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Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

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  1. Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: no one 25.01.21 - 10:45

    Astronomen beschweren sich schon seit geraumer Zeit, dass die Beobachtungen durch Satelliten erschwert werden. Die Satelliten wiederum haben technische Probleme, oder sogar Funktionsausfälle, weil sie von Trümmern anderer Satelliten getroffen wurden. Das ist auch für zukünftige bemannte Weltraummissionen eine sehr ernsthafte Schwierigkeit.
    Imo sollte die Erlaubnis für die Freisetzung von Satelliten und anderen Bauteilen im All daran geknüpft werden das: 1. ein Entsorgungskonzept vorliegt, welches nicht zu weiterer Fragmentierung führt, 2. eine bestimmte Dichte nicht überschritten werden darf, so dass es gewährleistet ist auch zukünftig Startkorridore zur Verfügung zu haben und 3. eine globale Kommission die Genehmigung erteilt, oder verweigert wenn 1+2 nicht erfüllt sind.

  2. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: tritratrulala 25.01.21 - 11:00

    no one schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Astronomen beschweren sich schon seit geraumer Zeit, dass die Beobachtungen
    > durch Satelliten erschwert werden. Die Satelliten wiederum haben technische
    > Probleme, oder sogar Funktionsausfälle, weil sie von Trümmern anderer
    > Satelliten getroffen wurden. Das ist auch für zukünftige bemannte
    > Weltraummissionen eine sehr ernsthafte Schwierigkeit.

    Jein. Also CubeSats bei einem SSO von ~500 km sind ziemlich unproblematisch. Der Bereich der Umlaufbahn ist so niedrig, dass er schnell "self-cleaning" ist. Das ist in der Hinsicht noch deutlich unproblematischer als bspw. Starlink. Zudem sind CubeSats sehr klein und haben i.d.R. keine Antriebstechnik, die einem um die Ohren fliegen kann und dann neue Trümmerteile erzeugt.

    > Imo sollte die Erlaubnis für die Freisetzung von Satelliten und anderen
    > Bauteilen im All daran geknüpft werden das: 1. ein Entsorgungskonzept
    > vorliegt, welches nicht zu weiterer Fragmentierung führt, 2. eine bestimmte
    > Dichte nicht überschritten werden darf, so dass es gewährleistet ist auch
    > zukünftig Startkorridore zur Verfügung zu haben und 3. eine globale
    > Kommission die Genehmigung erteilt, oder verweigert wenn 1+2 nicht erfüllt
    > sind.

    Grundsätzlich stimme ich dir zu, aber man muss das differenzierter betrachten. Nicht jeder Satellit ist eine langfristige Gefahr. Die größte Gefahr ist bei Satelliten im Orbitalbereich insbesondere um ~1000 km zu sehen.

  3. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: countzero 25.01.21 - 14:01

    Solche Regeln gibt es schon. Nur dein Punkt 3 wird noch nicht erfüllt, die meisten halten sich aber freiwillig an die Regeln. Ich habe dazu einen interessanten Bericht der ESA gefunden:

    >https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Weltraummuell_die_aktuelle_Lage

  4. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: Arsenal 25.01.21 - 17:18

    Bei Starlink sind "nur" die 2825 Ku-Band und Ka-Band Satelliten in Höhe von 1110 km problematisch. Alle anderen fliegen viel tiefer.
    Wenn ich den Artikel auf Wikipedia richtig verstehe ist der Plan mit den Satelliten auf 1100 km aber revidiert worden und alle fliegen nur noch im Bereich um 550 km. Aber der Plan wurde wohl noch nicht genehmigt (Stand Oktober 2020).

  5. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: Spekulant 26.01.21 - 03:26

    Bei den Preisen können sich Astronomen ihre Beobachtungstechnik auch in den Orbit schießen lassen. Problem solved :P

  6. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: chefin 26.01.21 - 14:05

    Spekulant schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei den Preisen können sich Astronomen ihre Beobachtungstechnik auch in den
    > Orbit schießen lassen. Problem solved :P


    Ein Teleskop auf der Erde mit 30m Durchmesser und einer adaptiven Optik kostet ca 1 Milliarde Euro. Und wird für 30-100 Jahre genutzt, weil man permanent Geräte nachrüsten kann und so den Nutzen aufwerten und anpassen. zB die Nachrüstung mit einer adaptiven Optik beim Paranal um die Bildqualität von Hubble zu übertreffen damit, zumindest innerhalb einer Helligkeit von bis zu mag20.

    Das selbe im All kommt aktuell auf 10 Milliarden Euro. James-Webb-Teleskop, ist bisher noch nicht gestartet, könnte also noch mehr kosten. Und wird in 20 Jahren Schrott sein, weil dann der Treibstoff verbraucht ist der zur Lageregelung benötigt wird.

    Und wir haben aktuell ein Dutzend Teleskope aktiv auf der Welt in der Oberklasse. Wenn man Hubble Bilder vom gesamten Himmel machen wollte, müsste man 100 Jahre lang fotografieren. Oder mehr. Mit 10 Teleskopen schaffen wir das in 10 Jahren. Du wirst dir nicht vorstellen können, wieviel Aufwand das ist, einen Himmelsabschnitt zu kartografieren. 20 Minuten Belichten für etwas, das du als Lichtpunkt ansiehst. Flächenfüllend wird es plötzlich zur Galaxie. Wenn du deinen Fingernagel weit von dir streckst und die Fläche bei ausgestrecktem Arm anschaust die am Himmel überdeckt wird, dann sind in dieser Fläche mehrere Galaxien die man einzeln fotografieren kann.

  7. Re: Nachhaltigkeit und Müllvermeidung im All

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 26.01.21 - 19:44

    Das ignoriert leider, dass adaptive Optik nur für Felder mit wenigen Bogensekunden funktioniert. Uranus geht noch drauf, Saturn oder Mars sind schon zu groß - Jupiter sowieso. Das macht Himmelsdurchmusterungen mit diesen Auflösungen praktisch unmöglich. Ein Weltraumteleskop kann dagegen mal eben eine Fläche größer als der Mond mit einem Mal aufnehmen - mal eben das 100.000-Fache. Dazu kommt, dass die Bestandteile der Atmosphäre die Spektroskopie stört und die Unruhe der Luft keine genaue Helligkeitsmessungen von der Erdoberfläche aus erlaubt.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

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