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InfoSec-Managementfehler

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  1. InfoSec-Managementfehler

    Autor: quark2017 26.07.19 - 21:04

    Der Ausfall ist kein Resultat von "unglücklichen Zufällen",
    sondern ein Resultat fehlerhafter Management-Entscheidungen.

    Galileo hat ganz offensichtlich sehr hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit.
    Deshalb gibt es zwei Kontrollzentren.
    Es kann und darf dann aber einfach nicht passieren, dass die für die sehr hohe Verfügbarkeit erforderliche Redundanz davon abhängig ist, dass gerade keine Wartung durchgeführt wird.
    Denn dann hat man - wie wir erleben durften - eben keine Redundanz mehr.

    So etwas im Vorfeld zu erkennen gehört zum 1x1 der Informations-Sicherheit.
    Und jeder, der die ISO 27001 oder den BSI-Grundschutz kennt, kann sich hier nicht mehr mit "unglücklichen Zufällen" herausreden.

    Das man nun als Entschuldigung den vorbeugenden Schutz der Integrität hernimmt, zeugt von der Unfähigkeit der Verantwortlichen.

    Man stelle sich mal vor, Stromnetzbetreiber würden so argumentieren.
    Oh sorry - wir müssen leider deutschlandweit die Stromversorgung für ne Woche unterbrechen, weil wir gerade Sicherheitsupdates in unsere IT-Systeme einspielen....

  2. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: Hotohori 26.07.19 - 22:50

    Es stimmt zwar, aber nicht vergessen: Galileo läuft noch immer im Test Modus.

  3. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: platoxG 26.07.19 - 23:13

    Das war auch mein Gedanke. Ist zwar alles unschön gelaufen, aber unterm Strich muss man auch festhalten, dass Galileo seinen offiziellen Betrieb noch gar nicht aufgenommen hat.
    Interessanterweise ist das eine Info, die die meisten Publikationen für so nebensächlich halten, dass diese bestenfalls irgendwo mitten in der News "versteckt" wird. Hier zwängt sich manchmal durchaus der Gedanke auf, ob das Absicht ist, da man ansonsten den Wow-Effekt der News gleich nivellieren würde ...

  4. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: css_soe 27.07.19 - 05:39

    Ich war schon sehr erstaunt!
    Ein solches, in Zukunft sicher immer relevanter werdendes System, sollte maximale Redundanz und Sabotageschutz bieten.
    Im Verhältnis zu den Satelliten dürfte die Infrastruktur am Boden billig und damit multiplizierbar sein.
    Ich würde von mindestens vier Systemen ausgehen: je mindestens drei, die sich gegenseitig abgleichen und Fehler eines Systems erkennen und dieses ausschließen.
    Zusätzlich mindestens eines, von denen je eines im Wartungsprozess sein kann, ohne den redundanten Betrieb zu gefährden.

    Da die Infrastruktur auch militärisch relevant ist, sollte dieses System örtlich weit getrennt und gesichert aufgestellt werden. Ggf. sollte auch ein offline Backup vorgehalten werden, was nicht über Datenverbindungen erreichbar ist.

    Wichtig ist aber auch unser Umgang auf der Nutzungseite. Der Ausfall von GPS & Co muss IMMER einkalkuliert werden.
    Ein autonomes Fahr- oder Flugzeug muss also manuell steuerbar, und Bodengestützte, dezentrale Navigation möglich bleiben.

  5. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: M.P. 27.07.19 - 10:19

    Ich denke, dieses Projekt hat schon so viel Geld gekostet, dass die europäischen Geldgeber schlichtweg für noch mehr Redundanz nichts mehr rausrücken wollten....

    Einem Politiker mit Laien-Gefühl für Redundanz werden die zwei Zentren auch ausreichend vorkommen ...

  6. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: emuuu 27.07.19 - 11:20

    Ich bin mir sicher irgendwo in der EU rennt der ein oder andere Projektbeteiligte jetzt mit einem „Habs euch doch gesagt“-Schild rum.

  7. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: Hotohori 27.07.19 - 16:17

    Ich denke manche Schreiber vergessen selbst wie wichtig die Info eigentlich ist. Außer die BILD vielleicht, die macht so etwas definitiv mit Absicht. XD

  8. Re: InfoSec-Managementfehler

    Autor: M.P. 28.07.19 - 09:12

    emuuu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin mir sicher irgendwo in der EU rennt der ein oder andere
    > Projektbeteiligte jetzt mit einem „Habs euch doch
    > gesagt“-Schild rum.

    Die Kunst dabei ist, den Text so zu formulieren, dass nicht der Anschein entsteht, dass man seine Vorgesetzten für komplette Idioten hält - das könnte dem Fortgang der Karriere schaden ...

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