1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Science-Fiction: Der…

Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: Schmihaba 13.01.22 - 21:15

    Es wird häufiger Mal von Sonden und der Möglichkeit solche nach z.b. próxima centauri zu schicken gesprochen. Was nie gesagt wird: wäre überhaupt eine Kommunikation möglich?

    Welche Leistung müsste ein Laser haben damit man ein Signal bis zur Erde bekommt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.22 21:15 durch Schmihaba.

  2. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: ckdot 13.01.22 - 22:01

    Theoretisch reicht eine sehr geringe Leistung, da das Universum - und damit der Raum zwischen Sender und Erde - fast leer ist und ein Photon (daraus besteht sämtliche Strahlung wie auch Radiowellen und Licht) hat eine (scheinbar) unendliche Haltbarkeit (bis es auf ein Atom trifft, um mit ihm zu reagieren).
    Du könntest also theoretisch auch mit einem handelsüblichen Laserpointer Signale Richtung Proxima Centauri schicken.
    Natürlich wird die Erdatmosphäre und ggf. die Atmosphäre des Endpunkts einen großen Teil der Strahlung schlucken, aber dieses Problem haben wir schon gelöst. Wir sind ja schon in der Lage, durch die Erdatmosphäre durchzufunken.

    Das Problem ist eher, dass Proxima Centauri über 4 Lichtjahre entfernt ist, d.h. die Latenz ist etwas hoch.

  3. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: Schmihaba 13.01.22 - 22:06

    Gibt's da irgendwelche Hintergründe bzw. Details? Was ist "relativ schwach"? Es muss auf einer kleinen Sonde sein und genau auf die Erde Zielen?! Der Artikel von Wiki, da scheint die Info herzukommen, ist etwas dünn....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.22 22:21 durch Schmihaba.

  4. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 13.01.22 - 22:31

    Ja, das geht. Sogar erstaunlich problemlos, wenn man ein paar kW Strom und kommerzielle Satellitentechnik zur Verfügung hat.

    Beispiel: New Horizons sendete in 4,5 Lichtstunden Entfernung (1/500stel Lichtjahr) mit einer 2,1m großen Antenne, 12 W Sendeleistung und sendet im x-Band mit 8 GHz und 1kbit/s Datenrate, für eine 34m große Empfängerantenne.

    Proxima Centauri ist 2000 mal soweit entfernt, die Signale müssen 4 Millionen mal stärker sein. Größere Antennen und höhere Frequenzen helfen enorm. Die beiden Antennendurchmesser gehen jeweils quadratisch in die Signalstärke ein, die Frequenz verbessert die Effektivität der Antennen ebenso quadratisch (sie bündelt das Radiosignal besser als Sender und kann empfangene Signale besser fokussieren - eine doppelt so hohe Frequenz lässt die Antenne wirken, als hätte sie den doppelten Durchmesser).

    Kommerziell wird z.B. das 40Ghz Ka-Band benutzt - 5 mal höher als New Horizon. Also wäre das Signal der Sendeantenne 25mal so stark und die Empfängerantenne 25 mal so effektiv. Mal eben ein Faktor 625. - Wenn wir New Horizons eine 21m große entfaltbare Antenne verpassen, wie in kommerziellen Geostationären Satelliten, dann hat die Antenne die 100fache Fläche und kann damit ein 100 mal so starkes Signal zur Erde senden. Da haben wir einen Faktor 62.500.

    Wenn wir insgesamt einen Faktor 4 Millionen haben wollen, brauchen wir eine 8mal so große Empfängerantenne, mit 272m Durchmesser - falls jemand Arecibo wieder aufbauen will (für die höhere Frequenz im Ka-Band): Das würde dafür genau passen.

    Wenn man statt dem 12W Sender einen 12 kW Sender verwenden würde, der für kommerzielle Satelliten eher typisch wäre, käme man sogar auf die 1000-fache Datenrate - also 1Mbit/s aus der Entfernung von Proxima Centauri. Alternativ könnte man auch kleinere Empfängerantennen statt höherer Datenrate benutzen.

    Der Nachteil? Die Antenne muss genauer auf die Erde, bzw. die Sonde, ausgerichtet werden - weil die Radiosignale besser gebündelt werden. Ein Faktor 5 durch die höhere Frequenz und ein Faktor 10 durch den größeren Antennendurchmesser - also 50 mal so genau. Ähnliche Probleme gäbe es mit dem Laser aber auch.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: stan__lemur 13.01.22 - 22:32

    Praktisch wird aber jedes Signal gestreut, egal wie fokussiert (im Rahmen des Möglichen) es den Sender verlässt. Um da noch eine erkennbare Signal/Noise-Ratio hinzubekommen, wird dann doch mehr als der Laserpointer benötigt.

  6. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: stan__lemur 13.01.22 - 22:47

    Naja, dann gibts noch die kleine Schwierigkeit, dass ein stationärer Empfänger au der Erde auch kein großes ReceiveWindow hat, Erdrotation und so. Und dann gibts da noch so 'ne eklige Gasschicht, die streut. Für einen 007 von Ian Fleming kann man aber Arecibo gerne wieder aufbauen ;-)

    Auf die Entfernung bräuchte man schon ein besser erreichbares Relais. Ein möglicher Standort wurde aber für das JWST verbraucht...

  7. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: shoggothe 13.01.22 - 22:59

    Ohne Streuung wäre es noch viel schlimmer. Dann müsste Raumzeit-Verzehrung und auch der Erdorbit um die Sonne vorm Aussenden des Signals mit einberechnet werden. Es sind 4 Punkt nochwas Lichtjahre. Genau zielen ist da nicht drin.

  8. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: Schmihaba 14.01.22 - 08:37

    Also ist es möglich mit einer Sonde, die man per Lasersegel auf einen guten %satz der Lichtgeschwindigkeit bringen will? Die rauscht durch, müsste irgendwie noch nah genug an Planeten kommen um halbwegs brauchbare Informationen zu sammeln, eine gigantische Antenne entfalten (nach 20 Jahren) um dann einen 300m Punkt in 4 Lichtjahren Entfernung zu treffen der auch bewegt und rotiert? Klingt fast unmöglich.

    Ich habe immer das Gefühl dass wir so eine Sonde senden könnten, aber entweder keine brauchbaren Fotos bekommen, da nicht abbremsbar und steuerbar und wenn doch, diese Infos nie zurückkommen. :(

    Ich hatte ja gehofft dass ich in meinen Leben nochmal einen anderen Planeten sehe auf einem Foto. Langsam ist die Chance aber null ;(

  9. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: Trollversteher 14.01.22 - 08:48

    >Das Problem ist eher, dass Proxima Centauri über 4 Lichtjahre entfernt ist, d.h. die Latenz ist etwas hoch.

    Zudem muss man *sehr gut* zielen können, um mit einem Laserpointer ein 4 Lichtjahre entferntes Objekt (das sich nicht mal aktuell auf der Position befindet, an der es von der Erde aus sichtbar ist) treffen zu können ;-)

  10. Re: Frage - Harald Lesch hat auf YouTube Anfragen nie reagiert

    Autor: mfeldt 20.01.22 - 08:43

    Schmihaba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird häufiger Mal von Sonden und der Möglichkeit solche nach z.b.
    > próxima centauri zu schicken gesprochen. Was nie gesagt wird: wäre
    > überhaupt eine Kommunikation möglich?
    >
    > Welche Leistung müsste ein Laser haben damit man ein Signal bis zur Erde
    > bekommt?

    Frage am besten beim Projekt Starshot nach:
    https://breakthroughinitiatives.org/initiative/3

    Und nein, das ist keine Satire, das ist ein echtes Projekt was seit nunmehr ca. 5 Jahren existiert und durchaus beachtliche Mittel aufwendet. . Und natürlich gibt es da noch ein paar Herausforderungen zu überwinden...

    Speziell zur Kommunikation z.B. hier:
    https://breakthroughinitiatives.org/forum/13?page=4

    Bei übermäßigem Interesse auch hier:
    https://books.google.de/books?id=Cj52X7jK5OgC&pg=PP1&dq=deep+space+optical+communications&ei=sK9JS57aMpyEzASm09VR&cd=1&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Entwicklungsingenieur (m/w/d) für Stellwerke
    Thales Deutschland GmbH, Ditzingen
  2. IT-Anwendungsadministrator*in (m/w/d)
    PD - Berater der öffentlichen Hand, Berlin
  3. SAP SD/MM Inhouse Consultant (m/w/d)
    Schweizer Electronic AG, Schramberg
  4. Referent (m/w/d) für Datenstrategie und Data Literacy
    Amprion GmbH, Dortmund

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 249€ statt 299€ im Vergleich
  2. 249€
  3. 139€ (Vergleichspreis 173,25€)
  4. 50,04€ (Vergleichspreis 65,98€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
Strange New Worlds Folge 1 bis 3
Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

  1. Star Trek Continuum Paramount verärgert Trekkies mit Star-Trek-NFTs
  2. Star Trek Hauptbesetzung von Next Generation tritt in Picard auf
  3. Star Trek Viel Action bei erstem langem Trailer von Strange New Worlds

Rasterfahndung: Europol will Daten von Europäern beim Grenzübertritt sammeln
Rasterfahndung
Europol will Daten von Europäern beim Grenzübertritt sammeln

Frontex und Europol wollen für alle Reisenden eine Datei anlegen und mit verschiedenen Datenbanken abgleichen. Die Auswertung soll mit KI erfolgen.
Von Matthias Monroy

  1. Subventionswettbewerb Halbleiterkrise stärke die Zusammenarbeit von EU und USA
  2. Digital-Markets-Act EU könnte Safari-Dominanz auf iOS brechen
  3. Digitale-Dienste-Gesetz Was die Einigung zum DSA bedeutet

Xiaomi Watch S1 Active im Test: Wenn sich beim Joggen der Schlafmodus meldet
Xiaomi Watch S1 Active im Test
Wenn sich beim Joggen der Schlafmodus meldet

Eine günstige Sportuhr mit gutem GPS-Modul - das wäre was! Leider hat die Watch S1 Active von Xiaomi zu viele Schwächen, um Spaß zu machen.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Fossil präsentiert Hybrid-Smartwatch im Retrolook