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Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

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  1. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 16:25

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das siehst Du leider komplett falsch!
    >
    > Dir "diktiert" hier niemand etwas auf, außer Dein Chef schreibt Dir vor,
    > wie Du etwas zu schreiben hast.
    >
    > Dein gefühltes Diktat ist genau ebenjene Gesellschaft, die angefangen hat,
    > die Sprache als Ursache diverser Probleme anzusehen, und jetzt genau
    > dagegen aktiv gegensteuert.
    >
    > Man kann dennoch an seiner eigenen Redart festhalten. Das steht jedem
    > jederzeit frei.

    Da muss ich wiedersprechen. Es gibt mehrere Bestrebungen von verschiedensten Seiten Sprache gesetzlich zu Regulieren. Und da sellt sich mir die frage ob dies legitim ist oder nicht, und falls es legetim ist, wo ziehen wir die Linie zwischen legitimen und illegitimen Gesetzeseinfluss auf Sprache.

    Für mich ist eine Regulierung von Sprache grundsätzlich illegitim, denn eine Regulierung der Sprache geht meines erachtens nach Hand in Hand mit einer Regulierung des Denkens.

  2. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Timo 06.08.19 - 17:37

    Auf der einen Seite zähle ich mich zu der progressiven Seite. Was in diesem Fall bedeutet dass ich grundsätzlich für die Einbindung von allen und dem Ausräumen von veralteten Rollen und Vorurteilen bin.

    Aber genau dieser Punkt nervt mich unglaublich. Bei Texten, Vorträgen, etc muss man wirklich aufpassen wenn man richtig gendern möchte. Und auch wenn ich diese Zeit investiere und das Resultat für richtig halte... so fühlt es sich doch nur nach verschwendeter Zeit und Aufmerksamkeit an.

    Gefühlt wird hier ein signifikanter Aufwand betrieben um das Geschlecht gleichmäßig zu benutzen und alle Anzusprechen. Wobei die Information des Geschlechtes zumindest in meinem Alltag fast immer egal ist.

    Also wird hier die Sprache komplizierter gestaltet damit eine Information, die irrelevant ist, gleichmäßig verteilt ist.

    Fühlt sich irgendwie nach einem Eigentor an.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.19 17:38 durch Timo.

  3. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 06.08.19 - 17:48

    1) funktioniert das schon in Frankreich nicht richtig und
    2) kann dir keiner den Mund verbieten.

    Ich zweifle stark, dass so ein Gesetz auf europäischer Ebene noch eine Chance hätte.

  4. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: The Insaint 06.08.19 - 18:11

    Schon richtig, nur liegen da aber noch eine paar "Deutsch" dazwischen, die sich in 10, 15 oder 20 Jahren verändert haben.
    _Das_ ist das Problem dabei.
    Meiner Ansicht nach dürfte sich eine Sprache überhaupt nicht verändern. Aber zumindest sollten da einige Generationen dazwischen sein und nicht nur ein paar Jahre.

  5. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: FlapSnac 06.08.19 - 19:45

    Ich werfe mal zwei Anmerkungen in die Runde:

    - Fühlt sich hier jemand von der Orthographische Konferenz von 1901 gegängelt, weil man seitdem das schöne Wort 'Untertan' nicht mehr mit 'h' schreiben sollte?

    - Ein schönes Beispiel wie die Sprache das Denken lenkt (und sogar beeinträchtigen kann):
    'Der Spiegel vertauscht links und rechts'
    Fällt jedem sofort auf was an dieser Aussage falsch ist?
    Wenn nicht: wenn der Spiegel links und rechts vertauscht, warum vertauscht er dann nicht auch oben und unten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.19 19:47 durch FlapSnac.

  6. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: DooMRunneR 06.08.19 - 23:17

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1) funktioniert das schon in Frankreich nicht richtig und
    > 2) kann dir keiner den Mund verbieten.
    >
    > Ich zweifle stark, dass so ein Gesetz auf europäischer Ebene noch eine
    > Chance hätte.

    Deine Zuversicht in eine freie Zukunft hätte ich auch gerne.
    Wir sind ein kleiner Tropfen von individueller Freiheit und Demokratie im Fluss der Menschheitsgeschichte. Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, ist "Mund verbieten" eigentlich der Normalzustand, und er ist es immer noch, bis auf die paar Flecken auf dem Globus bei denen dies nicht der Fall ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.08.19 23:25 durch DooMRunneR.

  7. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Wlad 06.08.19 - 23:38

    Allein der Name ist schon falsch: No more Girls and Boys.
    Bullshit. Es wird immer Jungs und Mädels geben, weil sonst die Fortpflanzung nicht funktioniert.

  8. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: ulink 07.08.19 - 15:08

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei vielen herrscht die Meinung vor, man müsse die Sprache ändern, um das
    > Denken zu ändern.

    Tja, typisches Soziologen/Psychologen Geschwafel eben. Manche von denen gehen sogar soweit, zu behaupten, die Realitaet selbst entstehe durch den Diskurs, also durch die Anwendung von Sprache zu einem bestimmten Thema.

    > Das denken durch die Sprache zu ändern hat für diktatorische oder religiöse Züge.

    So ist es und deshalb ist mir das auch so zuwider.

  9. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: AllDayPiano 07.08.19 - 17:06

    ulink schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DooMRunneR schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei vielen herrscht die Meinung vor, man müsse die Sprache ändern, um
    > das
    > > Denken zu ändern.
    >
    > Tja, typisches Soziologen/Psychologen Geschwafel eben. Manche von denen
    > gehen sogar soweit, zu behaupten, die Realitaet selbst entstehe durch den
    > Diskurs, also durch die Anwendung von Sprache zu einem bestimmten Thema.

    Und dabei weiß ja jeder, dass Donald Trump das beste Beispiel dafür ist, dass Sprache wirkungslos ist. Und dass es vollkommen egal ist, wenn man in immerzu fortwährenden Art auf Ausländer verbal einprügelt, sie als Vergewaltiger und Mörder darstellt. Und dass der Amokläufer von El Paso auch nur durch Computerspiele so radikalisiert wurde, und dass es mit Sicherheit nicht einen Funken daran liegt, dass die zunehmende verbale Radikalisierung Fremdenhass gesellschaftstauglich gemacht hat.

  10. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: ulink 07.08.19 - 18:02

    LOL genau, die grosse Klappe von Trump (den ich durchaus fuer einen Trottel halte) ist daran schuld, dass die Leute zu Moerdern werden.
    Wirklich fein, wenn man einen Suendenbock hat, dem man ALLES aufbuerden kann.

  11. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: drdoolittle 09.08.19 - 11:25

    +1/kt

  12. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Huanglong 11.08.19 - 14:05

    Diese ganzen Kategorien existieren eben nur in den Köpfen der Leute, und die die dann die Sprache gendern wollen, haben da eher die Schranken im Kopf. Warum sollte Ich sprachlich auf einen Unterschied hinweisen, der ja eigentlich nicht existieren soll und den Ich vielleicht auch gar nicht mache. Wie auch schon im Artikel steht, wenn man nach einem Informatiker sucht, sucht man nicht zwingend nach einem Mann. Der Begriff wird also bereits neutral verwendet, Ziel erreicht, den dann zu gendern läuft dem eigentlich nur entgegen. Eigentlich müsste man nun dahin kommen, das eine Informatikerin auch ein Mann sein könnte. Ich verstehe ja, das man sich als Gruppe representiert sehen möchte, aber macht es dann wirklich Sinn zu sagen, wir sind gleich, aber gleichzeitig grenzen wir uns ab um unsere Gleichheit zu untermauern. Diese gender Geschichte wird die Zeit wahrscheinlich auch nicht überdauern, da Sprache immer effizient sein muss, und das ist das gendern mitnichten. Teilweise werden Texte dadurch so entstellt, dass man bedeutend länger braucht, den Sinn dahinter zu erfassen.

    Der Sinn eines Wortes ist eine schiere definitionsfrage und kann sich auch schnell mal ändern. Dann ist ein Informatiker halt weiblich, männlich oder sonstetwas, kommt damit klar, anstatt 30 neue Wörter zu erfinden, die allein Eurer Meinung nach, das irgendwie besser wiederspiegeln. Getreu dem Motto, seht mich an, Ich bin ein~e~r~s Informatrix, Ich bin ja so besonders.

  13. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: throgh 13.08.19 - 07:57

    Nein, es geht dabei schlicht darum, dass man individuelle Belange auch respektiert neben dem Sachverhalt natürlich auch gleiche Grundrechte für Alle haben zu können. Die Gesellschaft allgemein ist noch sehr stark gebunden an Vorurteile und sobald ein Normativ nicht mehr erfüllt ist beginnen die Herabwürdigungen. Erst durch Sprüche und dann später auch erweitert - beispielsweise institutionell oder gerne auch durch manche Politiker als "christlich" bezeichnet.

    Es geht darum mehr Bewusstsein und Empathie zu schaffen, dass es einfach kein Normativ gibt und je schneller Schranken fallen desto besser. Dazu müssen aber zuvor Sprache und Worte genau das abbilden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.19 07:59 durch throgh.

  14. Re: Bevor jetzt hier wieder die Gender-Hasstiraden losgehen

    Autor: Elgareth 13.08.19 - 13:27

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, es geht dabei schlicht darum, dass man individuelle Belange auch
    > respektiert neben dem Sachverhalt natürlich auch gleiche Grundrechte für
    > Alle haben zu können.

    Klar. Dann möchte ich aber bitte auch, dass Eichhörnchen mit "Informatikereich" angesprochen werden, denn ich identifiziere mich ganz individuell als Eichhörnchen.
    *Rolleyes* Sprache dient der Kommunikation, nicht dem persönlichen Ausleben des eigenen Charakters.
    Gäbs dasselbe Problem wenn jeder Beruf einfach "das" als Artikel hätte? "Das Informatiker", wo dann die Frauen nicht mehr "ausgeschlossen" wären? (Was sie ohnehin nicht sind, bzw. erst seitdem sie mit dem InformatikerIN Quatsch angefangen haben...)

    Und es ist meines Wissens nach kein Grundrecht, dass sich die Sprache dem persönlichen Gefühl anpassen muss.
    Grundrechte hören da auf, wo sie in Grundrechte anderer eingreifen, und sobald ich in meine Stellenausschreibung "Informatiker/in (m/w/d)" schreiben MUSS, weil ich sonst gegen ein Anti-Diskriminierungsgesetz verstoße, fühl ich mich in meinem freien Willen beschränkt. Und das ohne jede Notwendigkeit, denn "Informatiker" meint nach offiziellem Sprachgebrauch eben schon Informatiker, Informatikerinnen, sowie alle und alles andere, das/der/die/wasauchimmer den Beruf des Informatikers ausüben kann.

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