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Starts zum Selbstkostenpreis?

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  1. Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: AlexanderSchäfer 18.11.16 - 15:59

    Wenn man so etwas kalkuliert, darf man doch keine Selbstkostenpreise annehmen, sondern sollte die Verrechnungspreise eher an dem Marktwert ausrichten. Man kann doch nicht die Projektkosten zu Lasten anderen profitabler Unternehmensteile klein rechen.

    Es ist ja wohl stark davon auszugehen, dass die Investoren der Satelliten nicht exakt zu gleichen Anteilen den aktuellen Space-X-Eignern entsprechen werden. Eine Querfinanzierung funktioniert somit nicht.

  2. Re: Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 18.11.16 - 16:18

    Wenn es um die Frage geht, wieviel Geld gebraucht wird um die Satellitenkonstellation aufzubauen, dann sind Selbstkosten genau das richtige. SpaceX geht davon aus, dass das Projekt profitabel wird - und zwar zumindest ungefähr genauso profitabel wie der Rest des Geschäfts. Deshalb geht die Rechnung mit dem Selbstkostenpreis dort nicht zu Lasten anderer Geschäftsbereiche.

    Es wäre etwas anderes, wenn es beispielsweise um die Red Dragon Mission ginge, also dem Plan eine Dragon Kapsel auf dem Mars zu landen, wofür SpaceX derzeit keine adequate Kompensation zu erwarten hat. Dort ist die Frage der Opportunitätskosten natürlich wichtig.

    Aber bei der Investition in ein neues Geschäft geht es ja gerade darum, eine Gelegenheit (Opportunität) für ein Geschäft das man als profitabel einschätzt beim Schopfe zu greifen. Und da sind die Investitionen einfach nur Ausgaben, die am Ende gegen die Einnahmen gegengerechnet werden müssen, um zu sehen wie profitabel das ganze war (oder ggf. wie unprofitabel).

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: AlexanderSchäfer 18.11.16 - 17:01

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und da sind die Investitionen einfach
    > nur Ausgaben, die am Ende gegen die Einnahmen gegengerechnet werden müssen,
    > um zu sehen wie profitabel das ganze war (oder ggf. wie unprofitabel).

    Man darf aber dabei nicht vergessen, dass es sich um ein völlig neues Geschäftsfeld für Space-X handelt. Die Annahme von Selbstkosten funktioniert daher nur dann, wenn das Satelliten-Projekt vollständig durch Space-X finanziert wird und man z.B. nicht Anleihen ausgibt, deren Rückzahlung an den Erlös von Internetzugängen gebunden sind. Es wäre aber doch viel sinnvoller die beiden Geschäftsbereiche von einander zu trennen, da sich so radikal unterscheiden. Für Investoren ist es doch auch attraktiver, wenn beide Bereiche getrennt sind.

    Dass Musk eher das Gegenteil möchte, ist mir klar. Die Übernahme von SolarCity war ja im Prinzip auch nur eine Rettung auf Kosten von Tesla-Aktionären.

  4. Re: Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 18.11.16 - 17:07

    Mit dieser Einstellung hätte Elon Musk niemals SpaceX aufbauen können.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: teenriot* 18.11.16 - 23:45

    Danke für's fleißige mitkommentieren.

  6. Re: Starts zum Selbstkostenpreis?

    Autor: Ovaron 19.11.16 - 14:48

    Bleibt noch die Frage ob SpaceX diese Starts zusätzlich zum Tagesgeschäft abwickeln könnte oder damit zu (nahezu) 100% beschäftig wäre. Jeder Start der intern zum Selbstkostenpreis abgewickelt werden muss würde beim internen Dienstleister ohne massiven Druck von oben automatisch hinten angestellt hinter Starts die [x]x Prozent Gewinn bringen.
    Jedes große Unternehmen das seine Dienstleistungen für externe Kunden auch intern anbietet kennt das Problem vermutlich.

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