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  5. › Raumfahrt: Sojus MS-10 in Not

Transport zur ISS und Abschaltung derer.

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  1. Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: scretchy 11.10.18 - 12:19

    Zum Glück scheint ja alles gut gegangen für die Astronauten.

    Aber nun stehen wir hier ohne Transport für Menschen zur ISS.
    Interessant wird jetzt der Wettlauf wer als Erstes wieder zur ISS fliegt und ob es bis dahin nicht noch zur unbemannten ISS kommen wird.
    Die drei derzeitingen Astronauten sind jetzt seit Juni auf der ISS und geplant ist im Dezember auf die Erde zurück zu fliegen.
    Ich denke nicht, dass die Sojuz bis zum Dezember wieder für den Flugbetrieb freigegeben wird.
    Wird man jetzt die aktuelle Mission verlängern oder die ISS in Ruhezustand zu versetzten?
    Ist ein Ruhezustand überhaupt vorgesehen?

    SpaceX hat ja angegeben Mitte nächsten Jahres bemannt zur ISS zu fliegen. Ich meine Boeing sagt einen ähnlichen Zeitraum vorraus.
    Egal wie es weiter geht es bleibt spannend.

  2. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: malla 11.10.18 - 12:28

    "Aber nun stehen wir hier ohne Transport für Menschen zur ISS. " Was?! Ein Booster ist ausgefallen die Rettungssysteme haben funktioniert. Nicht mehr nicht weniger. Warum sollte man diese zuverlässige Raumfähre panisch verteufeln? Das ist einkalkuliert, was sie hier verbreiten ist populistische Panikmache.

  3. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 11.10.18 - 12:34

    Von 2-3 Monaten Sperre für eine Rakete nach einer Fehlfunktion auszugehen ist nicht populistisch, sondern realistisch. Relativ normal ist eher sowas wie ein halbes Jahr. Kommt natürlich darauf an, was der Fehler war. Zur Zeit kann ich nur spekulieren. Aber dem Video nach zu urteilen war es ein Problem mit dem Triebwerk, verbunden mit einem Sauerstoffleck am Ende (die weiße Wolke).

    Weit aus dem Fenster gehangen würde ich auf einen Schaden an der Turbopumpe des RD-108 Triebwerks tippen.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Raumfahrt Podcast http://countdown-podcast.de/

  4. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: scretchy 11.10.18 - 12:38

    Ein Boosterausfall führt im Normalfall zum sofortigen Stillstand der Rakete bis das Problem gefunden wurde, da man ja nicht weiß, ob das Problem systemisch oder ein Einzelfall war.

    Das das Rettungssystem funktioniert hat ist natürlich eingeplant, eine Explosion des Boosters ist
    wahrscheinlich auch simuliert worde. Aber das spielt keine Rolle solange man nicht weiß, warum die Rakete kaputt gegangen ist.
    Sollte wirklich nur ein Booster explodiert sein und das Problem nur bei diesem aufgetreten sein. Gut. Aber sowas dauert nunmal einige Zeit bis man das Problem gefunden hat und dann alle bereits gebauten Booster kontrolliert. Ob das in den 2 Monaten bis zum geplanten Rückflug der Astronauten geschafft wird finde ich fraglich. Schön wäre es natürlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.18 12:40 durch scretchy.

  5. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: Cassiel 11.10.18 - 13:20

    Ich denke auch das den Russen jetzt erstmal der Arsch auf Grundeis geht. Erst das mysteriöse Loch in der Sojus-Kapsel, nun das kolportierte Problem mit dem Raketen-Triebwerk. Die werden erstmal gründlich auf Ursachenforschung gehen.

    Vielleicht überlegt sich die NASA ja jetzt mal wie es mit den bemannten Missionen seitens SpaceX und & Co. weitergehen soll/muss/wird. Die abstrus hohen Sicherheitsanforderungen seitens des NASA-Managements sind ja auch Teil des Problems, dass derzeit nur die Russen Menschen zur ISS schicken können.

  6. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: Muhaha 11.10.18 - 13:25

    Cassiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die abstrus
    > hohen Sicherheitsanforderungen seitens des NASA-Managements sind ja auch
    > Teil des Problems, dass derzeit nur die Russen Menschen zur ISS schicken
    > können.

    Abstrus hoch? Die NASA hat zwei Space Shuttle samt Besatzung verloren, weil geschlampert wurde.

  7. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: Kay_Ahnung 11.10.18 - 13:46

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cassiel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die abstrus
    > > hohen Sicherheitsanforderungen seitens des NASA-Managements sind ja auch
    > > Teil des Problems, dass derzeit nur die Russen Menschen zur ISS schicken
    > > können.
    >
    > Abstrus hoch? Die NASA hat zwei Space Shuttle samt Besatzung verloren, weil
    > geschlampert wurde.

    Naja die Nasa hatte bei

    "Nachdem bei 135 Starts zwei Spaceshuttles mit Crew an Bord zerstört wurden, müssen neue Raumschiffe diese Standards übertreffen."

    Die neue Anforderung liegt wohl bei 1:270
    (https://www.golem.de/news/raumfahrt-boeing-und-spacex-kaempfen-mit-dem-regulierungschaos-der-nasa-1807-135452.html )

    also ca. 4 mal so hoch und bei der Sojus gab es ja anscheinend schon bei den ersten 10 Flügen 2 Unfälle. Also sind die Zahlen schon ziemlich hoch.

  8. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: rumme 11.10.18 - 13:47

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cassiel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die abstrus
    > > hohen Sicherheitsanforderungen seitens des NASA-Managements sind ja auch
    > > Teil des Problems, dass derzeit nur die Russen Menschen zur ISS schicken
    > > können.
    >
    > Abstrus hoch? Die NASA hat zwei Space Shuttle samt Besatzung verloren, weil
    > geschlampert wurde.
    Nicht die Sicherheitsanforderungen sind das Problem, sondern die NASA-Bürokratie – guck':
    https://www.golem.de/news/raumfahrt-boeing-und-spacex-kaempfen-mit-dem-regulierungschaos-der-nasa-1807-135452.html

  9. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: Cassiel 11.10.18 - 14:06

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abstrus hoch? Die NASA hat zwei Space Shuttle samt Besatzung verloren, weil
    > geschlampert wurde.

    Die NASA hat aber nur deswegen geschlampt weil nicht gehalten werden konnte was beim Space Shuttle versprochen wurde: Hoher Anteil Wiederverwendbarerer Komponenten, niedrige Kosten, kurze Umlaufzeiten - um nur ein paar zu nennen.

    Um dies auszugleichen hat die NASA das Space Shuttle u.a. bei schlechtem Wetter starten lassen, Probleme ignoriert, Wartungen nicht gründlich durchgeführt, etc.

    Das hat dann in Summe zu den genannten und wohl vermeidbaren Unfällen geführt.


    rumme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht die Sicherheitsanforderungen sind das Problem, sondern die
    > NASA-Bürokratie - guck':
    > www.golem.de

    Ich kenne den Artikel, aber man muss ihn im Kontext lesen: Natürlich ist die Bürokratie und auch die Sorge vor Unfällen bei der NASA seit längerer Zeit überpräsent, aber nur aus der Folge der oben genannten Shuttle-Unfälle, die wiederum das Ergebnis eines verfehlten Managements sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.18 14:07 durch Cassiel.

  10. Danach ist denen aber auch der A*** auf Grundeis gegangen

    Autor: M.P. 11.10.18 - 14:21

    Jedenfalls sind nach einem Shuttle-Unglück auch erstmal SEHR Lange keine Shuttles geflogen ...

  11. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: schap23 11.10.18 - 14:50

    Wer die Hintergründe der Challenger-Katastrophe genau studieren will, sollte Richard Feymans Buch "What Do You care, what other people think?" lesen. Dort beschreibt es im zweiten Teil detailliert seine Zeit als Leiter der Untersuchungskommission.

    Es gab übrigens schon zu Beginn Abschätzungen zur Zuverlässigkeit der Spaceshuttles. Die Zahlen stimmen ziemlich gut mit dem Verhältnis der gelungenen Starts zu den Unglücksfällen überein. Also alles gemäß Spezifikation.

  12. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: wonoscho 11.10.18 - 15:15

    Dieser Raketen-Typ die fliegt schon so lange und zuverlässig, dass wegen _eines_ technischen Ausfalls vermutlich nicht das ganze Programm gestoppt wird.

    Nach einem Flugzeug-Absturz bleiben ja auch nicht alle Flugzeuge des selben Typs so lange auf dem Boden, bis die Absturz-Ursache geklärt ist.

  13. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: scretchy 11.10.18 - 15:28

    Also das Programm wird nicht stoppen, aber alle weiteren Flüge werden erstmal pausiert. Vielleicht wird sogar erstmal die Produktion weiterer Raketen angehalten bis erste Aussagen über das Problem gemacht werden könnne.
    Ausserdem spielt es ausser bei der Verpflegung der ISS und bestimmten Konstellationen für Mars+ Missionen auch keine wirklich große Rolle ob etwas ein paar Monate verspätet in das All kommt.

    Auch bei Flugzeugabstürzen werden Teilweise ganze Flugzeugtypen auf dem Boden gehalten. Ist halt immer eine Frage Was und Warum etwas kaputt gegangen ist. Ein Absturz durch Technik unterscheided sich da gewalting zu einem durch Menschen herbeigeführeten. Ist es z.B. ein bestimmtes Triebwerk wird nicht gleich der ganze Flugzeugtyp am Boden behalten sondern nur die Flugzeuge die auch das selbe Triebwerk haben. Z.B. Alle Boing 737 mit dem RRxyz.

  14. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: wonoscho 11.10.18 - 15:51

    Nach einem Flugzeugabsturt fliegen erst mal alle Flugzeuge (auch vom selben Typ) weiter.
    Und nur dann, wenn sich bei der Klärung der Absturzursache herausstellen sollte, dass von der Ursache des Unfallproblems auch andee Flugzeuge betroffen sein können, erst dann werden Startverbote verhängt.

    Was spricht dagege, dass das bei dem Problem mit der Sojus genauso gehandhabt wird?
    Immerhin fliegt dieser Raketentyp seit Jahrzehnten sehr zuverlässig.

  15. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: bobb 11.10.18 - 17:25

    wonoscho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach einem Flugzeugabsturt fliegen erst mal alle Flugzeuge (auch vom
    > selben Typ) weiter.
    > Und nur dann, wenn sich bei der Klärung der Absturzursache herausstellen
    > sollte, dass von der Ursache des Unfallproblems auch andee Flugzeuge
    > betroffen sein können, erst dann werden Startverbote verhängt.


    das ist eine pauschale aussage, die so nicht zu halten ist. die a380 sind auch alle mal am boden gestanden , weil bei einer ein triebwerk versagt hat und boeing hatte auch mal einen flugzeugtyp am boden, wegen feuer/rauch in einer maschine, wg litiumbatterien oder so

    es kommt immer auf den fall drauf an und die motivation.

  16. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: tsx-11 11.10.18 - 17:49

    Bei der Boing gabs doch mehrere Fälle, bevor diese nicht mehr starten durfte.

  17. Re: Transport zur ISS und Abschaltung derer.

    Autor: charlemagne 11.10.18 - 21:03

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer die Hintergründe der Challenger-Katastrophe genau studieren will,
    > sollte Richard Feymans Buch "What Do You care, what other people think?"
    > lesen. Dort beschreibt es im zweiten Teil detailliert seine Zeit als Leiter
    > der Untersuchungskommission.
    >
    > Es gab übrigens schon zu Beginn Abschätzungen zur Zuverlässigkeit der
    > Spaceshuttles. Die Zahlen stimmen ziemlich gut mit dem Verhältnis der
    > gelungenen Starts zu den Unglücksfällen überein. Also alles gemäß
    > Spezifikation.

    Appendix F wie Feynman

    https://science.ksc.nasa.gov/shuttle/missions/51-l/docs/rogers-commission/Appendix-F.txt

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