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Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

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  1. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: dl01 31.05.18 - 18:25

    ... anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass der Staat Ausbauprojekte, wie dieses und viele andere, fast vollständig aus öffentlichen Geldern bezahlt, teils sogar mit 3-stelligen Millionenbeträgen für einzelne Projekte. Das daraus entstandene neue Netz verbleibt anschließend natürlich vollständig in der Hand von Big-T.

    Ganz nebenbei hat es sich scheinbar etabliert, auch in mäßig lukrativen Städten und Dörfern den Ausbau so lange zu verschleppen, bis die Verwaltung auch dort mit einem dicken Bündel an Scheinen wedelt.

  2. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: Nightdive 31.05.18 - 20:41

    Du hättest protestieren müssen als die Post damals privatisiert wurde, jetzt ist es zu spät dazu.
    Andererseits könnten auch die Stadtwerke dort Glasfaser verlegen wenn dass Netz in der Hand der Gemeinde bleiben soll.

  3. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: DerDy 31.05.18 - 21:20

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass der Staat
    > Ausbauprojekte, wie dieses und viele andere, fast vollständig aus
    > öffentlichen Geldern bezahlt, teils sogar mit 3-stelligen Millionenbeträgen
    > für einzelne Projekte. Das daraus entstandene neue Netz verbleibt
    > anschließend natürlich vollständig in der Hand von Big-T.

    Du denkst zu kurz. Aber für die Aussage "teils sogar mit 3-stelligen Millionenbeträgen" hätte ich gerne Belege. Denn bei Golem wurden ganz andere Zahlen berichtet. Von einem niedriger 2-stelliger Millionen Betrag war die Rede. Doch auf der anderen Seite wurden sehr viele Haushalte an das Breitbandnetz angeschlossen.

    Aber um wieder auf das Thema Fraueninsel und Glasfaser zu kommen.
    Es hat eine offizielle Ausschreibung gegeben und alle Provider konnten ein Angebot abgeben. Die Telekom hat hier wieder das beste Angebot abgegeben. Zudem ist das Verlegen eines Seekabel nicht alltäglich und nicht für jeden machbar.

    Zudem hat der Staat keine Interessen daran, extra eine Abteilung aufzubauen, die sich dann um die Glasfaseranschlüsse für die 50 Häuser kümmern. Was hat der Staat davon, wenn er noch mehr Geld für das Glasfasernetz ausgibt und dieses auch noch betreiben muss? Einmal einen Betrag zahlen, den weiteren Kosten und und den Betrieb des Netzes übernimmt dann ein Unternehmen.

  4. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: dl01 31.05.18 - 22:33

    > Von einem niedriger 2-stelliger Millionen Betrag war die Rede. Doch auf der anderen Seite wurden sehr viele Haushalte an das Breitbandnetz angeschlossen.
    Die im Artikel zitierten Zahlen stammen aus einer PR-Meldung der Telekom und wurden offenbar (mehrfach) ungeprüft übernommen. Zwar sind diese Zahlen nicht grundsätzlich falsch, aber eben auch nicht die ganze Wahrheit: Der besagte "niedrige" 2-stellige Millionenbetrag stammt aus Landesmitteln. Hinzu kommt ein weiterer hoher 2-stelliger Millionenbetrag vom Bund, der in der Pressemeldung (und im Artikel) nicht erwähnt wird. Die Quellen darfst du dir selbst suchen. Ich habe sie oft genug im Forum gepostet.

    > Zudem hat der Staat keine Interessen daran, extra eine Abteilung aufzubauen, die sich dann um die Glasfaseranschlüsse für die 50 Häuser kümmern.
    Nein, der Staat hat sicher kein Interesse daran, die Reste dessen zu verwerten, was bei der Rosinenpickerei der Telekom übrig bleibt. In der Praxis tut er aber genau das.

    > Einmal einen Betrag zahlen, den weiteren Kosten und und den Betrieb des Netzes übernimmt dann ein Unternehmen.
    Das ist sicher auch die Wunschvorstellung der Telekom: Der Staat zahlt den teuren Ausbau. Die Telekom übernimmt anschließend den gewinnbringenden Betrieb. Leitungsmiete zahlt sie dabei nicht. Auch ist die neu verlegte Infrastruktur anschließend im Besitz des Unternehmens.

  5. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: sneaker 31.05.18 - 22:59

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zudem hat der Staat keine Interessen daran, extra eine Abteilung
    > aufzubauen, die sich dann um die Glasfaseranschlüsse für die 50 Häuser
    > kümmern. Was hat der Staat davon, wenn er noch mehr Geld für das
    > Glasfasernetz ausgibt und dieses auch noch betreiben muss? Einmal einen
    > Betrag zahlen, den weiteren Kosten und und den Betrieb des Netzes übernimmt
    > dann ein Unternehmen.
    Es gibt auch das "Betreibermodell". Da baut der Staat und verpachtet es anschließend an einen privaten Betreiber.

  6. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: DerDy 01.06.18 - 01:00

    sneaker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt auch das "Betreibermodell". Da baut der Staat und verpachtet es
    > anschließend an einen privaten Betreiber.
    Ich habe davon gehört. Aber mal Fakten nennen, wie viele Kommunen oder Städte machen das? Und im Fall der Fraueninsel, lohnt sich sowas bei 50 Häusern?

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Von einem niedriger 2-stelliger Millionen Betrag war die Rede. Doch auf
    > der anderen Seite wurden sehr viele Haushalte an das Breitbandnetz
    > angeschlossen.
    > Die im Artikel zitierten Zahlen stammen aus einer PR-Meldung der Telekom
    > und wurden offenbar (mehrfach) ungeprüft übernommen.
    Wie gut, dass wir den dl01 haben, der sowas besser weiß als Golem oder die Bundesregierung. Nicht.
    https://www.golem.de/news/trotz-foerderung-breitbandausbau-kommt-nur-schleppend-voran-1708-129571.html

    Glaubst du, die Abgeordnete fragen ein Unternehmen, wenn sie wissen wollen, wie viel Geld die Regierung für was ausgegeben haben? Vor allem kann jede Kommune das Fördergeld beantragen und damit steht das Geld praktische jedem Provider und Unternehmen zur Verfügung, dass die Ausschreibung zum Breitbandausbau gewonnen hat.
    Woher soll dann ein einziges Unternehmen wissen, wie viel Geld aus dem Fördergeldtopf entnommen wurde, wenn es selber nur in einem Bruchteil davon profitiert?

    Was du für ein Blödsinn da schreibst, ohne Worte.
    Ich glaube, die Bundesregierung kann selber ganz gut nachschauen, wie viel Geld noch in ihren Fördertöpfen sind und feststellen, dass fast kein Geld ausgegeben wurde.
    Oder willst du jetzt rückwirkend Golem.de als Fake News bezeichnen?

    > Das ist sicher auch die Wunschvorstellung der Telekom: Der Staat zahlt den
    > teuren Ausbau. Die Telekom übernimmt anschließend den gewinnbringenden
    > Betrieb. Leitungsmiete zahlt sie dabei nicht. Auch ist die neu verlegte
    > Infrastruktur anschließend im Besitz des Unternehmens.
    Nenn mal bitte ein Beispiel. Leider hast du es nicht so mit der Wahrheit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.06.18 01:05 durch DerDy.

  7. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: mucpower 01.06.18 - 11:23

    dl01 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass der Staat
    > Ausbauprojekte, wie dieses und viele andere, fast vollständig aus
    > öffentlichen Geldern bezahlt, teils sogar mit 3-stelligen Millionenbeträgen
    > für einzelne Projekte. Das daraus entstandene neue Netz verbleibt
    > anschließend natürlich vollständig in der Hand von Big-T.
    >
    Natürlich, warum nicht ?
    Die Telekom stellt eine Rechnung über 280.000 Euro für den Anschluß und die wird bezahlt.
    Die Gemeinde selbst zahlt davon nur 56.000 Euro, der Rest wird mit Fördergeldern bezahlt.
    Für die Telekom ist es egal, wie der Auftraggeber das Geld zusammenbekommt und bietet nur den Service, aber behält die Leitung und übernimmt die Wartung.

  8. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: sneaker 01.06.18 - 13:33

    DerDy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sneaker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt auch das "Betreibermodell". Da baut der Staat und verpachtet es
    > > anschließend an einen privaten Betreiber.
    > Ich habe davon gehört. Aber mal Fakten nennen, wie viele Kommunen oder
    > Städte machen das? Und im Fall der Fraueninsel, lohnt sich sowas bei 50
    > Häusern?
    Gute Frage. Die Größe ist bei so etwas vermutlich nicht unwichtig. Ist vielleicht auch gerade beim bayerischen Ausbauprogramm so, daß viel auf Gemeindeebene läuft. In Niedersachsen bauen häufig die Kreise und Gemeinden zusammen aus und setzen dann zum Teil eben auch aufs Betreibermodell, z.B. Kreise Friesland, Celle, Grafschaft Bentheim, Harburg, Osnabrück und Diepholz. Das sind dann aber eben jeweils auch Tausende Häuser. Die Telekom ist da meines Wissens bisher nicht als Pächter aufgetreten und übernimmt nur die Kreise die auf das Wirtschaftlichkeitslückenmodell setzen, wie hier im Artikel in Chiemsee/Fraueninsel.


    >
    > dl01 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Das ist sicher auch die Wunschvorstellung der Telekom: Der Staat zahlt
    > den
    > > teuren Ausbau. Die Telekom übernimmt anschließend den gewinnbringenden
    > > Betrieb. Leitungsmiete zahlt sie dabei nicht. Auch ist die neu verlegte
    > > Infrastruktur anschließend im Besitz des Unternehmens.
    > Nenn mal bitte ein Beispiel. Leider hast du es nicht so mit der Wahrheit.
    Was genau meinst Du? Im Artikel ist doch ein Beispiel. Das ist beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell eben so, daß die Infrastruktur das Eigentum des Unternehmens (hier: Deutsche Telekom) ist.

  9. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: dl01 01.06.18 - 19:41

    > Was du für ein Blödsinn da schreibst, ohne Worte.
    Du bist herzlich eingeladen, die Forensuche oder Google zu nutzen.

    > Nenn mal bitte ein Beispiel. Leider hast du es nicht so mit der Wahrheit.
    Es wird vermutlich schwieriger, anderslautende Beispiele zu finden. Mir fällt jedenfalls momentan kein Projekt ein, bei dem die Telekom einen geförderten Ausbau übernommen hat, das Netz anschließend jedoch im Besitz der öffentlichen Hand verblieb und/oder Leitungsmiete gezahlt werden musste.

  10. Re: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ...

    Autor: dl01 01.06.18 - 19:49

    > Die Telekom stellt eine Rechnung über 280.000 Euro für den Anschluß und die wird bezahlt.
    Warum sollte ein privatwirtschaftlich agierendes Unternehmen überhaupt eine Rechnung für Investitionen stellen dürfen? Für gewöhnlich werden diese aus laufenden Erträgen/Rücklagen/Krediten bezahlt.

    Wenn dieses Geschäftsmodell allerdings universal ist, dann möchte ich mich mit einer weiteren Geschäftsidee bewerben: Ich biete an, in einer von Wohnungsnot geplagten Stadt Wohnraum zu schaffen. Die Kommune/das Land/ der Bund müsste mich nur mit einem kleinen Betrag von 80% der Baukosten unterstützen. Selbstredend übernehme ich anschließend die Immobilie in meinen Besitz und erspare dem Staat somit den lästigen Part der Vermietung.

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