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Bedingungsloses Grundeinkommen

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  1. Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 11:26

    Genau deshalb brauchen wir das Bedintgungslose Grundeinkommen wie es die Piratenpartei fordert, denn unter der Maßgabe des technischen Fortschritts welcher sich zudem immer weiter beschleunigt ist es absehbar das es in Zukunft niemals mehr Vollbeschäftigung geben wird.

    Dazu gibt es auf Youtube übrigens auch einen interessanten Dokumentarfilm in dem auch ein mögliches Finanzierungsmodell genau vorgestellt wird:
    [www.youtube.com]
    http://www.youtube.com/watch?v=gEsKRsjou5k

    https://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/7/7c/Piratebanner3.png
    http://www.piratenpartei.de
    "Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke"

  2. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: theuserbl 12.10.13 - 12:20

    Anarcho_Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deshalb brauchen wir das Bedintgungslose Grundeinkommen wie es die
    > Piratenpartei fordert,

    Ich denke, daß viel wichtiger ein neues Geldsystem ist, das dann das Bedingungslose Grundeinkommen auch beinhaltet. So wie es wie Wissensmanufaktur sieht:
    http://www.wissensmanufaktur.net/

    Ich zitiere mal den Anfang aus Plan B:
    > Stellen Sie sich einmal vor, es gäbe eine Vermögenssteuer! Diese
    > Vermögenssteuer sei gestaffelt nach Vermögen, und zwar so, dass jemand,
    > der zwei Millionen Euro hat, mehr Einnahmen aus dieser Steuer bekommt,
    > als jemand, der nur eine Million Euro hat. Auf der anderen Seite müssen
    > all diejenigen, die kein Vermögen haben, jedes Jahr 10.000 Euro
    > Vermögenssteuer bezahlen.
    >
    > Wir glauben, dass jemand, der sich öffentlich zu einer derartigen
    > Vermögenssteuer bekennen würde, eher keinen besonders großen Rückhalt
    > in der Bevölkerung erfahren würde, es sei denn, man würde diese
    > Vermögenssteuer sehr unauffällig gestalten und sie in einem
    > Mechanismus verbergen, den kaum jemand durchschaut.
    >
    > Genau solch einem Mechanismus unterliegen wir schon lange, nur nennen
    > wir ihn nicht Vermögenssteuer, sondern Geldsystem.

    Was die Wissensmanufaktur will ist, daß nicht die erste Million die schwerste ist, die zu erarbeiten ist und je mehr Geld jemand hat, es immer einfacher wird, sein Geld zu vervielfachen, sondern daß die erste Million die einfachte ist. Und je mehr jemand hat, desto schwerer wird es, an noch mehr Geld zu gelangen.

    Grüße
    theuserbl

  3. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: spiderbit 12.10.13 - 17:55

    theuserbl schrieb:

    > Was die Wissensmanufaktur will ist, daß nicht die erste Million die
    > schwerste ist, die zu erarbeiten ist und je mehr Geld jemand hat, es immer
    > einfacher wird, sein Geld zu vervielfachen, sondern daß die erste Million
    > die einfachte ist. Und je mehr jemand hat, desto schwerer wird es, an noch
    > mehr Geld zu gelangen.

    Selbst wenn das umgesetzt wäre, kann nicht jeder 1mio aufm Konto haben nicht mal Deutschlandweit, ganz zu schweigen von Weltweit... nehmen wir mal Deutschlandweit, 80mio * 1mio = 80Billionen, aktuell haben wir vielleicht 8 Billionen also ne ver-10fachung der Geldmenge. Das hätte natürlich Hyperinflation zur Folge oder extreme produktivitätszuwächse was die Umwelt total zerstören würde.

    Das finde ich gerade beim BGE auch schön, das es den Focus auf das Einkommen legt, statt auf Geld-berge die man sich anheufen will. Es kritisiert auch zumindest private Renten-ansparungen oder änliches, es setzt den Focus auf Leben jetzt, und das wenn man ständig ein einkommen hat das einen von Angst befreit, man nicht viel Geld auf der Seite braucht. Besonders wenn das mit Familien mit Skaliert, und nicht dann jemand noch mehr druck hat zu arbeiten sondern gleichen oder gar weniger.

    Das BGE hat viele Vorteile, man kann über das Geldsystem diskutieren, selbst Zins ist nur dann ein Problem, wenn dieser nur in eine Richtung läuft und nicht wieder zurück verteilt wird, aber ja ist sicher ein problem, langfristig selbst mittelfristig, werden wir da was machen müssen vermute ich auch, aber das ist ein weltweiter umbruch, wir leben alle im Dollar-system, aber das BGE wäre kurzfristiger und lokaler umsetzbar, es braucht keine weltweite veränderung wie beim Geldsystem, es kann in einzelnen ländern anfangen und hat dann einen Domino-effekt. Des weiteren ist es ein guter weg, umdenken zu üben. Es macht offen und angstfrei sich auch mit anderen selbstverständlichkeiten kritisch und offen für veränderungen auseinander zu setzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.13 18:00 durch spiderbit.

  4. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: kitingChris 12.10.13 - 22:18

    Dazu kann ich nur folgendes Video empfehlen: [www.youtube.com]

    Ist zwar ein wenig länger aber die Krux Zins und das Geldsystem wird dabei etwas kritischer betrachtet.

    Wir müssen unsere Gesellschaft und unser Finanzsystem anpassen denn der technologische Fortschritt verändert unsere Gesellschaft und die Umstände bereits.
    Das BGE ist ein logischer nächster Schritt den wir in den nächsten Jahren machen müssen. Andernfalls kommen immense Arbeitsplatzprobleme auf uns zu wenn es weniger Arbeit als Menschen gibt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.13 22:21 durch kitingChris.

  5. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Anonymer Nutzer 13.10.13 - 01:12

    kitingChris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...Das BGE ist ein logischer nächster Schritt den wir in den nächsten Jahren
    > machen müssen. Andernfalls kommen immense Arbeitsplatzprobleme auf uns zu
    > wenn es weniger Arbeit als Menschen gibt.


    Mehr politisches Engagement und mehr ambitionierte Menschen wären schon ein echter Fortschritt, interdisziplinäre Forschung in diesem Bereich sicher auch.

    Dass ein BGE in den kommenden 25 Jahren durchgesetzt werden könnte, kann ich mir angesichts der zu überwindenden Hürden noch nicht vorstellen:

    - Entschiedener Widerstand derjenigen Gruppen, die durch eine solche Systemreform ihre Geschäftsgrundlage verlieren, Vermögensverluste erleiden oder ihre Renditeziele nicht mehr erreichen könnten.

    - Abhängigkeiten und Lobbyarbeit bewirken, dass die großen Parteien überwiegend den Interessen der ersten Gruppe zuarbeiten.

    - Gemeinsam mit den von ihnen beeinflussten Medien steuern sie die öffentliche Meinung: nicht finanzierbar, Probleme mit EU-Verträgen, Druck durch Masseneinwanderung, schwindende Arbeitsbereitschaft, Risiken eines nationalen Alleingangs usw.

    - Die demografische Entwicklung stärkt die Gruppe konservativ wählender Rentner mit Kurzzeitperspektive, die ihren bereits BGE-ähnlichen Status an das konventionelle Wirtschaftssystem gekoppelt sehen und alle Experimente tendenziell ablehnen.

    - Produktivitätszuwächse infolge fortschreitender Automatisierung können nicht sozial genutzt werden, weil die Anlagen den Investoren und Eigentümern gehören und deren Gewinne steigern sollen.

    - Selbst wenn eine absolute Mehrheit der Bevölkerung irgendwann für ein BGE stimmen würde: Das Design der repräsentativen Demokratie folgt der Funktion, direkte Einflussnahme des Volkes auf politische Entscheidungen oder gar auf Reformen des Systems zuverlässig auszuschließen.

    - Große Depressionen haben gezeigt, dass die bestehenden Macht- und Besitzstrukturen selbst Zeiten mit massenhafter Verelendung und Hungertoten relativ intakt überdauern: Unruhen und Reformbestrebungen werden notfalls mit überlegener Gewalt unterdrückt.

    - Der Staat beschäftigt eine gesellschaftlich relevante Zahl an Beamten, die weisungsgebunden daran arbeiten, dass dem politischen Willen seiner einflussreichsten Gruppen entsprochen und am Status quo nichts Einschneidendes verändert wird.

    Meine persönliche Meinung mag entschieden anders sein, ich fürchte nur, für das reale Geschehen wird sie immer unerheblich bleiben.

  6. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Trockenobst 13.10.13 - 06:20

    Laufwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine persönliche Meinung mag entschieden anders sein, ich fürchte nur, für
    > das reale Geschehen wird sie immer unerheblich bleiben.

    Das BGE löst nicht die grundlegenden Probleme der Zukunft, es ist ein Pflaster.

    Wenn etwa alle Leute in Buenos Aires, München oder Paris leben wollen, gibt es dafür einfach nicht genug Platz. Die Mieten können noch in andere Höhen steigen aber das ist nicht die Lösung. Wir müssen z.B. Gebiete helfen (und hier ist nicht ganz groß Griechenland gemeint, sondern etwa dem Ruhrpott) ihre Städte für Ansiedlungen attraktiver zu machen. Es kann sich nicht alles um wenige "Burgen" herum ansiedeln, wir müssen in die Breite gehen, weil wir weder Hüttenslums noch 100 stöckige Häuserberge wollen. Steuern bieten sich an hier Incentives zu schaffen.

    Das BGE ist eine große Ausrede den Menschen still zu stellen. Du kriegst doch Geld, du brauchst keine Ausbildung. Du brauchst keine Chancen. 70% der Jobs brauchen eine Firma, einen Arbeitsplatz, Technik und Werkzeug, um ihn zu erlernen. Genau das wird zunehmend abgeschafft, diese Fortbildung, dieses Erfahrungssammeln. Die Jugendlichen im Süden sind Arbeitslos, weil sie meist nicht mal die richtigen Praktikas durchführen konnten um überhaupt in einem Job zu arbeiten,.

    Die Rechnungen für die Finanzierbarkeit eines BGEs sind wahnwitzig. 50% Einkommensteuer auf alles, 50% MwSt. alle diese Dinge. Ich sehe da eine bessere Chance in den Industrieländern endlich die Finanztransaktionssteuer einzuführen, mit 0.1-0.5%. Das bringt in der EU 50 Milliarden pro Jahr. Damit kann man hübsch Schulden zahlen und Wohnungen bauen.

    Aber spätestens wenn Autos/LKWs/Züge/Gabelstapler komplett selbst fahren, die Callingcenter von Siri's betrieben werden, und die klassischen Zeitarbeitsjob in der Logistik, am Autofließband im Foodbereich von Robotern übernommen wurden, ist der Zeitpunkt erreicht dass ein Großteil der Menschen für das "Funktionieren" der Gesellschaft nicht gebraucht wird.

    Wie gut das funktioniert sehen wie ja in den Slums von Paris, von Amsterdam, wo die Leute verdammt sind nichts zu tun, vergessen von der Gesellschaft. Kein Geld der Welt löst dieses Problem.

  7. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Doedelf 14.10.13 - 13:33

    +1 für die beiden letzten Beiträge.

    Das Problem mit dem "vergessenen Arbeiter" ist aber etwas was unabhängig von einem BGE oder ähnlichen von uns allen angegangen werden muss.

    Derzeit ist in unserer Gesellschaft nur jemand etwas der einen gut bezahlten Job hat, je besser desto toller. Auch über den Erben der "für seine Kohle ja nichts geleistet hat" haben wir in unserer Gesellschaft ja nur Verachtung übrig. Genauso wie alle Hartz-IV Bezieher (alleine der Begriff!) oder Leute in den "Slums" von Paris eben "Schmarotzer und Faulpelze" sind.

    Ein Argument das ja grade viele BGE Gegner ziehen "ich zahl doch nicht für Leute die auf der faulen Haut rumliegen". Da nützt es auch nichts, wenn wie bei den Piraten einer dieser Menschen in Führungsposition sich sogar politisch engagiert und mitnichten nur faul herumhängt der "will sich ja nur ins gemachte Nest legen" (unabhängig ob man den Parteigenossen nun mochte oder nicht).

    Dies liegt aber an der Gehirnwäsche der Medien und an uns selbst - der Gesellschaft. Solange wir nur unser Lebensheil im "was leistest du" sehen, werden wir so was wie ein BGE nie hinbekommen. Fatal für unsere Gesellschaft, weil die Zeit der Vollbeschäftigung eigentlich schon lange vorbei ist (1. Welt Problem).

    Momentan läuft aber alles gegenteilig - anstatt die verbliebende Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen (und jeder arbeitet weniger, was sicherlich auch einen positiven Aspekt auf das "alle faul" Argument hätte) und unsere Zeit mit Familien und Kindern zu verbringen, gibt es wenige die exorbitant verdienen und sogar mega Stolz darauf sind "unendliche Arbeitsstunden" zu erbringen - natürlich ohne besondere Bezahlung (unser Politiker spielen diese Spiel ja auch nur zu gerne - siehe die Kandidatenporträts in den Wahlkampfzeiten, da wird selbst ein Linken Chef gezeigt wie er pflichtbewusst von einem Termin zum nächsten hetzt - jeden Tag 16 Stunden Volllast, was für ein fleißiges Bienchen).

    Selbst der Vater des Kapitalismus - John Maynard Keynes - hatte hier anderes im Sinn und prognostizierte das wir nun eigentlich eher eine 20 Stunden Woche haben müsste. Er rechnete nicht wirklich mit der grenzenlosen Gier nach immer mehr des Menschen und das die gierigsten gleichzeitig die sind die die Gesellschaft und ihr Handeln steuern.

    Tja, ein Problem der meisten (Geistes)Wissenschaftler - sie denken zu logisch für diese Welt.

    Einer der Totsünden ist ja nebst Gier, der Neid - beides im Leben versuchen zu vermeiden und die Gesellschaft hätte echt eine Chance.

    Ich selbst bekomme das leider auch nicht hin – die Gehirnwäsche hat da zu sehr funktioniert.

  8. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: /mecki78 14.10.13 - 14:08

    kitingChris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andernfalls kommen immense Arbeitsplatzprobleme auf uns zu
    > wenn es weniger Arbeit als Menschen gibt.

    Es gibt aber nicht weniger Arbeit als Menschen. Das ist eine komplett unsinnig Behauptung, die jeglicher faktischer Grundlage entbehrt.

    /Mecki

  9. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: /mecki78 14.10.13 - 14:09

    Anarcho_Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau deshalb brauchen wir das Bedintgungslose Grundeinkommen

    Genau weshalb exakt brauchen wir das nochtmal?
    Welches Problem bitte genau noch mal willst du damit lösen?

    /Mecki

  10. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Grundeinkommens-MemKöln 14.10.13 - 16:11

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anarcho_Kommunist schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau deshalb brauchen wir das Bedintgungslose Grundeinkommen
    >
    > Genau weshalb exakt brauchen wir das nochtmal?
    > Welches Problem bitte genau noch mal willst du damit lösen?

    Warum BGE? Hier eine kurze Erklärung (Ausschnitt aus einer längeren Diskussion mit verschiedenen Beiträgen zum Thema):
    http://youtu.be/2SpzWE12zSI?t=55m4s

  11. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: Grundeinkommens-MemKöln 14.10.13 - 16:12

    Bedingungsloses Grundeinkommen – nicht warten sondern starten!

    Kaum eine Idee bewegt die Menschen in den letzten Jahren so sehr wie das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Das lässt sich leicht an der Vielzahl von Modellen ablesen, die mittlerweile die Diskussionen durchfluten. Je nach Modell und Finanzierungsansatz gibt es unterschiedliche Begriffe für im Prinzip Vergleichbares: »Gesellschaftsdividende«, »Negative Einkommensteuer«, »ausgezahlter Mehrwertsteuerfreibetrag«, »Teilhabeabgabe« sind nur einige davon. Überall wird diskutiert, theoretisiert – wie soll das gehen? Arbeitet dann noch einer? Was ist mit den Schmarotzern? Aber wie geht es denn nun wirklich? Wie wäre es endlich mal mit Praxis statt mit Theorie?!

    http://bgekoeln.ning.com/profiles/blogs/bedingungsloses-grundeinkommen-nicht-warten-sondern-starten

  12. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: /mecki78 14.10.13 - 17:26

    Grundeinkommens-MemKöln schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum BGE? Hier eine kurze Erklärung (Ausschnitt aus einer längeren
    > Diskussion mit verschiedenen Beiträgen zum Thema):
    > youtu.be

    Tja, zu aller erst mal widersprechen sie der Argumentation des OPs und der meisten anderen Leute hier im Forum. Die erste Aussage die dort getroffen wird, ist: Ein BGE zu fordern, mit der Begründung "uns geht die Arbeit aus", ist Unfug. Denn gäbe es in 30 Jahren wieder Vollbeschäftigung, was aufgrund der demographischen Entwicklung durchaus passieren könnte, müsste man es ja sofort wieder abschaffen. Also hat BGE gar nichts mit Beschäftigung oder Rationalisierung zu tun.

    Und zum anderen möchte ich besonderes Augenmerk auf das Kommentar ab ab ca. 1:00:40 lenken. Ich zitiere mal: "Wir leben in einer Gesellschaft, [...], wir produzieren wesentlich mehr Güter, als wir konsumieren können. [...] und die Gesellschaftsordnung kann nur dann funktionieren, wenn jeder die Möglichkeit hat an dieser Konsumgesellschaft teilhaben zu können. Und wenn das nicht der Fall ist, dann wird auch diese Gesellschaft so in Zukunft nicht mehr funktionieren können."

    Das Zitat ist insofern interessant, weil es ein gutes Argument gegen das BGE ist. Das BGE soll hier die Konsumgesellschaft zementieren und das finde ich aber nicht gut, weil ich die Konsumgesellschaft an sich ein fragwürdiges Konstrukt finde. Die Konsumgesellschaft ist an vielen unsere heutigen Probleme dran schuld und ausgerechnet diese Gesellschaft wollen wir mit aller Gewalt jetzt am Leben erhalten? Mag sein dass sie ohne BGE zusammenbricht, aber wer bitte sagt, dass danach nicht etwas kommt, das viel besser kommen wird? Es gab und gibt so viel Kritik an der Konsumgesellschaft und jetzt auf einmal tun wir so, als wäre es die beste Gesellschaftsform überhaupt, nur weil sie einigermaßen bisher funktioniert hat? Der Kommunismus hat auch einige Zeit einigermaßen funktioniert, nur eben nicht für alle Zeit und nicht so gut wie man gehofft hatte.

    /Mecki

  13. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: kitingChris 16.10.13 - 22:19

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > kitingChris schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Andernfalls kommen immense Arbeitsplatzprobleme auf uns zu
    > > wenn es weniger Arbeit als Menschen gibt.
    >
    > Es gibt aber nicht weniger Arbeit als Menschen. Das ist eine komplett
    > unsinnig Behauptung, die jeglicher faktischer Grundlage entbehrt.

    Ich habe auch nicht im Präsens von 'weniger Arbeit als Menschen' gesprochen sondern im Futur. Vielleicht erstmal nachdenken bevor man von Entbehrung faktischer Grundlagen spricht.

    Und dass die Arbeit abnimmt als logische Folge der Industrialisierung aufgrund der immer vermehrt erfolgten Maschinellen Produktion ist wohl schwer von der Hand zu weisen.

  14. Re: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Autor: kitingChris 20.10.13 - 19:45

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundeinkommens-MemKöln schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum BGE? Hier eine kurze Erklärung (Ausschnitt aus einer längeren
    > > Diskussion mit verschiedenen Beiträgen zum Thema):
    > > youtu.be
    >
    > Tja, zu aller erst mal widersprechen sie der Argumentation des OPs und der
    > meisten anderen Leute hier im Forum. Die erste Aussage die dort getroffen
    > wird, ist: Ein BGE zu fordern, mit der Begründung "uns geht die Arbeit
    > aus", ist Unfug.

    Soso komisch nur dass sehr viele mittlerweile zu diesem Ergebnis kommen...
    Dazu gibts sogar nen interessanten Artikel im Guardian [www.theguardian.com]


    > Denn gäbe es in 30 Jahren wieder Vollbeschäftigung, was
    > aufgrund der demographischen Entwicklung durchaus passieren könnte, müsste
    > man es ja sofort wieder abschaffen. Also hat BGE gar nichts mit
    > Beschäftigung oder Rationalisierung zu tun.

    o.O ??
    Werden denn die Arbeitsplätze wieder derationalisiert?
    Maschinen verschrottet und wieder Handarbeit?
    DAS ist Unfug :P



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.10.13 19:45 durch kitingChris.

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