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  5. › Raumfahrt: Elon Musk sieht 70-Prozent…

70%?

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  1. 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 14:13

    Dass es innerhalb der Lebzeiten von Elon Musk möglich sein wird, zum Mars zu fliegen, halte ich nicht für realistisch. Mich würde aber interessieren, warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können. Hat er die Wahrscheinlichkeit wirklich mit 70% beziffert? Falls ja, unter welchen Voraussetzungen (autark/nicht autark)?

    Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem Mars in den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20 Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2) grandios gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass - vielleicht auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert hätte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.18 14:14 durch Kelran.

  2. Re: 70%?

    Autor: Kay_Ahnung 26.11.18 - 14:52

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass es innerhalb der Lebzeiten von Elon Musk möglich sein wird, zum Mars
    > zu fliegen, halte ich nicht für realistisch. Mich würde aber interessieren,
    > warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen
    > Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können. Hat er die
    > Wahrscheinlichkeit wirklich mit 70% beziffert? Falls ja, unter welchen
    > Voraussetzungen (autark/nicht autark)?
    >
    > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem Mars in
    > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass - vielleicht
    > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert hätte.

    Das Projekt war auch deutlich zu komplex aufgebaut. Auf dem Mars wird wohl eher sowas wie aus diesem Projekt genutzt: https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11008

    Außerdem sind die verwendeten Materialien auf dem Mars andere und man kann Sauerstoff selber Produzieren (z.B. aus dem Eis).

    Völlig autark wird man wahrscheinlich nicht so schnell werden, allerding eher weil man viele Komplexen Produkte nicht bauen kann.(z.B. Prozessoren/Solarzellen oder andere Sachen die moderne Fertigungsprozesse benötigen) Ich denke mal was die Grundbedürfnisse angeht, also Wasser/Essen und Energie, ist es durchaus möglich relativ Autark zu sein.

  3. Re: 70%?

    Autor: Sinnfrei 26.11.18 - 14:58

    Wie er zu der Einschätzung kommt? Als Gründer und und Betreiber des erfolgreichsten kommerziellen Weltraumunternehmens, welches gerade dabei ist ein Raumschiff für den Marsflug zu bauen? Ja, wie kann das nur sein?

    __________________
    ...

  4. Re: 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 15:03

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie er zu der Einschätzung kommt? Als Gründer und und Betreiber des
    > erfolgreichsten kommerziellen Weltraumunternehmens, welches gerade dabei
    > ist ein Raumschiff für den Marsflug zu bauen? Ja, wie kann das nur sein?

    Und das hat mit dem Leben auf einem fremden Planeten was zu tun?

  5. Re: 70%?

    Autor: Sinnfrei 26.11.18 - 15:10

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das hat mit dem Leben auf einem fremden Planeten was zu tun?

    Ja Shit, das hat er bestimmt total vergessen bei seinen Plänen die er seit Jahrzehnten entwickelt. Du solltest ihn besser schnell anrufen und ihm das mitteilen.

    __________________
    ...

  6. Re: 70%?

    Autor: tovi 26.11.18 - 15:11

    Wenn jemand eine bemannte Rakete zum Mars senden will, und dort auch selber mitfliegen und dann auf dem Mars leben will, dann kann man davon ausgehen, das sich derjenige ein wenig mit der Materie des Überlebens auf dem Mars beschäftigt hat.
    Ich wüsste jetzt niemanden, der die Chancen besser einschätzen könnte als Elon Musk.

  7. Re: 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 15:17

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kelran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass es innerhalb der Lebzeiten von Elon Musk möglich sein wird, zum
    > Mars
    > > zu fliegen, halte ich nicht für realistisch. Mich würde aber
    > interessieren,
    > > warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen
    > > Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können. Hat er die
    > > Wahrscheinlichkeit wirklich mit 70% beziffert? Falls ja, unter welchen
    > > Voraussetzungen (autark/nicht autark)?
    > >
    > > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem Mars
    > in
    > > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass -
    > vielleicht
    > > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert hätte.
    >
    > Das Projekt war auch deutlich zu komplex aufgebaut. Auf dem Mars wird wohl
    > eher sowas wie aus diesem Projekt genutzt: www.dlr.de
    >
    > Außerdem sind die verwendeten Materialien auf dem Mars andere und man kann
    > Sauerstoff selber Produzieren (z.B. aus dem Eis).
    >

    Das von Dir genannte Projekt produziert Gemüse auf einer Nährlösung, in einem geheizten Gebäude mit künstlichem Licht. Das ist Lichtjahre von einem autarken System, in dem Menschen dauerhaft überleben können, entfernt. Das ist ja genau mein Punkt: Vielleicht war das Biosphären-Projekt etwas zu komplex, aber es ging in die richtige Richtung, weil es das Ziel war, eine alternative und autarke Umgebung zum Überleben von Menschen zu schaffen.

    > Völlig autark wird man wahrscheinlich nicht so schnell werden, allerdings
    > eher weil man viele Komplexen Produkte nicht bauen kann.(z.B.
    > Prozessoren/Solarzellen oder andere Sachen die moderne Fertigungsprozesse
    > benötigen) Ich denke mal was die Grundbedürfnisse angeht, also Wasser/Essen
    > und Energie, ist es durchaus möglich relativ Autark zu sein.

    Das sehe ich eben nicht. Es ist okay, initial Dinge wie Solarzellen, Pflanzen etc. in die neue Umgebung mitzunehmen, aber mit unserem aktuellen Kenntnisstand reicht das zum dauerhaften Überleben dort nicht.

    Klar, wir können die Station auf dem Mars langfristig mit notwendigen Dingen (Vitamine, Mineralien, Medizin, Dünger etc.) beliefern, aber dann ist es so etwas wie eine größere und komplexere ISS. Das ist zweifelsohne immer noch beeindruckend, aber eben auch nicht mehr als eine von der Erde abhängige Außenstation. Es wird aber häufig so getan, als wäre der Mars eine Art zweites Standbein.

  8. Re: 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 15:19

    tovi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn jemand eine bemannte Rakete zum Mars senden will, und dort auch selber
    > mitfliegen und dann auf dem Mars leben will, dann kann man davon ausgehen,
    > das sich derjenige ein wenig mit der Materie des Überlebens auf dem Mars
    > beschäftigt hat.
    > Ich wüsste jetzt niemanden, der die Chancen besser einschätzen könnte als
    > Elon Musk.

    Ja, eben. Mein Posting war keine Kritik an ihm. Mich interessiert, warum er glaubt, dass es funktioniert und unter welchen Voraussetzungen. Dazu hätte ich gerne Informationen gehabt, denn - wie schon erwähnt - passt das eben nicht so richtig zu meinem aktuellen Informationsstand.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.18 15:24 durch Kelran.

  9. Re: 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 15:23

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kelran schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und das hat mit dem Leben auf einem fremden Planeten was zu tun?
    >
    > Ja Shit, das hat er bestimmt total vergessen bei seinen Plänen die er seit
    > Jahrzehnten entwickelt. Du solltest ihn besser schnell anrufen und ihm das
    > mitteilen.

    Logik und Lesekompetenz sind nicht so Deins? Was hatte ich ursprünglich geschrieben?

    "Mich würde aber interessieren, warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können."

    Das war exakt so gemeint, wie ich es geschrieben habe. Mich interessieren die Grundlagen seiner Aussage.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.18 15:26 durch Kelran.

  10. Re: 70%?

    Autor: justanotherhusky 26.11.18 - 15:26

    Kelran schrieb:
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    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kelran schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Dass es innerhalb der Lebzeiten von Elon Musk möglich sein wird, zum
    > > Mars
    > > > zu fliegen, halte ich nicht für realistisch. Mich würde aber
    > > interessieren,
    > > > warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen
    > > > Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können. Hat er
    > die
    > > > Wahrscheinlichkeit wirklich mit 70% beziffert? Falls ja, unter welchen
    > > > Voraussetzungen (autark/nicht autark)?
    > > >
    > > > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem
    > Mars
    > > in
    > > > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > > > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > > > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass -
    > > vielleicht
    > > > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert
    > hätte.
    > >
    > > Das Projekt war auch deutlich zu komplex aufgebaut. Auf dem Mars wird
    > wohl
    > > eher sowas wie aus diesem Projekt genutzt: www.dlr.de
    > >
    > > Außerdem sind die verwendeten Materialien auf dem Mars andere und man
    > kann
    > > Sauerstoff selber Produzieren (z.B. aus dem Eis).
    > >
    >
    > Das von Dir genannte Projekt produziert Gemüse auf einer Nährlösung, in
    > einem geheizten Gebäude mit künstlichem Licht. Das ist Lichtjahre von einem
    > autarken System, in dem Menschen dauerhaft überleben können, entfernt. Das
    > ist ja genau mein Punkt: Vielleicht war das Biosphären-Projekt etwas zu
    > komplex, aber es ging in die richtige Richtung, weil es das Ziel war, eine
    > alternative und autarke Umgebung zum Überleben von Menschen zu schaffen.
    >
    > > Völlig autark wird man wahrscheinlich nicht so schnell werden,
    > allerdings
    > > eher weil man viele Komplexen Produkte nicht bauen kann.(z.B.
    > > Prozessoren/Solarzellen oder andere Sachen die moderne
    > Fertigungsprozesse
    > > benötigen) Ich denke mal was die Grundbedürfnisse angeht, also
    > Wasser/Essen
    > > und Energie, ist es durchaus möglich relativ Autark zu sein.
    >
    > Das sehe ich eben nicht. Es ist okay, initial Dinge wie Solarzellen,
    > Pflanzen etc. in die neue Umgebung mitzunehmen, aber mit unserem aktuellen
    > Kenntnisstand reicht das zum dauerhaften Überleben dort nicht.
    >
    > Klar, wir können die Station auf dem Mars langfristig mit notwendigen
    > Dingen (Vitamine, Mineralien, Medizin, Dünger etc.) beliefern, aber dann
    > ist es so etwas wie eine größere und komplexere ISS. Das ist zweifelsohne
    > immer noch beeindruckend, aber eben auch nicht mehr als eine von der Erde
    > abhängige Außenstation. Es wird aber häufig so getan, als wäre der Mars
    > eine Art zweites Standbein.

    Angenommen man würde auf der Erde einen komplett neuen, unbewohnten Kontinent entdecken. Würdest du zur Besiedlung mit Taschenmesser und Feuerstein antanzen und alles von 0 aufbauen oder würdest du dir die Baumaterialien, Essen, Ausrüstung von zuhause mitnehmen und dort erstmal eine solide Basis errichten und nach ein paar Jahrzehnten das Thema Autarkie angehen?
    Nur Letzteres kann wirklich effizient funktionieren, auch wenn es bedeutet, die ersten 50 Jahre nach Eintreffen erstmal von Lieferungen der Erde abhängig zu sein. Da wir so elementare Techniken wie Terraforming nicht wirklich beherrschen, dauerts eher länger.

  11. Re: 70%?

    Autor: Kay_Ahnung 26.11.18 - 15:35

    Kelran schrieb:
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    > Kay_Ahnung schrieb:
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    > > Kelran schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Dass es innerhalb der Lebzeiten von Elon Musk möglich sein wird, zum
    > > Mars
    > > > zu fliegen, halte ich nicht für realistisch. Mich würde aber
    > > interessieren,
    > > > warum Elon Musk zu der Einschätzung kommt, dass Menschen zu seinen
    > > > Lebzeiten dort über einen längeren Zeitraum überleben können. Hat er
    > die
    > > > Wahrscheinlichkeit wirklich mit 70% beziffert? Falls ja, unter welchen
    > > > Voraussetzungen (autark/nicht autark)?
    > > >
    > > > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem
    > Mars
    > > in
    > > > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > > > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > > > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass -
    > > vielleicht
    > > > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert
    > hätte.
    > >
    > > Das Projekt war auch deutlich zu komplex aufgebaut. Auf dem Mars wird
    > wohl
    > > eher sowas wie aus diesem Projekt genutzt: www.dlr.de
    > >
    > > Außerdem sind die verwendeten Materialien auf dem Mars andere und man
    > kann
    > > Sauerstoff selber Produzieren (z.B. aus dem Eis).
    > >
    >
    > Das von Dir genannte Projekt produziert Gemüse auf einer Nährlösung, in
    > einem geheizten Gebäude mit künstlichem Licht. Das ist Lichtjahre von einem
    > autarken System, in dem Menschen dauerhaft überleben können, entfernt. Das
    > ist ja genau mein Punkt: Vielleicht war das Biosphären-Projekt etwas zu
    > komplex, aber es ging in die richtige Richtung, weil es das Ziel war, eine
    > alternative und autarke Umgebung zum Überleben von Menschen zu schaffen.

    Wieso das ist meiner meinung nach genau der richtige weg. Energie bekommt man z.B. über Solarkraft damit kann man dann heizen und das licht erzeugen. Das Wasser wird recycelt. Die Samen kann man ernten. Das einzige bei dem ich mir nicht sicher bin ist die Nährlösung aber ich denke mal das man die entsprechenden Nährstoffe auch auf dem Mars gewinnen kann.

    Meiner meinung nach ist genau das die richtige Lösung. Man braucht dafür nur wenig Platz, es wächst schnell, der Wasserverbrauch ist reduziert usw.

    Für das Biosphären Projekt müsste man erstmal die ganze Erde zum Mars bringen. Man bräuchte ziemlich viel Platz. Außerdem hat das Projekt ja nicht funktioniert.


    > > Völlig autark wird man wahrscheinlich nicht so schnell werden,
    > allerdings
    > > eher weil man viele Komplexen Produkte nicht bauen kann.(z.B.
    > > Prozessoren/Solarzellen oder andere Sachen die moderne
    > Fertigungsprozesse
    > > benötigen) Ich denke mal was die Grundbedürfnisse angeht, also
    > Wasser/Essen
    > > und Energie, ist es durchaus möglich relativ Autark zu sein.
    >
    > Das sehe ich eben nicht. Es ist okay, initial Dinge wie Solarzellen,
    > Pflanzen etc. in die neue Umgebung mitzunehmen, aber mit unserem aktuellen
    > Kenntnisstand reicht das zum dauerhaften Überleben dort nicht.
    >
    > Klar, wir können die Station auf dem Mars langfristig mit notwendigen
    > Dingen (Vitamine, Mineralien, Medizin, Dünger etc.) beliefern, aber dann
    > ist es so etwas wie eine größere und komplexere ISS. Das ist zweifelsohne
    > immer noch beeindruckend, aber eben auch nicht mehr als eine von der Erde
    > abhängige Außenstation. Es wird aber häufig so getan, als wäre der Mars
    > eine Art zweites Standbein.

    Naja manche sachen brauchen denke ich wirklich eine weile bevor man diese auf dem Mars produzieren kann z.B. Medizin. Aber Vitamine bekommt man über das Gemüse, Mineralien wahrscheinlich ebenfalls und den Dünger kann man bestimmt über das Recyceln der Abfallprodukte erzeugen.
    Wie gesagt die Probleme sehe ich eher bei Komplexeren Produkten.

  12. Re: 70%?

    Autor: Kelran 26.11.18 - 15:36

    justanotherhusky schrieb:
    >
    > Angenommen man würde auf der Erde einen komplett neuen, unbewohnten
    > Kontinent entdecken. Würdest du zur Besiedlung mit Taschenmesser und
    > Feuerstein antanzen und alles von 0 aufbauen oder würdest du dir die
    > Baumaterialien, Essen, Ausrüstung von zuhause mitnehmen und dort erstmal
    > eine solide Basis errichten und nach ein paar Jahrzehnten das Thema
    > Autarkie angehen?

    Angesichts der Entfernung, der Risiken vor Ort und der hohen Aufwände bei der Versorgung würde ich keine Jahrzehnte warten, bis ich das Thema Autarkie angehe. Vor allem finde ich die realistische Perspektive einer Autarkie wichtig, wenn es nicht "nur" eine Außenstation werden soll.

  13. Re: 70%?

    Autor: SanderK 26.11.18 - 15:37

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tovi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn jemand eine bemannte Rakete zum Mars senden will, und dort auch
    > selber
    > > mitfliegen und dann auf dem Mars leben will, dann kann man davon
    > ausgehen,
    > > das sich derjenige ein wenig mit der Materie des Überlebens auf dem Mars
    > > beschäftigt hat.
    > > Ich wüsste jetzt niemanden, der die Chancen besser einschätzen könnte
    > als
    > > Elon Musk.
    >
    > Ja, eben. Mein Posting war keine Kritik an ihm. Mich interessiert, warum er
    > glaubt, dass es funktioniert und unter welchen Voraussetzungen. Dazu hätte
    > ich gerne Informationen gehabt, denn - wie schon erwähnt - passt das eben
    > nicht so richtig zu meinem aktuellen Informationsstand.
    Keine kritik, aber die Basis auf der diese Schätzungen zustande kommen, würden mich auch Interessieren.
    Bislang, waren Zeit angaben, nun nicht die Spezialität. Oder?

  14. Re: 70%?

    Autor: Sinnfrei 26.11.18 - 15:37

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das war exakt so gemeint, wie ich es geschrieben habe. Mich interessieren
    > die Grundlagen seiner Aussage.

    https://www.spacex.com/mars

    https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/space.2018.29013.emu

    __________________
    ...

  15. Re: 70%?

    Autor: justanotherhusky 26.11.18 - 15:49

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > justanotherhusky schrieb:
    > >
    > > Angenommen man würde auf der Erde einen komplett neuen, unbewohnten
    > > Kontinent entdecken. Würdest du zur Besiedlung mit Taschenmesser und
    > > Feuerstein antanzen und alles von 0 aufbauen oder würdest du dir die
    > > Baumaterialien, Essen, Ausrüstung von zuhause mitnehmen und dort erstmal
    > > eine solide Basis errichten und nach ein paar Jahrzehnten das Thema
    > > Autarkie angehen?
    >
    > Angesichts der Entfernung, der Risiken vor Ort und der hohen Aufwände bei
    > der Versorgung würde ich keine Jahrzehnte warten, bis ich das Thema
    > Autarkie angehe. Vor allem finde ich die realistische Perspektive einer
    > Autarkie wichtig, wenn es nicht "nur" eine Außenstation werden soll.


    Sorry, schlecht ausgedrückt. Natürlich sollte man sofort beginnen zb. Pflanzen zu züchten. Aber eben wegen der Risiken vor Ort kann es zu anfangs nur experimentell und unterstützend sein. Keinesfalls aber kann man den Plan so auslegen, dass die Leute dort sofort selber Nahrung produzieren können. Wenn dann was schiefgeht verhungern halt mal schnell alle. Ich meinte, bis man tatsächlich 100% autark ist werden viele Jahre ins Land gehen. Wenn es denn überhaupt möglich ist. Einen verschmorten Prozessor bekommt man halt nicht mal schnell ausm 3D Drucker. Oder eine Dichtung einer Luftschleuse. Oder eine Zahnbürste.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.18 15:50 durch justanotherhusky.

  16. Re: 70%?

    Autor: subjord 26.11.18 - 16:24

    Es ist sogar jetzt schon möglich bemannt zum Mars zu fliegen.
    Das einzige was uns zurück hält, ist dass die Landekapsel total verdreckt sobald man aussteigt, sodass ein Leben dort nach 5 bis 10 Tagen sehr ungemütlich wird und dass es keine Möglichkeit gibt zurückzukommen.
    Wenn man wollte würde man es schaffen ein 3 Jahren 3 Menschen auf den Mars zu schicken und dafür sorgen, dass einer von ihnen 30 Tage überlebt :P

  17. Re: 70%?

    Autor: SanderK 26.11.18 - 16:28

    subjord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist sogar jetzt schon möglich bemannt zum Mars zu fliegen.
    > Das einzige was uns zurück hält, ist dass die Landekapsel total verdreckt
    > sobald man aussteigt, sodass ein Leben dort nach 5 bis 10 Tagen sehr
    > ungemütlich wird und dass es keine Möglichkeit gibt zurückzukommen.
    > Wenn man wollte würde man es schaffen ein 3 Jahren 3 Menschen auf den Mars
    > zu schicken und dafür sorgen, dass einer von ihnen 30 Tage überlebt :P
    Warum nicht gleich 10-20 Leut ein einem großen Raumschiff. Wenn einer Stirbt, haben die anderen was zu Essen und Trinken (Dune lässt Grüßen ^^).
    Ist doch Schlüssig und der Letzte wird sich ein paar Tage noch Überleben ;-)

  18. Re: 70%?

    Autor: mnementh 26.11.18 - 16:44

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kay_Ahnung schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kelran schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem
    > Mars
    > > in
    > > > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > > > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > > > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass -
    > > vielleicht
    > > > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert
    > hätte.
    > >
    > > Das Projekt war auch deutlich zu komplex aufgebaut. Auf dem Mars wird
    > wohl
    > > eher sowas wie aus diesem Projekt genutzt: www.dlr.de
    > >
    > > Außerdem sind die verwendeten Materialien auf dem Mars andere und man
    > kann
    > > Sauerstoff selber Produzieren (z.B. aus dem Eis).
    > >
    >
    > Das von Dir genannte Projekt produziert Gemüse auf einer Nährlösung, in
    > einem geheizten Gebäude mit künstlichem Licht. Das ist Lichtjahre von einem
    > autarken System, in dem Menschen dauerhaft überleben können, entfernt. Das
    > ist ja genau mein Punkt: Vielleicht war das Biosphären-Projekt etwas zu
    > komplex, aber es ging in die richtige Richtung, weil es das Ziel war, eine
    > alternative und autarke Umgebung zum Überleben von Menschen zu schaffen.
    >
    > > Völlig autark wird man wahrscheinlich nicht so schnell werden,
    > allerdings
    > > eher weil man viele Komplexen Produkte nicht bauen kann.(z.B.
    > > Prozessoren/Solarzellen oder andere Sachen die moderne
    > Fertigungsprozesse
    > > benötigen) Ich denke mal was die Grundbedürfnisse angeht, also
    > Wasser/Essen
    > > und Energie, ist es durchaus möglich relativ Autark zu sein.
    >
    > Das sehe ich eben nicht. Es ist okay, initial Dinge wie Solarzellen,
    > Pflanzen etc. in die neue Umgebung mitzunehmen, aber mit unserem aktuellen
    > Kenntnisstand reicht das zum dauerhaften Überleben dort nicht.
    >
    > Klar, wir können die Station auf dem Mars langfristig mit notwendigen
    > Dingen (Vitamine, Mineralien, Medizin, Dünger etc.) beliefern, aber dann
    > ist es so etwas wie eine größere und komplexere ISS. Das ist zweifelsohne
    > immer noch beeindruckend, aber eben auch nicht mehr als eine von der Erde
    > abhängige Außenstation. Es wird aber häufig so getan, als wäre der Mars
    > eine Art zweites Standbein.

    Wird man eine autarke Marsstation errichten können? Wohl nicht. Kann Deutschland autark überleben? Die Frage scheint seltsam, aber überlege mal: von heute auf morgen werden alle Grenzen dichtgemacht, es gibt keine Migration, keinen Handel. Wie wären die Folgen für Deutschland? Aller Wahrscheinlichkeit nach katastrophal. Ich vermute ein Großteil der Menschen wird sterben ehe man eine stabile Wirtschaft für die Versorgung der Restbevölkerung hinbekommt. Und wenn man 10 Jahre zur Vorbereitung hat? Viel besser, aber ich habe immer noch Zweifel dass eine autarke Wirtschaft in Deutschland 80 Millionen Menschen versorgt, vielleicht 50 Millionen. Vom Leben in einer globalisierten Welt ein autarkes Überleben auf dem Mars zu fordern scheint vermessen.

    Besser und realistischer ist eine regelmäßig versorgte Marsstation anzunehmen. Ich vermute mit Versorgungslieferungen alle zwei Monate dürfte man zurechtkommen, seltenere Versorgung dürfte es eng werden lassen, wenn mal etwas ausfällt. Also sind wir bei der Frage, ob wir in 20 Jahren alle zwei Monate ein Raumschiff zum Mars und zurück fliegen lassen können. Das bedeutet es sind immer mehrere Raumschiffe gleichzeitig unterwegs. Musk beantwortet die Frage mit 70%. Es mag manchen immer noch unrealistisch optimistisch erscheinen, aber es ist nicht komplett gaga.

  19. Re: 70%?

    Autor: Sinnfrei 26.11.18 - 17:14

    Es werden mit Sicherheit mehr Leute sein als man erwarten würde. Der aktuelle Plan für die erste SpaceX-Mission wären vier BFR-Schiffe, zwei mit Crew, und zwei mit Ausrüstung. Da würde man theoretisch pro Schiff problemlos 10 Leute unterbringen können.

    __________________
    ...

  20. Re: 70%?

    Autor: burzum 26.11.18 - 17:42

    Kelran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Persönlich halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen auf dem Mars in
    > den nächsten 50 Jahren autark leben können, für nahe Null. Vor rund 20
    > Jahren sind beide Versuche mit Biosphäre 2 (de.wikipedia.org grandios
    > gescheitert. Ich habe seitdem von keinen Projekt gehört, dass - vielleicht
    > auch in kleinerem Umfang - deutlich bessere Ergebnisse geliefert hätte.

    Eventuell mal den eigenen verlinkten Artikel lesen? ;)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Biosph%C3%A4re_2#Kritik_an_den_Schlussfolgerungen_des_Experimentes

    Grandios gescheitert sieht für mich komplett anders aus. Hier wurden Erkentnisse gewonnen die man nutzen kann um es besser zu machen.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

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