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Das wird nix

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  1. Das wird nix

    Autor: Niveauacreme 13.01.22 - 13:00

    Der Raum ist zwar ziemlich leer, aber nicht leer genug um mit 99,7% c herumfliegen zu können.
    Jedes Staubkorn das einem im Weg ist schlägt in das Raumschiff ein wie ein Güterzug - und Ausweichen ist nicht. Würde man gar mit > 99,99% c fliegen hätte man schon Probleme so Kleinigkeiten wie Sonnen, Staubwolken und Gravitationsfeldern auszuweichen - jede Reaktion dauert lokal vielleicht Sekunden, in der Zeit ausserhalb des Raumschiffes aber Monate oder gar Jahre. Abweichungen vom Kurs sind mit dieser Geschwindigkeit praktisch unmöglich, auch nur geringste Kurvenbahnen erzeugen wahnwitzige Zentrifugalkräfte, man kann nur geradeaus fliegen und hoffen, dass einem nie was in die Quere kommt. Dazu kommt, dass man gar nicht die Energie bereitstellen kann kurzfristig oder erheblich die Flugbahn zu korrigieren - da sind nur sehr langfristige, minimalste Anpassungen möglich.

    Hinten am Raumschiff kann man ein Aufkleber neben das Nummernschild machen: "Wir bremsen nicht für Planeten" - denn es stimmt schlicht. Bei dem Energieeinsatz ist dieses Raumschiff schlicht unsteuerbar. Ein Supertanker ist ein Kampfflieger dagegen.

    Unbeschadet käme das Raumschiff nie irgendwo an. Im Prinzip wäre das nur ein extrem schnelles Geschoss, dem man von der Erde aus nach ein paar Jahren dann beim desintegrieren zusehen kann (Gammablitz). Einziger Vorteil: Auch im Schiff stirbt man so schnell, dass man es gar nicht mitbekommt. Bestattungsriten erübrigen sich, man wird ein sehr homogener Teil des Kosmos.

  2. Re: Das wird nix

    Autor: xUser 13.01.22 - 14:01

    Niveauacreme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Raum ist zwar ziemlich leer, aber nicht leer genug um mit 99,7% c
    > herumfliegen zu können.
    > Jedes Staubkorn das einem im Weg ist schlägt in das Raumschiff ein wie ein
    > Güterzug - und Ausweichen ist nicht. Würde man gar mit > 99,99% c fliegen
    > hätte man schon Probleme so Kleinigkeiten wie Sonnen, Staubwolken und
    > Gravitationsfeldern auszuweichen - jede Reaktion dauert lokal vielleicht
    > Sekunden, in der Zeit ausserhalb des Raumschiffes aber Monate oder gar
    > Jahre. Abweichungen vom Kurs sind mit dieser Geschwindigkeit praktisch
    > unmöglich, auch nur geringste Kurvenbahnen erzeugen wahnwitzige
    > Zentrifugalkräfte, man kann nur geradeaus fliegen und hoffen, dass einem
    > nie was in die Quere kommt. Dazu kommt, dass man gar nicht die Energie
    > bereitstellen kann kurzfristig oder erheblich die Flugbahn zu korrigieren -
    > da sind nur sehr langfristige, minimalste Anpassungen möglich.
    >
    > Hinten am Raumschiff kann man ein Aufkleber neben das Nummernschild machen:
    > "Wir bremsen nicht für Planeten" - denn es stimmt schlicht. Bei dem
    > Energieeinsatz ist dieses Raumschiff schlicht unsteuerbar. Ein Supertanker
    > ist ein Kampfflieger dagegen.
    >
    > Unbeschadet käme das Raumschiff nie irgendwo an. Im Prinzip wäre das nur
    > ein extrem schnelles Geschoss, dem man von der Erde aus nach ein paar
    > Jahren dann beim desintegrieren zusehen kann (Gammablitz). Einziger
    > Vorteil: Auch im Schiff stirbt man so schnell, dass man es gar nicht
    > mitbekommt. Bestattungsriten erübrigen sich, man wird ein sehr homogener
    > Teil des Kosmos.

    Und selbst wenn man das mit dem ausweichen noch irgendwie lösen könnte ... wie will man denn anhalten? Wenn man das Raumschiff dreht, dann sammelt man ja kein Material mehr ein.

  3. Re: Das wird nix

    Autor: LH 13.01.22 - 14:25

    Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, beim Flug in eine beliebige Richtung tatsächlich einen Planeten oder eine Sonne zu treffen? Schaue ich mir die Maßstäbe in diesem Punkt an, scheint es mir extrem unwahrscheinlich. Sicherlich hat dies doch bereits in der Vergangenheit jemand ausgerechnet.

  4. Re: Das wird nix

    Autor: shoggothe 13.01.22 - 14:26

    Umkehrschub? Zum Ausweichen muss der Schubvektor ja auch schon verändert werden.

  5. Re: Das wird nix

    Autor: Boandlgramer 13.01.22 - 14:58

    Also Steuern und Bremsen kann man vielleicht realisieren, in dem man aus dem Materialstrom einfach etwas für kleinere Steuerspulen abzweigt. Und für die Bremsung mit nach vorne gerichtetem Trichter den Spulenkomplex durch den Trichter durchschiebt und umpolt.

    Interstellare Stäube oder sogar Brocken dürften hingegen ein unlösbares Problem sein, zumal jede Form eines ISM-Räumschildes wahrscheinlich auch den Treibstoff wegräumt. Und für Detektion und Selektion ist keine Zeit..

    Das wird wohl eine theoretische Möglichkeit bleiben...

  6. Re: Das wird nix

    Autor: Sphinx2k 13.01.22 - 17:01

    Ich glaub Harald Lesch hat es mal schön dargestellt. Je näher man an C kommt umso krasser wird die Rotverschiebung. Also wird das an sich Harmlose licht der Sterne das von vorne kommt bis in den üblen Gammastrahlenbereich verschoben die dann die Insassen zerkocht.

  7. Re: Das wird nix

    Autor: shoggothe 13.01.22 - 22:08

    das ist dann aber Blauverschiebung

  8. Re: Das wird nix

    Autor: Trollversteher 14.01.22 - 09:34

    Nun, Planeten und Sonnen kann man von vornherein bei der Kursberechnung berücksichtigen - vor allem, wenn man zu dem uns am nächsten liegenden Sonnensystem fliegen will, gibt es dazwischen keine Sonnen und Planeten (außer den Körpern am Rande unseres Sonnensystems - aber dort ist die Sonde ja noch weit von ihrer Reisegeschwindigkeit entfernt).

    Staubkörner und kleinere Steinchen dürften in der Tat ein Problem sein, allerdings ist auch mit denen im Interstellaren Raum zwischen den Sternensystemen kaum zu rechnen.

  9. Re: Das wird nix

    Autor: RheinPirat 14.01.22 - 10:33

    Hab ihr alle noch nie was von einem Deflektor gehört? Man, man, man. Ihr seit mir ja noch Experten xD

  10. Re: Das wird nix

    Autor: Trollversteher 14.01.22 - 10:38

    >Hab ihr alle noch nie was von einem Deflektor gehört? Man, man, man. Ihr seit mir ja noch Experten xD

    Wie genau muss man sich einen funktionierenden Deflektor bei diesem System vorstellen, Herr Experte? ;-)

  11. Re: Das wird nix

    Autor: Kilpikonna 14.01.22 - 12:21

    Da gab es mal n interessanten Vergleich.

    Wenn man das Sonnensystem um den Faktor 10^14 schrumpft, passt es einschließlich der Neptunbahn auf einen Bierdeckel mit gut 10cm Durchmesser. Mit dem selben Faktor ist der nächste Stern dann 400m entfernt.
    Jetzt stell dir den Aufwand vor, den ein Schütze betreiben muss, um aus 400m Entfernung einen Bierdeckel zu treffen. Möglich, aber nicht trivial. Und da reden wir noch darüber, ein ganzes Sonnensystem zu treffen, nicht die Sonne selbst.
    Die Planeten hätten in diesem Modell nur Nanometer an Durchmesser. Die zu treffen wäre mehr Zufall als irgendwas anderes.

    Man kann sich also einfach mal ne Richtung aussuchen und losfliegen - gegen das Risiko, da einen massiven Himmelskörper zu treffen, dürfte ein Lottojackpot vor Neid erblassen, angesichts der Unwahrscheinlichkeit.

    Und selbst die Lichtjahre bis zum nächsten Stern reist man nicht in gefühlten Sekundenbruchteilen, sondern in Tagen. Mit knapp Lichtgeschwindigkeit ist man zu Proxima Centauri 1500 Tage unterwegs. Man bräuchte also einen Lorenzfaktor von über 1500, damit es sich für den Reisenden kleiner als einen Tag anfühlt, da ist man schon VERDAMMT nah an der Lichtgeschwindigkeit.
    Wenn ich da 3h vor Einschlag merke, dass es ungünstig aussieht, bin ich in der Realität ja immer noch ein halbes Lichtjahr entfernt. Auf die Entfernung reicht eine winzige Änderung des Geschwindigkeitsvektors aus, und ich verfehle den Stern ganz gewaltig.

    Die eigentliche Gefahr sind winzige Partikel, nicht Sterne oder Planeten.

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