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Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

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  1. Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: Hantilles 05.01.12 - 21:25

    Nicht iPods sind tödlich, sondern Autos, die so schnell unterwegs sind, dass sie so viel Bewegungsenergie haben, dass sie Menschen schwer verletzen können.

    Das heißt natürlich NICHT, dass man völlig verträumt durch die Straßen laufen sollte! Aber dennoch zeigt Ramsauers Aussage, wie sehr man sich seiner Vorstellung nach dem Primat des Autos offenbar unterwerfen soll! Wenn die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fußgängern steigt, dann hab ich mindestens drei Ansatzpunkte:
    * Gefährlichkeit der Autos durch Entschleunigung senken
    * Räumliche Trennung von Fußgängern und schnellen Fahrzeugen
    * Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen

    Wer hier nur am letzten Punkt – und dann offenbar vor allem zunächst bei nur der einen Hälfte der Betroffenen – ansetzt, offenbart eine gewisse ideologische Voreingenommenheit.

  2. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: Wolf als Gast 05.01.12 - 21:26

    Autolobby lässt grüßen.

  3. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: Müllhalde 05.01.12 - 22:11

    1+++

  4. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: gorsch 06.01.12 - 07:49

    Das ist also deine Reaktion darauf, dass eine Steigerung der Verkehrstoten, die allem Anschein größtenteils auf die unvorsichtige Benutzung von MP3-Playern zurückgeführt wird, beanstandet wird?
    >* Gefährlichkeit der Autos durch Entschleunigung senken
    Ein Auto kann dich schon mit 20km/h und weniger umbringen. Die Krankenwagen bzw. Einsatzwagen sollte man auch nicht unbedingt entschleunigen...

    >Räumliche Trennung von Fußgängern und schnellen Fahrzeugen
    Sowas gibt's ja schon, man hört ja auch selten davon, dass jemand auf dem Bürgersteig von einem Auto überfahren wird. Wie willst du diese Trennung denn bitte noch weiter erhöhen? Autos in unterirdische Tunnel verbannen? Klingt gut, einfacher wäre aber...

    >* Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen
    Und genau da setzt der werte Herr Ramsauer an - es sei ihm vergönnt.

  5. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: Hantilles 06.01.12 - 10:41

    > Das ist also deine Reaktion darauf, dass eine Steigerung der Verkehrstoten, die allem
    > Anschein größtenteils auf die unvorsichtige Benutzung von MP3-Playern zurückgeführt
    > wird, beanstandet wird?

    Genau, es hat den Anschein. Aber das ist im Artikel in keinster Weise einordenbar. Weder, wie viel das in Zahlen ausmacht, noch, wie das in Relation zu anderen Ursachen steht, noch, was die Quellen dafür sind, so dass man das überprüfen konnte. Im Gegenteil: Im Artikel steht, dass dies eine Aussage von Herrn Ramsauer ist, ohne dass er diese in Zahlen absichert, es ist also nicht mehr als seine Meinung. Ich finde es unangemessen, nicht zunächst alle möglichen Ursachen und potentiellen Maßnahmen zu untersuchen, denn ich unterstelle mal, dass wenn solche Ergebnisse im Detail bereits vorlägen, der Artikel anders lauten würde. Und ja, genau das ist meine Reaktion, dass ich selbst überlege.

    > >* Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen
    > Und genau da setzt der werte Herr Ramsauer an - es sei ihm vergönnt.

    Nein, Herr Ramsauer setzt mit seinem ausgemachten Problemfeld nur bei der Hälfte der Verkehrsteilnehmer, an den Fußgängern, an. Ach ja, die Frage ist auch wie er ansetzt: Bis jetzt hat er nur den Kampf angesagt.

    Und ja, die anderen beiden Punkte halte ich für die entscheidenderen:
    Ich verstehe nicht, warum Autos in Innenstädten oft genug knapp neben Fußgängern mit 50km/h fahren dürfen. Ja, es IST vorstellbar, dass Autos sich der Tatsache unterordnen könnten, dass die Städte zuerst Lebensraum von Menschen und sie sich diesen unterordnen müssen. Radfahrer sind es hingegen völlig gewohnt, dass sie sowohl von Autofahrern nicht wahrgenommen werden, aber genauso schnell für Fußgänger gefährlich sein können. Das ist das Primat des Autos, das nur kein Mensch mehr wahrnimmt, weil es über Jahrzehnte absolut selbstverständlich war.

    > >* Gefährlichkeit der Autos durch Entschleunigung senken
    > Ein Auto kann dich schon mit 20km/h und weniger umbringen. Die Krankenwagen bzw. > Einsatzwagen sollte man auch nicht unbedingt entschleunigen...

    Ja, aber ein Auto, das nur mit 30km/h unterwegs ist hat nur rund 35% der Bewegungsenergie wie eines, das mit 50km/h unterwegs ist und ist deutlich schneller auf UNTER 20km/h abgebremst, als letzteres. Dass auch niedrige Geschwindigkeiten nicht ungefährlich sind ist ja kein Argument, dass nicht höhere Geschwindigkeiten noch viel gefährlicher sind…

    Ach ja, und genau: schonmal mit einem Einsatzfahrzeug durch die Innenstadt gefahren? Gerast werden darf da auch nicht. Übrigens dürfte ein solches Fahrzeug, das sich auch optisch bemerkbar macht, auch akustisch von der absoluten Mehrzahl aller Träumer – Einzelfälle sind noch keine Signifikanz – auch mit eher lauter Musik wahrgenommen werden, es sei denn, die Person ist völlig taub. Und ach ja, genau: mit völlig gehörlosen Menschen muss man ja AUCH im Straßenverkehr rechnen!


    Wie gesagt, ich sage nicht, dass es nicht richtig ist, dass sich Menschen im Straßenverkehr aufmerksam verhalten sollten, aber ich bleibe definitiv dabei, dass ich finde, dass sich Herr Ramsauer mit solchen Äußerungen einseitig äußert. Ich gehe außerdem davon aus, dass er dies gezielt tut, aus seiner Vorstellung, wie Verkehr funktionieren soll und mit der ich absolut nicht einverstanden bin.

    Ramsauer sagt nicht, was er gegen Menschen mit Ohrhörern zu tun gedenkt, aber da von „Kampf ansagen“ die Rede ist, ist es nicht abwegig, ihm zu unterstellen, dass er wahrscheinlich auch ein Verbot der Dinger im Straßenverkehr prüfen dürfte. Dabei halte ich solche Vorstellungen für den Ausgangspunkt einer typischen Regelungswut mit lauter Gummiparagraphen, bei denen ich mir dann nicht mehr sicher sein kann, ab wann ich zur Kasse gebeten werde: sobald ich mit Ohrhörern das Haus verlasse, oder doch erst, sobald ich die Straße überquere, und, werde ich netterweise im Park dann davon verschont, und gilt schon das bereithalten von Ohrhörern oder die Nutzung einer Freisprecheinrichtung als gefährlich? Diese Fragen will ich mir alle nicht stellen, weil ich die Lösung, die Herr Ramsauer sich vorstellt, für undurchdacht und in ihren Konsequenzen möglicherweise für unverhältnismäßig halte.

    Ich unterstelle Ramsauer darüber hinaus, dass – völlig latent und sicherlich nicht von ihm gewollt – hier auch in einem gewissen Maß eine Form von Generationenkonflikt mitschwingt, denn nicht NUR Menschen mit Ohrhörern reagieren manchmal etwas abwesend im Straßenverkehr. Auch ältere Menschen, Betrunkene oder Kinder sind nicht immer berechenbar. Aber Menschen mit lauter Musik auf den Ohren sind altersmäßig nicht so breit gestreut. Und deshalb finde ich Ramsauers Aussagen unangemessen populistisch, zumindest solange er nicht Fakten vorlegt, die belegen, die seine Analyse mit signifikanten Zahlen untermauern.

    PS: Wer Verkehrstote wirklich effektiv reduzieren will, der verbietet das Autofahren. Es ist immer eine Abwägungsfrage, das Abwägen muss daher auch zulässig sein! Absolute Sicherheit gibt es nie!

  6. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: ichbert 06.01.12 - 12:38

    gorsch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist also deine Reaktion darauf, dass eine Steigerung der Verkehrstoten,
    > die allem Anschein größtenteils auf die unvorsichtige Benutzung von
    > MP3-Playern zurückgeführt wird, beanstandet wird?

    Wieviel von den 3900 Verkehrstoten sind den Fußgänger/Radfahrer gewesen? Und wieviel von denen hatten tatsächlich Kopfhörer auf. Bei wieviel Personen hätte der Unfall ohne die Kopfhörer nicht statt gefunden? Selbst wenn da im Jahr 10 Personen sterben weil sie Kopfhörer auf haben rechtfertigt das noch lange kein Verbot.

  7. Re: Ramsauer nervt mit seinem verengten Verkehrsdenken

    Autor: gorsch 06.01.12 - 15:50

    Also erstmal: Kürzer fassen wäre nicht schlecht...
    >Im Gegenteil: Im Artikel steht, dass dies eine Aussage von Herrn Ramsauer ist, ohne dass er diese in Zahlen absichert, es ist also nicht mehr als seine Meinung.
    Fakten dazu werden schwer zu beschaffen sein, das ganze ist lediglich ein Erklärungsansatz:
    "Der Frankfurter Verkehrssoziologe Alfred Fuhr erklärt den Anstieg der Verkehrstoten bei den 15- bis 17-Jährigen damit, dass diese oft übermüdet und häufig vom Handy oder MP3-Player abgelenkt seien."

    >Ich verstehe nicht, warum Autos in Innenstädten oft genug knapp neben Fußgängern mit 50km/h fahren dürfen. Ja, es IST vorstellbar, dass Autos sich der Tatsache unterordnen könnten, dass die Städte zuerst Lebensraum von Menschen und sie sich diesen unterordnen müssen.
    Das klingt ja fast so, als nähmest du Autos als eigenständige Lebewesen wahr...
    Aber abgesehen davon: Warum sollte sich der verantwortungsvolle Autofahrer dem verantwortungslosen Fußgänger zu Gunsten unterordnen? Müssen wir etwa das Tempolimit senken, DAMIT Fußgänger verantwortungsloser sein können? Nein? Na dann sind das vermutlich zwei paar Schuhe, die garnicht so viel miteinander zu tun haben, wie du es gerne hättest. Vielleicht darf man dann auch mal beanstanden, dass manche Fußgänger verantwortungslos handeln, ohne dass du gleich aufspringst und sagst: "Moment mal! Die Autos sind doch das Problem, mit ihrer hohen kinetischen Energie!"
    > Und ach ja, genau: mit völlig gehörlosen Menschen muss man ja AUCH im Straßenverkehr rechnen!
    Gehörlose haben viel Erfahrung darin, ohne ihren Gehörsinn umzugehen, daher traue ich ihnen im Straßenverkehr auch eine erhöhte Wachsamkeit zu.
    >Diese Fragen will ich mir alle nicht stellen, weil ich die Lösung, die Herr Ramsauer sich vorstellt, für undurchdacht und in ihren Konsequenzen möglicherweise für unverhältnismäßig halte.
    Also zuerst deutest du, dass Herr Ramsauer das Ganze über den Gesetzesweg regeln will obwohl er darüber keinerlei Aussage getroffen hat. Dann fabulierst wie schwachsinnig ein solches Gesetzeswerk aussehen könnte, und in der Folge bildest du dir ein, nun zu wissen was sich Ramsauer als Lösung vorstellt?

    >Ich unterstelle Ramsauer darüber hinaus, dass – völlig latent und sicherlich nicht von ihm gewollt – hier auch in einem gewissen Maß eine Form von Generationenkonflikt mitschwingt, denn nicht NUR Menschen mit Ohrhörern reagieren manchmal etwas abwesend im Straßenverkehr.
    Naja klar ist das irgendwo ein alter CDU-Sack der gerade soetwas hervorheben wird. Trotzdem wird an der Sache schon was dran sein, denn die These hat er sich nicht selber ausgedacht sondern eher aufgeschnappt. Was Leute wie du dann scheinbar aber lesen wenn sie das hören, ist in etwa: "Alte CDU-Sau will alles verbieten was junge Leute gut finden" (Der Generationenkonflikt geht also in beide Richtungen)
    Was alte Menschen und Kinder angeht, denen können wir ihr Alter nicht ausreden - und dass Besoffene eine Gefährdung der Allgemeinheit darstellen ist nun wirklich keine neuerliche Entwicklung...
    >Und deshalb finde ich Ramsauers Aussagen unangemessen populistisch
    Da würde ich nicht unbedingt widersprechen (Wobei ich das jetzt für CDU-Verhältnisse nicht unangemessen halte) aber das war nicht wirklich die Aussage deines ursprünglichen Kommentars.

    >Selbst wenn da im Jahr 10 Personen sterben weil sie Kopfhörer auf haben rechtfertigt das noch lange kein Verbot.
    Und genau deswegen ist von einem Verbot ja auch nirgends die Rede...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.01.12 15:56 durch gorsch.

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