1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Rupost Corporate Mail: Russland…

IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: mnementh 29.11.21 - 10:50

    Das wäre doch etwas für eine eigenständige EU-Politik, einen eigenen Open-Source basierten Softwarestack, der unabhängig von amerikanischen Großfirmen macht, auf die die hiesige Politik zwar regelmäßig schimpft, aber eher hofft dass diese auf europäische Forderungen eingehen statt unabhängige Lösungen zu entwickeln.

  2. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: BeFoRe 29.11.21 - 11:14

    Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische Corona-Warn-App zu entwickeln, will ich nicht wissen wie viele Mrd. in den Sand gesetzt werden um eine Linux-Distri samt AD/Exchange/Office Ersatz zu pflegen.

  3. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Michael H. 29.11.21 - 11:47

    BeFoRe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische Corona-Warn-App zu
    > entwickeln, will ich nicht wissen wie viele Mrd. in den Sand gesetzt werden
    > um eine Linux-Distri samt AD/Exchange/Office Ersatz zu pflegen.

    Vor allem, weil es damit ja noch nicht getan ist. Du brauchst dann auch Deutschlandweit Experten und Fachpersonal für explizit diese Lösung, die im Problemfall agieren können. Die müssen auch erstmal bereitgestellt bzw. angelernt werden. Und ich bezweifle, dass du so viele Fachkräfte für ein System ran bekommst, die als einzigen Auftraggeber Behörden und Ämter in Deutschland hätten, womit du dir national, sowie international nur noch quasi eine Hand von Arbeitgebern aussuchen kannst, die sich darauf spezialisiert haben, diese Systeme zu betreuen, weil es sonst nirgends in der freien Marktwirtschaft zum Einsatz kommen wird.

  4. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: honk 29.11.21 - 11:53

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wäre doch etwas für eine eigenständige EU-Politik, einen eigenen
    > Open-Source basierten Softwarestack, der unabhängig von amerikanischen
    > Großfirmen macht,

    Vom Gedanken nicht schlecht, man möge sich aber mal klar machen, welche Firmen maßgeblich an der Entwicklung von Linux und anderen zentralen Opensorce Projekten beteiligt sind, und wo diese ihren Sitz haben: IBM, Intel, Novell, Dell, Oracle, HP, Google, RedHat,.. keine Ahnung wann in dieser Reihe zum ersten mal eine europäische Firma auftaucht. Bei Hardware, Firmware und anderen Treibern sieht es noch finstrer aus. Mit der Installation einer Linux Distribution ist es nicht getan, der Weg ist noch weit.

  5. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: mnementh 29.11.21 - 12:16

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mnementh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das wäre doch etwas für eine eigenständige EU-Politik, einen eigenen
    > > Open-Source basierten Softwarestack, der unabhängig von amerikanischen
    > > Großfirmen macht,
    >
    > Vom Gedanken nicht schlecht, man möge sich aber mal klar machen, welche
    > Firmen maßgeblich an der Entwicklung von Linux und anderen zentralen
    > Opensorce Projekten beteiligt sind, und wo diese ihren Sitz haben: IBM,
    > Intel, Novell, Dell, Oracle, HP, Google, RedHat,.. keine Ahnung wann in
    > dieser Reihe zum ersten mal eine europäische Firma auftaucht. Bei Hardware,
    > Firmware und anderen Treibern sieht es noch finstrer aus. Mit der
    > Installation einer Linux Distribution ist es nicht getan, der Weg ist noch
    > weit.

    Open Source schafft dennoch Unabhängigkeit, da man die betroffene Software unabhängig von den ursprünglichen Entwicklern weiterentwickeln und modifizieren kann.

  6. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: nightmar17 29.11.21 - 13:00

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BeFoRe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische Corona-Warn-App
    > zu
    > > entwickeln, will ich nicht wissen wie viele Mrd. in den Sand gesetzt
    > werden
    > > um eine Linux-Distri samt AD/Exchange/Office Ersatz zu pflegen.
    >
    > Vor allem, weil es damit ja noch nicht getan ist. Du brauchst dann auch
    > Deutschlandweit Experten und Fachpersonal für explizit diese Lösung, die im
    > Problemfall agieren können. Die müssen auch erstmal bereitgestellt bzw.
    > angelernt werden. Und ich bezweifle, dass du so viele Fachkräfte für ein
    > System ran bekommst, die als einzigen Auftraggeber Behörden und Ämter in
    > Deutschland hätten, womit du dir national, sowie international nur noch
    > quasi eine Hand von Arbeitgebern aussuchen kannst, die sich darauf
    > spezialisiert haben, diese Systeme zu betreuen, weil es sonst nirgends in
    > der freien Marktwirtschaft zum Einsatz kommen wird.

    Man braucht für jedes System Fachkräfte. Ich war auch mal Azubi und musste Dinge lernen und geschult werden.
    Wenn wir aber ein EU System haben, wird das auch weit verbreitet sein.
    Wenn dann noch Privatunternehmen Zugriff darauf bekommen, weil Open Source, dann ist das irgendwann ein Selbstläufer, vorausgesetzt es ist wirklich eine Alternative.

  7. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: mnementh 29.11.21 - 13:15

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michael H. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > BeFoRe schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische
    > Corona-Warn-App
    > > zu
    > > > entwickeln, will ich nicht wissen wie viele Mrd. in den Sand gesetzt
    > > werden
    > > > um eine Linux-Distri samt AD/Exchange/Office Ersatz zu pflegen.
    > >
    > > Vor allem, weil es damit ja noch nicht getan ist. Du brauchst dann auch
    > > Deutschlandweit Experten und Fachpersonal für explizit diese Lösung, die
    > im
    > > Problemfall agieren können. Die müssen auch erstmal bereitgestellt bzw.
    > > angelernt werden. Und ich bezweifle, dass du so viele Fachkräfte für ein
    > > System ran bekommst, die als einzigen Auftraggeber Behörden und Ämter in
    > > Deutschland hätten, womit du dir national, sowie international nur noch
    > > quasi eine Hand von Arbeitgebern aussuchen kannst, die sich darauf
    > > spezialisiert haben, diese Systeme zu betreuen, weil es sonst nirgends
    > in
    > > der freien Marktwirtschaft zum Einsatz kommen wird.
    >
    > Man braucht für jedes System Fachkräfte. Ich war auch mal Azubi und musste
    > Dinge lernen und geschult werden.
    > Wenn wir aber ein EU System haben, wird das auch weit verbreitet sein.
    > Wenn dann noch Privatunternehmen Zugriff darauf bekommen, weil Open Source,
    > dann ist das irgendwann ein Selbstläufer, vorausgesetzt es ist wirklich
    > eine Alternative.
    Korrekt. Und ich möchte mal anmerken, dieses Argument kann gegen jede Änderung angebracht werden. Aktuell benutzen wir X, daher sind alle mit X geschult, wenn wir Y einführen haben wir keine damit geschulten Kräfte.

  8. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Michael H. 29.11.21 - 14:55

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Man braucht für jedes System Fachkräfte. Ich war auch mal Azubi und musste
    > > Dinge lernen und geschult werden.
    > > Wenn wir aber ein EU System haben, wird das auch weit verbreitet sein.
    > > Wenn dann noch Privatunternehmen Zugriff darauf bekommen, weil Open Source,
    > > dann ist das irgendwann ein Selbstläufer, vorausgesetzt es ist wirklich
    > > eine Alternative.

    > Korrekt. Und ich möchte mal anmerken, dieses Argument kann gegen jede
    > Änderung angebracht werden. Aktuell benutzen wir X, daher sind alle mit X
    > geschult, wenn wir Y einführen haben wir keine damit geschulten Kräfte.

    Ich antworte gleich mal auf euch beide.
    Ja, jedes System benötigt Fachkräfte. Aber wie bilden sich diese?
    Wohl primär erstmal durch die freie Marktwirtschaft.

    Wir reden hier ja nicht nur von einem einzelnen Programm, sondern von einer vollständigen Umstellung. Das AD von MS mit Gruppenrichtlinien, Integration in quasi alle Dienste, Hybridstellung mit der Cloud, Kombination von AD hin zu Exchange, dann der Exchange selbst... ein Monster von Mail Server im Vergleich... welches durch Teams noch einmal mit Sharepoint auf ner ganz andern Stufe ist inzwischen was die Möglichkeiten angeht. Die Office Suite die man Online sowie Offline mit AD und MS365 Connecten kann, die Lizensierung... der Terminalserver und ganz zu sprechen von all der Wirtschaftssoftware die es nur unter Windows gibt... das zieht einen Kilometerlangen Rattenschwanz mit sich... alleine schon wegen der eingeschränkten Auswahl an Software für ERP/CRM/Logistik, die es unter Windows in Hülle und Fülle gibt.. und zwar so in Hülle und Fülle das du dir als Unternehmen keine Sorgen machen musst, ob es Schnittstellen für Onlineshops, Lagerlogistik, CRM, Office etc. gibt, sondern welche 1500 nun die richtige für dich ist aus der Auswahl..

    Bei Linux sieht das eher so aus

    "kann die Software Anbindung an Woocommerce?"
    "ja.."
    "wir planen nächstes Jahr auf Shopware umzusteigen..."
    "uhhh ja... das können wir leider noch nicht... müssten wir wenn dann customizen bzw. ne neue Version rausbringen... kostet dann extra"
    "oh... achso... und wie sieht es mit Exchangeanbindung aus?"
    "imap können wir... exchange direkt leider nicht"
    "hmm und lagerlogistik?"
    "ja, da haben sie einen extra programmteil Lager"
    "ist da auch die direkt anbindung zu DHL und UPS mit drin?"
    "nein, da ist es vorgesehen, dass sie eine Liste als CSV exportieren und diese dann in den jeweiligen Programmen importieren können, den Export können wir ihnen aber anlegen"
    "oh... hmmm"

    Bei Microsoft
    woocommerce, shopware und noch 20 andere Shopsysteme direkt integrierbar
    Exchange voll unterstützt sowie eine Mobilversion für Außendienstgeräte
    Vollautomatisiertes Lager mit Chaotischer Lagerhaltung als auch anbindung zu allen großen Speditionsdienstleistern direkt aus dem Programm raus mit automatischem Tracking über das System
    - wird von 495 Programmen in deutscher Sprache unterstützt... suchs dir aus..

    Das Problem ist halt... wie kriegste die Leute da angelernt?
    Wie gut sich sowas bei Fachkräften "verteilt" ist doch abhängig davon, wie oft es eingesetzt wird und ob es den Fachkräften auch etwas bringt, weil außerhalb der existenten Systeme gibt es für die allermeisten keine Schnittstellen...

    Ich weiss ja nicht was ihr so macht beruflich, aber hatte von euch einer schon mal ne Schnittstelle zu Cranix oder MNSPro oder anderer Schulsoftware?
    Ich vorher zumindest noch nie..

    Damit du so ein System erfolgreich einführst, Landesweit, brauchste aber erstmal Fachkräfte. Da werden vermutlich erstmal die internen geschult und ausgebildet... also die im TVöD Bereich.
    Da Ämter aber ausschreiben müssen... wer fängt an? Damit man an einer Ausschreibung teilnehmen kann, gibt es ja auch gewisse Voraussetzungen. Sich zumindest mit dem System auskennen gehört da dazu... also lohnt es sich die eigenen Leute auf ein System zu schulen, bei dem man nicht weiss, ob man den Zuschlag zu dem Projekt bekommt? Vor allem da man in der größenordnung eh erstmal europaweit ausschreiben müsste..
    Dann müsste die Software aber auch nur ansatzweise so viele Dinge können wie die MS Lösung um überhaupt praktikabel einsetzbar zu sein. Da fallen halt mehr als 20 Jahre im Enterprisebereich an Erfahrung, mehrere tausende Entwickler weltweit und hunderte Millarden Dollar an Investitionen über mehrere Dekaden ins Haus, mit einer gigantischen Serverstruktur.. die man da erstmal mit seinem Produkt abdecken müsste..

    Ich mein was bringt mir ein Exchangeersatz, wenn er nicht mal 1/10tel der Funktionen des Exchange abdeckt und mit keinem anderen Produkt zusammenarbeiten kann... das MS System ist inzwischen zu so einem riesen Uhrwerk geworden, da wirste selbst mit ein paar Jahren Entwicklungszeit und n paar tausend Entwicklern kein System hinbekommen, dass nur ansatzweise so tief verbunden ist wie MS Server, Clients, Software + M365 und all den Unterprodukten.

  9. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: john4344 29.11.21 - 16:09

    Leute, schaut euch einfach Gaia-X an, dann wisst ihr wie gut EU Alternativen zu Industriestandards wie in diesem Fall Cloud Computing funktionieren.
    So sehr ich es mir auch wünsche, aber um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden Unternehmen wohl für die nächsten Jahre weiter auf Azure, AWS und GCP setzen müssen.

  10. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Trockenobst 29.11.21 - 17:13

    BeFoRe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische Corona-Warn-App zu
    > entwickeln

    Und zwei Postings später wird auch gemeckert, weil es keine 120T IT Profi Jobs in DE gibt und wir den Anschluss verlieren. Ja, ich finde die Kosten für die App auch überzogen, aber es war ja nicht so als wenn sich sofort 20 Firmen mit 100 rumsitzenden Top Profis bei der Bundesregierung gemeldet haben. Natürlich sind die Premium Berater sofort am Tisch wenn es um gute Kohle für dringende hochpolitische Projekte geht.

  11. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Trockenobst 29.11.21 - 17:26

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > der Weg ist noch weit.

    Ich habe einmal mit einem genervten Sektions-Admin von einer DAX Firma gesprochen. Der sagte, die müssten das Linux, Server, Java etc. alles in eigenen Versionen pflegen, dann hätten sie 80% weniger Probleme als ständig hinter Redhat, Suse und Oracle hinterherzulaufen. Es müssten sich nur ein paar große Firmen finden und gemeinsam eine Tochter gründen, dass würde schon gehen. Also bei Abschaltvorrichtungen und gemeinsamen Preisabsprachen geht das natürlich, bei etwas das nicht in der direkten Kernkompetenz liegt will man lieber 100% fremde Abhängigkeit. Weil das ja gerade mit Chips und Platinen so hervorragend funktioniert.

    Und SAP als Beispiel für irgendwas im OSS Bereich zu nehmen finde ich sogar im "wenigstens haben wir" Nebensatz auch schon für fragwürdig.

  12. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: berritorre 29.11.21 - 20:19

    Das mag alles nicht sofort für jedes Unternehmen funktionieren, da gebe ich dir durchaus recht. Aber wenn sich das System mal bei den Behörden etabliert hat, und dann vielleicht noch bei kleinen und mittleren Unternehmen, dann kann das durchaus was werden. Also ich persönlich denke, Europa sollte sich durchaus gedanken machen, ob man sich wirklich für immer und ewig in die Abhängigkeit der US-Konzerne begeben will.

    Mich hat es sowieso schon gewundert, dass die Russen da nicht schon länger an sowas arbeiten. Wie es in China aussieht, weiss ich nicht. Aber leider ist die USA nicht mehr der gleiche verlässliche Partner der sie mal war oder mal vorgab zu sein. In den letzten Jahren wurde recht deutlich, wie diese "Partnerschaft" aussieht. Man muss die USA ja nicht als Feind sehen, aber als "sehr guten Freund" auf den man sich 100% verlassen kann würde ich die USA auch nicht mehr sehen. Eher ein Bekannter, mit dem man sich leidlich gut versteht und hin und wieder mal abends weggeht. Mit dem durch Dick und Dünn zu gehen ist eher vermessen, denke ich.

    Dass sowas nicht über Nacht passiert dürfte klar sein. Aber ich denke, man sollte sowas schon mal ins Auge fassen.

  13. München?

    Autor: Dumpfbacke 29.11.21 - 21:05

    BeFoRe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mir ansehe was es gekostet hat diese läppische Corona-Warn-App zu
    > entwickeln, will ich nicht wissen wie viele Mrd. in den Sand gesetzt werden
    > um eine Linux-Distri samt AD/Exchange/Office Ersatz zu pflegen.
    Dazu müsste man die Zahlen aus München wissen. Am besten finde ich den Teil, dass es jetzt wieder zurück zu OpenSource gehen soll.

    https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux
    Im Sommer 2020 legte die neue grün-rote Stadtregierung fest, ab 2021 wieder zum Open-Source-Konzept zurückzukehren.

  14. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: cubie2 29.11.21 - 21:06

    honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > .... und wo diese ihren Sitz haben: IBM,
    > Intel, Novell, Dell, Oracle, HP, Google, RedHat,..

    Bei freier Software ist das relativ egal.

    > Mit der
    > Installation einer Linux Distribution ist es nicht getan, der Weg ist noch
    > weit.

    Stimmt, der Weg ist weit.
    Aber wenn man nicht irgendwann die ersten Schritte macht, bleibt auf ewig Gefangener.
    Traurig, dass nur eher zweifelhafte Regime wie China oder Russland den Weg beginnen zu gehen.

  15. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: User_x 29.11.21 - 23:00

    Wenn die Behörden dir vorschreiben wie du was einzureichen hast, wirst du es auch machen. Und Übergangsfristen gibt's ja auch, siehe Cookie-Banner die auch nicht sofort da waren.

    Die ganze Schaar an Software unter Windows ist dabei auch nur ein Trugschluss. Wenn vom Management entschieden wird, eine bestimmte Lösung zu verwenden, dann wirst du das auch tun müssen, samt Unterbau, mit separatem Personal oder gar externem Dienstleister dazu.

  16. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Extrawurst 29.11.21 - 23:44

    Stimmt schon.

    Auffällig ist jedoch, dass Windows selbst gar nicht mal so das Killerargument ist, sondern (wie beim Gaming auch schon) die große Verfügbarkeit an Drittsoftware.

    Und hier greift dann halt der Netzwerkeffekt. Es ist wie z.B. bei einer YouTube-Alternative: Das Problem ist nicht, ein alternatives Produkt zu bauen, sondern den ganzen Content & User mitzunehmen.

    Denn ohne Benutzer/Zuschauer gibt es keine Programme/Videos.
    Und ohne Programme/Videos keine Benutzer/Zuschauer.

    Henne und Ei. Ironischer weise ist Microsoft selbst mit ihrem Windows Phone an genau diesem Netzwerkeffekt gescheitert.

    Von daher: Will man die Abhängigkeit von Microsoft abbauen, muss man erst mal dafür sorgen, dass die *Software* nicht von MS abhängig ist.

    Von Windows auf Linux umzusteigen ist leicht. Die ganze Bibliothek an Software mitzunehmen, darin besteht die eigentliche Herkules-Aufgabe. Und es ist auch was anderes, mit seinem Privat-Rechner oder der IT eines Kleinunternehmens umzusteigen als mit einem Großunternehmen, dass schon massig an etablierten IT-Strukturen und Datenbanken hat.

    Das vergessen viele Linux-Hobby-Missionare nämlich gerne mal.
    Trotzdem ist nichts davon natürlich eine legitime Ausrede, gar nichts zu ändern und sich mit dem Status Quo abzufinden. Aber es ist wohl ein solcher Kraftakt, dass es mich nicht wundern würde, wenn das am Ende mehrere Jahrzehnte dauern wird.

  17. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: Prof.Dau 30.11.21 - 11:47

    Aller Anfang ist schwer. Die fehlende Unterstütztung für Software die auf MS Systemen läuft unter Linux lauffähig zu machen, ist in der Tat ein Hindernis für jeden Wechsel.

  18. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: User_x 30.11.21 - 11:49

    Hm, die Softwarebibliothek war mal ein Grund - funktioniert aber auch nicht wirklich - oder wer verwendet heute noch Programme für XP auf 10, und selbst wenn werden es nicht mehr als 1 bis 2 sein?

    Der Endkundenmarkt ist Geräte-abhängig, und da hat Linux schon lange Windows überholt. Nur, dass Privatanwender halt sich nicht mehr ein Notebook kaufen sondern ein Smartphone oder Tablet und ein Smart-TV und anderes. Und wenn es um den "Desktop" geht, kann man immer noch zwischen Chrome-OS, OSX oder klassisch Windows wählen.

    Zeigt eigentlich nur, dass man das Wort "Linux" nicht richtig deuten kann. Denn die Produkte daraus sind unterschiedlich. In etwa wie wenn man von 3.11, XP und Enterprise Server oder dem freien Windows "React OS" von ein und dem selben Produkt ausgeht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.21 11:59 durch User_x.

  19. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: berritorre 30.11.21 - 16:33

    Naja, es geht halt darum, dass die Softwarepakete vorhanden sind. Dass du ein Photoshop das irgendwann mal auf XP gelaufen ist, jetzt auf Windows 11 eventuell nicht mehr läuft: geschenkt.

    Aber du kannst trotzdem Photoshop auf Windows 11 laufen lassen, auf Linux nicht (oder halt nur als Krücke).

  20. Re: IT Unabhängigkeit - warum nicht auch in der EU?

    Autor: User_x 01.12.21 - 17:06

    Also bei mir funktioniert das nicht. Ein Photoshop 5 für Windows 2000 läuft nicht auf 10, oder wenn, nur als Krücke.

    Womit ich doch bei dem bleibe was ich meine, kaufst du ein neues Windows, kaufst du auch neue Software oder zumindest Updates dafür.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator (m/w/d)
    Bayerische Landesärztekammer, München
  2. IT-Systemadministrator*in (m/w/d)
    Stiftung Planetarium Berlin, Berlin
  3. Product Owner (m/w/d) Digitale Plattform - Business Processes
    EPLAN GmbH & Co. KG, Langenfeld
  4. Application Manager Supply Chain Management (m/w/x)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-SE & Co. oHG, Duisburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de