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Wenn es brennt

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Wenn es brennt

    Autor: M.P. 20.12.16 - 14:52

    1) Darf man dann das Haus verlassen, wenn man Flammen gesehen hat, oder muss man auf einen augebildeten Feuerwehrmann warten, der das Feuer als solches identifiziert hat?

    2) Wenn man seinem gesunden Menschenverstand vertraut, darf man dann beim Verlassen an andere Wohnungstüren trommeln und die Nachbarn das Verlassen des Hauses auffordern?

    Ich rufe jedenfalls lieber einmal zu oft die Feuerwehr, auch wenn ein Witzbold vielleicht von innen mit einem Beamer lodernde Flammen an seine Gardine projiziert...

    Ich denke schon, daß dieses Facebook-Feature z. B. in Duisburg vielleicht hilfreich gewesen wäre ...

  2. Re: Wenn es brennt

    Autor: Peter Brülls 20.12.16 - 15:03

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1) Darf man dann das Haus verlassen, wenn man Flammen gesehen hat, oder
    > muss man auf einen augebildeten Feuerwehrmann warten, der das Feuer als
    > solches identifiziert hat?

    > 2) Wenn man seinem gesunden Menschenverstand vertraut, darf man dann beim
    > Verlassen an andere Wohnungstüren trommeln und die Nachbarn das Verlassen
    > des Hauses auffordern?

    Deine Metapher ist ein Banales Scheinargument. Niemand bezweifelte, dann an dem Ort etwas Schlimmes passiert war.

  3. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 20.12.16 - 15:11

    Für die ruhige Arbeit der Rettungskräfte ist es aber besser, wenn etwas schlimmes passiert ist, wo das Gaffen nicht so risikolos ist....

    Vielleicht hat Facebook sogar mit der Überreaktion Leben gerettet, weil die Rettungswagen mangels mit Gaffern verstopfter Straßen die Verletzten zügiger in Krankenhäuser transportieren konnten...

    Unter diesem Gesichtspunkt kann aber Facebook bei einem kleineren Unfall genau das Gegenteil bewirken:

    Facebook-Nachricht an alle Freunde: "Geiler Unfall in der Hauptstraße, alles voll Blut - kommt alle gucken ...."



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.16 15:29 durch M.P..

  4. Re: Wenn es brennt

    Autor: zampata 20.12.16 - 15:41

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 1) Darf man dann das Haus verlassen, wenn man Flammen gesehen hat, oder
    > > muss man auf einen augebildeten Feuerwehrmann warten, der das Feuer als
    > > solches identifiziert hat?
    >
    > > 2) Wenn man seinem gesunden Menschenverstand vertraut, darf man dann
    > beim
    > > Verlassen an andere Wohnungstüren trommeln und die Nachbarn das
    > Verlassen
    > > des Hauses auffordern?
    >
    > Deine Metapher ist ein Banales Scheinargument. Niemand bezweifelte, dann an
    > dem Ort etwas Schlimmes passiert war.
    Nein er hat vollkommen recht. Wenn die Wohnung evakuiert wird ist es den Einwohnern auch egal ob es brennt, die Wohnung einstürzt oder Gas austritt;
    sie wollen raus.

    Wenn die Behörden bei einem Gasleck versehentlich von einem Brand reden ist das vielleicht ärgerlich aber im Zweifel wurscht.

    Nicht wurscht ist es für die Rettungskräfte, die müssen genau wissen was los ist um die entsprechenden Notfallmaßnahmen zu ergreifen.

  5. Re: Wenn es brennt

    Autor: Peter Brülls 20.12.16 - 15:49

    zampata schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Peter Brülls schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > > Deine Metapher ist ein Banales Scheinargument. Niemand bezweifelte, dann
    > > an dem Ort etwas Schlimmes passiert war.

    > Nein er hat vollkommen recht. Wenn die Wohnung evakuiert wird ist es den
    > Einwohnern auch egal ob es brennt, die Wohnung einstürzt oder Gas
    > austritt; sie wollen raus.

    *Wer* hat Recht? Du zitierst mich, aber antwortest auf einen Beitrag von MD.

    > Wenn die Behörden bei einem Gasleck versehentlich von einem Brand reden ist
    > das vielleicht ärgerlich aber im Zweifel wurscht.

    > Nicht wurscht ist es für die Rettungskräfte, die müssen genau wissen was
    > los ist um die entsprechenden Notfallmaßnahmen zu ergreifen.

    Rettungskräfte, die sich auf Nachrichten von Facebook verlassen, sind jetzt nicht unbedingt etwas, was mich beruhigen würde. FB war ja laut Artikel anfangs nicht mal in der Lage, den korrekten Ort zu benennen.

  6. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 20.12.16 - 17:03

    Wie lange sollen denn Rettungskräfte warten, bis sie losfahren?

  7. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 20.12.16 - 17:19

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... FB war ja laut Artikel
    > anfangs nicht mal in der Lage, den korrekten Ort zu benennen.

    Ich bin ja mal gespannt wie gut die Lokalisierung der automatische Notrufe von eCall klappt, wenn das eingeführt wird ...
    Da ist gar keine Redaktion im Hintergrund, die die automatisierten Messages auf Plausibilität prüft...

    Von da her sollten die Rettungskräfte ja bei eCall-Rufen erst recht direkt im Bett bleiben



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.12.16 17:19 durch M.P..

  8. Re: Wenn es brennt

    Autor: Arestris 20.12.16 - 17:28

    Du hast den falschen Vergleich!

    Natürlich darfst du das Haus verlassen und auch darfst du Feuer brüllen und die Nachbarn warnen.
    Was du tunlichst unterlassen solltest ist aber "Brandstifter" rufen, wenn du nicht faktisch ausschließen kannst, dass es nicht ein Unfall war.

    Der Vergleich passt besser.

    Insofern, war es ok, über das Unglück zu berichten. Aber es, bevor man irgendwas wusste, als Anschlag abzutun, nicht.

  9. Re: Wenn es brennt

    Autor: Nikolai 20.12.16 - 19:59

    > Für die ruhige Arbeit der Rettungskräfte ist es aber besser, wenn etwas
    > schlimmes passiert ist, wo das Gaffen nicht so risikolos ist....

    Ich frage mich gerade welchen Begriff der "besorgte Bürger" wählen würde wenn Feuerwehr und Polizei einfach mal irgendwelche ausgedachten Geschichten servieren würden weil ihnen das praktischer erscheint.

    Lügenwehr? Feuerlügner? Lügizei? Polilüg?

    Ich erwarte dass die mir Fakten liefern und keine Spekulationen!

  10. Re: Wenn es brennt

    Autor: NativesAlter 20.12.16 - 20:11

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Ich denke schon, daß dieses Facebook-Feature z. B. in Duisburg vielleicht
    > hilfreich gewesen wäre ...

    Du hast gelesen, daß der "Safety Check" keine Funktion ist, um "die Feuerwehr zu rufen", sondern um eine "alles Klar, bin raus"-Meldung ans schwarze Brett zu hängen?

    Aus dem Artikel:
    -------------------- 8< --------------------
    [...] hat Facebook in Deutschland den sogenannten Safety Check aktiviert [...]. Damit können Facebook-Nutzer ihren Bekannten und Freunden im Netzwerk mitteilen, dass sie in Sicherheit sind. [...]
    -------------------- >8 --------------------

    Feuerwehr und/oder Polizei erreicht man, wie gehabt, am schnellsten über die altbekannten Notrufnummern.

  11. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 20.12.16 - 20:52

    Zumindest darauf hinweisen, daß der Verdacht auf einen Terroranschlag besteht sollte man.
    Wie gesagt sind solche Terror-Angriffe inzwischen teilweise gut durchchoreographiert.
    Da sollte man vermeiden, daß sich DURCH den Unfall Ansammlungen von Schaulustigen bilden, die ein weiteres lohnendes Ziel für eine zweite Aktion bieten.

    https://www.tagesschau.de/ausland/istanbul-anschlag-131.html

    Blaupause: "Ein vorbeifahrendes Auto sei offenbar per Fernzündung zu Explosion gebracht worden, erklärte am frühen Morgen der stellvertretende Regierungschef Numan Kurtulmus. "45 Sekunden später wurde ein Mann im naheliegenden Macka-Park bei einer Gruppe Polizisten angehalten. Diese Person sprengte sich selbst in die Luft. Die Türkei hat zwei niederträchtige Bombenanschläge erlebt.""

  12. Re: Wenn es brennt

    Autor: Rosenkohl 20.12.16 - 21:52

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumindest darauf hinweisen, daß der Verdacht auf einen Terroranschlag
    > besteht sollte man.
    Auf einmal doch Einsichtig? Maximal von einem "Verdacht" hätte zu diesem Zeitpunkt gesprochen werden können. Wobei sich dann die Frage stellt, wer diesen Verdacht anstellt. Aber es gab zu diesem Zeitpunkt keine vertrauenswürdige Quelle zu dem Thema. Folglich hätte man zunächst von einem "Zwischenfall" schreiben müssen. Im Englischen ist "Incident" in diesem Kontext sehr üblich.

  13. Doofer Vergleich...

    Autor: Rosenkohl 20.12.16 - 21:57

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) Darf man dann das Haus verlassen, wenn man Flammen gesehen hat, oder
    > muss man auf einen augebildeten Feuerwehrmann warten, der das Feuer als
    > solches identifiziert hat?
    >
    > 2) Wenn man seinem gesunden Menschenverstand vertraut, darf man dann beim
    > Verlassen an andere Wohnungstüren trommeln und die Nachbarn das Verlassen
    > des Hauses auffordern?
    >
    > Ich rufe jedenfalls lieber einmal zu oft die Feuerwehr, auch wenn ein
    > Witzbold vielleicht von innen mit einem Beamer lodernde Flammen an seine
    > Gardine projiziert...
    Spar dir den Sarkasmus. Es geht nicht darum die Feuerwehr zu rufen oder nicht. Die muss in jedem Fall gerufen werden. Sondern ob Journalisten, Politiker, Facebook-Mitarbeiter oder jeder der etwas in die Öffentlichkeit posaunt bei Unkenntnis es als "Hausbrand" oder vorschnell "Anschlag" betiteln.

  14. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 21.12.16 - 08:40

    "Maximal" eher nicht, sondern "Minimal".
    Wenn der Verdacht auf einen Terroranschlag besteht, sollte das gesagt werden, da wie gesagt häufig koordiniert in mehreren Wellen vorgegangen wird - deshalb sollte man da die Bevölkerung warnen ...

  15. Re: Doofer Vergleich...

    Autor: M.P. 21.12.16 - 08:46

    Also muss ich beim Anrufen der Feuerwehr jedes Wort auf die Goldwaage legen?
    Vorher mit dem Thermometer die Brandtemperatur messen?

  16. Re: Wenn es brennt

    Autor: tomatentee 21.12.16 - 08:59

    Bei welchem Anschlag in westlichen Ländern wurde denn "koordiniert in Wellen" vorgegangen?

    Mir fällt keiner ein...


    Mal davon ab: Vorschnell alles als Terroranschlag zu klassifizieren macht es IS und Co sehr einfach, sich fälschlich zu bekennen. Bin etwas erstaunt, dass die sich noch nicht zu Berlin bekannt haben...

    Für Terror ist er irrelevant, wie viele Menschen sterben und ob es tatsächlich Angriffe waren. Es soll ein Gefühl der Unsicherheit erzeugt werden. Und das haben sie in D ziemlich sicher ohne einen einzigen eigenen Anschlag geschafft. Sollte einem zu Denken geben...

    Aus diesem Grund sollte man erstmal nicht von Anschlägen/Terror reden. Die zielen ja genau auf die Berichterstattung. In Berlin sollte man imho von einem Unfall oder einer Amokfahrt sprechen. So attributieren wir das ganz von selbst IS und Co...und das ist Unsinn und spielt denen in die Karten. Man weiß ja noch immer nicht wer es war (was stark gegen IS spricht, die wollen natürlich, dass man weiß, wer Verantwortlich ist. Ob sie es waren oder nicht: Sie werden sich ziemlich sicher bekennen). Am Ende war es ein psychich angeschlagener, deutscher Teenager, der zu viel GTA gezockt hat. Dann stehen wir ziemlich blöde da, meinst du nicht?

  17. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 21.12.16 - 09:39

    Paris schon wieder vergessen?
    Oder gehört das inzwischen nicht mehr zur westlichen Welt?

  18. Re: Wenn es brennt

    Autor: M.P. 21.12.16 - 10:30

    > ein psychich angeschlagener, deutscher Teenager, der zu viel GTA gezockt hat.
    Auch die Klientel kann sich organisieren und koordinieren ...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_an_der_Columbine_High_School

    Und was unterscheidet einen Amoklauf von eine IS-Aktion?

  19. Re: Wenn es brennt

    Autor: tomatentee 21.12.16 - 11:36

    Und wo gab es da Angriffswellen?

    Das waren verteilte, zeitgleiche Aktionen, keine Wellen, die auf Ersthelfer zielen. Solch ein Vorgehen würde für Terroristen auch keinen Sinn machen...die wollen Unsicherheit verbreiten, hohe Operzahlen (wofür Angriffswellen sorgen sollen) sind da nicht sonderlich wichtig, großflächige, weit verteilte Ziele schon.

  20. Re: Wenn es brennt

    Autor: tomatentee 21.12.16 - 11:51

    Das ganze ist wissenschaflich nicht eindeutig definiert, allgemein wird das aber in etwa wie folgt eingeordnet:

    Terror will die Gesellschaftsordnung zerstören und Instabilität erzeugen. Er verfolgt politische Ziele und für seinen Erfolg ist die (mediale) Wirkung ausschlaggebend. Wer ihm zum Oper fällt ist dem Täter weitgehend egal.

    Ein reiner Amoklauf hingegen hat in der Regel keinerlei politische Ziele, er ist primär auf persönliche Rache ausgelegt, die Opfer sind für den Täter relevant (-> Täter-Opfer-Beziehung)...


    Der Unterschied ist an einem Beispiel besser zu veranschaulichen: Wird über Terror nicht berichtet, ist er wirklungslos, die Täter erreichen ihre Ziele nicht. Wird über einen Amoklauf nicht berichet macht dies für den Täter wenig bis keinen Unterschied. Daher war der Anschlag Beiviks in Norwegen auch ein Terroranschalg, kein einfacher Amoklauf.


    Für das einzelne Opfer und Angehörige macht das natürlich keinen Unterschied, für die Einordnung, politische Folgen und Wahrnehmung in der Öffentlichkeint ist das jedoch ein ganz erheblicher Unterschied: Ein Terroranschlag wird (im Gegensatz zu einem Amkolauf) als Angriff auf die Gesellschaft von außen gesehen...

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