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Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

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  1. Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: x2k 05.01.12 - 22:30

    Es ist doch nicht zu fassen was alles Reglementiert werden soll. Haben die Herren Politiker zu wenig wichtigeres zu tun?
    Ich kan als mündiger Bürger schlißlich selber entscheiden ob ich mich platt fahren lasse.

  2. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: narf 05.01.12 - 22:47

    können schon, aber du darfst nicht.

  3. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: __destruct() 05.01.12 - 22:58

    Erkläre das den Plattgefahrenen, anstatt denen, die nicht plattgefahren sind, Auflagen zu erteilen.

  4. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: Mingfu 05.01.12 - 23:08

    x2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch nicht zu fassen was alles Reglementiert werden soll. Haben die
    > Herren Politiker zu wenig wichtigeres zu tun?
    > Ich kan als mündiger Bürger schlißlich selber entscheiden ob ich mich platt
    > fahren lasse.

    Normalerweise würde ich dir ja zustimmen, dass Deutschland zur Überreglementierung neigt. Allerdings muss man leider feststellen, dass die meisten Bürger heutzutage für elementarste Dinge, insbesondere was Mitdenken angeht, zu blöd sind. Anders als durch ein strafbewehrtes Verbot mit Griff ins Portemonnaie kann man denen nichts mehr begreiflich machen.

    "Dann werde ich halt plattgefahren." ist nebenbei ein nicht minder dämlicher Ansatz. Denn leider verschwindet derjenige nicht sang- und klanglos in diesem Moment. Neben dem trivialen Teil - dem Sachschaden am Auto - kann ein so aufgegabelter Fußgänger sowohl an den Insassen des Autos als auch an umgebenden Verkehrsteilnehmern (insbesondere Radfahrer, Motorradfahrer) erhebliche Personenschäden verursachen. Von psychischen Schäden ganz zu schweigen (nicht jeder empfindet unheimlichen Spaß, endlich mal wie im Computerspiel ein paar Fußgänger plätten zu können). Dazu kommt meist ein recht aufwändiger Rettungseinsatz, auch wenn es nichts mehr zu retten gibt. Derjenige ist also nicht einfach nur tot, sondern kann auch enorme weitere Schäden mit seinem Verhalten verursachen. Ganz davon abgesehen: Es kann ja auch "nur" mit schweren bleibenden körperlichen / geistigen Schäden enden, so dass derjenige ein lebenslanger Pflegefall wird.

    Die Argumentation, dass man mit derartig verantwortungslosem Verhalten ja höchstens sich selbst schade, bricht also bei genauerer Betrachtung sehr schnell in sich zusammen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.12 23:11 durch Mingfu.

  5. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: __destruct() 05.01.12 - 23:22

    Wenn ich joggen gehe, bin ich auch ein Fußgänger. Ich gehe nur außerorts joggen und sowieso laufe ich immer links auf dem Weg, es sei denn, ich will gerade abbiegen. Dazu kommt, dass meine Strecken (eigentlich) nur zu Land- und Forstwirtschaftlichen Zwecken befahren werden dürfen, oder ein Fuß- und Radweg sind.

    Bist du nun dafür, mir zu verbieten, beim Joggen Musik zu hören, obwohl es kaum vorkommt, dass ich überhaupt einem Fahrzeug, das sich gerade auf dem Weg und nicht auf dem Acker daneben befindet, begegne, und die wenigen Autos, die dort fahren, auch eine Hupe besitzen? Landwirtschaftliche Maschinen werden wohl kaum ein Problem damit bekommen, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da sie nicht besonders schnell fahren, aber besonders viel Lärm machen.

  6. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: Mingfu 05.01.12 - 23:47

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bist du nun dafür, mir zu verbieten, beim Joggen Musik zu hören,

    Ich weiß es noch nicht. Ich habe das Thema heute Abend zum ersten Mal in dieser Form gelesen. Ich wäre dafür, erstmal Zahlenmaterial zu bekommen, ob dieses spezielle Problem der tödlichen Verkehrsunfälle (bzw. auch Unfälle mit schweren Personenschäden) durch Musikhören von Fußgängern (vielleicht auch Radfahrern), eine relevante Größenordnung erreicht, gar für das Ansteigen von Verkehrstoten verantwortlich ist - wegen z. B. einer Hand voll Fälle im Jahr, die diese spezielle Ursache haben, fände ich eine gesetzliche Regelung übertrieben.

    Wenn die Zahlen tatsächlich nahelegen sollten, dass Handlungsbedarf diesbezüglich besteht, dann wäre noch interessant zu wissen, was das ausschlaggebende Kriterium ist: Ist es überhöhte Lautstärke, so dass andere Verkehrsteilnehmer überhört werden oder ist es die eigentliche Ablenkung, die durch diese Aktivitäten erzeugt wird?

    Erst wenn man das alles weiß, kann man entscheiden, was man wie machen will. Dabei müsste man natürlich auch noch überlegen, ob das überhaupt handhabbar und durchsetzbar ist. Eventuell gibt es ja sogar auch einfachere und wirksamere Alternativen als eine Gesetzesregelung.

    Bevor man überhaupt etwas regelt, müsste man also erstmal die Situation auswerten. Ich wollte hier nur darauf hinweisen, dass man mit billiger Polemik der Form "deutsche Überreglementierung, ich kann selbst entscheiden, ob ich mich umfahren lasse" genauso wenig weiterkommt, wie mit dem reflexartigem Ruf nach irgendeinem Gesetz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.12 23:51 durch Mingfu.

  7. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: __destruct() 05.01.12 - 23:53

    Du gehst ja nun von einer gewissen Hürde der Gesetzgebung und einer zu erreichenden Allgemeinbetroffenheit aus. Vereinfachen wir das Konzept doch mal. Du nimmst in diesem Gedankenspiel die Aufgabe des Verkehrsministers auf land- und forstwirtschaftlichen Wegen, sowie auf Fuß- und Radwegen an und kannst mir vorschreiben, ob ich nun beim Joggen Musik hören darf, oder nicht. Kontrollen sind dabei nun auch kein Problem, da wir nun mal davon ausgehen, dass ich sofort erwischt werde, wenn ich gegen deine Vorschrift verstoße.

    Sagst du, dass ich das darf, oder sagst du, dass ich das sein zu lassen habe? Und wenn ich es sein zu lassen habe, wie bestrafst du mich für dieses Vergehen?

  8. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: Mingfu 06.01.12 - 00:10

    Gesetz dem Fall, dass musikhörende Fußgänger / Radfahrer tatsächlich ein steigendes und relevantes Problem bezüglich der Zahl der Verkehrstoten wären und sich auch durch eine öffentliche Kampagne (z. B. Fernsehspots mit gern auch brutalen Bildern dazu, Plakate u. ä.) keine Änderung der Tendenz ergibt, könnte ich mir eine gesetzliche Regelung durchaus vorstellen.

    Vermutlich würde ich die entsprechende Regelung auf gewidmete öffentliche Straßen einschränken, auf denen motorbetriebene Fahrzeuge zugelassen sind. Fußgängerzonen, Wege in Parkanlagen u. ä. wären also ausgenommen - außer, dass man anderen auf die Füße latscht, wird vermutlich dort nicht viel passieren. Selbst Unfälle zwischen Fußgängern und Radfahren haben meist keine zu ernsten Konsequenzen, so dass dort keine Regelung notwendig ist. Privatstraßen wären ebenfalls nicht betroffen. Unter was dein Forstweg fällt, lässt sich aus der Entfernung natürlich nicht genau sagen.

    Als Strafe würde ich vermutlich eine Geldstrafe in der Größenordnung von 20 - 50 Euro vorsehen.

    Aber das ist wie gesagt reine Spekulation. Persönlich rechne ich eher nicht damit, dass musikhörende Fußgänger ein großes Problem sind. Ich würde eher vermuten, dass die steigende Zahl Verkehrstoter den Wetterverhältnisse mit viel Schnee- und Eisglätte Anfang des letzten Jahres geschuldet sind. Dort wurde bereits gesagt, dass sich das sehr wahrscheinlich messbar in der Statistik niederschlagen wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.12 00:14 durch Mingfu.

  9. Re: Jemand sollte dem armen Ramsauer mal eigenverantwortung erklären...

    Autor: __destruct() 06.01.12 - 00:20

    Auf diese Wege dürfen Fahrzeuge zu Land- oder Forstwirtschaftlichem Zweck auffahren. Also zu Teilen asphaltierte Feldwege, die aber dort, wo sie nicht wegen einem Gefälle asphaltiert sein müssen, um nicht nach und nach zu verschwinden, auch nicht asphaltiert sind.

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