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Sterilitätsgebot

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  1. Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 12:17

    Ich finde den Ansatz der strikten "biologischen Himmelskörper-Apartheid" äußerst fragwürdig. Klar, zum Schutze wissenschaftlicher Erkenntnis im Bereich extraterrestrischer Biologie macht es Sinn noch eine Zeit lang alles rein zu halten, denn es würde mich überhaupt nicht wundern wenn wir Leben auf anderen Himmelsköpern finden würden, diese auf DNA aufbaut und diese auch noch Erdsequenzen aufweist, Stichwort Panspermie. Da würde es zur Klärung der Frage, ob es sich um außerirdisches Leben handelt, Sinn machen davon auszugehen, dass der Satellit der vor 50 Jahren auf den Himmelskörper geknallt ist steril war und man nicht eine Blitzevolution vorgefunden hat.

    Aber darüber hinaus, ist Leben doch ein Wunder sondergleichen. Der menschliche Hang zur Gotteserklärung kommt nicht von ungefähr. Ist es nicht unsere Pflicht Leben zu verbreiten? Wir sollten nicht nur irgendwelche Kleinstsatelliten in andere Sonnensysteme lasern, wir sollten Kapseln mit Leben verschleudern und zwar massenhaft. Wenn möglich sollte man irgendwann etliche der zahlreichen Gesteinsbroken in unserem System im Innern mit Leben infizieren und den richtigen Stubs geben damit es diese hinaus "swing-by"ed als steinernde Archen. Das Leben auf der Erde wird vergehen, die Chance zu unterlassen das Wunder zu verbreiten wäre erbärmlich, zu mal es nicht wirklich "teuer" ist. Im schlimmsten Fall bewirkt es nichts. Im besten Fall, lässt man andere Teile des Universums erblühen. Man stelle sich vor wir sind das Ergebnis aktiver Panspermie vor langer Zeit. Ich würde sagen alleine die Möglichkeit verpflichtet uns gleiches zu tun.

    Den klassischen Panspermie-Einwänden vorbeugend:
    - Leben kann interstellare Reisen auch über lange Zeit überstehen
    - Leben kann als Teil des Impact Meteoriteneinschläge überstehen
    - Es findet Materialaustausch zwischen Planeten, Sonnensystemen und Galaxien statt
    - Eine Wahrscheinlichkeit von 1 : 10 Milliarden ergibt bei einer Billion Versuchen einen einen Erwartungswert von 100
    - 1 Mikrogramm Leben kann zu Milliarden Tonnen Biomasse anwachsen

    BTW: Ich schlag Will Smith und Captain Obvious für den Posten vor.

  2. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: captaincoke 03.08.17 - 12:31

    Ich denke mal es geht zum einen darum, wie du schon beschrieben hast, die Suche nach extraterrestrischem Leben nicht zu erschweren, zum anderen auch darum, dass man nicht weiß, was Lebensformen von der Erde mit extraterrestrischem Leben anstellen würden. Möglicherweise zerstören, vielleicht auch koexistieren oder es wird selbst von anderen Lebensformen übernommen.....
    Wie allerdings der PPO seine Aufgaben wahrnehmen soll, ist mir nciht so ganz klar. Nimmt der Klatschproben von allen Bauteilen, die auf andere Himmelskörper gehen sollen? Kann er verbieten, dass Mission XYZ stattfindet, da der Lander nicht steril ist?
    Fragen....

  3. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 12:38

    Artenkampf ist scheinbar ein durchaus valides Argument, aber aus welcher Perspektive heraus will man sich da eine Wertung anmaßen? Sind Säugetiere schützenswerter als Dinosaurier? Lasst alle aufeinander los! Es wird sich das durchsetzen, was blüht. Das ist die Ursache für unsere Existenz und Naturgesetz. Die Natur kennt keine Reservate.

  4. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Arsenal 03.08.17 - 13:11

    Wieso ist Leben ein Wunder sondergleichen?

    Ich glaube nicht, dass bei der schieren Anzahl an Planeten nur auf der Erde zur Entwicklung von Leben gekommen sein wird.

    Zumal wir auch auf der Erde ständig neue Lebensformen entdecken, die in Lebensräumen vorkommen, wo zunächst die Meinung herrschte, dass dort nichts überleben kann.

    Daher sehe ich auch keinen gesteigerten Bedarf andere Planeten mit unserem Zeug zuzumüllen, einfach mal so auf Verdacht dass die dort besonders viel Leben brauchen und dadurch eventuell auch noch andere Lebensformen zum Aussterben bringen.

  5. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Muhaha 03.08.17 - 13:19

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Natur kennt keine Reservate.

    "Die Natur" existiert nicht als solches. "Die Natur" hat keinen Willen, keine Absicht, kein Ziel. Nur wir, die wir uns selbst bewusst sind, haben Ziele. Deswegen schützen WIR UNS vor potentiell gefährlicher Kontamination. Deswegen schützen WIR UNS, wenn wir aufhören willenlos Dreck in die Gegend zu kippen. Naturschutz ist einzig und alleine Menschenschutz.

    Und hier, wie gesagt, ist es sinnvoll sich erstmal grundsätzlich vor biologischem Material zu schützen, bis wir es kennen und seine Folgen für unsere Biosphäre einschätzen können.

  6. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 13:21

    Arsenal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso ist Leben ein Wunder sondergleichen?

    Einfach mal über das "Sein" nachdenken. Dabei wird schnell klar, das die Existenz von Existenz unerklärlich und vollkommen unlogisch ist. Das gilt erst recht für eine selbstbewusste Existenz, die über Existenz nachdenkt.

    > Ich glaube nicht, dass bei der schieren Anzahl an Planeten nur auf der Erde
    > zur Entwicklung von Leben gekommen sein wird.

    Man stelle sich vor das der Panspermie-Mechanismus funktioniert und eine Zivilisation aktive Panspermie betrieben hat. Dann ist die Wahrscheinlichkeit das Leben auf einem Planeten durch Panspermie entstanden ist viel höher als die Chance das es selbstständig entstanden ist. Ob und auf wie vielen Himmelskörpern Leben existiert ist eine Frage, wie und wo es entstanden ist eine ganz andere.

    > Daher sehe ich auch keinen gesteigerten Bedarf andere Planeten mit unserem
    > Zeug zuzumüllen, einfach mal so auf Verdacht dass die dort besonders viel
    > Leben brauchen und dadurch eventuell auch noch andere Lebensformen zum
    > Aussterben bringen.

    Und was ist wenn wir doch der einzige Planet mit Leben sind oder der erste Planet mit einer Basis an Leben die geeignet ist Intelligenz zu entwickeln? Soll das Licht dann mit uns ausgehen?

  7. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Eheran 03.08.17 - 14:24

    >Einfach mal über das "Sein" nachdenken. Dabei wird schnell klar, das die Existenz von Existenz unerklärlich und vollkommen unlogisch ist.
    Es ist _für dich_ unerklärlich und unlogisch. So wie auch ganze viele technische Produkte/Vorgänge. Das heißt noch lange nicht, dass andere beim Überlegen zu dem selben Schluss kommen.

    >Und was ist wenn wir doch der einzige Planet mit Leben sind
    Da sich erste Lebensformen hier sehr schnell entwickelt hatten ist das quasi unhaltbar.

    >oder der erste Planet mit einer Basis an Leben die geeignet ist Intelligenz zu entwickeln?
    Bevor ich das zeitlich einordnen (und argumentieren) kann muss ich wissen, welche Intelligenz damit gemeint ist.

  8. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 14:31

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Einfach mal über das "Sein" nachdenken. Dabei wird schnell klar, das die
    > Existenz von Existenz unerklärlich und vollkommen unlogisch ist.
    > Es ist _für dich_ unerklärlich und unlogisch. So wie auch ganze viele
    > technische Produkte/Vorgänge. Das heißt noch lange nicht, dass andere beim
    > Überlegen zu dem selben Schluss kommen.

    Wer kann denn Existenz erklären? Religionen begnügen sich mit Göttern und die Naturwissenschaften fragen gar nicht erst danach.

    > >Und was ist wenn wir doch der einzige Planet mit Leben sind
    > Da sich erste Lebensformen hier sehr schnell entwickelt hatten ist das
    > quasi unhaltbar.

    Wieso, warum, weshalb? Unhaltbar wäre aus einem Ereignis eine Regel machen zu wollen. Davon ab, woher weißt du, dass das Leben auf der Erde ihren Anfang auch auf der Erde hatte?

    > >oder der erste Planet mit einer Basis an Leben die geeignet ist
    > Intelligenz zu entwickeln?
    > Bevor ich das zeitlich einordnen (und argumentieren) kann muss ich wissen,
    > welche Intelligenz damit gemeint ist.

    Spielt keine Rolle, nimm deine Definition davon.

  9. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Arsenal 03.08.17 - 15:09

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einfach mal über das "Sein" nachdenken. Dabei wird schnell klar, das die
    > Existenz von Existenz unerklärlich und vollkommen unlogisch ist. Das gilt
    > erst recht für eine selbstbewusste Existenz, die über Existenz nachdenkt.

    Nur weil wir nicht in der Lage sind zu begreifen wie etwas entstanden ist, heißt das noch lange nicht, dass es nicht einen beliebig komplizierten Prozess gibt, der zur Entwicklung von Leben führt.


    > Man stelle sich vor das der Panspermie-Mechanismus funktioniert und eine
    > Zivilisation aktive Panspermie betrieben hat. Dann ist die
    > Wahrscheinlichkeit das Leben auf einem Planeten durch Panspermie entstanden
    > ist viel höher als die Chance das es selbstständig entstanden ist. Ob und
    > auf wie vielen Himmelskörpern Leben existiert ist eine Frage, wie und wo es
    > entstanden ist eine ganz andere.

    Wieso ist die Chance viel größer durch Panspermie einer Zivilisation entstanden zu sein? Das erfordert ja, dass zufällig schon technologisch hochstehendes Leben entstanden ist. Im gleichen Zeitraum kann an anderen Stellen ebenfalls Leben entstanden sein.
    Dazu kommt noch die (für unseren Stand der Technik) kaum überwindbaren Distanzen des Weltalls, so dass selbst, wenn wir uns als Müllschleuder betätigen, die Zeit bis sich unser Müll reproduzieren könnte schon für einiges an Evolution ausreicht (das schnellste sich vom Sonnensystem entfernende Objekt ist Voyager 1 mit 29 Lichtminuten pro Jahr, also braucht das Ding 76000 Jahre um zum nächsten System zu kommen).


    > Und was ist wenn wir doch der einzige Planet mit Leben sind oder der erste
    > Planet mit einer Basis an Leben die geeignet ist Intelligenz zu entwickeln?
    > Soll das Licht dann mit uns ausgehen?

    Da die Sonnen die primäre Quelle für Licht sind, wird das mit uns schon nicht ausgehen, es sei denn wir schaffen noch großartige Dinge.
    Natürlich meinst du Licht im übertragenen Sinne. Ja klar, warum auch nicht? Wir sind ein Zufallsprodukt, also können wir genauso zufällig wieder aussterben - ist doch auch nicht weiter schlimm.

  10. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 15:55

    Arsenal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot* schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Einfach mal über das "Sein" nachdenken. Dabei wird schnell klar, das die
    > > Existenz von Existenz unerklärlich und vollkommen unlogisch ist. Das
    > gilt
    > > erst recht für eine selbstbewusste Existenz, die über Existenz
    > nachdenkt.
    >
    > Nur weil wir nicht in der Lage sind zu begreifen wie etwas entstanden ist,
    > heißt das noch lange nicht, dass es nicht einen beliebig komplizierten
    > Prozess gibt, der zur Entwicklung von Leben führt.

    Du verlagerst das Grundparadoxon einfach. Letztlich führt der Urknall zum Leben. Und was führte zum Urknall? Was für ein Prozess, also eine zeitabhängige Veränderung gab es denn vor der Zeit? Was ist vor der Zeit? Was ist der Anfang von Zeit? Welche Zustandsänderung führte zur Zeit? Wie kann es eine Zustandsänderung ohne Zeit geben? Und so weiter...

    > > Man stelle sich vor das der Panspermie-Mechanismus funktioniert und eine
    > > Zivilisation aktive Panspermie betrieben hat. Dann ist die
    > > Wahrscheinlichkeit das Leben auf einem Planeten durch Panspermie
    > entstanden
    > > ist viel höher als die Chance das es selbstständig entstanden ist. Ob
    > und
    > > auf wie vielen Himmelskörpern Leben existiert ist eine Frage, wie und wo
    > es
    > > entstanden ist eine ganz andere.
    >
    > Wieso ist die Chance viel größer durch Panspermie einer Zivilisation
    > entstanden zu sein? Das erfordert ja, dass zufällig schon technologisch
    > hochstehendes Leben entstanden ist. Im gleichen Zeitraum kann an anderen
    > Stellen ebenfalls Leben entstanden sein.

    Ganz einfach, das "Panspermie-Leben" verbreitet sich 1 : N, während das nicht Panspermie-Leben auf einen Himmelskörper beschränkt ist.

    > Dazu kommt noch die (für unseren Stand der Technik) kaum überwindbaren
    > Distanzen des Weltalls, so dass selbst, wenn wir uns als Müllschleuder
    > betätigen, die Zeit bis sich unser Müll reproduzieren könnte schon für
    > einiges an Evolution ausreicht (das schnellste sich vom Sonnensystem
    > entfernende Objekt ist Voyager 1 mit 29 Lichtminuten pro Jahr, also braucht
    > das Ding 76000 Jahre um zum nächsten System zu kommen).

    Ich hatte das irgendwann mal ausgerechnet. Es fliegen Objekte, Planeten, Sterne durchs Weltall die auf natürliche Weise Geschwindigkeiten erreichen beim herausschleudern aus ihrer "Heimat", dass diese die Milchstraße in ein paar Millionen Jahren durchqueren, Ein Wimpernschlag ..... . Und diese Mikrosatelliten die mittels Laser auf 20% der Lichtgeschwindigkeit gebracht werden sollen brauchen gerade mal 500.000 Jahre. Es ist doch vollkommen Egal ob es 1,2,5 Milliarden Jahre braucht bis ein Himmelsobjekt infiziert wurde.


    > > Und was ist wenn wir doch der einzige Planet mit Leben sind oder der
    > erste
    > > Planet mit einer Basis an Leben die geeignet ist Intelligenz zu
    > entwickeln?
    > > Soll das Licht dann mit uns ausgehen?
    >
    > Da die Sonnen die primäre Quelle für Licht sind, wird das mit uns schon
    > nicht ausgehen, es sei denn wir schaffen noch großartige Dinge.
    > Natürlich meinst du Licht im übertragenen Sinne. Ja klar, warum auch nicht?
    > Wir sind ein Zufallsprodukt, also können wir genauso zufällig wieder
    > aussterben - ist doch auch nicht weiter schlimm.

    Richtig, es wäre nicht schlimm, genauso wenig wie es schlimm wäre Leben zu verbreiten was die Natur des Lebens ist.

  11. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Arsenal 03.08.17 - 16:39

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du verlagerst das Grundparadoxon einfach. Letztlich führt der Urknall zum
    > Leben. Und was führte zum Urknall? Was für ein Prozess, also eine
    > zeitabhängige Veränderung gab es denn vor der Zeit? Was ist vor der Zeit?
    > Was ist der Anfang von Zeit? Welche Zustandsänderung führte zur Zeit? Wie
    > kann es eine Zustandsänderung ohne Zeit geben? Und so weiter...

    Spielt das eine Rolle? Es ist doch völlig egal wie Leben entsteht, ich halte es einfach aufgrund der Größe des Universums für ziemlich unwahrscheinlich, dass es genau nur die Erde geschafft haben soll Leben hervorzubringen.
    Ich kann den Urknall oder was auch immer am Anfang stand (wenn es einen gegeben hat) nicht erklären, daher überlaste ich mein Gehirn auch nicht damit.

    > Ganz einfach, das "Panspermie-Leben" verbreitet sich 1 : N, während das
    > nicht Panspermie-Leben auf einen Himmelskörper beschränkt ist.

    Nicht-Panspermie-Leben hat eine unbekannte Wahrscheinlichkeit (je nach Planet) auf jedem Planeten zu entstehen. Daher steht eine riesige Anzahl Planeten einer unbekannten Wahrscheinlichkeit gegenüber.

    > Ich hatte das irgendwann mal ausgerechnet. Es fliegen Objekte, Planeten,
    > Sterne durchs Weltall die auf natürliche Weise Geschwindigkeiten erreichen
    > beim herausschleudern aus ihrer "Heimat", dass diese die Milchstraße in ein
    > paar Millionen Jahren durchqueren, Ein Wimpernschlag ..... . Und diese
    > Mikrosatelliten die mittels Laser auf 20% der Lichtgeschwindigkeit gebracht
    > werden sollen brauchen gerade mal 500.000 Jahre. Es ist doch vollkommen
    > Egal ob es 1,2,5 Milliarden Jahre braucht bis ein Himmelsobjekt infiziert
    > wurde.

    Wahrlich ein Wimpernschlag. Die ganze Erde hat nur etwas über 4 Milliarden Jahre auf dem Buckel. In dem Zeitraum kann sich auch von ganz allein was entwickeln.

    > Richtig, es wäre nicht schlimm, genauso wenig wie es schlimm wäre Leben zu
    > verbreiten was die Natur des Lebens ist.

    Nun darüber kann man sich natürlich trefflich streiten. Ich halte die Verbreitung des Lebens über unseren Erfahrungshorizont hinaus für nicht erstrebenswert, weil ich es als unverantwortlich gegenüber den Unbekannten finde (von denen ich ausgehe, dass sie existieren, wenn man natürlich denkt, wir sind das einzige Leben ist das Argument hinfällig).
    Es ist mir auch klar, dass eine zu konservative Haltung einen Fortschritt aufhält und man gewisse Risiken eingehen muss. Aber für mich ist es kein Fortschritt Leben zu verbreiten - interessant wird es erst wenn es heißt menschliches Leben zu verbreiten. Nicht, dass ich menschliches Leben besonders erstrebenswert halte, aber dann hat man vielleicht noch etwas Chancen doch nicht auf einem Planeten zu siedeln wenn man einheimisches Leben feststellt.

  12. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: 0xDEADC0DE 03.08.17 - 16:43

    Arsenal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso ist Leben ein Wunder sondergleichen?

    Wie viele Objekte im Weltall kennst du aktuell, auf denen Leben existiert? In unserem Sonnensystem ist nur ein Planet bekannt, Spuren auf anderen Planeten existieren nicht und wird man wohl auch nie nachweisen können. Leben ist, auch wenn man auf der Erde im Überfluss davon stecken mag, ein "Wunder". Was nichts daran ändert, dass es im Weltall weiteres Leben geben kann.

  13. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Arsenal 03.08.17 - 17:39

    Das größere Wunder ist, dass überhaupt irgendwas existiert.

    Auf dem Wunderniveau von Leben gibt es genügend andere Dinge, die genauso wunderlich erscheinen können.

  14. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Eheran 03.08.17 - 17:48

    >Wie viele Objekte im Weltall kennst du aktuell, auf denen Leben existiert?
    Da es bislang technisch nicht möglich ist, Leben auf anderen Planeten (und seien sie direkt neben uns) zu finden... unsinnige Frage, da die Antwort nein lauten muss.
    Sie taugt als Argument etwa so viel wie:
    "Wie viele Krebszellen kennst du?" gegen Krebs. Da kann man es technisch immerhin problemlos. Aber _du_ kennst (vermutlich) trotzdem keine.

    >Leben ist, auch wenn man auf der Erde im Überfluss davon stecken mag, ein "Wunder".
    Weil einer von zwei Planeten, die hätten Leben hervorbringen können, auch welches hat... deswegen ist es ein Wunder?
    Inzwischen hat der andere Planet keine Atmosphäre mehr und wir werden daher so schnell nicht herausfinden, ob es denn früher Leben gab. Da geht es dann darum ob 50% oder 100% der (im richtigen Abstand um die Sonne kreisenden) Planeten Leben hervorgebracht haben.

    >Spuren auf anderen Planeten existieren nicht
    Weil du es so definierst nehme ich mal an?

  15. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: oxybenzol 03.08.17 - 21:52

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Du verlagerst das Grundparadoxon einfach. Letztlich führt der Urknall zum
    > Leben. Und was führte zum Urknall? Was für ein Prozess, also eine
    > zeitabhängige Veränderung gab es denn vor der Zeit? Was ist vor der Zeit?
    > Was ist der Anfang von Zeit? Welche Zustandsänderung führte zur Zeit? Wie
    > kann es eine Zustandsänderung ohne Zeit geben? Und so weiter...
    >

    Wenn ich Einstein richtig verstanden habe, ist Zeit nur eine Dimension. Also genauso wie Länge, Breite und Höhe. Die Zeit, die wir erleben, existiert dann nur in userem Universum. Wenn die Urknalltheorie stimmt, muss es ein davor gegeben haben. An dem Punkt kannst du es dann halten wie ein Dachdecker, denn da gibts mehrere Thesen. Z.B. kann unser Universum alles sein was existiert. Es bläht sich auf und fällt dann wieder zusammen und am Ende gibts den großen Reset. Oder du nimmst die Multiversumstheorie, also einen Raum in dem sich mehrere Universumsblasen befinden. Jede mit ihrer spezifischen Zeit und eigenen Naturgesetzen, die beim Entstehen quasi ausgewürfelt werden.

    Gut möglich, dass wir nie wissen werden, was außerhalb ist, denn unsere Messmethoden basieren auf unseren Naturgesetzen. Es besteht aber noch die Möglichkeit, dass das Außerhalb messbar mit unserem Universum wechselwirkt.

  16. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 03.08.17 - 23:08

    Das funktioniert alles nicht. Es gibt kein außerhalb, weil es den Raum nur im Universum gibt und es gibt kein davor weil die Zeit erst mit dem Urknall entstanden ist laut gängiger Lehrmeinung. Davon ab erklärt keine Theorie Existenz an sich. Die Frage wird sich in der Naturwissenschaft überhaupt nicht gestellt, weil es schlicht Metaphysik ist.

  17. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Eheran 03.08.17 - 23:21

    Was genau meinst du denn mit "Existenz"?
    Sowohl Psychology, Hirnforschung als auch Philisophie beschäftigen sich mit dem Thema.
    >Die Frage wird sich in der Naturwissenschaft überhaupt nicht gestellt, weil es schlicht Metaphysik ist.
    Wenn man unter Existenz das versteht, was die 3 Gebiete oben abdecken, dann liegt es daran, dass es einfach keine Naturwissenschaft ist. So wie man sich im Finanzsektor keine Fragen zum Stoffwechsel von Einzellern stellt.

  18. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: teenriot* 04.08.17 - 00:08

    Ich meine die Frage warum überhaupt etwas existiert. Wo bitte finde ich dazu eine wissenschaftliche Theorie? Die Theorien drehen sich doch alle nur darum wie etwas existiert.

  19. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: Eheran 04.08.17 - 00:32

    Siehe alles nach der ersten Zeile.
    Was du meinst ist Philosophie und natürlich gibt es da reichlich.
    Das hat auch eine große Seite bei Wiki

  20. Re: Sterilitätsgebot

    Autor: FreiGeistler 04.08.17 - 00:37

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da sich erste Lebensformen hier sehr schnell entwickelt hatten ist das quasi unhaltbar.
    Es hat etwa 2.5 Milliarden Jahre gedauert, bis das mit der Zellteilung so richtig funktioniert hat. Erst die letzten ca. 300 Millionen Jahre entwickelt sichs heftig. Nix mit "schnell".

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