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Erfahrung der Vertragspartner?
Autor: HeroFeat 03.05.20 - 18:01
Also ganz ehrlich, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das es irgendwo relvevant wäre ob eine der Firmen schon bei der ersten Mondlandung mitgemacht haben. Da arbeitet doch keiner mehr der damals mitgeholfen hat und in einer halbwegs relevanten Position war. Die sind doch alle längst in Rente.
Und selbst wenn, 50+ Jahre sind eine lange Zeit, da vergisst man einiges.
Und dann würde ich doch erwarten, das sämtliche Unterlagen derart archiviert sind, als das jede der teilnehmden Firmen sich durch die Lagerhäuser mit Akten wühlen könnten. -
Re: Erfahrung der Vertragspartner?
Autor: emdotjay 04.05.20 - 02:16
HeroFeat schrieb:
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> Also ganz ehrlich, ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das es irgendwo
> relvevant wäre ob eine der Firmen schon bei der ersten Mondlandung
> mitgemacht haben. Da arbeitet doch keiner mehr der damals mitgeholfen hat
> und in einer halbwegs relevanten Position war. Die sind doch alle längst in
> Rente.
>
> Und selbst wenn, 50+ Jahre sind eine lange Zeit, da vergisst man einiges.
>
> Und dann würde ich doch erwarten, das sämtliche Unterlagen derart
> archiviert sind, als das jede der teilnehmden Firmen sich durch die
> Lagerhäuser mit Akten wühlen könnten.
Leider sind einige schon verstorben die beim Apollo Programm mitgemacht haben. Wieso glaubst kann die NASA nicht mal eine Saturn 5 nachbestellen. Gebaut wurde sie schon mal und zum Mond hat es auch gereicht.....
1) die Dokumentation ist nicht vorhanden
2) die die es konnten sind teilweise verstorben -
Re: Erfahrung der Vertragspartner?
Autor: hans12 04.05.20 - 11:02
emdotjay schrieb:
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> Wieso glaubst kann die NASA nicht mal eine Saturn 5 nachbestellen.
> Gebaut wurde sie schon mal und zum Mond hat es auch gereicht.....
>
> 1) die Dokumentation ist nicht vorhanden
> 2) die die es konnten sind teilweise verstorben
Urbane Legende!
Die Pläne sind durchaus noch da. Vor einigen Jahren habe ich einen Bericht dazu gesehen, wie die alten Unterlagen auf moderne Datenträger übernommen wurden.
Auch existieren alle damals involvierten Unternehmen noch. Sie haben aber öfter mal den Eigentümer und damit auch Namen gewechselt.
Und wo wirklich Pläne fehlen:
Es liegen 2 komplette Saturn 5 in Museen herum. Teile, für die man keinen Plan mehr hat, kann man dort einfach ausbauen und anschauen / nachmessen.
Für F1-Triebwerke hat man das sogar mal gemacht: Aus einem Lager ein Triebwerk genommen und bis zur letzten Schraube zerlegt. Den Gasgenerator davon hat man sogar mal wieder gezündet. Kannst Du auf youtube sicher noch wieder finden. Spektakulär, obwohl es "nur" um eine Treibstoffpumpe ging.
Es gibt verschiedene Gründe, warum keine Saturn 5 "nachbestellt" wird:
- Die letzte Saturn 5 ist anfang der 70er Jahre geflogen. Die Technik ist also über 50 Jahre alt!
In der Zeit hat sich allein in der Materialtechnik enorm viel getan. Beim Shuttle hat allein der Wechsel von einer Alu(?)-Sorte, wie sie beim ersten Tank verwendet wurde, zu einer neueren Legierung eine Gewichtsersparnis um mehrere Tonnen ergeben.
- Die Produktionsanlagen incl. der Teststände existieren nicht mehr. Sie wurden abgerissen, für andere Dinge umgebaut oder stehen mittlerweile zu nahe an bewohntem Gebiet.
Die Weiterverwendung von Shuttle-Technik ist da schon gar nicht so dumm.
- Politisch ist natürlich auch zu berücksichtigen, dass für eine Neu-/Weiterentwicklung viel Geld in aktuellere Technik fließt, statt in Museums-Ware. -
Re: Erfahrung der Vertragspartner?
Autor: HeroFeat 04.05.20 - 17:54
Ja, die Pläne mögen noch da sein, aber die Leute und deren Erinnerungen nicht. Klar, gerade bei der NASA wird irre viel dokumentiert worden sein. Vermutlich. Aber eben nur einen Nachbau zu machen wäre sicherlich irgendwie möglich, aber sobald man da anfängt Verbesserungen aus den letzten 50 Jahren unterzubringen wäre eine komplette Neuentwicklung doch plötzlich was Zeit und Geld angeht wieder sehr attraktiv. SpaceX zeigt ja bereits sehr erfolgreich wie man ohne Altlasten sehr sehr effizient arbeiten kann. Klar, es klappt nicht alles und die haben gerne mal Probleme mit dem Zeitplan, aber im Rückblick hat es dann doch alles gar nicht mal so lange gedauert.
Reverse Engineering kann man machen, aber die heutigen Ingenieure sind ja nicht dumm.
Und das was die NASA so in der Vergangenheit gebaut bzw. bauen lassen hat, hat ja auch nicht alles zu 100 % funktioniert. Und Entscheidungen wie man Sachen macht sind ja auch sehr stark von der Zeit und der Umwelt abhängig.



