ihr Ziel einfach nur scheißegal. Das ist bedingter Vorsatz.

    Naja, die nennt man aber auch nicht "Terroristen".

  4. Re: Aktivist?

    Autor: Oktavian 16.06.21 - 10:42

    > >Wenn man weiß, dass durch die eigene Aktion Menschen verletzt oder getötet
    > werden können, nennt man das bedingten Vorsatz.
    >
    > Ist die Frage, ob der Trottel sich dessen so bewusst war.

    Für bedingten Vorsatz reicht es, wenn jemand mit minimalem Nachdenken hätte drauf kommen könne, dann die Bedenken aber einfach beiseite gewischt hat und es trotzdem gemacht hat.

    > >Das ist im Prinzip wie bei illegalen Autorennen durch die Innenstadt. Die
    > haben auch nicht die Absicht, jemand zu schädigen, es ist ihnen für ihr
    > Ziel einfach nur scheißegal. Das ist bedingter Vorsatz.
    >
    > Naja, die nennt man aber auch nicht "Terroristen".

    https://www.nordkurier.de/aus-aller-welt/mordprozess-zu-illegalem-autorennen-in-berlin-startet-neu-1332843208.html

    "Terror-Raser" oder "Raser Terror" hab ich in dem Zusammenhang schon häufiger gehört.

  5. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 10:43

    >"Autonom" ist übrigens auch so ein verharmlosender Begriff wie Aktivist.
    >Es ist ganz klar ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Nein, das ist die *Selbstbezeichnung*, die sich diese Gruppe gibt, und damit völlig korrekt sie auch in Artikeln so zu beszeichnen. Ansonsten könnte man auch sagen, die "AfD" als "Alternative" zu bezeichnen, oder die "Identitären" bei ihrem Namen zu nennen, sei grob verharmlosend und jeder, der diese bei ihrem Namen nennt würde mit "zweierlei Maß" messen.

    >Die Formulierungen für links gehen von Aktivist über autonom, radikal bis extrem.
    >Für rechts haben wir Populist, radikal, extrem und Nazi.
    >Allein die Schärfe der Formulierungen zeigt ganz klar eine Tendenz in der politischen Meinung >der Medienschaffenden.

    Das ist, sorry, subjektiv verblendeter Unsinn. Als zB die "Idenditären" mit ähnlichen, illegalen, fahrlässigen Aktionen (aber ohne Gewaltabsicht) für sich geworben haben, wurden sie in den Medien als "rechte Aktivisten" bezeichnet und eben *nicht* als "Terroristen".

  6. Re: Aktivist?

    Autor: Oktavian 16.06.21 - 10:47

    > Könnte man natürlich so sagen, aber im allgemeinen gibt es für diese Art
    > Menschen halt schon einen anderweitig besetzten Begriff. Insofern ist die
    > Frage doch eigentlich recht überflüssig oder?

    Das ist mir klar.

    Wenn jemand etwas illegales tut, Menschen gefährdet oder verletzt, es mir aber gefällt, ist er ein Aktivist. Wenn jemand etwas illegales tut, Menschen gefährdet oder verletzt, es mir aber nicht gefällt, ist er ein Extremist.

    Wenn jemand gegen die lokale Regierung kämpft, und ich die Regierung mag, ist er ein Terrorist. Wenn jemand gegen die lokale Regierung kämpft, und ich die Regierung nicht mag, ist er ein Rebell.

    Ob man für die Handlung den positiv oder negativ konnotierten Begriff benutzt, hängt also nicht von der Handlung oder dem Motiv der Handlung ab, sondern ob ich das Motiv gutheiße oder nicht. Das kommt dann beim Journalismus schnell mit der Neutralität in Konflikt.

  7. Re: Aktivist?

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 10:48

    >Für bedingten Vorsatz reicht es, wenn jemand mit minimalem Nachdenken hätte drauf kommen könne, dann die Bedenken aber einfach beiseite gewischt hat und es trotzdem gemacht hat.

    Ja, und genau das sollte man (und das wird auch in der aktuellen Berichterstattung) auch so benennen und nicht verharmlosen,. Trotzdem rechtfertigt das immet noch nicht die Bezeichnung "Terrorist", wie von einigen hier gefprdert - ein Aktivist der gegen Gesetze verstößt, und damit zwar andere gefährdet aber keinerlei Gefährdungsabsicht dabei trägt, ist immer noch ein Aktivist der einen illegale und grob fahrlässige Tat begonnen hat und dafür natürlich mit aller Konsequenz zur Rechenschaft gezogen gehört, aber eben noch lange kein "Terrorist".

    >"Terror-Raser" oder "Raser Terror" hab ich in dem Zusammenhang schon häufiger gehört.

    In dem Artikel geht es um einen Mord Prozess.
    Wenn es gestern Tote gegeben hättem statt glücklicherweise "nur" zwei (offensichtlich nicht lebensgefährlich) Verletzte, dann wäre der Tonfall in den Medien auch ein ganz anderer, darauf kannst Du einen lassen.

  8. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Jthessel 16.06.21 - 10:50

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Komischerweise ist es aber in den Medien immer nur Links-Aktivismus aber
    > Rechts-Extremismus. Ich finde das interessant.

    Dann solltest du aus deiner Bubble rauskommen und die Augen aufmachen, da finden sich nach 2 min googlen genug Gegenbeispiele. Stichwort G20-Gipfel in Hamburg ;)

  9. Re: Aktivist?

    Autor: BlindSeer 16.06.21 - 10:54

    Auch wenn ich es nicht tue, ein von rechts kommender Mensch würde die Unterstützung von Einwanderung auch als Menschenfeindlich bezeichnen. Er meint nur andere Menschen als du.

  10. Re: Aktivist?

    Autor: Oktavian 16.06.21 - 10:54

    > Ja, und genau das sollte man (und das wird auch in der aktuellen
    > Berichterstattung) auch so benennen und nicht verharmlosen,. Trotzdem
    > rechtfertigt das immet noch nicht die Bezeichnung "Terrorist", wie von
    > einigen hier gefprdert

    Terrorist finde ich auch zu hart. Ein Terrorist hat den Vorsatz, Schaden anzurichten. Er braucht den Schaden, der ist das eigentliche Ziel.

    Extremist passt gut. Ein Extremist nimmt den Schaden billigend in Kauf für sein höheres Ziel. Er ist jemand, für den der Zweck die Mittel heiligt und Opfer gegebenenfalls gebracht werden müssen.

    > - ein Aktivist der gegen Gesetze verstößt, und damit
    > zwar andere gefährdet aber keinerlei Gefährdungsabsicht dabei trägt, ist
    > immer noch ein Aktivist der einen illegale und grob fahrlässige Tat
    > begonnen hat und dafür natürlich mit aller Konsequenz zur Rechenschaft
    > gezogen gehört, aber eben noch lange kein "Terrorist".

    Wie gesagt, Extremist finde ich ein gutes Wort dafür. Völlig egal ob von links, rechts, oben, unten, grün, braun, rot oder blau. Wer durch seine Handlung Schaden für Dritte billigend in Kauf nimmt, und diese Gefahr vor sich und anderen mit dem höheren Ziel rechtfertigt, ist ein Extremist.

    > >"Terror-Raser" oder "Raser Terror" hab ich in dem Zusammenhang schon
    > häufiger gehört.
    >
    > In dem Artikel geht es um einen Mord Prozess.
    > Wenn es gestern Tote gegeben hättem statt glücklicherweise "nur" zwei
    > (offensichtlich nicht lebensgefährlich) Verletzte, dann wäre der Tonfall in
    > den Medien auch ein ganz anderer, darauf kannst Du einen lassen.

    Ich hab eben das Video gesehen, wie der Kerl am Schirm baumelnd mit dem Korb auf dem Rücken knapp über Kopfhöhe durch die Zuschauer gepflügt ist. Paar Meter tiefer und es wär nicht bei ein paar geblieben.

  11. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: demon driver 16.06.21 - 10:55

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Autonom" ist übrigens auch so ein verharmlosender Begriff wie Aktivist.

    Wo ist "Aktivist" verharmlosend?

    Wo ist "autonom" verharmlosend? Wer in der Lage ist, zwischen der Verwendung als Adjektiv und der Selbstbezeichnung bestimmter Gruppen zu unterscheiden, käme wohl nicht auf so eine Idee.

    > Es ist ganz klar ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Nein. Es wird, selbst dann, wenn der Aktivismusbegriff gezielt selektiv verwendet würde, nur etwas mitgemessen, was mitgemessen gehört, was aber geschäftsmäßige Linkendämonisierer und Rechtenverharmloser nie mitmessen wollen, die Menschenfreundlich- oder eben -feindlichkeit der Motive und Ziele im Rahmen der so bezeichneten, konkreten Sachverhalte.

    > Die Formulierungen für links gehen von Aktivist über autonom, radikal bis
    > extrem.
    > Für rechts haben wir Populist, radikal, extrem und Nazi.
    > Allein die Schärfe der Formulierungen zeigt ganz klar eine Tendenz in der
    > politischen Meinung der Medienschaffenden.

    Mal abgesehen davon, dass auch rechter Aktivismus sehr wohl mitunter als solcher bezeichnet wird und niemand irgendjemanden daran hindert – ein sachgerechtes, auch begriffliches Unterscheiden menschenfreundlicher und menschenfeindlicher Ziele und Motive ist keine bloße "politische Meinung" oder gar in irgendeiner Weise tendenziös. Nur der Verzicht darauf wäre tendenziös und ideologisch verzerrend – auf menschenfeindliche Motive und Ziele verschleiernde und verharmlosende, menschenfreundliche dagegen dämonisierende und krimialisierende Weise.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.21 10:57 durch demon driver.

  12. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Emulex 16.06.21 - 11:02

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >"Autonom" ist übrigens auch so ein verharmlosender Begriff wie Aktivist.
    > >Es ist ganz klar ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
    >
    > Nein, das ist die *Selbstbezeichnung*, die sich diese Gruppe gibt, und
    > damit völlig korrekt sie auch in Artikeln so zu beszeichnen. Ansonsten
    > könnte man auch sagen, die "AfD" als "Alternative" zu bezeichnen, oder die
    > "Identitären" bei ihrem Namen zu nennen, sei grob verharmlosend und jeder,
    > der diese bei ihrem Namen nennt würde mit "zweierlei Maß" messen.

    Das ist doch die Tatsachen verdrehender Unsinn.
    Würde sich die AfD als "rechtsautonom" bezeichnen, den Begriff würde trotzdem niemand verwenden. Man würde sie weiterhin als rechtspopulistisch und den Flügel als rechtsextrem bezeichnen.

    Währenddessen bei Linksextremisten übernimmt man den - wie du sagst - "Namen" und vergisst ganz zufällig zu beschreiben was sie tatsächlich sind.
    Kann man doch nicht ernst nehmen, oder?

    Nur mal zwei Artikel:
    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/hamburg-autonome-enttarnen-verdeckte-ermittlerin-der-polizei-a-1050149.html
    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-grossrazzia-gegen-linksautonome-szene-a-1118408.html

    Im anderen Spektrum hätte man ganz sicher nicht nur den "sich selbst gegebene Bezeichnung" verwendet, sondern auch genannt wo die Personen politisch stehen.

    >
    > >Die Formulierungen für links gehen von Aktivist über autonom, radikal bis
    > extrem.
    > >Für rechts haben wir Populist, radikal, extrem und Nazi.
    > >Allein die Schärfe der Formulierungen zeigt ganz klar eine Tendenz in der
    > politischen Meinung >der Medienschaffenden.
    >
    > Das ist, sorry, subjektiv verblendeter Unsinn. Als zB die "Idenditären" mit
    > ähnlichen, illegalen, fahrlässigen Aktionen (aber ohne Gewaltabsicht) für
    > sich geworben haben, wurden sie in den Medien als "rechte Aktivisten"
    > bezeichnet und eben *nicht* als "Terroristen".

    Auch dazu zwei Artikel:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article167815808/Identitaere-Bewegung-beendet-nach-zwei-Wochen-Einsatz-im-Mittelmeer.html
    https://www.faz.net/aktuell/politik/rechtsextreme-wollen-fluechtlinge-zurueckbringen-15122230.html

    Hier ist der Begriff "Rechtsextreme" ständig zu finden.

    Verblendet bist du, auch wenn du es nicht wahrhaben willst.

  13. Re: Aktivist?

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 11:10

    >Terrorist finde ich auch zu hart. Ein Terrorist hat den Vorsatz, Schaden anzurichten. Er braucht den Schaden, der ist das eigentliche Ziel.
    >Extremist passt gut. Ein Extremist nimmt den Schaden billigend in Kauf für sein höheres Ziel. Er ist jemand, für den der Zweck die Mittel heiligt und Opfer gegebenenfalls gebracht werden müssen.

    >Wie gesagt, Extremist finde ich ein gutes Wort dafür. Völlig egal ob von links, rechts, oben, unten, grün, braun, rot oder blau. Wer durch seine Handlung Schaden für Dritte billigend in Kauf nimmt, und diese Gefahr vor sich und anderen mit dem höheren Ziel rechtfertigt, ist ein Extremist.


    Ja, Extremist hätte man hier durchaus auch verwenden können, obwohl dieser Begriff in der Regel eher für politische oder religiöse Extremisten verwendet wird, die einer konkreten religiösen oder politischen Ideologie anhängen - das Ziel, die Umwelt zu schützen entspringt ja nicht einer konkreten politischen Richtung (auch wenn das Thema hierzulande vorwiegend eher von Links besetzt wird, gibt es durchaus auch rechte bis rechtsextreme Umweltaktivisten, welche den Schutz und die Erhaltung der Natur der "Heimat" als patriotisches Ziel anshen - wie zB solche aus der US Prepper Szene oder auch mache deutsche "Reichsbürger").

    >Ich hab eben das Video gesehen, wie der Kerl am Schirm baumelnd mit dem Korb auf dem Rücken knapp über Kopfhöhe durch die Zuschauer gepflügt ist. Paar Meter tiefer und es wär nicht bei ein paar geblieben.

    Keine Frage - das bezog sich auch mehr auf die Schärfe der Formulierungen in dem von Dir zitierten Artikel - bei illegalen Straßenrennen, bei denen keiner zu Schaden gekommen ist, wird in der Regel auch weniger "scharf" formuliert wie in dem von Dir zitierten Fall.

  14. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Emulex 16.06.21 - 11:11

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Autonom" ist übrigens auch so ein verharmlosender Begriff wie Aktivist.
    >
    > Wo ist "Aktivist" verharmlosend?

    Für Linkradikale oder gar Extremisten ist das natürlich verharmlosend.

    >
    > Wo ist "autonom" verharmlosend?

    Siehe oben.

    > Wer in der Lage ist, zwischen der
    > Verwendung als Adjektiv und der Selbstbezeichnung bestimmter Gruppen zu
    > unterscheiden, käme wohl nicht auf so eine Idee.

    Man kann sie gerne als Aktivisten oder Autonome bezeichnen, aber eben nicht vergessen die politische Position auch zu benennen.
    Das ist genau das was unter den Tisch fällt.

    >
    > > Es ist ganz klar ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
    >
    > Nein. Es wird, selbst dann, wenn der Aktivismusbegriff gezielt selektiv
    > verwendet würde, nur etwas mitgemessen, was mitgemessen gehört, was aber
    > geschäftsmäßige Linkendämonisierer und Rechtenverharmloser nie mitmessen
    > wollen, die Menschenfreundlich- oder eben -feindlichkeit der Motive und
    > Ziele im Rahmen der so bezeichneten, konkreten Sachverhalte.

    Extremismus ist NIE menschenfreundlich.
    Das Ergebnis extremistischer Regierungen führte immer zu Leid und Unterdrückung.
    Ebenso ist ein unmittelbar vermeintlich menschenfreundliches Ansinnen noch lange nicht nachhaltig menschenfreundlich.

    >
    > > Die Formulierungen für links gehen von Aktivist über autonom, radikal
    > bis
    > > extrem.
    > > Für rechts haben wir Populist, radikal, extrem und Nazi.
    > > Allein die Schärfe der Formulierungen zeigt ganz klar eine Tendenz in
    > der
    > > politischen Meinung der Medienschaffenden.
    >
    > Mal abgesehen davon, dass auch rechter Aktivismus sehr wohl mitunter als
    > solcher bezeichnet wird und niemand irgendjemanden daran hindert –
    > ein sachgerechtes, auch begriffliches Unterscheiden menschenfreundlicher
    > und menschenfeindlicher Ziele und Motive ist keine bloße "politische
    > Meinung" oder gar in irgendeiner Weise tendenziös. Nur der Verzicht darauf
    > wäre tendenziös und ideologisch verzerrend – auf menschenfeindliche
    > Motive und Ziele verschleiernde und verharmlosende, menschenfreundliche
    > dagegen dämonisierende und krimialisierende Weise.

    Das Problem ist ja immer die Einordnung FÜR WEN man menschenfreundlich ist.
    Wenn die Linken das Vermögen der Deutschen Bürger an die Welt verteilen wollen, dann sind sie dadurch nicht gegenüber jedem menschenfreundlich.
    Wenn sie Antisemiten ins Land holen und Seite an Seite mit ihnen auf Anti-Israel-Demos laufen, dann sind sie nicht gegenüber jedem menschenfreundlich.
    Usw. usf.

  15. Re: Aktivist?

    Autor: BlindSeer 16.06.21 - 11:21

    PETA gelten zum Teil schon als Extremisten. Wieso sollte es in diesem Bereich keine geben?

  16. Re: Langsam wird die Hetze gegen den Aktivismusbegriff öde

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 11:25

    >Das ist doch die Tatsachen verdrehender Unsinn.
    >Würde sich die AfD als "rechtsautonom" bezeichnen, den Begriff würde trotzdem niemand verwenden. Man würde sie weiterhin als rechtspopulistisch und den Flügel als rechtsextrem bezeichnen.

    Würde sich die AfD in "Autonome für Deutschland" umbenennen, würde man sie weiterhin "AfD" nennen oder eben (wenn da die Verwechslung mit Linksautonomen nicht so groß wäre" verkürzend "Autonome" nennen, so wie sie jetzt auch häufig in Artikeln "Die Alternative" genannt wird. Das gleiche gilt, wie bereits gesagt, auch für die "Identitären", die werden auch beim Namen genannt, obwohl der ganz eindeutig einen Euphemismus für diese Gruppierung darstellt.

    >Währenddessen bei Linksextremisten übernimmt man den - wie du sagst - "Namen" und vergisst ganz zufällig zu beschreiben was sie tatsächlich sind.
    >Kann man doch nicht ernst nehmen, oder?

    >Nur mal zwei Artikel:
    >https://www.spiegel.de/panorama/justiz/hamburg-autonome-enttarnen-verdeckte-ermittlerin-der-polizei-a-1050149.html
    >https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-grossrazzia-gegen-linksautonome-szene-a-1118408.html

    Ja und hier zwei Gegebeispiele aus der anderen Richtung:

    https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2020/02/01/die-identitaere-bewegung-im-niedergang_29500

    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/identitaere-bewegung-wie-die-gruppierung-jugendliche-anspricht-a-1107442.html

    Auch hier werden die "Identitären" einfach nur beim Namen benannt, und deren Anhänger als "rechte Aktivisten" bezeichnet - und das, obwohl vom Verfassungsschutz (zusätzlich gerichtlich bestätigt) eindeutig als "Rechtsextrem" eingeordnet.

    >Im anderen Spektrum hätte man ganz sicher nicht nur den "sich selbst gegebene Bezeichnung" verwendet, sondern auch genannt wo die Personen politisch stehen.

    Doch, exakt wird "im anderenSpektrum" ständig getan, siehe meine Beispiele.


    >Auch dazu zwei Artikel:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article167815808/Identitaere-Bewegung-beendet-nach-zwei-Wochen-Einsatz-im-Mittelmeer.html
    >https://www.faz.net/aktuell/politik/rechtsextreme-wollen-fluechtlinge-zurueckbringen-15122230.html

    >Hier ist der Begriff "Rechtsextreme" ständig zu finden.

    Wie auch häufig in Artikeln über die "linksautonome Szene", auch wenn diese bei der Eigenbezeichnung benannt wird - wie die Identitären eben auch.

    >Verblendet bist du, auch wenn du es nicht wahrhaben willst.

    Oha, jetzt noch ne billige Retourkutsche? Ich hege, im Gegensatz zu Dir, keinerlei Bestrebungen, extremistische Gruppierungen zu verteidigen und besonders schonenden und verharmlosenden Umgang mit Ihnen einzufordern, sondern kritisiere im Gegenteil, unangemessene Verharmlosung in *beiden* Fällen - das habe ich bei extremistischen Polit-Hooligans beim G20 Gipfel genau so getan, wie ich es bei Gruppierungen wie den Identitären oder dem extremistischen Flügel der AfD tue.

  17. Re: Aktivist?

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 11:28

    >PETA gelten zum Teil schon als Extremisten. Wieso sollte es in diesem Bereich keine geben?

    PETA geht bei ihren Aktionen ja auch in der Regel weiter und ist radikaler als es zB Greenpeace gewöhnlich ist. Wenn Greenpeace alllerdings so weiter macht wie gestern, und solche lebensgefährlichen und unüberlegten Stunts nun in Zukunft häufiger vorkommen, dann dürfen sie sich tatsächlich nicht wundern, wenn sie, wie PETA, eher als Extremesiten denn als Aktivisten eingestuft werden.

  18. Re: Aktivist?

    Autor: BlindSeer 16.06.21 - 12:26

    Ging mehr darum, dass du meintest das in der Ecke Umweltschutz und Co seltener Extremisten anzutreffen sind. :)

  19. Re: Aktivist?

    Autor: demon driver 16.06.21 - 12:54

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wenn ich es nicht tue, ein von rechts kommender Mensch würde die
    > Unterstützung von Einwanderung auch als Menschenfeindlich bezeichnen. Er
    > meint nur andere Menschen als du.

    Eben. Worum es hier geht, ist aber keine "Meinungs"-Frage.

  20. Re: Aktivist?

    Autor: Trollversteher 16.06.21 - 13:05

    >Ging mehr darum, dass du meintest das in der Ecke Umweltschutz und Co seltener Extremisten anzutreffen sind. :)

    So habe ich das allerdings nicht formuliert - ich sagte, dass der Begriff dort weniger gebräuchlich ist, besonders wenn es um Taten ohne Schadensabsicht geht. Dass es auch in der Ecke Umweltschutz Extremisten und sogar Terroristen gibt, wollte ich damit ganz sicher nicht bestreiten.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Projektleitung (m/w/d) Dienstleistung Immobilienbranche
    BRUNATA Wärmemesser Hagen GmbH & Co KG, Hamburg
  2. Senior IT-Architektin / Senior IT-Architekt (w/m/d) im Geschäftsbereich Enterprise Resource ... (m/w/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  3. Projektmanager (m/w/d) Schwerpunkt Digitalisierungsprojekte
    FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, Frankfurt am Main
  4. SAP Solution Architect (m/w/d)
    IT-Consult Halle GmbH, Halle

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de