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  1. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 26.11.18 - 17:35

    [gelöscht]

  2. Re: Naturschutz

    Autor: DeathMD 26.11.18 - 17:46

    andycirys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Zurück in die Höhle" ist nur das auf-die-Spitze-treiben einer gewissen
    > Geisteshaltung. Wenn ich z.B. von meinem effizienten Elektroauto schwärme,
    > dann kommen gleich welche die sagen, dass individualverkehr im Auto
    > eigentlich unverantwortlich ist und ein Roller noch effizienter wäre. Ein
    > E-Bike wäre noch besser als ein Roller. Laufen wäre noch löblicher.
    > Garnicht bewegen ist um so sparsamer und wer garnicht lebt, der verbraucht
    > auch keine Ressourcen - das wäre doch die optimale Lösung. Ok, die Echte
    > Diskussion hört meistens beim Roller oder beim E-Bike auf - aber erst wenn
    > man das mal zu ende denkt, merkt man, wohin diese Geisteshaltung führt.

    Ich glaube in solche Aussagen wird oft zu viel hineininterpretiert. Die grundlegende Aussage ist ja nicht falsch, dass Invididualverkehr viele Probleme mit sich bringt und eine Abkehr davon vieles vereinfachen würde. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass die dann alle Autos von heute auf morgen verbannen wollen. Es wäre aber bestimmt sinnvoll, dort wo es gut möglich ist, den öffentlichen Verkehr so attraktiv zu gestalten, dass sich die Bevölkerung selbst irgendwann auf das Auto verzichtet.

    > Wenn du jetzt von Symptomen redest, wer oder was ist denn in diesem
    > bildlichen Vergleich die Krankheit?

    Du willst jetzt einfach nur auf die Worte "Symptome" und "Krankheit" herumreiten, aber gut. Symptom: zu wenig Ressourcen um eine Bevölkerung von 8 Milliarden nachhaltig auf der Erde zu versorgen
    Krankheit: Überbevölkerung

    Klar kannst du jetzt weiter optimieren und Genzeug und Laborfleisch verfüttern, ändert nichts am Problem der Überbevölkerung. Du bekämfst also kurzfristig das Symptom und verschiebst es nur in die nächste Generation. Für die wird die Symptombehandlung dann aber noch schwieriger und das eigentliche Problem lässt sich evtl. gar nicht mehr lösen und es kommt zu radikalen Lösungsvorschlägen. Die bringst du dann auch leicht durch, weil vorher die Bevölkerung mit ziemlicher Sicherheit gespalten wurde. Was glaubst du wer das Genzeug und Laborfleisch futtern darf und wer das "gute" Zeug bekommt?

    > Perfektion sollte nie der Feind von Verbesserung sein. Bevor man sich in
    > der Suche nach endgültigen Lösungen verrennt, sollte man sich lieber der
    > Verbesserung widmen. Meistens geht es doch darum Zeit zu gewinnen - Zeit in
    > der noch bessere Lösung gefunden werden können oder in der sich ganz andere
    > Zusammenhänge ergeben, die sowieso alles ändern. Der Weg ist manchmal das
    > Ziel. Thomas Robert Malthus hat ja schon 1798 proklamiert, dass die
    > Nahrungsmittelproduktion nur linear wächst, die Bevölkerung aber
    > exponentiell - man werde also bald gigantische Hüngersnöte bekommen. Der
    > Hunger-Exodus eines Großteils der Menschen ist aber ausgeblieben. Statt
    > dessen findet man immer neue Wege Ressourcen besser zu nutzen und mehr
    > Menschen zu versorgen. Was gerade im Bereich "vertical farming" (z.B.
    > FreshBox) und "meat substitutions" (z.B. Beyond Meat oder der Impossible
    > Burger) passiert finde ich extrem spannend. Das wären auch ideale
    > Technologien für die Raumfahrt...

    Diese Lösungen stellen aber eigentlich keine Verbesserungen dar, weil sie nur die Lage der aktuellen Generation verbessern, die der nachfolgenden aber erheblich verschlechtern weil das Problem nur weitergeschoben wird. Weil der prognostizierte Fall (der von ihm nicht näher datiert wurde oder?) bisher nicht eigetreten ist, wird er also nie eintreten und ist die Aussage falsch? Jetzt mal davon ab, dass seine Methodik wie er zum Schluss kam bestimmt diskussionswürdig ist, aber auch die Kritik kommt teilweise recht plump daher.

    1990 haben wir eigentlich erst die kritische Masse von 5 Milliarden Menschen erreicht, das ist ungefähr der Anteil, den die Erde nachhaltig mit Lebensmittel und Ressourcen versorgen kann. Ab dort haben wir der Erde mehr abgenommen (durch weitere "Optimierungen") als sie eigentlich produzieren kann und das hält sie auch für ein Zeitchen aus, aber nicht auf Dauer. Irgendwann ist der Boden einfach so im Arsch, da kannst du die Pflanzen direkt auf Dünger und Pestizide pflanzen und da wird nichts mehr daraus. Wir können das auch noch auf gute 8 Milliarden strecken durch "Vertical Farming" etc. nur müssen wir min. bis 2100 durchhalten, denn erst dann fängt sich die Bevölkerungszahl einzupendeln an. Zu dem Zeitpunkt sind wir aber min. 2 Milliarden zu viel und müssen den Afrikanern erklären, warum sie nicht zu uns können, nur weil sie kein Wasser haben. Die werden begeistert sein.

    Wie du vl. schon siehst, zieht so ein "bisschen Zeit gewinnen" unter Umständen sehr viele weitere Probleme mit sich und da wir dieses Prinzip sehr umfangreich angewandt haben, kommt da eine ganze Fülle auf uns zu. Ich bin jetzt schon gespannt wie die ganzen Rechten argumentieren werden, wenn mal halb Afrika an der Tür klopft, weil sie keinen Tropfen Wasser mehr haben? Sind das dann auch Wirtschaftsflüchtlinge, weil Coca Cola ihr Wasser weggebraucht hat? Man weiß es nicht...

    Zum Thema Gentechnik, such mal nach einem deutschen Bauer, der um die 2000er Jahre als der erste Genmais in D zugelassen wurde diesen zuerst versuchsweise einsetzte und danach komplett umstellte. Der konnte im Grunde dabei zusehen, wie sich seine Milchkühe in Einzelteile (Euter lösten sich ab, offene Wunden die nicht heilen) zerlegten. Das Gift gegen den Maiswurzelbohrer, welches diese manipulierten Pflanzen selbst herstellten, hätte sich bei der Verdauung verflüchtigen sollen, zumindest laut diverser deutscher Kontrollinstanzen und laut Studien des Herstellers. Tatsache war, dass es sich im gesamten Tier verbreitete, über den Kot wieder ausgeschieden und als Dünger danach auch noch die Weideflächen kontaminierte. Das musste er über Jahre hinweg alles selbst nachweisen und diverse Überprüfungen in Auftrag geben. Der Konzern hat ihn natürlich verklagt, Haus und Hof hat er verloren und wurde eingesperrt bis der deutsch Staat ihm doch irgendwann recht gab, den Mais verboten hat und diese ganze Misere rückabwickelt.... also ich für meinen Teil, würde das Zeug noch nicht einmal mit einer Kneifzange anfassen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  3. Re: Naturschutz

    Autor: andycirys 27.11.18 - 09:35

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Symptom: zu wenig Ressourcen um eine Bevölkerung von
    > 8 Milliarden nachhaltig auf der Erde zu versorgen
    > Krankheit: Überbevölkerung

    Ich glaube nicht, dass es zu wenige Ressourcen gibt - nur das wir sie nicht nachhaltig nutzen und das weiteres Wachstum irgendwann (in naher Zukunft) dort geschehen muss, wo noch unerschlossene Ressourcen sind (andere Planeten, Monde, Asteroiden...).

    > Klar kannst du jetzt weiter optimieren und Genzeug und Laborfleisch
    > verfüttern...

    Beyond Meet enthält reines Pflanzenprotein aus Pflanzen, die nicht durch moderne Gentechnik verändert wurden: https://www.beyondmeat.com/

    > ...wenn mal halb Afrika an der Tür klopft, weil sie keinen Tropfen Wasser mehr haben?

    Vertical Farming verbraucht durch Wasser-Recycling 99% weniger Wasser als die klassische Landwirtschaft und erzielt durch Hochbete bis zu 19 mal mehr Ertrag pro Hektar: https://freshboxfarms.com/environment/

    Bei den von dir gebrachten Beispielen bin ich deiner Meinung (Monsanto Gen-Mais, Coca Colas Wasserdiebstahl...). Ich glaube, wir haben zwar verschiedene Grundhaltungen - du bist erst mal Technologie-Skeptisch, ich bin erst mal Technologie-Euphorisch - aber im Detail, was gut und was schlecht ist, wären wir uns wohl meistens einig ;)

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