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Edelgase

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  1. Edelgase

    Autor: Faraaday 21.11.21 - 09:14

    Abgesehen von Xenon sind die mesten Edelgase nicht selten. Zusammen machen sie ca.1% der Atemluft aus.

  2. Re: Edelgase

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 21.11.21 - 09:27

    Ja, aber 0,934% der Atemluft sind Argon oder 9340ppm. (Das durch den radioaktiven Zerfall von Kalium-40 entsteht.)

    Danach kommt Neon mit 18ppm, Krypton mit 1,14 ppm und Xenon mit 0,09ppm ... oder 0,00009%.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Atmospheric_chemistry

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.11.21 09:29 durch Frank Wunderlich-Pfeiffer.

  3. Das wäre aber schön

    Autor: fanreisender 21.11.21 - 10:49

    Nur Argon ist häufig.

    Bei Neon gab es vor ein paar Jahren eine richtige Durststrecke. Haupthersteller von Neon sind Stahlwerke. Neon ist jetzt zwar kein Bestandteil von Eisenerzen, aber für die Herstellung von Stahl wird eine Unmenge an Sauerstoff benötigt. Das gewinnen die Stahlwerke durch fraktionierte Destillation von Luft. Die Mengen sind dabei so groß, dass die Abtrennung der winzigen Mengen an Neon lohnt und vor allem technologisch sinnvoll ist.
    Vor ein paar Jahren war die Destillation eines Haupterzeugers ausgefallen, zumindest die Stufe der Abtrennung von Neon. Ich glaube, das war in der Ukraine.

    Noch diffiziler ist die Lage bei Helium. Man kann Helium zwar aus Luft gewinnen, aber eigentlich ist Helium auch nur ein temporärer gast in der Atmosphäre. Wegen seiner großen mittleren freien Weglänge überwindet das Helium die Gravitation und diffundiert in den Weltraum. Nun mag man fragen, wieso sich überhaupt Helium in der Atmosphäre befindet.
    Nun, das Helium auf der Erde (die Sonne ist eine andere Geschichte) war in seinem früheren Leben ein Alphateilchen, entstammt somit dem radioaktiven Zerfall. Aus dem Vorkommen radioaktiver Mineralien diffundiert das Helium an die Oberfläche und letztlich in den Weltraum.

    Allerdings haben wir Glück. Manche geologische Formationen halten Gase zurück. Und noch manchmalerer befinden sich radioaktive Gesteine und Fossilien in enger Nachbarschaft, woraus dann Erdgas mit Beimengungen an Helium entsteht. Das kann richtig viel sein, in Wyoming gab es Erdgasquellen mit 8% Heliumanteil. Die neu entdeckte Erdgaslagerstätte in Chayandinskoye (das liegt kurz hinter dem Ende der Welt) soll wohl auch recht viel Helium enthalten.
    Die Hauptquellen für Helium in Algerien und Qatar enthalten ungefähr 0,17% Helium. Normalerweise lohnt die Abtrennung nicht. Allerdings liefern beide Länder vorwiegend verflüssigtes Erdgas und bei der Verflüssigung fällt Helium als nicht verflüssigte Komponente in recht konzentrierter Form an.

  4. Re: Edelgase

    Autor: Faraaday 21.11.21 - 18:03

    Ja und was war an der Bemerkung dann falsch im Artikel steht Edelgase sind selten. Das ist falsch. Xenon mag man als selten ansehen. Der Rest ist einfach nur nicht häufig oder sogar häufig.

  5. Re: Edelgase

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 21.11.21 - 19:10

    Zitat:

    "[...] Es ist das erste Ionentriebwerk, das festes Iod statt Xenon- oder Kryptongas als Treibstoff benutzt und als Prototyp im Erdorbit demonstrierte wurde.

    Dank des festen Treibstoffs, der für den Betrieb des Triebwerks erhitzt und verdampft wird, kann das NPT30-I2 wesentlich kompakter als herkömmliche Ionentriebwerke gebaut werden. Verglichen mit den seltenen Edelgasen ist Iod auch wesentlich billiger[...]"

    Der Bezug ist keinesfalls auf "alle Edelgase", sondern auf die "seltenen Edelgase", die sonst benutzt werden (und zuvor im Artikel genannt wurden).

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  6. Re: Edelgase

    Autor: Eheran 21.11.21 - 22:57

    So hatte ich es auch verstanden.

  7. Re: Edelgase

    Autor: Faraaday 22.11.21 - 07:40

    Danke so passt es. ich entschuldige mich für den Einwurf.

  8. Re: Das wäre aber schön

    Autor: x2k 22.11.21 - 07:59

    Luft wird nicht destiliert das macht man über Luftzerleger.


    fanreisender schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur Argon ist häufig.
    >
    > Bei Neon gab es vor ein paar Jahren eine richtige Durststrecke.
    > Haupthersteller von Neon sind Stahlwerke. Neon ist jetzt zwar kein
    > Bestandteil von Eisenerzen, aber für die Herstellung von Stahl wird eine
    > Unmenge an Sauerstoff benötigt. Das gewinnen die Stahlwerke durch
    > fraktionierte Destillation von Luft. Die Mengen sind dabei so groß, dass
    > die Abtrennung der winzigen Mengen an Neon lohnt und vor allem
    > technologisch sinnvoll ist.
    > Vor ein paar Jahren war die Destillation eines Haupterzeugers ausgefallen,
    > zumindest die Stufe der Abtrennung von Neon. Ich glaube, das war in der
    > Ukraine.
    >
    > Noch diffiziler ist die Lage bei Helium. Man kann Helium zwar aus Luft
    > gewinnen, aber eigentlich ist Helium auch nur ein temporärer gast in der
    > Atmosphäre. Wegen seiner großen mittleren freien Weglänge überwindet das
    > Helium die Gravitation und diffundiert in den Weltraum. Nun mag man fragen,
    > wieso sich überhaupt Helium in der Atmosphäre befindet.
    > Nun, das Helium auf der Erde (die Sonne ist eine andere Geschichte) war in
    > seinem früheren Leben ein Alphateilchen, entstammt somit dem radioaktiven
    > Zerfall. Aus dem Vorkommen radioaktiver Mineralien diffundiert das Helium
    > an die Oberfläche und letztlich in den Weltraum.
    >
    > Allerdings haben wir Glück. Manche geologische Formationen halten Gase
    > zurück. Und noch manchmalerer befinden sich radioaktive Gesteine und
    > Fossilien in enger Nachbarschaft, woraus dann Erdgas mit Beimengungen an
    > Helium entsteht. Das kann richtig viel sein, in Wyoming gab es
    > Erdgasquellen mit 8% Heliumanteil. Die neu entdeckte Erdgaslagerstätte in
    > Chayandinskoye (das liegt kurz hinter dem Ende der Welt) soll wohl auch
    > recht viel Helium enthalten.
    > Die Hauptquellen für Helium in Algerien und Qatar enthalten ungefähr 0,17%
    > Helium. Normalerweise lohnt die Abtrennung nicht. Allerdings liefern beide
    > Länder vorwiegend verflüssigtes Erdgas und bei der Verflüssigung fällt
    > Helium als nicht verflüssigte Komponente in recht konzentrierter Form an.

  9. Re: Das wäre aber schön

    Autor: Eheran 23.11.21 - 23:21

    Und wie arbeitet ein Luftzerleger...?

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