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Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

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  1. Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.11.16 - 11:24

    Folgende Annahmen:

    Zahl der Satelliten: 4425
    Kapazität pro Satelllit: 17 bis 23 Gbps* (Falls hier jemand eine zweite Quelle hat, bitte posten. Ich habe den Bestfall, also 23 Gbps angenommen)
    Gesamtsystemkapazität: 101.775 Tbps
    Aerde gesamt: 510100000 km²
    Aerde Land: 148900000 km²
    Bandbreite pro Quadratkilometer gesamt: 0.199 Mbps
    Bandbreite pro Quadratkilometer Land: 0.686 Mbps

    In einem Land mit nur 10 Bewohnern pro Quadratkilometer kommt man dann auf durchschnittliche 0.068 Mbps pro Nutzer. Für ein weltweit nutzbares Netz müsste die Gesamtkapazität folglich bei etwa Faktor 10 liegen.

    *http://arstechnica.com/information-technology/2016/11/spacex-plans-worldwide-satellite-internet-with-low-latency-gigabit-speed/



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.16 11:26 durch ckerazor.

  2. Re: Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 18.11.16 - 11:45

    Wenn man mit 25 Gigabyte pro Monat pro Kopf rechnet (was global für 2020 geschätzt wird), dann wären das 0,08 Mbps pro Nutzer.
    http://www.cisco.com/c/m/en_us/solutions/service-provider/vni-forecast-highlights.html

    Keine Frage, die Aussage ist so auch falsch. in einem durchschnittlich 20 cm tiefen See kann man auch ertrinken. ;) Aber es benutzt nicht jeder gleichzeitig gleichviel Bandbreite - die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen. Und gerade in den USA gibt es viele Gegenden, in denen weniger als 10 Einwohner pro Quadratkilometer leben - und für die wäre es Manna ... äh ... Internet vom Himmel, für das sie durchaus bereit wären mehr Geld zu bezahlen als Leute anderswo.
    http://media.web.britannica.com/eb-media/89/71789-050-459169A6.gif

    Alle Leute die an herkömmliche Infrastruktur angeschlossen sind dürften auch herausfallen, so dass für den Einzelnen am Ende doch einiges übrig bleiben sollte. Und die Technik in den Satelliten wird im Laufe der Zeit auch immer besser werden, gerade weil sie alle 5-7 Jahre ausgetauscht werden.

    Aber wie gesagt, zuvor braucht es erst noch ein paar Milliarden um wenigstens die erste Ausbaustufe zu erreichen und Umsatz mit den Satelliten zu machen.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

    Autor: Sebbi 18.11.16 - 11:46

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Folgende Annahmen:
    >
    > Zahl der Satelliten: 4425
    > Kapazität pro Satelllit: 17 bis 23 Gbps* (Falls hier jemand eine zweite
    > Quelle hat, bitte posten. Ich habe den Bestfall, also 23 Gbps angenommen)
    > Gesamtsystemkapazität: 101.775 Tbps
    > Aerde gesamt: 510100000 km²
    > Aerde Land: 148900000 km²
    > Bandbreite pro Quadratkilometer gesamt: 0.199 Mbps
    > Bandbreite pro Quadratkilometer Land: 0.686 Mbps
    >
    > In einem Land mit nur 10 Bewohnern pro Quadratkilometer kommt man dann auf
    > durchschnittliche 0.068 Mbps pro Nutzer. Für ein weltweit nutzbares Netz
    > müsste die Gesamtkapazität folglich bei etwa Faktor 10 liegen.
    >
    > *arstechnica.com

    Hmm, das ist deutlich mehr Bandbreite als ich gerade angenommen habe. 101,775 Tbps (rechnet man da wirklich Faktor 1000 mittlerweile?) sind 33000 Petabyte pro Monat. Das wäre knapp die Hälfte des weltweiten Privattraffics

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152566/umfrage/prognose-zum-datenvolumen-des-internet-traffics-weltweit/

    Da die normalen Internetverbindungen ja nicht verschwinden, durchaus eine Hausnummer.

  4. Re: Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.11.16 - 11:55

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man mit 25 Gigabyte pro Monat pro Kopf rechnet (was global für 2020
    > geschätzt wird), dann wären das 0,08 Mbps pro Nutzer.
    > www.cisco.com
    >
    > Keine Frage, die Aussage ist so auch falsch. in einem durchschnittlich 20
    > cm tiefen See kann man auch ertrinken. ;) Aber es benutzt nicht jeder
    > gleichzeitig gleichviel Bandbreite - die Wahrheit liegt wie immer irgendwo
    > dazwischen. Und gerade in den USA gibt es viele Gegenden, in denen weniger
    > als 10 Einwohner pro Quadratkilometer leben - und für die wäre es Manna ...
    > äh ... Internet vom Himmel, für das sie durchaus bereit wären mehr Geld zu
    > bezahlen als Leute anderswo.
    > media.web.britannica.com
    >
    > Alle Leute die an herkömmliche Infrastruktur angeschlossen sind dürften
    > auch herausfallen, so dass für den Einzelnen am Ende doch einiges übrig
    > bleiben sollte. Und die Technik in den Satelliten wird im Laufe der Zeit
    > auch immer besser werden, gerade weil sie alle 5-7 Jahre ausgetauscht
    > werden.
    >
    > Aber wie gesagt, zuvor braucht es erst noch ein paar Milliarden um
    > wenigstens die erste Ausbaustufe zu erreichen und Umsatz mit den Satelliten
    > zu machen.

    Wenn man den Durchschnitt betrachtet, ist das natürlich zutreffend. Das Problem bei der heutigen Internetnutzung ist ja die Notwendigkeit von hoher punktueller und nicht von durchschnittlicher monatlicher Bandbreite. Und die Nutzung wird wohl schon in der selben Fläche zur selben Zeit stattfinden, eben zum Beispiel abends nach der Arbeit. Man sieht schön beim DE-CIX dass die Hauptlast kurz nach 20 Uhr anfängt und die Minimal/Maximallast etwa bei 1:3 liegt.

    Wenn man die Nutzer von Cable, DSL und anderen Techniken herausrechnet, könnte für den Einzelnutzer der über das SpaceX Netzwerk online geht in der Tat ausreichend Bandbreite übrig bleiben. Das Hauptproblem ist aber eben dass wenn eine solche Lösung in entlegenen Orten Anwendung findet, diese nicht nur von einer Person dort genutzt wird;)

  5. Re: Also 0,2 Megabit pro Quadratkilometer. Etwas wenig, oder?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.11.16 - 12:00

    Sebbi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ckerazor schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Folgende Annahmen:
    > >
    > > Zahl der Satelliten: 4425
    > > Kapazität pro Satelllit: 17 bis 23 Gbps* (Falls hier jemand eine zweite
    > > Quelle hat, bitte posten. Ich habe den Bestfall, also 23 Gbps
    > angenommen)
    > > Gesamtsystemkapazität: 101.775 Tbps
    > > Aerde gesamt: 510100000 km²
    > > Aerde Land: 148900000 km²
    > > Bandbreite pro Quadratkilometer gesamt: 0.199 Mbps
    > > Bandbreite pro Quadratkilometer Land: 0.686 Mbps
    > >
    > > In einem Land mit nur 10 Bewohnern pro Quadratkilometer kommt man dann
    > auf
    > > durchschnittliche 0.068 Mbps pro Nutzer. Für ein weltweit nutzbares Netz
    > > müsste die Gesamtkapazität folglich bei etwa Faktor 10 liegen.
    > >
    > > *arstechnica.com
    >
    > Hmm, das ist deutlich mehr Bandbreite als ich gerade angenommen habe.
    > 101,775 Tbps (rechnet man da wirklich Faktor 1000 mittlerweile?) sind 33000
    > Petabyte pro Monat. Das wäre knapp die Hälfte des weltweiten
    > Privattraffics
    >
    > de.statista.com
    >
    > Da die normalen Internetverbindungen ja nicht verschwinden, durchaus eine
    > Hausnummer.


    Im nach Volumen größten Internet Peering der Welt, dem Frankfurter DE-CIX ist die Spitze abends etwa bei 5 Tbps. Die etwa 100 Tbps Bandbreite des SpaceX Netzwerks sind also schon ziemlich ambitioniert. Das wird weltweit eine Menge Uplinkstationen benötigen, um die geplante Gesamtbandbreite überhaupt erreichen zu können.

    Wenn SpaceX ohne Spotbeams arbeitet wird halt pro km² der Landfläche nur 0.7 Mbps ankommen was meiner Einschätzung nach für sinnvolle Nutzung zu wenig sein wird. Man wird sehen. Sinnvoll ist dieses Projekt ohne Zweifel. Ich hoffe dass bei Finanzierung und Durchführung alles glatt läuft.

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