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  5. › Serverless Computing: Mehr Zeit für…

Skalierung sinnlos

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  1. Skalierung sinnlos

    Autor: torrbox 08.11.18 - 12:42

    Im Endeffekt ist es doch so: Entweder ich bezahle Server und Admins separat, oder ich bezahle jemanden, der Server und Admins separat bezahlt, und seine Marge draufschlägt. Solange der Anbieter nicht wesentlich effizienter arbeitet als ich und nicht eine geringe Marge verlangt, lohnt sich das nicht.

    Mit den heutigen Serverpreisen / specs ist eine Skalierung außerdem oftmals unnötig und einfach selbst zu machen. Wenn man soweit ist, dass ein 200¤ Server für die Datenbank nicht ausreicht, ist es wahrscheinlich billiger einen eigenen Sysadmin zu bezahlen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.18 12:43 durch torrbox.

  2. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: captain_spaulding 08.11.18 - 12:51

    Dann hast du einen Sysadmin für einen Server. Extrem teuer.
    Die Cloud-Anbieter haben durch ihre Infrastruktur den Vorteil, dass sie nur sehr wenige Admins pro Server brauchen.
    Rechnet sich nicht in jedem Szenario, aber doch in einigen.

  3. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: kayozz 08.11.18 - 13:08

    torrbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit den heutigen Serverpreisen / specs ist eine Skalierung außerdem oftmals
    > unnötig und einfach selbst zu machen. Wenn man soweit ist, dass ein 200¤
    > Server für die Datenbank nicht ausreicht, ist es wahrscheinlich billiger
    > einen eigenen Sysadmin zu bezahlen.

    Sicherlich gibt es im Einzelfall die TCO für selbstgehostete Lösungen, Cloud Computing und Serverless Computing gegeneinander abzuwägen, aber die Zielgruppe ist eine ganz andere als du dir vielleicht vorstellen magst.

    Hier pauschal zu sagen, dass rechnet sich nicht, ist so wie zu behaupten: "das Auto wird sich nicht durchsetzen"

  4. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: skyandsand 08.11.18 - 13:08

    Dann hast du es wohl nicht verstanden, alles was nicht zum Kerngeschäft gehört wird outgesourced. Falls jemand sich auf eine Sache spezialisiert, kann dieser dank Skaleneffekte diese eine Sache mit Sicherheit günstiger machen als man selbst.
    Ich komme ja auch nicht auf die Idee mir meinen eigenen Mail Server aufzusetzen, diesen zu warten und damit Lebenszeit zu verlieren. Für 1-2¤ bekomme ich ja schon was werbefreies.

  5. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: devman 08.11.18 - 13:11

    es geht nicht nur um die Skalierung, es geht um die ganze Architektur. Man kann sich wieder 100% dem Code widmen.

  6. genau das! k.w.T.

    Autor: schipplock 08.11.18 - 14:33

    habe ich doch gesagt: k.w.T. :).

  7. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: AnAmigian 08.11.18 - 16:50

    Der Vorteil für einen Mänäger ist es, dass er so die Kosten seinem Chef besser erklären kann. Gleichzeitig braucht er sich nicht ums Einstellen und Führen von Mitarbeitern zu kümmern.
    Er kauft einen (vorzugsweise) klar definierten Service.

  8. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: stan__lemur 08.11.18 - 20:56

    Kommt auf das Business an. Wenn man immer wieder einzelne Peaks hat, die zigfach über der Grundlast liegen, dann ist die Überlegung durchaus berechtigt, dafür eben nicht selbst Infrastruktur und Manpower vorzuhalten. Ich denke da an zwei frühere Kunden, deren Workload saisonal sehr stark schwankte - von ein paar hundert Aufträgen pro Tag ein halbes Jahr lang bis einige Millionen täglich in den Stoßzeiten. Die Maschine war jeweils so ausgelegt, dass sie den Peak gerade so mit Ach und Krach geschafft hat, die meiste Zeit aber nur Strom verheizt hat. Die Admins haben sich 9 Monate mit anderen Sachen beschäftigt. Da spielt die Marge eines Cloud-Anbieters, die nur bei Bedarf anfällt, keine große Rolle.

  9. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: Slartie 08.11.18 - 23:02

    devman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > es geht nicht nur um die Skalierung, es geht um die ganze Architektur. Man
    > kann sich wieder 100% dem Code widmen.

    Soll ich lachen? Also die Typen, die den ganzen Tag von Serverless und Cloud und Microservices und Event Sourcing und [insert heutige Sau here] fabulieren, gehören meiner Erfahrung nach sehr oft dem Schlag von "Entwicklern" an, die sich keine zwei Minuten pro Tag tatsächlichem Code widmen, sondern stattdessen ein Buzzword-Bingo nach dem anderen ausfüllen und von einem Javascript-Framework zum nächsten hecheln, immer mit dieser Panik im Blick, man könnte den nächsten Zug verpassen.

    Vielleicht käme am Ende ja sogar was praktisch verwertbares raus, wenn sie mal konsequent irgendeine halbwegs zum Problem passende Technik versuchen würden wirklich zu verstehen (und das inkludiert die Grenzen!) und anzuwenden und dann das Ergebnis mit Geduld und der richtigen Mischung aus Pragmatismus und Idealismus zu echter Produktionsreife weiterentwickeln würden, aber das nächste Buzzword wird ja schon wieder in den hippen Slacks dieser Welt gehyped, da kann man doch nicht mit der Technik von gestern arbeiten...

  10. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: torrbox 09.11.18 - 12:28

    skyandsand schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann hast du es wohl nicht verstanden, alles was nicht zum Kerngeschäft
    > gehört wird outgesourced. Falls jemand sich auf eine Sache spezialisiert,
    > kann dieser dank Skaleneffekte diese eine Sache mit Sicherheit günstiger
    > machen als man selbst.
    > Ich komme ja auch nicht auf die Idee mir meinen eigenen Mail Server
    > aufzusetzen, diesen zu warten und damit Lebenszeit zu verlieren. Für 1-2¤
    > bekomme ich ja schon was werbefreies.

    Ein treffender Vergleich wäre doch: Du würdest keinen Mailserver selbst aufsetzen und dann serverless computing dafür bezahlen, weil es da kaum was zu skalieren gibt, wenn der Server eine entsprechende Anbindung hat. Wichtiger wären eher viele IPs.

  11. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: torrbox 09.11.18 - 12:58

    stan__lemur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt auf das Business an. Wenn man immer wieder einzelne Peaks hat, die
    > zigfach über der Grundlast liegen, dann ist die Überlegung durchaus
    > berechtigt, dafür eben nicht selbst Infrastruktur und Manpower vorzuhalten.
    > Ich denke da an zwei frühere Kunden, deren Workload saisonal sehr stark
    > schwankte - von ein paar hundert Aufträgen pro Tag ein halbes Jahr lang bis
    > einige Millionen täglich in den Stoßzeiten. Die Maschine war jeweils so
    > ausgelegt, dass sie den Peak gerade so mit Ach und Krach geschafft hat, die
    > meiste Zeit aber nur Strom verheizt hat. Die Admins haben sich 9 Monate mit
    > anderen Sachen beschäftigt. Da spielt die Marge eines Cloud-Anbieters, die
    > nur bei Bedarf anfällt, keine große Rolle.

    Dafür muss dann der Cloudanbieter die Server das ganze Jahr laufen lassen, bzw. den Stecker ziehen. Für die Weihnachtszeit kann man aber eigentlich auch selber saisonal Server zumieten / kündigen.

  12. Re: Skalierung sinnlos

    Autor: Handle 09.11.18 - 16:19

    Och, mit mailcow ist das ziemlich einfach, seinen eigenen Mailserver zu betreiben, wenn man denn zumindest ein bisschen Spaß an Administration hat. Ansonsten ist man bei posteo o. Ä. gut aufgehoben. Normale E-Mail-Anbieter würde ich meiden, da haben die Behörden nämlich dann auch Zugriff.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.18 16:20 durch Handle.

  13. Re: Skalierung sinnlos???

    Autor: logged_in 09.11.18 - 19:16

    Hast Du dich schon mal mit Skalierung auseinandergesetzt? Wo du um Kubernetes nicht umher kommst?

    Hast Du eine Ahnung wie beschissen komplex Skalierung ist? Vom Load Balancing über Steuerdaten zentral verfügbar machen, auf eine sichere Art und Weise (z.B. etcd?). Wie synchronisieren? RabbitMQ vielleicht? Wie mache ich das denn zuverlässig? Mehrere Server? Wie geht denn das? Muss ich das erst lernen? Jemanden finden der so was beherrscht?

    Da brauchst Du nicht mal einfach einen SysAdmin für, Du brauchst ein ganzes DevOps-Team das sich mit den Sachen auskennt, und wenn alles Läuft, vorerst mal nichts mehr zu tun hat, aber trotzdem noch bezahlt werden will, mit dem Gehalt eines Top-Tier IT-Arbeitnehmers.

    Serverless nimmt dir das alles ab. Natürlich hat das seinen Preis, aber der dürfte deutlich unter dem liegen, welches dein eigenes Team kosten würde.

    Die Frage ist nur, ob es flexibel genug ist, um deine Ansprüche zu genügen. Dann musst Du entweder so vernünftig sein und deine Ansprüche anpassen, oder eben die Büchse der Pandora öffnen und das selbst in die Hand nehmen.

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