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Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Meowl 26.09.14 - 11:12

    ... sind "Feministinnen" wie Anita Sarkeesian und Rebecca Watson.

    Und klar, daß die immer professioneller werden. Immerhin gibt's ja genug Menschen, die denen Geld schenken, damit sie ihre Hass erfüllte Propaganda noch effektiver verbreiten können.

  2. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 26.09.14 - 13:35

    Ich habe mir vor ein paar Tagen einige Videos dieser Anita Sarkeesian angeschaut und ich kann da keinen Extremismus erkennen. Sie zeigt lediglich Beispiele auf, wie Frauen in Computerspielen auf Sexobjekte reduziert werden.
    Dass Frauen in Computerspielen keine allzu komplexe Rollen einnehmen ist nun wirklich nichts neues und schon seit Jahren bekannt und kritisiert. Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist die Zielgruppe dieser Games größtenteils männlich und jugendlich. Sex sells eben.
    Ein ziemlich lustiges Beispiel dazu ist neue Trailer von Metal Gear Solid 5, der seit heute auf Gamestar ist: http://www.gamestar.de/videos/action,9/metal-gear-solid-5-the-phantom-pain,77550.html
    Ich glaube mehr muss man dazu wirklich nicht sagen.
    Die Aussagen von Sarkeesian sind also weder Hass erfüllt noch Propaganda.

    Du hast aber offensichtlich einfach mal in bester Internet-Foren-Stammtisch-Manier stupide auf den Tisch gehauen.
    Dabei hast du selbst bestens demonstriert, wie das Internet radikalisiert. Nämlich indem du plötzlich selbst in radikaler Weise zum Antifeminist wirst und den Feministen hasserfüllte Propaganda vorwirfst. Respekt für diese Leistung.

    Leute, ein bisschen Nachdenken und Gehirn einschalten hat noch niemand geschadet! Das Leben ist doch nicht schwarz und weiß. Warum also extreme Standpunkte einnehmen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.14 13:41 durch janitor.

  3. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Anonymer Nutzer 26.09.14 - 16:46

    > Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist die Zielgruppe dieser Games größtenteils männlich und jugendlich. Sex sells eben.

    Aber dann hat die Rolle der Frau in Computerspielen ja nichts mit Sexismus zu tun, oder?

    Soll die Computerspiel-Industrie sich etwas nicht an ihre größte Zielgruppe richten?

  4. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 26.09.14 - 17:13

    Das ist eine der ungelösten Fragen. Darf man Menschen auf Sexobjekte reduzieren wie es in Computerspielen und in der Unterwäschewerbung geschieht? Darf man in einem Filme&Computerspiele schwarze Menschen immer nur in Verbrecherrollen darstellen (mit einer ebenso offensichtlich weißen Zielgruppe)? Die einen sagen so die anderen so.

  5. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Anonymer Nutzer 26.09.14 - 18:55

    Meowl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... sind "Feministinnen" wie Anita Sarkeesian und Rebecca Watson.
    >
    > Und klar, daß die immer professioneller werden. Immerhin gibt's ja genug
    > Menschen, die denen Geld schenken, damit sie ihre Hass erfüllte Propaganda
    > noch effektiver verbreiten können.

    Hast du Angst um die Oberweite deiner Begleiter in diversen Computerspielen? Sollten die Damen aber irgendwelche Körperteile im realen Leben künstlich verkleinern hast du aber meine Unterstützung...

  6. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Meowl 26.09.14 - 21:54

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe mir vor ein paar Tagen einige Videos dieser Anita Sarkeesian
    > angeschaut und ich kann da keinen Extremismus erkennen. Sie zeigt lediglich
    > Beispiele auf, wie Frauen in Computerspielen auf Sexobjekte reduziert
    > werden.
    Diese Reduzierung findet nur in ihrer kranken Interpretation statt.

    > Dass Frauen in Computerspielen keine allzu komplexe Rollen einnehmen ist
    > nun wirklich nichts neues und schon seit Jahren bekannt und kritisiert.
    Das ist absoluter Unfug. Es gibt tausende Spiele mit Frauen in allen möglichen Rollen.
    Davon abgesehen sind auch männliche Rollen in Spielen oft total flach.

    > Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist die Zielgruppe dieser Games
    > größtenteils männlich und jugendlich. Sex sells eben.
    Gold richtig!
    Genau deshalb sehen wir in Spielen/Filmen/Werbung/etc. oft leicht bekleidete Frauen.
    Nicht weil das irgendein Statement über die Rolle der Frau sein soll. Nicht weil Frauen dadurch "objektifiziert" werden. Und nicht weil irgendjemand der Macher oder Betrachter solcher Dinge ein Sexist ist.
    Sondern ausschließlich deshalb, weil es funktioniert. Weil man es als Mann schwer ignorieren kann. Weil man sich automatisch davon angesprochen fühlt (je nach Geschmack natürlich).

    Wenn hier überhaupt etwas zu kritisieren ist, dann daß man diese Schwachstelle von Männern schamlos ausnutzt, um seine Produkte besser zu verkaufen.
    Mit Sexismus hat das allerdings nichts zu tun.

    > Die Aussagen von Sarkeesian sind also weder Hass erfüllt noch Propaganda.
    Falsch.
    Sie zieht verallgemeinernd über eine ganze Branche und Community her und bezeichnet diese als sexistisch und misogyn und schürt so den Hass gegen diese Gruppe. Und daß es funktioniert, kann man an so Artikeln auf englisch sprachigen Gaming-Seiten sehen, die davon reden, daß "Gamer tot sind" oder daß "Gamer nicht dein Publikum sein sollen".

    Und es handelt sich um Propaganda, weil eine völlig realitätsferne Weltsicht dort aggressiv verbreitet wird. Und man versucht anderen Menschen vorzuschreiben, wie sie zu denken haben und wie sie ihre Produkte zu gestalten haben.

    Ich möchte nicht in der Haut eines Entwicklers stecken, der einfach nur ein gutes Spiel machen muss, aber immer Angst haben muss, daß der Pseudo-Feministische Lynch-Mob ihn und sein Spiel als sexistisch diffamiert.

    Und daß diese Propaganda fruchtet, sieht man z.B. daran, wenn man aus der Tatsache, daß es im Assassins Creed Multiplayer keine Frauen als spielbare Charaktere gibt, einen Skandal macht.

  7. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Meowl 26.09.14 - 21:56

    nixidee schrieb:
    > Hast du Angst um die Oberweite deiner Begleiter in diversen
    > Computerspielen?

    Nein, so etwas brauche ich überhaupt nicht. Und zum Teil finde ich es auch wirklich störend. Es nervt einfach, wenn die Atmosphäre eines Spiels durch unrealistisch sexualisierte Darstellungen von Frauen zerstört wird.

    Das darf man auch gerne kritisieren.

    Aber es hat trotzdem nichts mit Sexismus zu tun. Und es ist kein Grund, eine komplette Branche und Community in den Dreck zu ziehen.

  8. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 27.09.14 - 12:33

    Meowl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janitor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich habe mir vor ein paar Tagen einige Videos dieser Anita Sarkeesian
    > > angeschaut und ich kann da keinen Extremismus erkennen. Sie zeigt
    > lediglich
    > > Beispiele auf, wie Frauen in Computerspielen auf Sexobjekte reduziert
    > > werden.
    > Diese Reduzierung findet nur in ihrer kranken Interpretation statt.
    Blödsinn. Man braucht nicht viel mehr als zwei Augen im Kopf um zu erkennen, dass Frauen in Computerspielen in den meisten Fällen nur zwei laufende Brüste mit einem tiefen Ausschnitt sind.

    > > Dass Frauen in Computerspielen keine allzu komplexe Rollen einnehmen ist
    > > nun wirklich nichts neues und schon seit Jahren bekannt und kritisiert.
    > Das ist absoluter Unfug. Es gibt tausende Spiele mit Frauen in allen
    > möglichen Rollen.
    Die meistens extrem flach sind. Die Frauen sind in den meisten Fällen nur zur Dekoration da oder ihre Aufgabe ist es den Helden anzuhimmeln. Intelligente Frauen mit nachvollziehbarem Charakter sind dagegen recht selten.

    > Davon abgesehen sind auch männliche Rollen in Spielen oft total flach.
    Ja und? Was ändert das an der Aussage?

    > > Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist die Zielgruppe dieser Games
    > > größtenteils männlich und jugendlich. Sex sells eben.
    > Gold richtig!
    > Genau deshalb sehen wir in Spielen/Filmen/Werbung/etc. oft leicht
    > bekleidete Frauen.
    > Nicht weil das irgendein Statement über die Rolle der Frau sein soll. Nicht
    > weil Frauen dadurch "objektifiziert" werden. Und nicht weil irgendjemand
    > der Macher oder Betrachter solcher Dinge ein Sexist ist.
    > Sondern ausschließlich deshalb, weil es funktioniert. Weil man es als Mann
    > schwer ignorieren kann. Weil man sich automatisch davon angesprochen fühlt
    > (je nach Geschmack natürlich).
    Der einzige Grund, weshalb diese angesprochenen Frauen in Spielen sind, ist, schön auszusehen und den Männern ein Objekt zum Begaffen geben. Dies entspricht nichts anderes als einem Sexobjekt. Die Frauen sind in diesen Rollen meist eben nicht intelligent, nachvollziehbar mit eigenen Motiven, sondern eben strunzblöde Klischee-Blondinen, die sich selbst immer in Gefahr bringen.

    > Wenn hier überhaupt etwas zu kritisieren ist, dann daß man diese
    > Schwachstelle von Männern schamlos ausnutzt, um seine Produkte besser zu
    > verkaufen.
    Klassische Verdrehung von Täter und Opfern. Wenn Frauen (immerhin 50% der Bevölkerung) Objektifiziert werden, ist natürlich nicht der dadurch sexuell erregte Part das Opfer!

    > Mit Sexismus hat das allerdings nichts zu tun.
    Doch, genau das. Frauen werden auf ihre primären und sekundären Geschlechtsteile reduziert. Dies ist (Geschlechts-)Rassismus.

    > > Die Aussagen von Sarkeesian sind also weder Hass erfüllt noch
    > Propaganda.
    > Falsch.
    > Sie zieht verallgemeinernd über eine ganze Branche und Community her und
    > bezeichnet diese als sexistisch und misogyn und schürt so den Hass gegen
    > diese Gruppe.
    So ein Blödsinn. Sie macht genau das Gegenteil. Sie greift einzelne Beispiele raus um das Problem zu zeigen. Verallgemeinern tut sie nirgends!

    > Und daß es funktioniert, kann man an so Artikeln auf englisch
    > sprachigen Gaming-Seiten sehen, die davon reden, daß "Gamer tot sind" oder
    > daß "Gamer nicht dein Publikum sein sollen".
    Glaubst du alles, was in der Bild-Zeitung steht?

    > Und es handelt sich um Propaganda, weil eine völlig realitätsferne
    > Weltsicht dort aggressiv verbreitet wird.
    Es handelt sich weder um Propaganda, noch um eine realitätsferne Weltsicht. Die Computerspiele ist ja nicht das einzige Medium, in dem Menschen so dargestellt werden. Die Diskussion findet in der Gesellschaft an vielen Stellen statt.
    Aggressiv ist Anita Sarkeesian in keine ihrer Videos. Aggressiv sind eigentlich nur ihre Kritiker, die ihr Propaganda und Hetze vorwerfen und dabei genau das selbst tun.

    > Und man versucht anderen Menschen
    > vorzuschreiben, wie sie zu denken haben und wie sie ihre Produkte zu
    > gestalten haben.
    Wow, was für ein Schwachsinn. Darf man heutzutage nicht mehr kritisieren, wenn man Missstände in der Gesellschaft sieht? Wenn sich Schwarze in den USA in den Medien falsch dargestellt fühlen, dürfen sie dies nicht kritisieren, da sie den Anderen ja "vorschreiben würde, was sie zu denken haben"? Lächerlich!

    > Ich möchte nicht in der Haut eines Entwicklers stecken, der einfach nur ein
    > gutes Spiel machen muss, aber immer Angst haben muss, daß der
    > Pseudo-Feministische Lynch-Mob ihn und sein Spiel als sexistisch
    > diffamiert.
    Den Lynch-Mob gibt es aber größtenteils auf der Gegenseite, wie man an den absolut irrationalen extremistischen Stammtisch-Niveau Reaktionen in den Foren und auf Twitter und anhand der Mord- und Vergewaltigungsdrohungen sehen kann. Ich habe noch keine "seriösen" Feministen (z.B. Sozialwissenschaftler/innen) gesehen, die Drohungen ausgesprochen haben oder jemanden gelychnt haben. Dies geschieht eigentlich immer auf der Gegenseite.

    > Und daß diese Propaganda fruchtet, sieht man z.B. daran, wenn man aus der
    > Tatsache, daß es im Assassins Creed Multiplayer keine Frauen als spielbare
    > Charaktere gibt, einen Skandal macht.
    Nö, was war kein Skandal, sondern wurde lediglich kritisiert. Der Shit-Storm kam von den Usern. Selbstverständlich ist es absolut korrekt auch Frauen in einem Assassins Creed Multiplayer zu fordern, genauso wie schwarze fordern dürfen, dass auch mal ein schwarzer Schauspieler in einem Film vorkommt. Fordern darf man alles. Das nennt sich Redefreiheit.

  9. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 27.09.14 - 12:37

    Meowl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber es hat trotzdem nichts mit Sexismus zu tun. Und es ist kein Grund,
    > eine komplette Branche und Community in den Dreck zu ziehen.
    Anita Sarkeesian hat niemals eine komplette Branche oder die Gamer-Community insgesamt "in den Dreck gezogen". Dieses Gerücht wurde irgendwann vom Foren-Stammtisch in die Welt gesetzt. Würde sie dies tun, würde sie als Wissenschaftlerin sofort alle Glaubwürdigkeit verlieren. Dies entspricht ja nicht ihrer Intention. Sie will ja nicht die Gamer angreifen, sondern auf ihrer Meinung nach Missstände in Games hinweisen. Und genau das hat sie getan.

  10. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Meowl 27.09.14 - 14:12

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blödsinn. Man braucht nicht viel mehr als zwei Augen im Kopf um zu
    > erkennen, dass Frauen in Computerspielen in den meisten Fällen nur zwei
    > laufende Brüste mit einem tiefen Ausschnitt sind.
    > ...
    > Die meistens extrem flach sind. Die Frauen sind in den meisten Fällen nur
    > zur Dekoration da oder ihre Aufgabe ist es den Helden anzuhimmeln.
    > Intelligente Frauen mit nachvollziehbarem Charakter sind dagegen recht
    > selten.

    Diese Aussagen zeugen von einem extrem beschränkten Horizont, was Spiele angeht.
    In nahezu jedem jRPG gibt es weibliche Charaktere in den Hauptrollen. Und meistens haben diese keine Riesenbrüste und sind auch nicht leicht bekleidet.

    Allgemein sind die meisten RPGs ziemlich ausgeglichen, was die Darstellung von Frauen angeht. In einem Skyrim oder Fallout z.B. besetzen Frauen genau die selben Berufe, Rollen und Aufgaben wie Männer auch.

    Und auch in anderen Genres sind übertrieben sexualisierte weibliche Charaktere eher die Ausnahme als die Regel.

    Man muss schon über alle Maßen ignorant und fehlgeleitet sein, um zu behaupten, Frauen hätten in den meisten Spielen große Brüste und weite Ausschnitte.
    In meiner gesamten Steam-Library gibt es nicht ein einziges Spiel mit einer solchen Darstellung.

    Und wie gesagt: Eine Objektifizierung allein durch die Darstellung einer Frau, die ihre Sexualität ausdrückt, findet nicht statt.
    Das so darzustellen zeugt von einem ziemlich sexistischen Weltbild. Frauen dürfen sich sexy kleiden und flirten genau wie Männer. Und wenn sowas in Spielen und Filmen gezeigt wird, ist das keine Objektifizierung ... auch wenn Pseudo-Feministen und Sexisten wie Anita Sarkeesian und du das gerne so darstellen.


    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anita Sarkeesian hat niemals eine komplette Branche oder die
    > Gamer-Community insgesamt "in den Dreck gezogen". Dieses Gerücht wurde
    > irgendwann vom Foren-Stammtisch in die Welt gesetzt. Würde sie dies tun,
    > würde sie als Wissenschaftlerin sofort alle Glaubwürdigkeit verlieren.

    Soll das ein Witz sein?
    Das "in den Dreck ziehen" kommt aus der Art und Weise, wie sie sich in ihren Videos und auf Twitter ausdrückt. Das ist kein Gerücht, das ist eine Tatsache.

    Mit Wissenschaft hat Anita desweiteren nichts am Hut.
    Ihre Argumentation und "Recherche" ist wissenschaftlichen Standards 180° entgegen gerichtet.

    Sie stellt in ihren Videos eine Behauptung nach der anderen auf, ohne diese in irgendeiner Weise zu belegen. Manchmal sind auf ihrer Website noch Studien verlinkt, die aber zum Teil ganz andere Aussagen treffen als sie in ihren Videos.

    Zu behaupten, Anita Sarkeesian sei eine Wissenschaftlerin, ist genau so beleidigend für Wissenschaftler wie die Behauptung, Zoe Quinn sei eine Spiele-Entwicklerin, für Spiele-Entwickler ist.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.09.14 14:18 durch Meowl.

  11. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Trockenobst 27.09.14 - 14:33

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > erkennen, dass Frauen in Computerspielen in den meisten Fällen nur zwei
    > laufende Brüste mit einem tiefen Ausschnitt sind.

    In den letzten 10 Filmen aller Couleur die ich gesehen habe, war in "Actionmovies" die Frauen bestenfalls Beiwerk; und in den anderen "Nicht-Actionmovies" eher mittelmäßig bis klischeehaft dargestellt. Nur in wenigen Filmen hatten die Frauen einen "dimensionalen" Charakter der dem männlichen Hauptdarsteller in der Tiefe ebenbürtig ist.

    Ich würde dies a) daran festmachen, dass die Medienindustrie an sich sehr viele Männer in leitenden Positionen hat und auch Skriptschreiber zu 80% Männlich sind. Gleichzeitig sind das alles Fließbänder. Die "Produkte" müssen raus. Was nicht wichtig ist, bekommt nicht viel Aufmerksamkeit. Mehr zu "Unterstellen" kann man, muss man aber nicht.

    Es ist richtig diese Themen mal anzusprechen und es gibt massig lange Analysen wie finanziell **dumm** diese Mechaniken eigentlich sind. Z.B.
    http://fivethirtyeight.com/features/the-dollar-and-cents-case-against-hollywoods-exclusion-of-women/

    > So ein Blödsinn. Sie macht genau das Gegenteil. Sie greift einzelne
    > Beispiele raus um das Problem zu zeigen. Verallgemeinern tut sie nirgends!

    Aber - die ganze Art wie sie die Videos aufzieht ist konfrontativ und auf eine Weise, die keinen Widerspruch zulässt. Kleine Kinder haben also in ihrer Jugend nicht Mario durch seinen Hüpfwelten begleitet weil das Game witzig war, sondern weil man doofchen Prinzessin Peach mal wieder zeigen wollte was sie als "Mädchen" nicht kann?

    Ernsthaft??

    Ab einem gewissen Zeitpunkt wird so eine Schiene hässlich. Und Sie wusste das sie damit im "sauren Gurken"-Sommer den Anti-Hype erreicht. Die Videos hätte man anders strukturieren können, hat es aber nicht.

    Das ist der "konfrontative Stil" in den Staaten, mit denen man sich in den Medienzirkus einen Namen macht. Uns sind solche Mechanismen nahezu unbekannt (wenn man mal von Sonderfällen wie der Eva Herman absieht, die auch mit absurdem zu kurzfristigem Anti-Fame avancierte).

    Die Lösung des Problems ist auch nicht alle kreativen Gamedesigner als Sonstwas "abzukanzeln", sondern etwa mehr DesignerInnen und Producerinnen in Positionen zu bringen dass sie dort ihren eigenen Touch einbringen können.

    Wenn es den meisten sowieso egal ist, kann Mario auch hinter Bowzer herspringen, weil er ihm seine Mütze geklaut hat. Das kostet keine Sekunde mehr Zeit die sowieso dünne Story dünn zu lassen. Gehüpft wird trotzdem und es gibt den Designern Gründe warum Mario 200 verschiedene Hüte trägt :D

    > Aggressiv ist Anita Sarkeesian in keine ihrer Videos.

    Zu unterstellen, dass jemand dem es egal ist was mit den Seitencharakteren passiert weil es ihm nicht wichtig ist und er auch nicht dafür bezahlt wird Aufwand reinzustecken, aber irgendeiner weise "hochmotiviert" war eine Aussage zu treffen, kann man als Aggression argumentieren. Das geht auch im ruhigem Ton.

    > Sozialwissenschaftler/innen) gesehen, die Drohungen ausgesprochen haben
    > oder jemanden gelychnt haben.

    Du kennst die Medienmaschine und Hass nicht der "drüben" so läuft.
    Youtube hilft. Etwa: http://www.youtube.com/watch?v=nvYyGTmcP80

    Das Thema hat sich auch eher im Bodensatz des Internets und der Frustkultur der Jungen mit zu viel Testosteron abgespielt. In den echten US-Medien kam es kaum vor.

    > schwarze fordern dürfen, dass auch mal ein schwarzer Schauspieler in einem
    > Film vorkommt. Fordern darf man alles. Das nennt sich Redefreiheit.

    In einem freien System mit freier Nachfrage sollten doch Filme mit gut geschriebenen Frauen sich irgendwann genauso gut oder besser verkaufen als mit Männern.

    Nochmal der Link.
    http://fivethirtyeight.com/features/the-dollar-and-cents-case-against-hollywoods-exclusion-of-women/

    Das passiert tatsächlich. Aber dann muss mehr tun und weniger mäkeln. Ich glaube in den USA sowieso niemanden irgendetwas wenn ich nicht weiß wer die Person bezahlt und warum die Person das macht. Zu 90% sind bei diesen Hypes immer Bücher, Beraterposten oder Lobbyorganisationen dahinter. Und dann ist die Überspitzung und der Ärger gewolltes Marketing.

  12. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: DrWatson 27.09.14 - 14:36

    M in James Bond fand ich immer gut.

    Keine Ahnung, ob das jetzt eindimensional ist.

  13. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 27.09.14 - 14:40

    Meowl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janitor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Blödsinn. Man braucht nicht viel mehr als zwei Augen im Kopf um zu
    > > erkennen, dass Frauen in Computerspielen in den meisten Fällen nur zwei
    > > laufende Brüste mit einem tiefen Ausschnitt sind.
    > > ...
    > > Die meistens extrem flach sind. Die Frauen sind in den meisten Fällen
    > nur
    > > zur Dekoration da oder ihre Aufgabe ist es den Helden anzuhimmeln.
    > > Intelligente Frauen mit nachvollziehbarem Charakter sind dagegen recht
    > > selten.
    >
    > Diese Aussagen zeugen von einem extrem beschränkten Horizont, was Spiele
    > angeht.
    > In nahezu jedem jRPG gibt es weibliche Charaktere in den Hauptrollen. Und
    > meistens haben diese keine Riesenbrüste und sind auch nicht leicht
    > bekleidet.
    In Japan herrscht ein anderes Schönheitsideal als hier. Dort herrscht das "Schulmädchen-Ideal". Frauen werden extrem Jung, mit großen Augen, kleinen Brüsten, Minirock und jauchzend dargestellt. Schau dir beinahe jedes x-beliebige Anime an. Dieses Schönheitsideal findet natürlich auch in jRPGs einzug.


    > Allgemein sind die meisten RPGs ziemlich ausgeglichen, was die Darstellung
    > von Frauen angeht. In einem Skyrim oder Fallout z.B. besetzen Frauen genau
    > die selben Berufe, Rollen und Aufgaben wie Männer auch.
    Es gibt genauso gut Gegenbeispiele wie The Witcher oder Gothic. Du hast aber Recht, das in Rollenspielen Frauen noch mitunder am besten Wegkommen (Positivbeispiele z.B. Mass Effect, Dragon Age).


    > Und auch in anderen Genres sind übertrieben sexualisierte weibliche
    > Charaktere eher die Ausnahme als die Regel.
    Ähh nein.


    > Man muss schon über alle Maßen ignorant und fehlgeleitet sein, um zu
    > behaupten, Frauen hätten in den meisten Spielen große Brüste und weite
    > Ausschnitte.
    Lol, lauf einfach mal durch die Games-Abteilung vom Mediamarkt und schau dir die Cover der ausgestellten Spiele an ;)


    > In meiner gesamten Steam-Library gibt es nicht ein einziges Spiel mit einer
    > solchen Darstellung.
    Äh ja, das soll ich jetzt glauben? Dann spielst du wohl keine Games aus dem Action und Shooter-Genre?


    > Und wie gesagt: Eine Objektifizierung allein durch die Darstellung einer
    > Frau, die ihre Sexualität ausdrückt, findet nicht statt.
    Doch, genau das findet statt, da die Frau meist keinen Charakter hat, sondern lediglich dazu da ist den Mann zu erregen und dem männlichen Spieler etwas zum Anschauen zu geben.


    > Das so darzustellen zeugt von einem ziemlich sexistischen Weltbild. Frauen
    > dürfen sich sexy kleiden und flirten genau wie Männer. Und wenn sowas in
    > Spielen und Filmen gezeigt wird, ist das keine Objektifizierung ... auch
    > wenn Pseudo-Feministen und Sexisten wie Anita Sarkeesian und du das gerne
    > so darstellen.
    Und genau hier liegst du absolut falsch! Ich bin für mehr Sexualität und mehr Sex-Szenen in Spielen. Aber bitte realistisch und nicht stupide. Die Spiele sind sexistisch, weil Frauen meist als strunzdumme nervende Menschen dargestellt werden, die sich selbst immer in Schwierigkeiten bringen und bei jeder Gelegenheit den Held anhimmeln. Ich möchte richtige, realistische Frauencharaktere haben, die einen eigenen Willen besitzen und dem Held auch mal kontra geben. Dann darf es gerne auch mal ne heiße Sex-Szene geben (bitte nicht angezogen).


    > Soll das ein Witz sein?
    > Das "in den Dreck ziehen" kommt aus der Art und Weise, wie sie sich in
    > ihren Videos und auf Twitter ausdrückt. Das ist kein Gerücht, das ist eine
    > Tatsache.
    Ich habe ihre Videos (nicht alle) gesehen und nein, das ist keine Tatsache. Ich bezweifle, dass du die Videos überhaupt gesehen hast, sonst würdest du so etwas gar nicht behaupten.


    > Mit Wissenschaft hat Anita desweiteren nichts am Hut.
    > Ihre Argumentation und "Recherche" ist wissenschaftlichen Standards 180°
    > entgegen gerichtet.
    >
    > Sie stellt in ihren Videos eine Behauptung nach der anderen auf, ohne diese
    > in irgendeiner Weise zu belegen. Manchmal sind auf ihrer Website noch
    > Studien verlinkt, die aber zum Teil ganz andere Aussagen treffen als sie in
    > ihren Videos.
    Ich würde einigen ihrer Punkte in ihren Videos nicht zustimmen, da ich eine andere Meinung habe. Nichtsdestotrotz geht sie sozialwissenschaftlich vor, indem sie konsequent Begriffsdefinitionen anwendet und daraus Schlüsse zieht.
    Welche Studien treffen andere Aussagen, als sie behauptet?


    > Zu behaupten, Anita Sarkeesian sei eine Wissenschaftlerin, ist genau so
    > beleidigend für Wissenschaftler wie die Behauptung, Zoe Quinn sei eine
    > Spiele-Entwicklerin, für Spiele-Entwickler ist.
    Dass Anita Sarkeesian eine Wissenschaftlerin ist, steht außer Frage.

  14. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 27.09.14 - 14:58

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber - die ganze Art wie sie die Videos aufzieht ist konfrontativ und auf
    > eine Weise, die keinen Widerspruch zulässt.

    > Kleine Kinder haben also in
    > ihrer Jugend nicht Mario durch seinen Hüpfwelten begleitet weil das Game
    > witzig war, sondern weil man doofchen Prinzessin Peach mal wieder zeigen
    > wollte was sie als "Mädchen" nicht kann?
    >
    > Ernsthaft??
    Nein. Das hat sie niemals behauptet, dass kleine Kinder Spiele spielen würden um die doofe Prinzessin Peach zu diskriminieren. Das ist eine Unterstellung deinerseits! Sie hat hinterfragt, warum die Prinzessin Peach eigentlich immer gerettet werden muss. Ich bin der Meinung, dass das nicht "schlimm" ist, sehe aber absolut ein, dass man solche Dinge hinterfragen sollte, was die Aufgabe der Sozialwissenschaftler ist. Genauso gehört es hinterfragt, warum die Schwarzen eigentlich immer die "Gangster" sind.


    > Ab einem gewissen Zeitpunkt wird so eine Schiene hässlich. Und Sie wusste
    > das sie damit im "sauren Gurken"-Sommer den Anti-Hype erreicht. Die Videos
    > hätte man anders strukturieren können, hat es aber nicht.
    Inwiefern anders strukturieren? Die Gamer-Szene hätte immer mit einem Shitstorm reagiert, da Gamer sehr aggressiv reagieren, wenn man ihr Medium kritisiert.



    > Die Lösung des Problems ist auch nicht alle kreativen Gamedesigner als
    > Sonstwas "abzukanzeln", sondern etwa mehr DesignerInnen und Producerinnen
    > in Positionen zu bringen dass sie dort ihren eigenen Touch einbringen
    > können.
    Sie hat meines Wissens niemals "alle kreativen Gamedesigner" als sonstwas abgekanzelt. Sie hat niemals irgendwelche Gamedesigner pauschal kritisiert. Bitte Belege bringen, sollte ich mich irren.


    > Wenn es den meisten sowieso egal ist, kann Mario auch hinter Bowzer
    > herspringen, weil er ihm seine Mütze geklaut hat. Das kostet keine Sekunde
    > mehr Zeit die sowieso dünne Story dünn zu lassen. Gehüpft wird trotzdem und
    > es gibt den Designern Gründe warum Mario 200 verschiedene Hüte trägt :D
    Und doch verbietet es nicht ein Hinterfragen unserer alteingesessenen Strukturen.


    > > Aggressiv ist Anita Sarkeesian in keine ihrer Videos.
    >
    > Zu unterstellen, dass jemand dem es egal ist was mit den Seitencharakteren
    > passiert weil es ihm nicht wichtig ist und er auch nicht dafür bezahlt wird
    > Aufwand reinzustecken, aber irgendeiner weise "hochmotiviert" war eine
    > Aussage zu treffen, kann man als Aggression argumentieren. Das geht auch im
    > ruhigem Ton.
    Das mit den Seitencharakteren habe ich nicht verstanden. Worauf zielst du ab?


    > > Sozialwissenschaftler/innen) gesehen, die Drohungen ausgesprochen haben
    > > oder jemanden gelychnt haben.
    >
    > Du kennst die Medienmaschine und Hass nicht der "drüben" so läuft.
    > Youtube hilft. Etwa: www.youtube.com
    Ich hab mir jetzt nur ein paar erste nervige Minuten angeschaut aus dieser Diskussion. Das findet so auch hier auf jeder Demo zu jedem Thema so statt. Besonderen Hass kann ich da nicht erkennen und gelyncht wird auch niemand.


    > Das Thema hat sich auch eher im Bodensatz des Internets und der Frustkultur
    > der Jungen mit zu viel Testosteron abgespielt. In den echten US-Medien kam
    > es kaum vor.
    Genau so sieht es aus. Dass radikale "Femnazis", die angeblich den Männer Titten wegnehmen wollen, bei testosterongeladenen männlichen Männern nicht gut ankommen, ist ja auch wirklich kein Wunder.


    > Das passiert tatsächlich. Aber dann muss mehr tun und weniger mäkeln. Ich
    > glaube in den USA sowieso niemanden irgendetwas wenn ich nicht weiß wer die
    > Person bezahlt und warum die Person das macht. Zu 90% sind bei diesen Hypes
    > immer Bücher, Beraterposten oder Lobbyorganisationen dahinter. Und dann ist
    > die Überspitzung und der Ärger gewolltes Marketing.
    Genau das wird auch immer Amnesty International vorgeworfen. Das macht deren Arbeit aber nicht weniger wichtig.

  15. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Meowl 27.09.14 - 20:19

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und wie gesagt: Eine Objektifizierung allein durch die Darstellung einer
    > > Frau, die ihre Sexualität ausdrückt, findet nicht statt.
    > Doch, genau das findet statt, da die Frau meist keinen Charakter hat, sondern lediglich
    > dazu da ist den Mann zu erregen und dem männlichen Spieler etwas zum Anschauen
    > zu geben.
    Das ist jetzt wieder die Argumentation, die in ähnlicher Form auch im "Background Decoration" Video vorkommt. Danach würden allerdings nahezu sämtliche NPCs in Spielen eine Objektifizierung darstellen.

    Und wie gesagt: Wenn Frauen zur Erregung verwendet werden, ist das eine Ausnutzung von männlichen Trieben und kein Sexismus gegen Frauen.

    > Ich bin für mehr Sexualität und mehr Sex-Szenen in Spielen.
    Ich nicht. Ich finde sowas allgemein völlig deplatziert in Spielen.
    Ich möchte in Ruhe zocken können und dabei nicht mit Sex belästigt werden.
    Ich verstehe auch ehrlich gesagt überhaupt nicht Reiz davon, sowas in Spielen auszuleben oder dabei zuzugucken.
    Wenn mir nach sowas ist, mache ich das in der Realität oder gucke ich einen Porno.

    > Die Spiele sind sexistisch, weil Frauen meist als strunzdumme nervende Menschen
    > dargestellt werden, die sich selbst immer in Schwierigkeiten bringen und bei jeder
    > Gelegenheit den Held anhimmeln.
    Wie gesagt, das "meist" stimmt nicht. Und einzelne Exemplare einer Gattung als dumm darzustellen, trifft noch keine Aussage über die Gruppe als Ganzes und ist somit auch kein Sexismus.
    Zumal Männer ebenso oft als Trottel oder Deppen dargestellt werden, die quasi völlig hirnlos irgendeiner Frau hinterher rennen.
    Von daher ist das kein Frauen-spezifisches Phänomen, sondern ein vom Geschlecht unabhängiges.
    --> Kein Sexismus

    > Ich habe ihre Videos (nicht alle) gesehen und nein, das ist keine Tatsache. Ich
    > bezweifle, dass du die Videos überhaupt gesehen hast, sonst würdest du so etwas
    > gar nicht behaupten.
    Im Gegensatz du dir habe ich alle Videos gesehen.
    Und doch, genau das ist die Tatsache. Setz dich doch bitte mit dem Thema auseinander, bevor du eine Meinung dazu vertrittst.

    Und schade, daß du offensichtlich keine Ahnung davon hast, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert.
    Das ist es eigentlich, was mich am meisten wütend macht. Daß Leute denken, so eine gequirlte Scheiße sei Wissenschaft. Da bekomme ich als Wissenschaftler echt das kalte Kotzen.


    Naja ... mir vergeht grad irgendwie die Lust, mit dir zu diskutieren ... das führt eh nirgendwo hin.
    Zum Abschluss noch ein Video, welches die Doppelmoral und Verlogenheit deiner sogenannten "Wissenschaftlerin" anschneidet (ist nur die Spitze des Eisbergs, aber irgendwo muss man ja anfangen):
    https://www.youtube.com/watch?v=A7nO9F7okbo

  16. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 27.09.14 - 22:04

    Meowl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist jetzt wieder die Argumentation, die in ähnlicher Form auch im
    > "Background Decoration" Video vorkommt. Danach würden allerdings nahezu
    > sämtliche NPCs in Spielen eine Objektifizierung darstellen.
    >
    > Und wie gesagt: Wenn Frauen zur Erregung verwendet werden, ist das eine
    > Ausnutzung von männlichen Trieben und kein Sexismus gegen Frauen.
    Es ist eine Reduktion der Frau auf ihre primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und ist gleichzusetzen mit dem Schwarzen-der-immer-ein-Ladendieb-ist.


    > > Ich bin für mehr Sexualität und mehr Sex-Szenen in Spielen.
    > Ich nicht. Ich finde sowas allgemein völlig deplatziert in Spielen.
    > Ich möchte in Ruhe zocken können und dabei nicht mit Sex belästigt werden.
    > Ich verstehe auch ehrlich gesagt überhaupt nicht Reiz davon, sowas in
    > Spielen auszuleben oder dabei zuzugucken.
    > Wenn mir nach sowas ist, mache ich das in der Realität oder gucke ich einen
    > Porno.
    Ich finde Sex und Beziehung gehört zum Leben dazu und darf deshalb gerne realistisch in Computerspielen thematisiert werden.


    > Wie gesagt, das "meist" stimmt nicht. Und einzelne Exemplare einer Gattung
    > als dumm darzustellen, trifft noch keine Aussage über die Gruppe als Ganzes
    > und ist somit auch kein Sexismus.
    > Zumal Männer ebenso oft als Trottel oder Deppen dargestellt werden, die
    > quasi völlig hirnlos irgendeiner Frau hinterher rennen.
    > Von daher ist das kein Frauen-spezifisches Phänomen, sondern ein vom
    > Geschlecht unabhängiges.
    > --> Kein Sexismus
    Ziemlich abstruße Argumentation. Wenn Frauen in einem Großteil der Spiele wirklich ausschließlich als Barbusige Blondinen dargestellt werden, die zu dumm sind, geradeaus zu gehen, dann halte ich das schon für Sexismus. Ich mag zwar nicht behaupten, dass es keinen männlichen Sexismus in Games gibt, aber mir ist er, im Gegensatz zur Darstellung der Frauen, bisher noch nicht negativ in Spielen aufgefallen - und das sage ich als männlicher Gamer. Ich konnte mich eigentlich meist mit dem männlichen Protagonisten identifizieren. Wäre auch schlimm wenn nicht, schließlich entspreche ich der Zielgruppe.


    > > Ich habe ihre Videos (nicht alle) gesehen und nein, das ist keine
    > Tatsache. Ich
    > > bezweifle, dass du die Videos überhaupt gesehen hast, sonst würdest du so
    > etwas
    > > gar nicht behaupten.
    > Im Gegensatz du dir habe ich alle Videos gesehen.
    > Und doch, genau das ist die Tatsache. Setz dich doch bitte mit dem Thema
    > auseinander, bevor du eine Meinung dazu vertrittst.
    Dann sollte es dir leicht fallen zu sagen, welches der Videos deine Behauptungen stützt. In welchem Video verurteilt sie Gamer und Spielepublisher? In welchem der Videos kann ich ihre hasserfüllte Propaganda sehen? Dies ist für mich eine ernste Frage, schließlich möchte ich wirklich niemand verteidigen, der tatsächlich Hasspropaganda verbreitet.


    > Und schade, daß du offensichtlich keine Ahnung davon hast, wie
    > wissenschaftliches Arbeiten funktioniert.
    > Das ist es eigentlich, was mich am meisten wütend macht. Daß Leute denken,
    > so eine gequirlte Scheiße sei Wissenschaft. Da bekomme ich als
    > Wissenschaftler echt das kalte Kotzen.
    Ich selbst bin in Naturwissenschaften promoviert und demnächst habilitiert. Wenn du also tastächlich ein Wissenschaftskollege bist, empfehle ich dir dringend einmal über den Tellerrand hinauszuschauen. Die Arbeiten der Soziologen und Gender Wissenschaftler, die ich gelesen habe, sind eindeutig wissenschaftlich und haben eine reproduzierbare valide Methodik. Wenn du das Gegenteil behauptest, möchte ich ganz genau wissen an welchem Punkt einer wissenschaftlichen Arbeit Sarkeesian gegen die Grundprinzipien der Wissenschaft verstoßen hat.


    > Naja ... mir vergeht grad irgendwie die Lust, mit dir zu diskutieren ...
    > das führt eh nirgendwo hin.
    > Zum Abschluss noch ein Video, welches die Doppelmoral und Verlogenheit
    > deiner sogenannten "Wissenschaftlerin" anschneidet (ist nur die Spitze des
    > Eisbergs, aber irgendwo muss man ja anfangen):
    > www.youtube.com
    Ich habe mir tatsächlich einmal die Mühe gemacht dieses 10 Minuten Video anzuschauen. Im ganzen Video geht es Null komma nichts um Wissenschaften. Es wird kurz ihre Master-Thesis erwähnt, aber nicht konkret kritisiert. Im Video geht es lediglich um eine triviale Schlammschlacht, wer was behauptet hat. Ihr wird z.B. vorgeworfen, dass sie ihre Youtube-Kommentare deaktiviert hat. Sie wäre ziemlich blöd, wenn sie das nicht tun würde. Hast du mal gesehen, was auf Youtube so abgeht? Mit konstruktiven Diskurs hat dies nichts zu tun.

  17. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Anonymer Nutzer 28.09.14 - 01:26

    Frauen werden in der Computerspiel-Industrie so sexy dargestellt, weil Männer nun mal auf sexy Frauen stehen. Und wenn die Spiele nun mal zum Großteil von Männern konsumiert werden, dann muss die Spieleindustrie sich nun mal dran richten.

    Bei Frauenfilmen werden die Männer ebenfalls den Idealvorstellungen der weiblichen Zielgruppe angepasst. Siehe auch Serien die sich eher an Frauen/Mädchen richten. Dort werden die Männer/Jungs teilweise auch unrealistisch dargestellt. Das könnte man ebenfalls als Sexismus verstehen.

    Und wenn man sich noch z.B. Sendungen ansieht, die sich an kleine Mädchen richten - irgend welche Barby-Zeichentrickfilme etc. - dann stellt man leider auch ziemlich schnell fest, dass die Frauen dort ebenfalls sehr idealisiert sind.

    Auf der einen Seite wird sich darüber aufgeregt, dass Frauen in Computerspielen sexy dargestellt werden. Andererseits redet aber niemand darüber, dass man kleinen Mädchen völlig idealisierte Frauenbilder vermittelt.

    Das ist doch etwas einseitig, oder?

  18. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 28.09.14 - 11:21

    Das stimmt aber überhaupt nicht. Das Barby-Frauenideal wird schon seit vielen Jahren kritisiert. Ebenso die Hungerhaken, die in der Modewelt als ideale Frauen verkauft werden. Auch wird kritisiert, dass Mädchen nur rosa Kleider gekauft werden und Jungen nur hellblaue Kleidung. Mädchen bekommen nur Puppen geschenkt und Jungs bekommen Lego.

  19. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: Anonymer Nutzer 28.09.14 - 12:51

    Offensichtlich scheint diese Kritik aber entweder nicht ernst gemeint zu sein, oder sie verfehlt ihr Ziel; wenn selbst heute noch die Frauen in Zeichentrickfilmen für Mädchen unrealistisch idealisiert werden.

    Meine Aussage war, dass sich der Feminismus offenbar nur dann am Frauenbild stört, wenn Männer daran einen Gefallen finden. Wenn Frauen sich gegenseitig idealisieren, dann scheint das OK zu sein.

    Und was die Darstellung von Frauen in Computerspielen angeht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Frauen die sich daran stören, eigentlich von einem Spiel erwarten. Ich für meinen Teil möchte ein Spiel einfach nur spielen, sprich, herum ballern oder herum rasen oder eine Mischung davon. Und wenn dort Frauen auftauchen, dann möchte ich keine "Die Sims"-Beziehung mit denen im Spiel aufbauen, sondern mich auf die Ziele im Spiel konzentrieren. D.h. Ich als Mann möchte - wenn überhaupt - nur sexy Frauen in einem PC-Spiel sehen. Bin ich deswegen jetzt ein Sexist?

  20. Re: Ein anderes gutes Beispiel für radikale Extremisten im Internet ...

    Autor: janitor 28.09.14 - 14:13

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Offensichtlich scheint diese Kritik aber entweder nicht ernst gemeint zu
    > sein, oder sie verfehlt ihr Ziel; wenn selbst heute noch die Frauen in
    > Zeichentrickfilmen für Mädchen unrealistisch idealisiert werden.
    Nur weil eine Kritik nicht "erfolgreich" ist, wird diese dadurch nicht überflüssig! Obwohl es in der Welt immer Kriege gibt, müssen auch die Pazifisten weiterhin kritisieren.

    > Meine Aussage war, dass sich der Feminismus offenbar nur dann am Frauenbild
    > stört, wenn Männer daran einen Gefallen finden. Wenn Frauen sich
    > gegenseitig idealisieren, dann scheint das OK zu sein.
    Das stimmt nicht. Dass es dem Feminismus nur darum gehe, den Männern den Gefallen an den Frauen zu nehmen ist ein alter Uralter Vorwurf des Antifeminismus und recht einfach widerlegbar. Es wird genauso kritisiert, dass das Frauenbild in den Medien unerreichbar und ungesund ist. Das Thema Barbie und Frauenschönheitsideal in Kindersendungen wird schon seit deren Existenz kritisiert.

    > Und was die Darstellung von Frauen in Computerspielen angeht. Ich weiß
    > ehrlich gesagt nicht, was Frauen die sich daran stören, eigentlich von
    > einem Spiel erwarten. Ich für meinen Teil möchte ein Spiel einfach nur
    > spielen, sprich, herum ballern oder herum rasen oder eine Mischung davon.
    > Und wenn dort Frauen auftauchen, dann möchte ich keine "Die Sims"-Beziehung
    > mit denen im Spiel aufbauen, sondern mich auf die Ziele im Spiel
    > konzentrieren. D.h. Ich als Mann möchte - wenn überhaupt - nur sexy Frauen
    > in einem PC-Spiel sehen. Bin ich deswegen jetzt ein Sexist?
    Ich möchte auch sexy Frauen in Spielen sehen. Diese sollen aber bitte nicht nur strunz dumm sein, sondern auch mal Kontra geben können. Ich möchte realistische Frauen haben, wie sie auch in der Realität vorkommen. Gerne auch total sexy.
    Was aber nicht geht, ist, dass 50% unser Bevölkerung in Spielen nur als hirnlose Brüste auf zwei Beinen dargestellt werden. Das stört für mich als Gamer einfach nur die Immersion.
    Verstehst du es denn, dass Schwarze sich beklagen, wenn sie in Spielen und Filmen meist als Kriminelle oder als Quoten-Schwarzer (dann als Rapper) dargestellt werden? Klar kann man antworten, dass die Zielgruppe weiß sei. Dies ändert aber nichts an der Kritik.

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