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Was zusätzliche Zweifel aufwirft: Warum neue Technologie zuerst im Massenmarkt einführen?

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  1. Was zusätzliche Zweifel aufwirft: Warum neue Technologie zuerst im Massenmarkt einführen?

    Autor: Lehmmanbnhb 23.04.21 - 05:45

    Was ich an dem Hype über "Festkörperakkus" nicht verstehe, ist, warum diese Technologie zuerst in einem äußerst kostensensitiven Massenmarkt wie dem Automobil eingeführt werden soll?

    Ein Auto mit einem 50kWh-Akku lässt sich vieleicht für 20.000¤ Herstellerabgabepreis verkaufen.

    Wenn der Akku bei gleichem Gewicht 50% mehr Kapazität hätte, in der halben Zeit laden würde oder doppelt so lange hält, würde das den möglichen Erlös vielleicht um 5.000¤ steigern.

    Wenn ich die entsprechend verbesserten 50kWh Festkörper-Akkus, die ich für das eine Auto benötige, stattdessen in nur 500 Business-Laptaps für je 1.000¤ einbaue, könnte ich diese Laptops sicherlich jeweils mindestens 100¤ teurer verkaufen, also 50.000¤ zusätzlich erlösen.

    Historisch gesehen ist neue, teure Batterietechnologie immer zuerst in vergleichsweise wenig preissensitive Nischenmärkte gegangen, wie Hörgeräte (Zink-Luft), Photoapparate (Silberoxid), Mobiltelephone (NiMH) oder Camcorder (Li-Ionen).

    Deshalb würde ich erwarten, daß eine angeblich so bahnbrechende neue Technologie zuerst in Laptops oder Mobiltelefonen eingeführt wird.

    Wenn Quantumscape nicht in der Lage ist, genügend Interesse bei den Batterie-Fachleuten von Apple oder Samsung zu erwecken, die die Firma und deren Technologien für einen Milliardenbetrag aus der Portokasse aufkaufen könnten, dann bezweifele ich, daß da ernsthaft etwas dahintersteckt!

  2. Re: Was zusätzliche Zweifel aufwirft: Warum neue Technologie zuerst im Massenmarkt einführen?

    Autor: Melkor 23.04.21 - 11:12

    Ich würde deine Argumente umdrehen:
    Der Anteil am Herstellungspreis dürfte bei E-Autos deutlich höher als bei allen genannten anderen Bereichen liegen, zudem kannst du hier auch einen deutlichen Wetbbewerbsvorteil aufbauen - sowohl preislich wie auch bei der Produktform.
    Das alles ist bei Notebooks und Smartphones z.B. kaum mehr relevant - wenn da der Akku 50% weniger Volumen bei gleicher Kapazität hast, dann wird das Smartphone vllt. 1mm dünner...
    Der einzige Aspekte der dagegen spricht ist aus meiner Sicht die derzeitige Lebenserwartung von Festkörperakkus, was für Produkte mit kurzen Lebenszyklen nicht unbedingt wichig ist

  3. Re: Was zusätzliche Zweifel aufwirft: Warum neue Technologie zuerst im Massenmarkt einführen?

    Autor: m4mpf 23.04.21 - 12:24

    Der Run auf die Festkörperakkus findet deshalb statt, weil der Zug bei den momentanen Akkus abgefahren ist, sprich China, Korea und (in kleinerem Maßstab) Japan haben das Know-How & die Kapazitäten.

    Sowohl amerikanische Firmen als auch die Europäer sehen in den Festkörperakkus die Chance, dies zu drehen, zumal die theoretischen Vorteile zu einem wirklichen Gamechanger werden, sollten diese sich in die Praxis retten lassen.

    Und für eine Automobilfirma ist es essentiell, die Akkutechnik zu beherrschen, denn da werden die Wettbewerbsvorteile in nächster Zeit herausgeholt. Tesla wußte das von Anfang an, VW hat das nun auch begriffen, der Rest der europäischen Branche - hm - eher noch nicht so ganz.

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