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Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

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  1. Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Poison Nuke 22.12.15 - 08:18

    Wir brauchen das Lichtsammeln ja primär darum, weil überhaupt nur sehr wenig Licht ankommt bei uns. Da die Leuchtdichte im Quadrat mit der Entfernung abnimmt, bleiben eben nach zig Lichtjahren nur noch einzelne Photonen übrig.

    Wir sammeln also diese wenigen Photonen ein, um überhaupt etwas von den Sternen zu sehen.
    Parallel entstehen dabei noch Bilder von den Nebeln.
    Wenn wir jetzt vor Ort wären, wäre die Leuchtdichte um zig Faktoren größer und würde damit auch hoch genug sein, von unseren Augen registriert zu werden.

    Die richtige Frage wäre eher: ab welcher Entfernung zum Nebel ist dieser mit bloßem Auge sichtbar und wie sieht er dann aus der jeweiligen Perspektive aus.


    Es gibt einige Nebelformationen, bei denen ist rein gar nichts von den dahinterliegenden Sternen mehr zu sehen. Dementsprechend ist ihre Dichte relativ hoch und somit ist auch in jedem Fall etwas zu sehen wenn man dort wäre.

    Nur was?

    Greetz

    Poison Nuke

  2. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Icestorm 22.12.15 - 08:28

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt einige Nebelformationen, bei denen ist rein gar nichts von den
    > dahinterliegenden Sternen mehr zu sehen. Dementsprechend ist ihre Dichte
    > relativ hoch und somit ist auch in jedem Fall etwas zu sehen wenn man dort
    > wäre.
    >
    > Nur was?

    Nichts! Die tollen Pilars of Creation sind Hochvakuum, da ist das beste Vakuum hier auf der Erde ein feuchter Furz dagegen. Je mehr man sich denen nähert, umso unscheinbarer werden sie, weil die konzentrierende, vedichtende Wirkung eines Teleskops nichtmehr zum Tragen kommt.

  3. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Poison Nuke 22.12.15 - 08:35

    die umliegenden Sterne sind aber nicht völlig überbelichtet, also kann doch der Helligkeitsunterschied zwischen Stern und Nebel nur wenige Blendenstufen betragen . ?

    Greetz

    Poison Nuke

  4. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Antharion 22.12.15 - 09:04

    Der entscheidende Punkt ist hier die Flächenhelligkeit (Astronomen geben diese gerne in der völlig bescheuerten Einheit Magnituden pro Quadratbogensekunde an) und Größe der Objekte.
    Die Flächenhelligkeit ist theoretisch unabhängig von der Entfernung vom Objekt, da sowohl die Helligkeit als auch die betrachtete Fläche quadratisch mit der Entfernung skalieren, und diese sich somit herauskürzt.
    Ein Stern jedoch hat eine extrem hohe Flächenhelligkeit und ist vergleichsweise klein. Solange du den Stern noch nicht räumlich auflösen kannst (was mit dem bloßen Auge bei allen Steren außer der Sonne der Fall ist) erhöht sich bei Annäherung an diesen die totale scheinbare Helligkeit des Objekts, nicht jedoch die Größe. Nähern wir uns jedoch einem räumlich aufgelöstem Objekt können wird dieses nicht heller sondern größer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.12.15 09:09 durch Antharion.

  5. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: exxo 22.12.15 - 09:45

    Warum wird der Stern aus deinem Beispiel nicht größer bei Annäherung, aber der Nebel?

    Scheinriesen gibt's nur bei Jim Knopf. Spaß beiseite bitte erkläre das einem ahnungslosen wie mir.

  6. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: MarkusXXX 22.12.15 - 11:09

    Poison Nuke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die richtige Frage wäre eher: ab welcher Entfernung zum Nebel ist dieser
    > mit bloßem Auge sichtbar und wie sieht er dann aus der jeweiligen
    > Perspektive aus.

    Ich denke, hingehen ist zu nah dran; allein schon wegen der Perspektive. Wenn Du zB nur 90% der Entfernung überwindest, dann sollte das Objekt 100x so hell sein. Dann kann man es vielleicht schon sehen.

  7. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Antharion 22.12.15 - 11:10

    Weil wir den Stern nicht auflösen können. Im Falle einer CCD mit idealisierter Optik würden alle Photonen auf genau einem Pixel aufkommen.
    Nehmen wir mal an wir haben einen Stern der 1000 Lichtjahre entfernt ist und von dem unser tolles Teleskop 1000 Photonen pro sekunde in einem Pixel einfängt, und drumherum ist ein Nebel von dem in jedem Pixel 100 Photonen ankommen.
    Jetzt nehmen wir dieses Teleskop und bringen es bis auf 100 Lichtjahre an den Stern heran. Der Stern ist immernoch Punktförmig, Wegen der 1/r^2 abhängigkeit der Intensität empfangen wir jetzt 100 000 Photonen vom Stern. Derselbe Nebelabschnitt der vorher in ein Pixel gepasst hat, wird nun aber weil wir ja näher dran sind auf 10x10 also 100 Pixel abgebildet, und der Faktor 100 aus der Intensität wird auf 100 Pixel verteilt, pro Pixel kommt also noch derselbe Flux an, und der Stern erscheint nun gegenüber dem Nebel 1000 mal so hell, anstatt 10 mal so hell. Würden wir jetzt auf eine Astronomische Einheit herangehen, würde der Stern nicht mehr nur ein Pixel beleuchten, sondern wie der Nebel immer mehr.
    Eine leicht unintuitive Folgerung davon ist, dass wenn du dir in eine Scheibe ein kleines Loch schneidest und damit unsere Sonne betrachtest, wirst du genau die selbe Helligkeit sehen, egal ob du im Erdorbit, Merkurorbit oder Venusorbit sitzt (Orbit, weil sich die Planeten durch die atmosphärischen Absorptionen unterscheiden).

    Edit: Was ich hier anhand eines Teleskops erklärt habe gilt in etwa auch für das Auge, nur das dieses keine Pixel in dem Sinne hat und daher die Situation unnötig kompliziert wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.12.15 11:24 durch Antharion.

  8. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: picaschaf 22.12.15 - 11:22

    Ja, nichts bis nicht viel ;) Millionen und Abermillionen km Ausdehnung auf ein paar cm großen Bildern mit Falschfarben sehen besser aus als "nichts".

    Zum Vergleich, unser Sonnensystem wandert gerade und die nächsten Jahrtausende durch eine mehrere millionen Grad heiße Wolke und was passiert? Nichts. Zum einen drückt der Sonnenwind dagegen, zum Anderen hätten wir auch in der Wolke kein Problem weil das einzelne Teilchen mit dieser Temperatur bei einer Dichte von wenigen Teilchen pro km3 sind. Da findet kaum Wärmerausch statt.

  9. Re: Moment mal - unsere Sonne wäre von wo anders auch nicht mit dem Auge zu sehen

    Autor: Yash 22.12.15 - 11:55

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zum Vergleich, unser Sonnensystem wandert gerade und die nächsten
    > Jahrtausende durch eine mehrere millionen Grad heiße Wolke und was
    > passiert? Nichts. Zum einen drückt der Sonnenwind dagegen, zum Anderen
    > hätten wir auch in der Wolke kein Problem weil das einzelne Teilchen mit
    > dieser Temperatur bei einer Dichte von wenigen Teilchen pro km3 sind. Da
    > findet kaum Wärmerausch statt.
    Ok, ich glaube nach dem Lesen diesen Kommentars hab ich das Problem endlich verstanden :D Danke

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