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  5. › Raumfahrt: Europa bleibt im All

Verblendung par excellence

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  1. Verblendung par excellence

    Autor: illuminant777 04.12.16 - 01:22

    Man kann immer wieder nur staunen wie Forschung vollkommen ohne Weitsicht mit gekürzten Budgets gestraft wird. Meine Frau arbeitet in der Krebs Forschung und es ist ein einziger Alptraum. Niemand verdient dort auch nur ansatzweise das was es in der freien Wirtschaft gäbe. Personalmangel und Know-how Defizite ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Einrichtung. Die Geräte (mrt, ct, etc.) sind nicht mehr Stand der Technik weshalb Forschungsgruppen keine zuverlässigen testresultate erziehlen. Scheitert alles am lieben Geld.
    Ein anderer Kollege darf am Stromnetz der Zukunft mit entwickeln. Deren Equipment ist derart veraltet das die meisten ihr Zeug von daheim mitbringen.
    In einem physikalischen Institut in dem ich mal als Azubi gearbeitet habe ( die gesamte Einrichtung hat zu 90% Cern zugearbeitet) haben ein Physiker und 7 staatlich bezuschusste Azubis (waren effektiv kostenlos) die IT dort geschmissen.

    Bildung Forschung Raumfahrt sind meiner Meinung nach keine Bereiche mit großem Einsparpotenzial.

    ################
    Sorry für die Rechtschreibung...

  2. Re: Verblendung par excellence

    Autor: Anonymer Nutzer 04.12.16 - 03:14

    Die Forschung samt Raumfahrt Weltweit vereinen, wozu braucht jedes Land eine Forschungseinrichtung, welche sich allesamt mit demselben Gebiet befassen.
    Eine Forschungseinrichtung pro Fachgebiet mit den besten der Besten würde ausreichen und dank derzeitiger Forschungsgelder, wäre jede Einrichtung immer auf dem neusten Stand, wodurch auch die Forschung viel schneller und besser voranschreiten würde.

    Aber es wird lieber gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet und jeder kocht sein eigenes Süppchen, woraufhin die Forschung nur behindert wird, weil entweder niemand, oder alle an dem selben forschen, während man miteinander nur verschiedenen Bereiche erforschen wurde, anstatt wie jetzt nur nach und nach ein Bereich abzuforschen.

  3. Falscher Eindruck

    Autor: mnementh 04.12.16 - 23:42

    Carlo Escobar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Forschung samt Raumfahrt Weltweit vereinen, wozu braucht jedes Land
    > eine Forschungseinrichtung, welche sich allesamt mit demselben Gebiet
    > befassen.
    > Eine Forschungseinrichtung pro Fachgebiet mit den besten der Besten würde
    > ausreichen und dank derzeitiger Forschungsgelder, wäre jede Einrichtung
    > immer auf dem neusten Stand, wodurch auch die Forschung viel schneller und
    > besser voranschreiten würde.
    >
    > Aber es wird lieber gegeneinander anstatt miteinander gearbeitet und jeder
    > kocht sein eigenes Süppchen, woraufhin die Forschung nur behindert wird,
    > weil entweder niemand, oder alle an dem selben forschen, während man
    > miteinander nur verschiedenen Bereiche erforschen wurde, anstatt wie jetzt
    > nur nach und nach ein Bereich abzuforschen.
    Das stimmt schlicht nicht. Am CERN arbeiten Forscher aus aller Welt, Exomars ist ein Projekt der Russen und der EU, Forscher bewegen sich weltweit von Forschungseinrichtung zu Forschungseinrichtung.

    Ja, die Politik ist engstirnig, die Wissenschaftler sind es nicht. Forschung kooperiert bereits. Natürlich geht alles immer besser, aber zu behaupten alle arbeiten gegeneinander ist total falsch.

  4. Re: Falscher Eindruck

    Autor: Anonymer Nutzer 05.12.16 - 12:56

    Es gibt 3 Gründe wieso Forscher von Einrichtung zu Einrichtung Reisen müssen.

    1. Es gibt Dokumente die eine Einrichtung nicht verlassen dürfen, dazu gehören nicht nur Geheimakten, sondern auch solche die vor Missbrauch geschützt werden müssen, weil durch deren Inhalt biologische Waffen hergestellt werden können.

    2. Es gibt keine einzige Einrichtung, welche über alle nötigen Geräte verfügt, zu ist nicht jede Einrichtung auf dem neusten Stand der Dinge.

    3. Es gibt Testobjekte die eine Einrichtung nicht verlassen dürfen, weil Sie entweder der Geheimhaltung unterliegen, oder aber hochansteckend sind und zum Schutz der Bevölkerung nicht von A nach B transportiert werden dürfen.

    Mit einer einzigen Einrichtung würde dies alles wegfallen, zusätzlich würde man sehr viel Geld sparen, angefangen bei den Reisekosten, über die Wartung von nur einem statt hunderten Gebäuden, bis hin beim Personal selbst.
    Und mit Personal meine Ich nicht Forscher, sondern Sicherheitspersonal, Putzpersonal, Lagerpersonal und so weiter, alles Personal wird zwar auch in der einzigen Einrichtung benötigt, doch nicht hundertfach wie derzeitig.

    Mit der selben Investitionssumme für derzeitig alle Einrichtungen, könnte man die einzige Einrichtung immer auf dem neusten Stand der Dinge halten, weil die Summe hierfür locker ausreichen würde, weil man anders als jetzt, viel weniger Geräte insgesamt benötigen würde.


    Eine Kooperation kommt nur dann zustande, wenn Beide Parteien etwas davon haben.
    Das beste Beispiel sind Pharmakonzerne, welche im Normalfall ein Wettrüsten gegen die Zeit veranstalten, um als erstes ein Mittel für .... auf den Markt zu bringen und so den größten Gewinn mit diesem Produkt zu erwirtschaften, bevor das Produkt jeder anbieten und die Gewinne in den Keller gehen.
    Und nur dort wo die Gewinne in den Keller gehen, auch nur dort gibt´s eine Kooperation mit anderen Pharmakonzernen, den lieber wenig Profit mit einem Produkt in der gemeinsamen Herstellung, als überhaupt kein Gewinn in der Eigenherstellung.

    Und die Exomars Kooperation gibt´s nur, weil Beide Seiten mit der selben Investition viel mehr erreichen können, es muss ja nur einmal gemeinsam geforscht und gebaut gemeinsam werden, was sonst ja jeder selber machen müsste und was sonst doppelt so teuer wäre.

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