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Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

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  1. Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: Der Supporter 20.11.19 - 23:29

    entsorgt werden. Die sind froh über jedes Brennmaterial.

  2. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: Kadjus 21.11.19 - 06:45

    Das Blöde ist nur, dass die Dinger nicht wirklich gut zu verbrennen sind.
    Aus Kostengründen wird Glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet. Der Kunststoffanteil (Epoxydharz oder sowas) könnte verbrannt werden, aber die Glasfasern eben nicht. Da bleibt so viel Schlacke übrig, dass das noch keiner hinbekommen hat.

    Besser wäre ein kohlefaserverstärker Kunststoff. Der verbrennt deutlich besser. Dafür macht der Probleme beim Blitzeinschlag. Dann geht der Strom nämlich nicht mehr durch den Blitzableiter (Mestallspitze an jedem Flügem mit dickem Draht zur Nabe), sondern durch den Flügel, was den signifikant schädigen kann.

  3. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: mambokurt 21.11.19 - 07:40

    Kadjus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Blöde ist nur, dass die Dinger nicht wirklich gut zu verbrennen sind.
    > Aus Kostengründen wird Glasfaserverstärkter Kunststoff verwendet. Der
    > Kunststoffanteil (Epoxydharz oder sowas) könnte verbrannt werden, aber die
    > Glasfasern eben nicht. Da bleibt so viel Schlacke übrig, dass das noch
    > keiner hinbekommen hat.
    >
    > Besser wäre ein kohlefaserverstärker Kunststoff. Der verbrennt deutlich
    > besser. Dafür macht der Probleme beim Blitzeinschlag. Dann geht der Strom
    > nämlich nicht mehr durch den Blitzableiter (Mestallspitze an jedem Flügem
    > mit dickem Draht zur Nabe), sondern durch den Flügel, was den signifikant
    > schädigen kann.


    https://www.deutschlandfunk.de/recycling-von-glasfaser-kunststoff-aus-windkraftraedern.1197.de.html?dram:article_id=378631

    Liest sich hier anders...

  4. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: cx19 21.11.19 - 10:51

    Da ich als Projektleiter im Windenergiebereich (nicht beim Hersteller, sondern Planungsbüro!) arbeite, habe ich schon einen relativ guten Einblick.

    Hier in Deutschland, wird die ganze Anlage recycelt. Dazu werden sämtliche Betonteile geschreddert und dem Straßenbau zugeführt. Die Stahlteile werden eingeschmolzen und wiederverwertet und das GFK der Flügel und vom Maschinenhaus geschreddert und auch wiederverwertet. Enercon zb. stellt die Gondel aus Alu her, damit man hier weniger GFK hat. Einzig und allein das Trafoöl, Schmierstoffe und Kühlmittel fallen als Müll im Sinne des KrWG an.

    Dazu kommt, dass Anlagen die bei uns aus dem Betrieb ausscheiden oftmals als Ersatzteillager dienen oder in Osteuropa wieder aufgebaut werden. Wir haben eine Enercon E-48 nach Estland verkauft. Und Teile älterer Anlagen hat zum Beispiel Wind Nielsen auf Lager. Was in Ordnung ist, wird meistens weiter benutzt. Besonders Flügel, Generatoren und Schaltschränke sind sehr beliebt.

    Das Vorgehen in Amerika ist schon ziemlich seltsam...

    Den Artikel aus dem DLF wollte ich auch grade posten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.11.19 10:53 durch cx19.

  5. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk..

    Autor: MrAndersenson 21.11.19 - 10:56

    http://www.windenergie-im-binnenland.de/foundations.php

    ..als Fundamente für neue Windkraftanlagen recycelt werden.

  6. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: 1st1 21.11.19 - 10:56

    Warum müssen die Flügel überhaupt geschreddert werden? Gehen die über die Jahre im Betrieb kaputt? GFK und Konsorten soll doch sehr robust sein. Kann man die Anlagen nicht modernisieren (neue effektivere Leistungselektronik, neuer effektiver Generator, etc.) und dann weiter betreiben?

  7. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: cx19 21.11.19 - 11:21

    So viele Flügel gehen auch nicht kaputt. Wenn dann durch Blitzschlag. Und diese Schäden werden meist bei Stillstand der Anlage repariert.

    Wenn ein Flügel mal wegen gravierenden Schäden tatsächlich runter muss, dann wird er entsorgt, weil Reparaturen an der tragenden Struktur des Flügels (Gerippe innen) nahezu unmöglich sind.

    Die Anlagen werden je nach Typ auf eine Betriebszeit von 20-30 Jahren ausgelegt. Danach muss gutachterlich festgestellt werden ob die Komponenten noch tauglich sind. Sind sie das, darf die Anlage weiterlaufen.

    Technisch ginge das mit der Aufwertung der Anlage. Ich weiß aber nicht ob sich das rechnet. Dazu kommt, dass eine Anlage, die aus dem Betrieb raus ist, in Deutschland nicht wieder laufen darf, soweit ich weiß.

  8. Re: Alte WKA Flügel können problemlos in jedem Zementwerk

    Autor: tco 21.11.19 - 12:24

    cx19 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da ich als Projektleiter im Windenergiebereich (nicht beim Hersteller,
    > sondern Planungsbüro!) arbeite, habe ich schon einen relativ guten
    > Einblick.
    >
    > Hier in Deutschland, wird die ganze Anlage recycelt. Dazu werden sämtliche
    > Betonteile geschreddert und dem Straßenbau zugeführt. Die Stahlteile werden
    > eingeschmolzen und wiederverwertet und das GFK der Flügel und vom
    > Maschinenhaus geschreddert und auch wiederverwertet. Enercon zb. stellt die
    > Gondel aus Alu her, damit man hier weniger GFK hat. Einzig und allein das
    > Trafoöl, Schmierstoffe und Kühlmittel fallen als Müll im Sinne des KrWG an.
    >
    > Dazu kommt, dass Anlagen die bei uns aus dem Betrieb ausscheiden oftmals
    > als Ersatzteillager dienen oder in Osteuropa wieder aufgebaut werden. Wir
    > haben eine Enercon E-48 nach Estland verkauft. Und Teile älterer Anlagen
    > hat zum Beispiel Wind Nielsen auf Lager. Was in Ordnung ist, wird meistens
    > weiter benutzt. Besonders Flügel, Generatoren und Schaltschränke sind sehr
    > beliebt.
    >
    > Das Vorgehen in Amerika ist schon ziemlich seltsam...
    >
    > Den Artikel aus dem DLF wollte ich auch grade posten.

    Danke für den Beitrag aus dem wirklichen Leben!

    Und schön, dass wir nun doch nicht wieder zurück zur Kernenergie wechseln müssen ;)

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