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Nicht jammern, sondern machen

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  1. Nicht jammern, sondern machen

    Autor: __guido 24.11.17 - 17:11

    Ich wohne in einem 1000-Seelen-Dorf in Schleswig-Holstein. Kein Supermarkt. Kein Geschäft. Keine Schule. Kein Kindergarten. Nix. Im Prinzip tiefste Pampa. Aber VDSL mit 100 MBit ist verfügbar und Glasfaser genauso. Die die sich immer alle nur über die Konzerne beschweren, sind ein bisschen selbst schuld. Nachdem auch hier keiner der kommerziellen Anbieter in ein Glasfasernetz investieren wollte, hat sich 2011 oder 2012 ein Zweckverband gebildet. Mit der ersten Ausschreibung sind die Baden gegangen, aber im zweiten Anlauf hat es geklappt und die meisten Dörfer im Kreis sind heute mit Glasfaser versorgt. Das wäre überall sonst in der Republik auch möglich. Es müssen sich nur Leute finden, die das in die Hand nehmen und nicht nur meckern.

    Ich nutze das Internet beruflich und privat wohl einigermaßen intensiv und verursache ca. 700 GB Traffic pro Monat, bin aber bei VDSL geblieben und habe vorerst auch nicht vor zu wechseln. Die 100 MBit bei VDSL kommen voll an und VDSL ist je nach Dorfgröße und Durchsetzung pro Monat 5-20 EUR billiger als Glasfaser. 100 MBit reichen rechnerisch für 20 HD-Streams oder 4 Ultra-HD-Streams von Netflix. Das ist mehr, als wir auf Jahre brauchen und einen echten Nutzwert sehe ich bei mehr als 100 MBit derzeit nicht.

  2. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: RipClaw 24.11.17 - 18:09

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wohne in einem 1000-Seelen-Dorf in Schleswig-Holstein. Kein Supermarkt.
    > Kein Geschäft. Keine Schule. Kein Kindergarten. Nix. Im Prinzip tiefste
    > Pampa. Aber VDSL mit 100 MBit ist verfügbar und Glasfaser genauso. Die die
    > sich immer alle nur über die Konzerne beschweren, sind ein bisschen selbst
    > schuld. Nachdem auch hier keiner der kommerziellen Anbieter in ein
    > Glasfasernetz investieren wollte, hat sich 2011 oder 2012 ein Zweckverband
    > gebildet. Mit der ersten Ausschreibung sind die Baden gegangen, aber im
    > zweiten Anlauf hat es geklappt und die meisten Dörfer im Kreis sind heute
    > mit Glasfaser versorgt. Das wäre überall sonst in der Republik auch
    > möglich. Es müssen sich nur Leute finden, die das in die Hand nehmen und
    > nicht nur meckern.

    Hier ist aber die Unterstützung durch die Lokalpolitik notwendig. Zusammenschlüsse von Bürgern die sich für schnelleres Internet einsetzen gibt es vielerorts aber wenn die Lokalpolitik nicht mitspielt können diese höchstens versuchen sich mit Behelfslösungen über Wasser zu halten wie z.B. das man aus einem Nachbarort, in dem schnelles Internet verfügbar ist, eine Richtfunkstrecke aufbaut.

    > Ich nutze das Internet beruflich und privat wohl einigermaßen intensiv und
    > verursache ca. 700 GB Traffic pro Monat, bin aber bei VDSL geblieben und
    > habe vorerst auch nicht vor zu wechseln. Die 100 MBit bei VDSL kommen voll
    > an und VDSL ist je nach Dorfgröße und Durchsetzung pro Monat 5-20 EUR
    > billiger als Glasfaser. 100 MBit reichen rechnerisch für 20 HD-Streams oder
    > 4 Ultra-HD-Streams von Netflix. Das ist mehr, als wir auf Jahre brauchen
    > und einen echten Nutzwert sehe ich bei mehr als 100 MBit derzeit nicht.

    Ich hätte Glasfaser genommen egal ob ich die Geschwindigkeit brauche oder nicht. Schon alleine damit der Anschluss erst mal liegt.

    Meistens ist es so das Anfangs der Anschluss vergünstigt oder sogar kostenlos erfolgt und man kann nach zwei Jahren immer noch zurück zu VDSL gehen wenn einem das reicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.11.17 18:10 durch RipClaw.

  3. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: Faksimile 24.11.17 - 18:28

    Full Ack

  4. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: Stoker 24.11.17 - 23:26

    Damit so ein Vorhaben gelingt ist vor allem eines wichtig: Flächendeckend langsames Internet (<16.000). Sobald man ein solches Vorhaben in Städten versucht wo schon 25-50% der Haushalte über DSL 25.000 verfügt, scheitert so ein Vorhaben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Da sind also Pampa Dörfer tatsächlich mal im Vorteil ;-)

  5. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: Cok3.Zer0 25.11.17 - 02:19

    Erst haben die Stadtwerke Geld für Richtfunkt verpulvert, dann Glasfaser gelegt (Telekom 4Mbit, Vodafone 6Mbit). Nun hat die Telekom VDSL ausgebaut.
    Da bleiben sie erstmal auf ihren Investitionen sitzen. Wer finanziert das? Wer kontrolliert das?

  6. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: esqe 25.11.17 - 06:54

    Die Stadtwerke machen ihre eigene Kalkulation, denen interessiert der Rest nicht.

    Wohne hier ebenfalls in einem 600-Seelen-Dorf, in dem sich nichtmal eine Döner-Bude rentiert. Aber 100Mbit per FttB.

    Man muss aber bedenken, das die Faser auf dem Land viel leichter und billiger unter die Erde zu bringen ist als in der Stadt. So ein Dorf ist eine Jahr mit allem durch, von der Ankündigung bis zum fertigen Anschluss.

  7. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: kellemann 25.11.17 - 08:58

    Stoker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit so ein Vorhaben gelingt ist vor allem eines wichtig: Flächendeckend
    > langsames Internet (<16.000). Sobald man ein solches Vorhaben in Städten
    > versucht wo schon 25-50% der Haushalte über DSL 25.000 verfügt, scheitert
    > so ein Vorhaben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Da sind also Pampa
    > Dörfer tatsächlich mal im Vorteil ;-)

    Wie waren eines der Dörfer (700 Einwohner) die schon recht gut versorgt waren, 16k-50k je nach Lage. Aber auch bei uns wird nun glasfaser gelegt von den Stadtwerken, da auch die älteren verstanden haben, dass es den Wert der Immobilie erhöht wenn Glasfaser liegt.

    Da sehe ich halt den Vorteil auf dem Land, es sind alles Eigenheime. Keine Mieter und Wohnungen wie in den großen Städten.

  8. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: __guido 25.11.17 - 10:38

    Stoker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit so ein Vorhaben gelingt ist vor allem eines wichtig: Flächendeckend
    > langsames Internet (<16.000). Sobald man ein solches Vorhaben in Städten
    > versucht wo schon 25-50% der Haushalte über DSL 25.000 verfügt, scheitert
    > so ein Vorhaben mit einer hohen Wahrscheinlichkeit.

    Nein. Der Zweckverband hat sich zwar zu Zeiten gebildet, als in den meisten Dörfern nur ADSL mit 1-2 MBit verfügbar war. Aber die Einführung bei uns im Dorf passierte 1 Jahr nachdem VDSL mit 100 MBit verfügbar war. Vor Glasfaser-Baubeginn wurde festgelegt: So und so viele Glasfaser-Anschlüsse müssen innerhalb von 8 Wochen verbindlich beauftragt werden, sonst gibt es kein Glasfaser, weil das mit zu wenigen Teilnehmern wirtschaftlich keinen Sinn ergibt. Die nötige Anschlußquote wurde trotz Verfügbarkeit von VDSL erreicht.

  9. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: __guido 25.11.17 - 11:04

    > Ich hätte Glasfaser genommen egal ob ich die Geschwindigkeit brauche oder
    > nicht. Schon alleine damit der Anschluss erst mal liegt.
    >
    > Meistens ist es so das Anfangs der Anschluss vergünstigt oder sogar
    > kostenlos erfolgt und man kann nach zwei Jahren immer noch zurück zu VDSL
    > gehen wenn einem das reicht.

    Korrekt. Zur Einführung wurden hier auch die Anschlusskosten von ca. 1000 EUR inkl. der ersten 20 Meter Anschlussweg von Straße bis zum Haus erlassen. Aber ich sehe für die nächsten 5 Jahre keinen Bedarf für mehr als 100 MBit. Und das obwohl wir Online-Backup, Netflix und mehr nutzen. Zum einen brauchen wir nicht mehr Bandbreite. Zum anderen geht die Zahl der Websites und Services, bei denen man Daten mit 1GBit übertragen bekommt, ohnehin noch gegen null. In den 5 Jahren summieren sich die monatlichen Glasfasermehrkosten je nach Referenz auf 900-1500 EUR. Da gucke ich in 5 Jahren, wie der Markt dann aussieht. Ich hoffe, dass die Glasfaseranbieter langfristig genauso wie die Telefonnetzbetreinber gezwungen werden, ihre Netze für andere Anbieter zu öffnen und Wettbewerb die Preise runter bringt. Heute haben die zum Teil hübsche Monopole.

    Was auch gern bei der ganzen Glasfaser-Manie vergessen wird: Das olle Telefonkabel ist auch noch lange nicht am Ende. Mit G.fast steht der verabschiedete Nachfolgestandard für VDSL2 schon längst in den Startlöchern und wird auch in Deutschland kommen. Damit werden Gesamtdatenraten von bis 1 GBit/s über das olle Kupferkabel möglich. Am XG.fast-Standard wird gearbeitet. Damit kommen 10 GBit/s über das olle Kupferkabel. Allerdings verkürzen sich die möglichen Kupferkabellängen damit zunehmend. Anbieter müssten dafür wahrscheinlich zusätzliche Outdoor-DSLAMs aufstellen. Das dürften vielerorts aber eben günstiger sein, als Glasfaser in jedes Haus zu legen. Deswegen ist die viel kritisierte Strategie der Telekom meines Erachtens gar nicht so dumm. Die bringen Glasfaser in die Wohngebiete und machen die letzten Meter per Kupfer. Die so erreichbaren Datenraten sind bedarfsgerecht. Und die Kosten wohl niedriger. Ein Outdoor-DSLAM mit 50 Ports kostet wohl 10.000 bis 20.000 EUR. 50 Haushalte per Glasfaser anzuschließen, kostet 50.000 EUR.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.17 11:13 durch __guido.

  10. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: Faksimile 25.11.17 - 13:34

    Reichweite des xG.Fast Ports? 30m? 50m? Also fallen auch wieder "Grabungsarbeiten" an.
    Warum denn dann nicht ein mal vernünftig und dann ist gut?

  11. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: RipClaw 25.11.17 - 13:52

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Was auch gern bei der ganzen Glasfaser-Manie vergessen wird: Das olle
    > Telefonkabel ist auch noch lange nicht am Ende. Mit G.fast steht der
    > verabschiedete Nachfolgestandard für VDSL2 schon längst in den Startlöchern
    > und wird auch in Deutschland kommen. Damit werden Gesamtdatenraten von bis
    > 1 GBit/s über das olle Kupferkabel möglich. Am XG.fast-Standard wird
    > gearbeitet. Damit kommen 10 GBit/s über das olle Kupferkabel. Allerdings
    > verkürzen sich die möglichen Kupferkabellängen damit zunehmend. Anbieter
    > müssten dafür wahrscheinlich zusätzliche Outdoor-DSLAMs aufstellen. Das
    > dürften vielerorts aber eben günstiger sein, als Glasfaser in jedes Haus zu
    > legen. Deswegen ist die viel kritisierte Strategie der Telekom meines
    > Erachtens gar nicht so dumm. Die bringen Glasfaser in die Wohngebiete und
    > machen die letzten Meter per Kupfer. Die so erreichbaren Datenraten sind
    > bedarfsgerecht. Und die Kosten wohl niedriger. Ein Outdoor-DSLAM mit 50
    > Ports kostet wohl 10.000 bis 20.000 EUR. 50 Haushalte per Glasfaser
    > anzuschließen, kostet 50.000 EUR.

    g.Fast liefert seine Höchstgeschwindigkeit nur über ca. 100m und bei XG.Fast sinkt die Strecke nochmal. Um 50 Haushalte auf 100m anzubinden müsste der Kasten schon direkt vor einem Hochhaus stehen.

    Mit den klassischen großen Kästen kommt man da nicht wirklich weiter.

    Das ganze wird eher so ablaufen das bei Mehrparteienhäusern die Glasfaser bis in den Keller läuft und dort hängt ein Mini-DSLAM der ebenfalls bis zu 50 Haushalte versorgen kann. Jemand hat mal im Forum den Preis für so einen Mini-DSLAM mit etwa 800-1000¤ angegeben.

    Man könnte auch noch als Alternative dazu den Mini-DSLAM in einem wasserdichten Gehäuse an der Grundstücksgrenze versenken. So wäre keine Genehmigung durch den Hausbesitzer nötigt aber die Mieter könnten trotzdem höhere Geschwindigkeiten via g.Fast bekommen als das mit Super Vectoring möglich wäre.
    Als im Osten OPAL verlegt wurde kam mit Hytas in der Variante FTTD (Fibre to the Door) ein ähnliches System zum Einsatz. In dem Video zu diesem Beitrag kann man sehr schön die Kästen sehen in denen die ONTs eingebaut wurden: [www.golem.de].
    Die Swisscom nutzt das Prinzip ebenfalls aber hat den Vorteil das vielerorts wohl bereits Kabelkanäle in den Straßen vorhanden sind.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.11.17 14:12 durch RipClaw.

  12. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: DerDy 25.11.17 - 14:27

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man könnte auch noch als Alternative dazu den Mini-DSLAM in einem
    > wasserdichten Gehäuse an der Grundstücksgrenze versenken. So wäre keine
    > Genehmigung durch den Hausbesitzer nötigt aber die Mieter könnten trotzdem
    > höhere Geschwindigkeiten via g.Fast bekommen als das mit Super Vectoring
    > möglich wäre.
    Lustig, wir haben uns schon im Januar darüber unterhalten und das nennt sich FTTdp.
    Und Golem hat auch schon darüber berichtet:
    https://www.golem.de/news/kupferkabel-deutsche-telekom-wird-g-fast-fuer-1-gbit-s-einsetzen-1601-118406.html
    Und ja, in der Schweiz nennt man es FTTS (Fiber to the Street).

  13. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: RipClaw 25.11.17 - 16:33

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man könnte auch noch als Alternative dazu den Mini-DSLAM in einem
    > > wasserdichten Gehäuse an der Grundstücksgrenze versenken. So wäre keine
    > > Genehmigung durch den Hausbesitzer nötigt aber die Mieter könnten
    > trotzdem
    > > höhere Geschwindigkeiten via g.Fast bekommen als das mit Super Vectoring
    > > möglich wäre.
    > Lustig, wir haben uns schon im Januar darüber unterhalten und das nennt
    > sich FTTdp.
    > Und Golem hat auch schon darüber berichtet:
    > www.golem.de
    > Und ja, in der Schweiz nennt man es FTTS (Fiber to the Street).

    Es gilt aber immer noch was auch im Januar galt. Das ganze wird nicht für alle verfügbar sein sofern sie es überhaupt machen. Bisher hat die Telekom auf ihre großen Kästen gesetzt.

    Wenn die Telekom sowas anbieten will dann muss sie aber die Schaufel nochmal in die Hand nehmen. Und das ganze wird um einige teurer werden als der FTTC Ausbau. Entsprechend wird die Telekom das wenn überhaupt nur da machen wo es sich für sie rechnet. Und das wird in viel weniger Gebieten der Fall sein als bei FTTC der Fall war.

    Für das flache Land und vor allem für die Gebiete die nur mittels Förderung ausgebaut wurden sehe ich da entsprechend schwarz. Hier wird von seiten der Telekom wohl das Angebot eine Hybridlösung aus Super Vectoring und 5G sein. Höchstens noch das ein opportunistischer Ausbau stattfindet wenn Straßenbauarbeiten durchgeführt werden so das die Kosten entsprechend gering sind.

    Was noch als Zwischenlösung für Mehrparteienhäuser denkbar wäre, wäre das sie DMT Bonding für die Leitung ins Haus einsetzen und dann mittels Mini DSLAM die Haushalte anbinden.

    Und einen aktiven FTTH Ausbau ähnlich dem aktuellen FTTC Ausbau für alle sehe ich bei weitem noch nicht. Damit meine ich das ein FTTH Ausbau stattfindet ohne jegliche Vorbedingung wie z.B. das 40% Vorverträge zusammenkommen.

  14. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: eddia 25.11.17 - 22:14

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich nutze das Internet beruflich und privat wohl einigermaßen intensiv und
    > verursache ca. 700 GB Traffic pro Monat, bin aber bei VDSL geblieben und
    > habe vorerst auch nicht vor zu wechseln. Die 100 MBit bei VDSL kommen voll
    > an und VDSL ist je nach Dorfgröße und Durchsetzung pro Monat 5-20 EUR
    > billiger als Glasfaser.

    Du nutzt das beruflich und dann sind 20 ¤ Mehrkosten zuviel?

    Was kostet denn bei euch VDSL100 und was GF? Und von welchem Anbieter?

    > und einen echten Nutzwert sehe ich bei mehr als 100 MBit derzeit nicht.

    Es ist falsch, einen Anschluss allein an der Geschwindigkeit festzumachen. Für viele Anwendungen zählt eher die Latenz und die ist bei GF mindestens 10 mal geringer als bei VDSL.

  15. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: sneaker 25.11.17 - 22:45

    eddia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist falsch, einen Anschluss allein an der Geschwindigkeit festzumachen.
    > Für viele Anwendungen zählt eher die Latenz und die ist bei GF mindestens
    > 10 mal geringer als bei VDSL.
    Bei Vectoring schaltet die Telekom standardmäßig das Interleaving ab. Ob man Vectoring oder FTTH auf der letzten Meile hat, macht kaum noch einen Unterschied. Der Großteil der Latenz kommt vom Rest des Weges zum Zielserver.

  16. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: DerDy 25.11.17 - 23:49

    eddia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du nutzt das beruflich und dann sind 20 ¤ Mehrkosten zuviel?
    Das ist hier immer noch ein freies Land, wo jeder selber entscheiden darf, wofür er sein Geld ausgeben will. 20 Euro pro Monat sind 240¤ im Jahr. Dacoh wofür ausgeben, wenn man den anderen Anschluss nicht braucht?

    > Es ist falsch, einen Anschluss allein an der Geschwindigkeit festzumachen.
    > Für viele Anwendungen zählt eher die Latenz und die ist bei GF mindestens
    > 10 mal geringer als bei VDSL.
    Es sind Leute wie du, die durch falsche Behauptungen andere Menschen versuchen zu überzeugen. Oder verwechselst du gerade Koaxkabelanschluss mit Vectoring?
    Deine Aussage suggestiert ("mindestens 10 mal geringer"), dass ein Glasfaseranschluss eine deutlich niedrigere Latenz vorweisen kann. Die letzte Meile ist aber häufig gar nicht der ausschlaggebende Faktor für die Latenz, sondern die gesamte Strecke (Client->Server->Client). Und da wird ein Glasfaseranschluss sehr ähnliche Werte bei der Latenz vorweisen, wie ein Vectoringanschluss.

    Bei Koaxkabel gibt es auf Grund der Technologie (alle Teilnehmer greifen auf das selbe Kabel zu) große Unterschiede in der Latenz. Dort kann es bei einem gut gefülltem Segment zu Latenzzeiten von 100 ms und noch mehr kommen. Golem hat bereits darüber berichtet.

  17. Re: Nicht jammern, sondern machen

    Autor: __guido 26.11.17 - 16:36

    eddia schrieb:

    > Du nutzt das beruflich und dann sind 20 ¤ Mehrkosten zuviel?

    Ja, natürlich. Es geht nicht darum, dass ich mir das nicht leisten könnte. Es geht darum, dass ich dann 240 EUR pro Jahr für etwas bezahle, das ich überhaupt nicht brauche/nutze. Das machen nur reichlich Dumme, denn diese (Un-)Logik wäre ja nicht auf das Thema Internetanschluß begrenzt. Teures Handy-Abo? Ich telefoniere zwar kaum über das Handy, aber es sind ja nur 20 EUR.... Zeitschriften-Abo? Habe zwar keine Zeit zum lesen, aber es sind ja nur 20 EUR. Wasserspender im Büro? Ich trinke zwar kaum Wasser im Büro, aber das Abo kostet ja nur 20 EUR.... Photoshop-Cloud-Abo von Adobe. Ich bearbeite zwar keine Fotos, aber es sind ja nur... Usw. usf. Diese Herangehensweise kostet tausende Euros per Jahr. Welchen Sinn soll das ergeben? Wenn ich zu viel Geld habe, spende ich lieber etwas für Projekte, die mir wichtig erscheinen.

    Ansonsten: G.fast bringt in der Regel bis 250m Geschwindigkeitesvorteile. XG.fast bis ca. 150m gegenüber VDSL2. Die durchschnittliche Grundstücksgröße in Deutschland liegt bei 700 qm. Und dann hat man rund um einen Outdorr-DSLAM in normalen Wohngebieten 50 Einfamilienhäuser in Reichweite bis 150m Kabellänge. Wenn man nicht gerade Online-Gamer ist, spielen die kleinen Latenzunterschiede in der Praxis keine Rolle.

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