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50 Jahre nach dem Tod ...

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  1. 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: neocron 20.01.15 - 10:59

    ah, das macht es natuerlich besser!
    So richtig nachvollziehen kann ich das nicht ...
    kann mir jemand erklaeren, wie man auf solche, mMn utopischen, Zahlen kommt?
    was soll diese Aenderung der Frist von 70 auf 50 Jahre bitte aendern ... selbst 50 jahre nach Veroeffentlichung des Werkes halte ich schon fuer viel zu viel ...
    Warum sollten solche Werke wesentlich laenger schuetzenswert sein, als Medikamentenpatente, oder andere Erfindungen?
    die schoepferische Tiefe in der Musik laesst stark nach, mit jedem "neuen" Song! ... das endliche Repertoire an Toenen und damit Melodien ist bereits seit langem ausgeschoepft ... ein bisschen quatschigen Text hier und da aendern, kann doch nicht ein Neues Werk rechtfertigen?

  2. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: muhzilla 20.01.15 - 11:04

    Ja, ich frage mich, ob es vielleicht darum geht die Frist generell auf 50 Jahre festzulegen, unabhängig vom Tod des Urhebers. Ich persönlich fände das immernoch lächerlich lang und würde geschmeidige 10 Jahre anpeilen.

  3. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: LinuxNerd 20.01.15 - 11:06

    50 Jahre, so steht es in irgendwelchen Internationalen Handelsverträgen und da kommt man jetzt eben nicht mehr raus. Was einmal so international vereinbart wurde ist dann für alle verbindlich, selbst wenn die Mehrheit irgendwannmal was anderes will. Demokratie ist eben weniger Wichtig als Wirtschaftsinteressen.

    ..........................................................................
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    https://www.torproject.org
    https://tails.boum.org/index.de.html

  4. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: Marc2 20.01.15 - 11:08

    neocron schrieb:
    > Warum sollten solche Werke wesentlich laenger schuetzenswert sein, als
    > Medikamentenpatente, oder andere Erfindungen?

    weil sie nicht so wichtig sind?

  5. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: muhzilla 20.01.15 - 11:10

    Versteh ich nicht, was ist jetzt mehr oder weniger wichtig?

  6. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: Marc2 20.01.15 - 11:11

    die medikamente wären mir bei krankheit wichtiger als die musikstücke. deshalb sollten die medikamente nicht so lange teuer sein. ist jetzt mein spontaner gedanke dazu gewesen.

  7. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: xSynth 20.01.15 - 11:15

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Versteh ich nicht, was ist jetzt mehr oder weniger wichtig?

    Die Werke sind nicht so wichtig, Medikamente (Patente) sind wichtiger :)

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.15 11:16 durch xSynth.

  8. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: Trockenobst 20.01.15 - 11:17

    Marc2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die medikamente wären mir bei krankheit wichtiger als die musikstücke.
    > deshalb sollten die medikamente nicht so lange teuer sein. ist jetzt mein
    > spontaner gedanke dazu gewesen.

    Der Staat hat sich immer mehr aus der teuren Forschung herausgenommen, was die Preise so extrem macht. >2000¤ kostet eine Krebsbehandlung - pro Monat!

    Die Frage ist, wie man eben Risiko abfedert. Ist man bereit 100 Medikamente die nichts werden mit 50 Milliarden abzuhaken? Oder ist man lieber bereit bei denen die funktionieren die hohen Preise zu zahlen?

    Man diskutiert da schon seit Jahrzehnten und kommt zu keiner funktionierenden Lösung als das was gerade da ist. Schlimmer: weil man als Pharmafirma auch noch schief angeschaut wird, forscht man gar nicht mehr bei Malaria und sowas, und überlässt das Bill Gates oder ähnlichen.

    Es geht nur noch um Zivilisationskrankheiten wo man "moralisch" nicht weiter diskutiert. Hungernde afrikanische Flüchtlinge haben keine Sorgen dass ihre Haare 10 Jahre später Grau werden. So wird das alles nicht besser.

  9. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: pythoneer 20.01.15 - 11:18

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... das endliche Repertoire an Toenen und damit Melodien ist bereits
    > seit langem ausgeschoepft ...

    Der war gut :D

  10. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: PiranhA 20.01.15 - 11:22

    Ich denke das hängt eher an der Relevanz des geistigen Eigentums. Ein Buch oder ein Lied kann auch in 100 Jahren noch genauso faszinieren wie heute (über minderwertige Popware brauchen wir an der Stelle nicht reden, weil da in 100 Jahren keiner mehr nach schreit).
    Seien es Bücher wie der Herr der Ringe oder Musiker wie die Beatles. Die Leute interessieren sich heute noch genauso dafür, wie vor 20 Jahren (mal mehr oder weniger).
    Eine Erfindung hat in 50 Jahren quasi keinerlei Relevanz mehr, weil die Forschung in der Zwischenzeit sehr viel weiter ist. Die Erfingung war dann zwar damals sehr bedeutent, hat aber nach meinetwegen 20 Jahren eher historischen Wert. Das lernen die Azubis dann innerhalb von ein paar Tagen. Die Konkurrenz hat entweder Lizenzen für die Nutzung des Patents gezahlt oder eigene Entwicklungen gemacht, welche das Problem auf anderen Wege lösen.

  11. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: Dwalinn 20.01.15 - 11:22

    Tolkien ist 2023 50 Jahre tot... das würde bedeuten das seine Werke die jetzt für 20¤ neupreis verkauft werden gratis sind.....

    Ob das gerecht ist oder ungerecht ist eine andere Sache.

  12. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: plutoniumsulfat 20.01.15 - 11:28

    Die schöpferische Tiefe ist noch lange nicht erschöpft. Man bedenke nur die Auswahl der Instrumente und die Länge eines Songs. Wenn dieses Repertoire erschöpft ist, kann sich keiner mehr an die ersten Lieder erinnern ;)

  13. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: tezmanian 20.01.15 - 11:28

    Ist eine gute und berechtigte Frage. Im Grunde bin ich als Techniker der gearschte wenn ich ein Patent anmelden will. Zum einen ist dies doch recht teuer, wenn man den ganzen Prozess durchläuft und die Schutzfrist eher lächerlich. Zumindest im Vergleich zu demjenigen der künstlerisch unterwegs ist. Wieso also bekommen Künstler hier so eine Extrawurst, es ist nicht weniger Anspruchsvoll eine tolle Erfindung zu präsentieren.

  14. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: muhzilla 20.01.15 - 11:28

    I see, ja macht Sinn.

  15. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: neocron 20.01.15 - 11:29

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tolkien ist 2023 50 Jahre tot... das würde bedeuten das seine Werke die
    > jetzt für 20¤ neupreis verkauft werden gratis sind.....
    nein, es wuerde heissen, dass das Buch nicht mehr urheberrechtlich geschuetzt waere ... verkaufen kann es jeder immer noch fuer 20Euro ...
    obs dann noch jemand kauft, ist eine andere Frage!
    Beethovens Kompositionen werden auch noch mit entgeld fuer die Tickets belegt, aufgefuehrt!
    Und sind denoch nicht gratis ...
    Pachelbel's Kanon in D wird auch immer noch zigfach kopiert und immitiert, in verschiedensten Genres ... und auch damit wird noch Geld verdient, trotz, dass er bereits mehr als 200 Jahre ueber dem heutigen Urheberrecht hinaus ist ...
    Warum sollte ein Urheberrecht ueberhaupt ueber den Tod hinaus reichen, bzw. daran gebundene Rechte?
    Verkaufen kann man das Urheberrecht doch auch nicht ... da ists dann ploetzlich an die Person gebunden ...

    > Ob das gerecht ist oder ungerecht ist eine andere Sache.
    das ist nochmals eine andere Frage, richtig!

  16. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: neocron 20.01.15 - 11:32

    zur Zeit erscheint es mir wesentlich weniger Anspruchsvoll eine "Komposition" zusammenzustellen, bei der ganzen kopiererei ...
    gleiche Melodie mit einem anderen Text und einem anderen Instrument gespielt, gilt irgend wie schon als neu ... bzw. original ...

  17. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: xSynth 20.01.15 - 11:37

    neocron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zur Zeit erscheint es mir wesentlich weniger Anspruchsvoll eine
    > "Komposition" zusammenzustellen, bei der ganzen kopiererei ...
    > gleiche Melodie mit einem anderen Text und einem anderen Instrument
    > gespielt, gilt irgend wie schon als neu ... bzw. original ...

    Oder aber Variationen (kennt man sicherlich von Requiem for a Dream o.Ä.) - das ist dann keine Kopiererei. Da habe ich gestern einen schönen Anime-Film gesehen - The Piano Forest; da geht's gen Ende auch darum, dass jemand mit seinem eigenen Stil spielen soll.

    Die Kreativität ist nicht endlich bzw. ist sie nur so endlich, wie wir sie für uns zulassen.
    Allein die Anzahl der möglichen Tonfolgen (Klavier mit 88 Tasten macht ja schon was her) ist nur an die Zeit gebunden.

    Dass hauptsächlich nur "ganz tolle" neue Musik im Radio, im Fernsehen gespielt wird, dafür kann man ja auch nichts, hehe.

    » Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung « - Serdar Somuncu



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.15 11:39 durch xSynth.

  18. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: plutoniumsulfat 20.01.15 - 11:40

    Wie xSynth schon passend schreibt: Es ist das, was wir aus dem vorgegeben erschaffen. Von den ganzen kopierten Stücken und dem immer gleichen Radio/Pop/Einheitsbrei halte ich auch nichts. Zum Glück gibt es auch noch andere Genres ;)

  19. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: neocron 20.01.15 - 11:41

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die schöpferische Tiefe ist noch lange nicht erschöpft.
    12 Toene ... mehr haben wir nicht ...

    > Man bedenke nur die
    > Auswahl der Instrumente und die Länge eines Songs. Wenn dieses Repertoire
    > erschöpft ist, kann sich keiner mehr an die ersten Lieder erinnern ;)
    Ein Instrument aendert nicht die Melodie ... und die Laenge eines Songs erst recht nicht ...
    wenn ich 2 mal einen Song hintereinander lege, und er doppelt so lang wird, ist er deshalb doch nicht neu ...
    Ich kenne kaum ein Lied der Moderne, wo ich die Melodien, Akkorde oder Rhythmen, oder andere Merkmale nicht schonmal gehoert haette ...
    Variationen sind nicht schlimm, ich begruesse es sehr, nur glaube ich, dass die Zeiten von schoepferischer Tiefe bei Musik schon ueberschritten sind ...
    klar kann man die Melodien immer laenger gestalten, und so kuenstlich die anzahl der theoretisch moeglichen Melodien vergroessern ... nur werden Teile dieser Melodien dann eben wieder kombinationen aus bestehenden sein ... und genau den gleichen Effekt erzielen!
    Warum man, bei der angeblichen Fuelle der Melodien, sich dann immer und immer wieder Pachelbel's Kanon in D als Vorbild nimmt, ist mir dann schleierhaft!

  20. Re: 50 Jahre nach dem Tod ...

    Autor: xSynth 20.01.15 - 11:43

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie xSynth schon passend schreibt: Es ist das, was wir aus dem vorgegeben
    > erschaffen. Von den ganzen kopierten Stücken und dem immer gleichen
    > Radio/Pop/Einheitsbrei halte ich auch nichts. Zum Glück gibt es auch noch
    > andere Genres ;)

    Danke für deine Unterstützung ... *schnief* :P

    Metal und Klassik - ich brauche jedenfalls nicht mehr als das.
    Beides passt so gut zusammen (eher nutzt Metal auch mal klassische Beilagen) ... rawr. :D

    "Metal macht doch aggressiv!" - Beethovens 5. bewirkt da mehr "Überlegenheit" als mancher Rock-/Metalsong :3

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