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Mit Kohle zum Mars

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  1. Mit Kohle zum Mars

    Autor: teenriot* 04.09.17 - 17:48

    Oder wie darf man die Streichung des Passus zu den Antrieben verstehen?

    Die Nasa vollständig nationalistisch auszurichten wird nur dazu führen, dass die ESA sich verstärkt andere Partner sucht. Und auch hier droht Isolation und technologischer Rückstand. Das macht America genauso great again wie ein Schuss eins Knie. Na gut, dann macht die ESA halt Wissenschaft während die Nasa zukünftig Flaggen spazieren fährt. Unser Schaden soll's nicht sein. Make America great again ist nur noch ein Synonym für Short Man Syndrom.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.17 17:52 durch teenriot*.

  2. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 04.09.17 - 19:16

    Es geht um "Antriebe von Bodenfahrzeugen" aka Autos. Sorry, da hat das Jura-Englisch der Gesetzgebung etwas abgefärbt. Und selbst diese Streichung würde zumindest nominell erstmal nicht heißen, dass keine Antriebe für Autos mehr entwickelt werden oder dass es im Auftrag der Regierung der USA nicht mehr passiert - nur nicht mehr im Auftrag der Nasa.

    Ob die Aufgabe dann von einer anderen Stelle in der Regierung übernommen wird oder nicht, stünde aber auf einem anderen Blatt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: teenriot* 04.09.17 - 19:32

    Ich habe natürlich überspitzt in Anspielung auf die allgemeine Trump-Agenda in Sachen Energie formuliert. Das hat eine ernste Antwort des Autors nicht verdient gehabt.

  4. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: FreierLukas 04.09.17 - 20:33

    Die einzigen die mit Kohle ins All fliegen sind die Europäer. Die Vega Rakete und auch die kommende Ariane 6 setzen verstärkt auf Feststoff-Triebwerke was letztendlich nichts anderes als Kohlenstoff vermischt mit irgendeinem Oxidationsmittel sind. Sad!

  5. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 04.09.17 - 20:46

    Ähm, also. Nein. Eigentlich eher umgekehrt. Ein Oxidationsmittel vermischt anderem Zeugs. Ungefähr 70% Ammoniumperchlorat, 18% Aluminium und 12% Hydroxylterminiertes Polybutadien. (Gibt auch andere Mischungen, aber ungefähr in der Größenordnung bleibt es.)

    Das erste ist das Oxidationsmittel, wobei der Ammoniumanteil beim Zerfall auch oxidiert wird ... was auch der Grund dafür ist, dass das Zeug in Reinform explosiv ist, man hat Oxidations- und Reduktionsmittel in einem Molekül. Siehe auch: https://en.wikipedia.org/wiki/PEPCON_disaster

    Die 18% Aluminium sind der Energielieferant, denn das entstehende Aluminiumoxid trägt nichts zum Schub bei.

    Das restliche Hydroxylterminierte Polybutadien ist ein gummiartiger Kohlenwasserstoff, der das alles zusammenhält, verbrannt wird und durch den Wasserstoffanteil auch ganz günstig für die Treibstoffeffizienz ist.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  6. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: teenriot* 05.09.17 - 01:27

    Das auf ihre Antworten oft keine Reaktion mehr kommt, sollte man als Anerkennung verstehen. Ihren Sachverstand kann man selten kontern.

  7. Re: Mit Kohle zum Mars

    Autor: M.P. 05.09.17 - 09:00

    Naja, immerhin haben die Polybutadien - "Kettenglieder" die Strukturformel



    Ein wenig "Kohle" ist also im Fest-Treibstoff schon enthalten ;-)

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