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So ein 10 KW Kraftwerk für einen Panzer oder in mittelgroßen Booten...

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  1. Re: So ein 10 KW Kraftwerk für einen Panzer oder in mittelgroßen Booten...

    Autor: HabeHandy 10.09.21 - 20:09

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn du die 10 KW aber garantiert zur Verfügung hast musst du nicht den
    > Zweitmotor für die Stromversorgung dabei haben. Den Sprit dafür spart man
    > sich auch.
    Der Zweitmotor ist schon als Anlasser für den Hauptmotor nötig. (zumindest bei älteren Panzer)

  2. Re: So ein 10 KW Kraftwerk für einen Panzer oder in mittelgroßen Booten...

    Autor: Kilpikonna 11.09.21 - 08:26

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Energieverbrauch in einem Panzer ist praktisch komplett vom Antrieb
    > dominiert. Ohne Antrieb ist ein Panzer nutzlos. Die kleinen Mengen Strom
    > die außerdem noch benötigt werden, können über den Motor nebenbei erzeugt
    > werden - und wenn nicht, ist der Panzer sowieso nutzlos.
    >
    > Deswegen bringt ein kleiner Kernreaktor überhaupt nichts, erst recht nicht
    > in einem Fahrzeug das per Definition dafür da ist, unter Beschuss zu
    > stehen.

    Sorry, aber so sehr ich deine Expertise im Bereich Raumfahrt schätze, so sehr sehe ich dort eine Lücke im Bereich Rüstungstechnik.

    Wird der Panzer bewegt, hast du vollkommen Recht.
    Aber ein Panzer fährt nicht 24h am Tag. Beim Warten in der Stellung wird ebenfalls Energie für die Bewegung des Turmes und der Waffenanlage benötigt, sowie für Sensorik, Funk und Klimatisierung. Letztere ist übrigens extrem wichtig, um die Einsatzfähigkeit der Besatzung aufrecht zu erhalten. Steht der Panzer in der Sonne, hat es sonst recht zügig Temperaturen im Innenraum, bei der ein Mensch dauerhaft nicht handlungsfähig ist.
    Genau für solche Dinge hat ein Panzer schon heute ein Hilfstriebwerk an Bord, um den Betrieb vorgennannter Gerätschaften zu ermöglichen, ohne das Haupttriebwerk extrem ineffizient betreiben zu müssen.
    Bei den neueren Varianten des Leopard 2 als Beispiel beträgt die Leistung zwischen 7,5 und 17 kW.

    Der Vollständigkeit halber: Hilfstriebwerke waren während dem kalten Krieg nicht unbedingt üblich. Aber die Erfahrung bei asymmetrischen Konflikten und wärmeren Einsatzgebieten hat die Notwendigkeit deutlich vor Augen geführt.

  3. Re: So ein 10 KW Kraftwerk für einen Panzer oder in mittelgroßen Booten...

    Autor: masel99 12.09.21 - 13:24

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du musst mehr militärisch denken, nicht nur in "Brachial-Monster-Panzer"
    > Logik:
    > Ein Panzer wird dorthin gefahren wo überwacht werden soll. Motor aus,
    > Tarnung, Überwachungsgeräte an. Über mehrere Tage muss der Motor nicht
    > angeworfen werden. Das einzige Limit sind Nahrung und andere menschliche
    > Bedürfnisse - welche bei Fernsteuerung aus ein paar hundert Metern
    > Entfernung auch nicht mehr problematisch sind. Dann kann der getarnte
    > Panzer mehrere Wochen problemlos dort stehen und überwachen, ohne auch nur
    > ein Geräusch zu machen. Bleibt die ganze Zeit 100% Einsatzfähig ohne sich
    > zu verraten. Kann komplett ohne Vorwarnung einen oder mehrere Schüsse
    > abgeben, wenn es sein muss.
    > Genau der gleiche Grund warum es Atom U-Boote gibt: Können immer unter
    > Wasser bleiben sind Geräuscharm bis völlig lautlos. Nur die Nahrungsmittel
    > sind das Limit.

    Ein Panzer ist kein U-Boot welches sich wochenlang unter hundert(en) Meter Wasser (ggf. mit thermischen Schichten) verstecken kann. Egal wo du die Wärme des Kernreaktors hinlenkst, mehrere (zehn) KW Heizleistung heizen früher oder später die Umgebung auf, die Wärme verschwindet ja nicht. Eine moderne Drohne / Satelliten sieht das dann.

    Spähpanzer sind üblicherweise deutlich kleiner als Kampfpanzer weil der sich schlicht leichter verstecken kann. Damit geht fast zwangsläufig eine entsprechend geringere Bewaffnung einher. Mit einem Luchs/Bradley/... zerstörst du eher keinen Leopard 2.

    Wenn ein Spähpanzer was lohnenswertes findet, gibt der eher die Informationen an andere Einheiten weiter die die Bekämpfung übernehmen und verrät seine eigene Position nicht.

    Und wenn der Kernreaktor irgendwie durch Beschuß kaputtgeht hat die Besatzung etwas mehr Probleme als brennenden Diesel der mit entsprechenden Mitteln gelöscht werden kann. Die Belastung durch Uranstaub aus Uranmunition ist schon für manche (politisch) inakzeptabel hoch und man nimmt stattdessen vermehrt Wolframcarbid. Dazu käme die reguläre Entsorgung solcher Gerätschaften.

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