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  5. › Raum Karlsruhe: Bagger zerstört…

Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Sinnfrei 11.10.17 - 09:36

    Ein ganzer Ort oder Ortsteil mit nur einem Kabel angebunden - ja, man hätte höhere Kosten wenn man wenigstens zwei unabhängige Verbindungen aufbauen würde, aber dafür hätte man durch einen Bagger keinen Totalausfall, und im Normalzustand hätte man mehr Bandbreite für Spitzenlasten. Aber heute zählt ja Hauptsache billig.

    __________________
    ...

  2. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: snv 11.10.17 - 09:42

    Willkommen in der privatisierten Infrastruktur.

  3. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: h3nNi 11.10.17 - 09:57

    Ich hätte irgendwie auch erwartet, dass es sowas wie ein Fallback-Kabel gibt.

  4. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Clown 11.10.17 - 10:02

    Wir schaffen es nicht mal echt flächendeckend 25MBit/s (geschweige denn 100 oder besser) auszubauen. Wie soll denn da auch noch eine Redundanz* rein passen?

    *Zumal die ja extra und auf anderem Weg gebaggert werden müsste. Ein weiteres Kabel einfach daneben legen, macht ja auch keinen Sinn.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  5. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: einglaskakao 11.10.17 - 10:02

    h3nNi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte irgendwie auch erwartet, dass es sowas wie ein Fallback-Kabel
    > gibt.

    Das ist bei 9,95 Flatrates finanziell nicht drin.

  6. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Anonymer Nutzer 11.10.17 - 10:19

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber heute zählt ja Hauptsache billig.

    Ja die Verbraucher wollen alles billig, dann wird auch billig gemacht.

  7. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Sharra 11.10.17 - 10:32

    Das teuerste an der ganzen Verkabelung sind die Tiefbauarbeiten. Und genau die müsste man dann auch verdoppeln, womit die Infrastruktur unverhältnismässig teurer werden würde. Und natürlich zahlt das am Ende der Kunde.

    Das ist eine ganz normale wirtschaftliche Abwägung.
    Und solange solche Vorfälle binnen eines Tages behoben sind, geht es ja noch. Das würde die Zusatzkosten für eine 100% redundante Infrastruktur einfach nicht rechtfertigen.

  8. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: mrgenie 11.10.17 - 10:43

    snv schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Willkommen in der privatisierten Infrastruktur.


    Kann mir jemand erklaeren was das mit privatisierten Infrastruktur zu tun hat?
    Bei uns war vor 2 Jahren ein Telekomkabel erwischt worden. Saemtliche Doerfer abgeschnitten.

    Diese Leitungen der Telekom wurden noch verlegt als alles staatlich war.

    Ihrer Aussage nach passt das nicht in Ihr wirtschaftliches Verstaendnis.

    Aber wohl kaum haben sie Telekomverbindungen die einmal nach links und einmal nach rechts abgezweigt werden vom Grundstuck und somit eine Absicherung gegen Kabeldurchtrennung vom Bagger stellen.

    Es gibt Menschen die so klug sind und sagen:"Aber die Telekom verlegt 4 Kabel und nur 2 werden benutzt!"
    Ja duhhhh, und beim Glasfaser nicht?

    Da werden nicht zusaetzliche Kabel verlegt um einzelne Brueche statt aufzubuddeln den Kunden einfach ueber eine andere Leitung umzulegen?

    Nur wenn der Bagger den Kabelkanal schon mal durchtrennt ist auch alles innendrinn getrennt. Gilt bei Glasfaser wie Telekomkabel wie Fernsehkabel..

    Gilt auch ueberigens beim Wasserrohr, Strom und Gas! Wenn ein Bagger da durch bricht ist nicht so alsob Gas, Strom, Wasser auf einmal von woanders eingespeist wird.

  9. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: HowlingMadMurdock 11.10.17 - 11:53

    Stichwort Glasfaser-Ringleitung

    Damit könnte man solch großen Ausfälle vermeiden. Jedes Datacenter ist so angebunden. Warum die ISP das nicht so machen müssen verstehe ich nicht?

  10. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Seradest 11.10.17 - 12:01

    In Stromnetzen ist dank hoher Vermaschung auch beim Baggerbiss in der Regel noch Versorgung gewährleistet. Da gibt es nur wenige Fälle in denen 40.000 Haushalte wegen eines einzelnen Schadens stillgelegt werden.

  11. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Gunah 11.10.17 - 12:04

    richtig. so lange es nur ein Tag lang ist, finde ich es auch okay...
    Zumal es Vertraglich auch unter "Höhere Gewalt" fällt und man am Ende als Kunde keinen Anspruch hat.

    kenne Viele Firmen die 2 bis 3 Internet Anschlüssen verschiedener Technologien haben.
    klar ist meist eine die Wirklich groß ist und der Rest etwas kleiner, falls etwas passiert, dass es kompensiert werden kann, und die Netzwerke werden auf die kleineren geteilt.

  12. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Sharra 11.10.17 - 12:04

    HowlingMadMurdock schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stichwort Glasfaser-Ringleitung
    >
    > Damit könnte man solch großen Ausfälle vermeiden. Jedes Datacenter ist so
    > angebunden. Warum die ISP das nicht so machen müssen verstehe ich nicht?

    Weil Sterntopologie deutlich günstiger ist.
    Nimm eine Stadt mit einem Hauptverteiler, und ein paar kleinere Vororte. Dann wird vom Verteiler jeweils eine Leitung zu den entlegeneren Orten gezogen und fertig.
    Das Ganze als Ring aufzuziehen würde bedeuten, dass man 50% der Strecke noch dazu aufreissen müsste, nämlich die Verbindungen zwischen den Vororten. Aus technischer Sicht wäre das sogar sinnvoll, aus wirtschaftlicher Sicht absoluter Quatsch, weil es keinen Vorteil bringt, solange es funktioniert.

    Selbst wenn die Ausfallzeiten der Kunden zu 100% rückerstattet würden, käme das die Provider auf Jahrzehnte günstiger, als diese Ringleitung.

  13. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Sharra 11.10.17 - 12:10

    Seradest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Stromnetzen ist dank hoher Vermaschung auch beim Baggerbiss in der Regel
    > noch Versorgung gewährleistet. Da gibt es nur wenige Fälle in denen 40.000
    > Haushalte wegen eines einzelnen Schadens stillgelegt werden.


    Der Vergleich hinkt aber ein wenig. Über die Stromnetze wird Leistung (im Sinne von Energie) transportiert. Über Telefonkabel/Glasfaser nur Daten. (Das ist natürlich auch Energie, aber in einer ganz anderen Größenordnung)
    Um eine Versorgung zu gewährleisten, ist das Stromnetz eben als Verbundnetz ausgelegt, das Telefonnetz aber nicht. Beim Telefonnetz reicht es völlig aus, wenn die Leitungen irgendwo an wenigen Knoten zusammenkommen. Beim Stromnetz wärst du da ziemlich schnell in der rein physikalischen Überlastung.

  14. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: flocke74 11.10.17 - 12:54

    Hallo!

    Also ich denke auch das Redundanz oder Ringtopologie einfach zu teuer werden würden.
    Ich glaube kaum das jemand 100 Euro und mehr im Monat für seinen Internetzugang zahlen möchte. Jedenfalls nicht privat.

    Ich bin z.B. Businesskunde und habe eine Entstörzeit von 8h.
    Bei privaten Internetanschlüssen ist die sehr viel länger.

    Weiterhin muss man ja auch mal überlegen wie oft sowas vorkommt.
    Wenn sowas 1x im Jahr ist, kann man das verschmerzen, privat sowieso.
    Im geschäftlichen Umfeld sieht das anders aus, da muss man notfalls improvisieren.
    Für die Provider wird es auch sehr viel günstiger sein, wenn sie den entsprechenden Kunden dann eine Entschädigung zahlen, als wenn man Redudanz oder Ringtopologie macht.

    Viel wichtiger finde ich den Ausbau von ländlichen Gebieten.
    In den Städten ist die Leitung schnell genug, da sollte man erst mal nicht weiter investieren.
    Auf dem Land sind vielerorts die Telefonleitungen noch als Oberleitungen zu finden.
    Hier muss man anfangen. Teilweise hat man mit DSL dort nur 384er. Ohne Hybrid braucht man da nichts anzufangen.

    Gruß flocke

  15. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: knete 11.10.17 - 13:01

    Das Grundproblem ist wenn ein Bagger ein Kabel schrottet.

    Große Teile sind "Mesh" und manche Teile lassen sich nicht ohne erheblichen Aufwand und Kosten sicherer machen.

    Jetzt bleibt die Frage waren die Tiefbauer doof, weil Pläne ignoriert oder waren die Pläne falsch.

  16. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: Port80 11.10.17 - 13:01

    Das macht dort aber keinen Sinn. Die einzige Möglichkeit, dass das Kabel kaputt geht ist, wenn man da baut. Das passiert meinetwegen alle 10 Jahre (nagut, in Karlsruhe...).
    Also sollte man wegen einem möglichen Tag alle 10 Jahre die Infrasturktur doppelt aufbauen, was aufgrund der teuren Baukosten so ziemlich die Preise verdoppelt?

    Tut mir leid, aber da gibt es dringendere Probleme : Bandbreiten abends, überhaupt Ausbau auf 50K,...

  17. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: theonlyone 11.10.17 - 13:06

    Grundsätzlich kann man ja eine Notversorgung auch wireless ermöglichen, wenn die Verbindungen direkt umschalten könnten.

    Glasfaser schnell ist das dann nicht und auch nicht auf Dauer ausgelegt, aber allemal besser als komplett offline.

    Das ein System komplett offline geht weil 1 Kabel kaputt geht ist eben schon fahrlässig und eine gewisse Zusicherung der Erreichbarkeit gibt es eben auch und wenn durch so einen "Unfall" keine 99,99999999% (oder wieviel es auch immer sein mögen) zustande kommt, dann klagt man eben.

    ----

    Hätte man einen breiten Ausbaugrad wäre es durchaus drin das es nicht nur 1 Leitung gibt die alles versorgt, hat ja durchaus einige Vorteile, auch zur Lastverteilung usw.

    Kostet natürlich, wie alles im Leben (und hier an jeder Ecke zu sparen erzeugt ja gerade die Probleme, man nimmt die nun mal einfach billigend in kauf).

  18. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: duerre 11.10.17 - 13:11

    einglaskakao schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist bei 9,95 Flatrates finanziell nicht drin.

    Könntest Du mal kurz posten wo es diese Flatrate gibt?

  19. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: gaym0r 11.10.17 - 13:18

    duerre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > einglaskakao schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist bei 9,95 Flatrates finanziell nicht drin.
    >
    > Könntest Du mal kurz posten wo es diese Flatrate gibt?

    1&1 Basis DSL, z.B.

  20. Re: Das Grundproblem ist mangelnde Redundanz.

    Autor: der_wahre_hannes 11.10.17 - 13:53

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein ganzer Ort oder Ortsteil mit nur einem Kabel angebunden - ja, man hätte
    > höhere Kosten wenn man wenigstens zwei unabhängige Verbindungen aufbauen
    > würde, aber dafür hätte man durch einen Bagger keinen Totalausfall, und im
    > Normalzustand hätte man mehr Bandbreite für Spitzenlasten. Aber heute zählt
    > ja Hauptsache billig.

    Ja, und dann regst du dich wieder auf, wenn überall Straßen gesperrt sind, weil Redundanzkabel verlegt werden. Von den Kosten mal ganz abgesehen. Es geht hier doch nicht um "hauptsache billig", eine richtig gute Redundanz ist halt mit entsprechendem Aufwand verbunden und eben auch entsprechend teuer.

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