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Pfand ist die Lösung

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  1. Pfand ist die Lösung

    Autor: rawcode 07.04.20 - 12:29

    Holt doch mal Jürgen Trittin aus der Biotonne und fragt ihn, wie er das mit den elektronischen Aludosen lösen würde.

    P.F.A.N.D. und das ganze läuft.

    Vorschriften+Bestrafung bringt nichts, weil der Überwachungsaufwand viel zu groß ist, und die Faulen selbst bei perfekter Kontrolle der Restmülltonne letztendlich ihre Akkus eher in den Wald kippen würden, als sie zum Wertstoffhof zu bringen.
    Jetzt macht mal ¤20 Pfand auf jeden Akku, von mir aus auch preislich nach Größe gestaffelt. Selbst wenn viele Leute die immer noch nicht wegbringen würden, würde es plötzlich Sammler geben, die die Akkus an der Haustür GRATIS abholen. Warum? Weil sie davon leben können.

    Würde immer noch nicht alle Akkus retten, aber ganz gewiss die allerallermeisten.

  2. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: unbuntu 07.04.20 - 12:56

    Pfand auf Dosen, die man nach 1 Tag zu Fuß in einen beliebigen Supermarkt zurück bringt ist aber was anderes als Pfand auf Elektroartikel, die man irgendwo im Internet gekauft hat und jahrelang verwendet.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  3. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: John2k 07.04.20 - 12:57

    rawcode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Holt doch mal Jürgen Trittin aus der Biotonne und fragt ihn, wie er das mit
    > den elektronischen Aludosen lösen würde.
    >
    > P.F.A.N.D. und das ganze läuft.
    >
    > Vorschriften+Bestrafung bringt nichts, weil der Überwachungsaufwand viel zu
    > groß ist, und die Faulen selbst bei perfekter Kontrolle der Restmülltonne
    > letztendlich ihre Akkus eher in den Wald kippen würden, als sie zum
    > Wertstoffhof zu bringen.
    > Jetzt macht mal ¤20 Pfand auf jeden Akku, von mir aus auch preislich nach
    > Größe gestaffelt. Selbst wenn viele Leute die immer noch nicht wegbringen
    > würden, würde es plötzlich Sammler geben, die die Akkus an der Haustür
    > GRATIS abholen. Warum? Weil sie davon leben können.
    >
    > Würde immer noch nicht alle Akkus retten, aber ganz gewiss die
    > allerallermeisten.

    Ich wäre nicht bereit 500-1000¤ in AKkupfand irgendwo ohne Return zu investieren.
    Wonach wird der Pfand ermittelt? WH? Spannung? Spannung und WH?
    Sollen Kosten für fest verbaute akkus entstehen? Warum soll ich dem Recycler mein Gerät oder Pfand schenken?
    Was soll denn so ein Autoakku an Pfand kosten, wenn dir für einen Popelakku 20¤ anfallen sollen.
    Was passiert, wenn das Gerät verloren wird? Ins Wasser fällt? 20¤ weg? Beim neuen Ärgerlich, aber bei einem 5 Jahre alten Telefon ist der Akku mehr wert als das Gerät.

    Warum nur Pfand auf Akkus und nicht auf Batterien?

    Pfandaufwand finanziell? Nehmen wir das Theoretische Beispiel für Pfandflaschen:

    25 Cent für eine bei ca. 16 Milliarden verkauften Einheiten im Jahr.

    Verkaufszahlen 2010 - Batterien ca 1,5 Milliarden bis 2019 wahrscheinlich rückläufig

    Würde ungefähr ca. 2,6¤ Pfand pro Batterie(AAA Zellen) ergeben, damit es finanziell lohnt.

    Über Pfand auf Elektrogeräte kann man sicherlich diskuttieren. Da machen sich meist einige Euro nicht sonderlich im Endpreis bemerkbar und Kinder könnten Taschengeld verdienen.


    Viel eher würde das die Diebstähle ankurbeln. Sehr leicht verdientes Geld.

  4. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 07.04.20 - 14:08

    Nee, den Jürgen lassen wir mal in der Bio-Tonne. Da ist er ganz gut aufgehoben.
    Lass uns doch eigene Ideen entwickeln.

    Batterie- / Akkupfand ist eine schöne Idee.
    Jetzt musst du nur noch einen Vorschlag machen wonach das berechnet werden soll.
    Ich werf mal das Gewicht in den Ring.
    Vorschlag: Je angefangenes Kg fallen 20,- ¤ Pfand an.

    Konkret würde dann zum Beispiel ein iPhone mit einem Pfand von 20,- ¤ beaufschlagt. Auch eine Bohrmschine ist dann mit 20,- - 40,- ¤ dabei. Alles schön und leistbar. Allerdings würde für ein hippes E-Auto aus der Musksch'n Manufactur dann auch ein Pfand von ca. 12.000,- ¤ anfallen (z. B. Model S). Ich bin nicht sicher, ob das dem Absatz der "Wir sind Öko, weil unser 2,5 Tonnen Trumm kein Auspuff hat"-Fahrzeuge zuträglich ist.

  5. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: rawcode 07.04.20 - 14:26

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Batterie- / Akkupfand ist eine schöne Idee.
    > Jetzt musst du nur noch einen Vorschlag machen wonach das berechnet werden
    > soll.
    > Ich werf mal das Gewicht in den Ring.
    > Vorschlag: Je angefangenes Kg fallen 20,- ¤ Pfand an.
    > [...]
    Ist das schön, hier im Forum mal konstruktive Beiträge zu lesen, danke dafür.
    Gewicht und/oder Kapazität wäre durchaus eine gute Idee. Nur muss das ja nicht linear steigen, logarithmisch tut's auch. Und wenn auf den 22kWh-Akku meines Elektroautos 500¤ Pfand draufkommen, was soll's?
    Ein Model-S-Akku darf dann gerne 1000¤ Pfand kosten. Und wenn das Ding abfackelt, tja... eine Pfandflasche fällt mir ja auch mal runter, dann ist das Pfand weg. Und bei solchen Beträgen kann das ja durchaus auch Teil der Kasko werden.

    Aber dass sich dadurch Diebstähle erhöhen sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Höchstens Diebstähle von Uralt-Geräten. Ein brandneues Macbook wird sicher nicht wegen des Akkupfands geklaut :)

    Edith Piaf: ja, auch Batterien, oder sogar ganz allgemein gesondert zu entsorgendes Zeug sollte Pfand kriegen. Denn nur die Wenigsten geben die Sachen in die gelbe Tonne, um die Umwelt zu schonen, sondern weil die (im Gegensatz zur Restmülltonne) nix kostet! Geld regiert die Welt! Und Pfand ist ein wunderbares Mittel, nicht so altruistischen Leuten einen handfesten Eigenbedarf zu geben, solche Dinge artgerecht zu entsorgen. Und wenn nicht ihnen, dann jemand anders, der sich seine Rente/Studentenleben damit aufbessern kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.20 14:33 durch rawcode.

  6. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: John2k 07.04.20 - 14:30

    rawcode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gewicht und/oder Kapazität wäre durchaus eine gute Idee. Nur muss das ja
    > nicht linear steigen, logarithmisch tut's auch. Und wenn auf den 22kWh-Akku
    > meines Elektroautos 500¤ Pfand draufkommen, was soll's?
    > Ein Model-S-Akku darf dann gerne 1000¤ Pfand kosten. Und wenn das Ding
    > abfackelt, tja... eine Pfandflasche fällt mir ja auch mal runter, dann ist
    > das Pfand weg. Und bei solchen Beträgen kann das ja durchaus auch Teil der
    > Kasko werden.

    Wenn ihr zu viel Geld habt, dürft ihr das auch gerne mir überweisen.
    500¤ oder 100¤ mehr beim Auto sind halt eben genau das Geld mehr.

  7. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: John2k 07.04.20 - 14:35

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich werf mal das Gewicht in den Ring.
    > Vorschlag: Je angefangenes Kg fallen 20,- ¤ Pfand an.

    Leider durchdenkt ihr eure Vorschläge null.

    Witzpfand für Knopfzellen und bei Bleiakku (ca. 23kg - 90AH) - 460¤?
    Für LKW Bleiakku dann(230AH 60kg) - 1200¤?

  8. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: rawcode 07.04.20 - 14:37

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]
    >
    > Wenn ihr zu viel Geld habt, dürft ihr das auch gerne mir überweisen.
    > 500¤ oder 100¤ mehr beim Auto sind halt eben genau das Geld mehr.

    Kannst ja gerne mit deinem Bollerwagen Unfallstellen abgrasen und die Akkus beim örtlichen Autohändler abgeben, da krisste deinen halben Tausi für, Alder.

  9. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 07.04.20 - 14:47

    rawcode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist das schön, hier im Forum mal konstruktive Beiträge zu lesen, danke
    > dafür.
    Ich bin eigentlich immer um konstruktive Beiträge bemüht. Allerdings komme ich aus Ironien. Das liegt am sarkastischen Meer und mein Akzent macht meine Beiträge scheinbar nicht immer verständlich. Das bitte ich zu entschuldigen.

    > Gewicht und/oder Kapazität wäre durchaus eine gute Idee. Nur muss das ja
    > nicht linear steigen, logarithmisch tut's auch.
    Nee, wir brauchen schon eine feste Größe. Sonst kommen die Hersteller wieder auf so Ideen Geräte mit 2699mAh zu verbauen, weil bei 2700mAh wieder mehr Pfand anfällt.

    Ich hatte eigentlich bewusst aufs Gewicht gesetzt. Eigentlich müsste man sogar das Gerätegewicht nehmen. Gerade in der Automobilindustrie könnte das einen Grund liefern noch stärker an leichteren Akkus und leichteren Werkstoffen zu arbeiten (wobei ich E-Autos eh für eine schlechte Zwischenlösung halte, aber das ist ein ganz anderes Thema).

    > Und wenn auf den 22kWh-Akku
    > meines Elektroautos 500¤ Pfand draufkommen, was soll's?
    > Ein Model-S-Akku darf dann gerne 1000¤ Pfand kosten. Und wenn das Ding
    > abfackelt, tja... eine Pfandflasche fällt mir ja auch mal runter, dann ist
    > das Pfand weg. Und bei solchen Beträgen kann das ja durchaus auch Teil der
    > Kasko werden.
    Ja, beim Auto könnte das ein Posten in den Versicherungskosten werden.
    Aber was ist bei Kleinelektro, also bei der Bohrmaschine, dem Tablet, dem Handy, der Armbanduhr?

    > Aber dass sich dadurch Diebstähle erhöhen sollen, kann ich nicht
    > nachvollziehen. Höchstens Diebstähle von Uralt-Geräten. Ein brandneues
    > Macbook wird sicher nicht wegen des Akkupfands geklaut :)
    Naja, es soll ja Menschen geben, die Ihre Mobiltelefone, Laptops und Tablets länger als 2 Jahre verwenden, auch wenn das den Herstellern ein Dorn im Auge ist. Und ich überlege halt ob die Menschen nicht schon genug "Schmerzen" erlitten haben, oder ob man denen zum Beispiel das Akkupfand auch noch vor den kleinen Zeh hauen muss.

  10. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 07.04.20 - 14:50

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider durchdenkt ihr eure Vorschläge null.
    >
    > Witzpfand für Knopfzellen und bei Bleiakku (ca. 23kg - 90AH) - 460¤?
    > Für LKW Bleiakku dann(230AH 60kg) - 1200¤?


    Fast hätte ich deine Kritik ernst genommen. Echt, um Haaresbreite. Und dann sah ich, dass nach "Ihr durchdenkt nix" kein einziges Wort kam das als konstruktiver Vorschlag hätte verstanden werden können.

  11. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: John2k 07.04.20 - 14:56

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fast hätte ich deine Kritik ernst genommen. Echt, um Haaresbreite. Und dann
    > sah ich, dass nach "Ihr durchdenkt nix" kein einziges Wort kam das als
    > konstruktiver Vorschlag hätte verstanden werden können.

    Was ist denn bei dir durchdacht?
    Der Pfandwert würde nicht selten den Produktwert überschreiten.
    Bei 10 oder 20¤ auf einen Werkzeugakku würde das Preis fast verdoppeln.
    Nicht unbedingt verkaufsförderlich für AKkus, auch wenn dir das vorschwebt. Zum Glück sehen das viele anders.

  12. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 07.04.20 - 15:28

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist denn bei dir durchdacht?
    Siehst du, genau das unterscheidet unsere Beiträge hierzu. Ich habe versucht eine Diskussion in Gang zu bringen, die sich vom "Man müsste mal was machen" löst und um konkrete Wege ringt. Ich habe nie behauptet, dass mein Vorschlag der ultimative Weg ist, sondern ich habe etwas geboten, an dem man sich reiben kann und darstellen kann was man anders sieht und wie mans selber angehen will.

    Dein Beitrag besteht nur aus "Alle doof hier", ohne Beteiligung zur Lösungsfindung. Nicht einmal im zweiten Versuch hast du dazu ein einziges Wort formuliert. Meine Hochachtung, so destrktiv muss man erst einmal sein können.

    > Der Pfandwert würde nicht selten den Produktwert überschreiten.
    > Bei 10 oder 20¤ auf einen Werkzeugakku würde das Preis fast verdoppeln.
    Und genau deshalb habe ich das Beispiel so aufgebaut. Selbst dir ist trotz völligem Desinteresse an einer Lösung aufgefallen, dass eine Einfache Bemessung nach Gewicht nicht die optimale Lösung ist.

    > Nicht unbedingt verkaufsförderlich für AKkus, auch wenn dir das vorschwebt.
    Nein, schwebt mir in keinster Weise vor.
    Ich habe versucht vom T. E. einen Vorschlag zu erfahren wie man das lösen kann. Anders als du hat er das offenbar sogar verstanden - seiner Antwort nach zu urteilen.

  13. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: John2k 07.04.20 - 15:46

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein Beitrag besteht nur aus "Alle doof hier", ohne Beteiligung zur
    > Lösungsfindung. Nicht einmal im zweiten Versuch hast du dazu ein einziges
    > Wort formuliert. Meine Hochachtung, so destrktiv muss man erst einmal sein
    > können.

    Ich habe in einem anderen Beitrag vorgeschlagen erstmal eine Kampagne zur Aufklärung zu starten, wo Akkus und Batterien entsorgt werden sollen. WIr haben dafür ja genug öffentlich rechtliche Sender, über die das sogar kostenneutral als Werbbeblock (Radio und TV) gesendet werden kann.
    Möglichkeiten gibt es, wenn die Regierung wirklich was ändern wollen würde.

    Ich denke damit kann man die Rückgabequote ordentlich steigern, da die Abgabe im Supermarkt keine große Hürde darstellt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.04.20 15:47 durch John2k.

  14. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 07.04.20 - 16:11

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe in einem anderen Beitrag vorgeschlagen erstmal eine Kampagne zur
    > Aufklärung zu starten, wo Akkus und Batterien entsorgt werden sollen. WIr
    > haben dafür ja genug öffentlich rechtliche Sender, über die das sogar
    > kostenneutral als Werbbeblock (Radio und TV) gesendet werden kann.
    > Möglichkeiten gibt es, wenn die Regierung wirklich was ändern wollen
    > würde.
    Unabhängig davon, dass ich - ohne es belegen zu können - annehme, dass eine gar nicht geringe Zahl von z. B. Smartphones bewusst und gewollt in der Restmülltonne landet, weil diejenigen, die es da einwerfen sich deren unumkehrbare physikalische Zerstörung wünschen (was wiederum darauf fußt, dass sie sicher gehen wollen das der Speicher nicht mehr ausgelesen werden kann, da ist der Akku sozusagen ein Nebenschaden), dass Batterien und Akkus nicht in den Restmüll gehören dürfte bei vielen (natürlich, nicht bei allen) angekommen sein. Steht zumindest seit Jahren auf allen Verpackungen, in allen Anleitungen und teilweise sogar nicht klein auf den Rechnungen der Geräte. Einen Teil der Leute, die es noch immer nicht verstanden haben wirst du mit unserem zwangsfinanzierten Rundfunk nicht erreichen, es sei denn wir senden die Beiträge mehrsprachig aus.

    Der Ansatz des T. E. geht ja in die Richtung den Leuten die "Ja sicher weiß ich das es falsch ist, aber ich machs trotzdem"-Haltung etwas schwerer zu machen. Von einem "Bitte werfen Sie die Batterien nicht falsch weg" sind die Menschen dann aber auch nicht zu beeindrucken. Schau mal an die Flughäfen und Bahnhöfe, da wird fast im 5 Minuten-Takt erinnert, man solle sein Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen. Und dennoch kommt es immer und immer wieder zu stehengelassenen Koffern und liegengebliebenen Taschen. In der Bahn wird bei jedem Halt erinnert, man solle sein Gepäck mitnehmen. Und trotzdem bleiben jeden Tag tonnenweise Koffer im Zug.

    Das mit dem Pfand ist ja an sich nicht neu. Bei Autobatterien gibts das ja schon.
    Ob das ausreichend effektiv ist, darüber kann man streiten.

    OK, lass uns deine Idee weiterspielen. Wir senden Beiträge im zwangsfinanzierten Rundfunk. Was ist dein nächster Schritt, wenn das nicht hilft. Wobei - um das festzustellen müsste ja erst einmal ein Ziel definiert sein. stellen wir uns vor: Ziel ist 80% aller Akkus zurückzuführen. Was ist der nächste Schritt, wenn man das Zeil nicht binnen 3 Jahren erreicht, doch ein Pfand? Und wenn ja, nach welchen Maßgrößen?

    > Ich denke damit kann man die Rückgabequote ordentlich steigern, da die
    > Abgabe im Supermarkt keine große Hürde darstellt.
    Da ist sie wieder, die Frage nach dem "ordentlich". Was ist "ordentlich steigern". Ordentlich ist nicht messbar, ordentlich ist ein Bauchgefühl.

  15. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: rawcode 07.04.20 - 17:08

    Wie ich schon weiter oben meinte, verhalten sich ein (achtung, persönliche Schätzung) großer Teil der Leute nicht von sich aus umwelt- oder gesellschaftsfreundlich. Die Erzwingung von gemeinhin als positiven anerkannten Verhaltens kann man natürlich staatlich durch Kontrolle und Strafen erzwingen, das ist aber ineffizient und damit unwirtschaftlich. Am besten bewährt hat sich immer noch die Gewährung von finanziellen oder anderen persönlichen Vorteilen bei Wohlverhalten. Die, die sich "nichts vorschreiben lassen" wollen, dürfen dann immer noch 'böse' handeln, zahlen dann aber dafür.
    Über das Verhältnis Akkugröße/Pfand kann man sich streiten, ich halte den logarithmischen Ansatz für gut, weil er Mini-Akkus eine wesentliche Pfandhöhe gibt, aber riesigen Fahrzeugakkus keine absurd hohe.
    Ja, der Akkuschrauber würde dann 40¤ statt 20¤ kosten. Aber 20 krieg ich ja wieder.

    Das größte Problem bei der Sache wären vermutlich (wie beim Einwegflaschenpfand) wieder osteuropäische Banden, die tonnenweise Akkuattrappen "abgeben" um das Pfand dafür zu erhalten.

  16. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Copper 08.04.20 - 09:28

    Wieso sollte man auf Autos Akkupfand aufschlagen?
    Weil's so schön (möglicherweise) eigene Anti-BEV-Meinung passt?
    Anders kann ich mir diesen Vorschlag nicht erklären.

    Denn wisset: Für Fahrzeuge gibt es bereits Nachweispflichten hinsichtlich des Verbleibs. Die gelten natürlich auch für eine BEV. Oder wie viele ausgeschlachtete Fahrzeuggerippe sehen Sie denn noch rumstehen? Wenn ich keinen Kaufvertrag, Verschrottungsnachweis oder sonstigen Nachweis des Verbleibs beibringen kann, werden die Behörden ungemütlich.
    Und warum sollte man den Fahrzeugakku rausbauen, nur um ihn dann in eine Restmülltonne zu werfen? Erscheint mir wenig logisch

  17. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: wurstdings 08.04.20 - 09:57

    Ja die Pfandidee kam mir auch schon (bereits in nem anderen Thread).

    Die Preisstaffelung nach Gewicht ist auch garnicht so verkehrt. Klar, schwere Technologien (Bleiakkus) werden stärker "belastet" sehe ich aber nicht als schlimm an.
    Gefährlicher wäre, dass Akkus ja immer leichter werden und irgendwann sind dann Riesenakkus nurnoch mit Mindestpfand belegt. Da müsste man eventuell je nach Technologie andere Maßstäbe ansetzen.

    Bei Elektroautos sehe ich das weniger schlimm, da deren Akkus sowieso nicht vom Endkunden entsorgt werden, die sind so wertvoll das sich die Hersteller um eine Zweitverwertung schlagen.

    Theoretisch könnte man die Pfandinfrastruktur so aufbauen:
    * Hersteller produziert Akku
    * wendet sich an Pfandstelle und bekommt einen QR-Code gegen entsprechende Zahlung
    * nicht registrierte Akkus dürfen nicht in Umlauf gebracht werden
    * bei Abgabe bekommt man das Geld, sofern Akku und Code übereinstimmen
    Da könnte man auch gleich die nicht (ohne Werkzeug) wechselbaren Akkus mit höherem Pfand besteuern.

  18. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 08.04.20 - 10:01

    Copper schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso sollte man auf Autos Akkupfand aufschlagen?
    > Weil's so schön (möglicherweise) eigene Anti-BEV-Meinung passt?
    > Anders kann ich mir diesen Vorschlag nicht erklären.
    Ich hab keine Ahnung, was eine Anti-BEV-Meinung ist oder sein soll, aber unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes (falsch entsorgte Energiespeicher (können) der Umwelt nach deren Herstellung gleich noch einmal schaden) wäre es konsequent. Alles was Batterien/Akkus verwendet mit einem Pfand zu belegen könnte ein Weg sein. Und dann braucht es eben eine Messgröße über die Pfandhöhe. Und die darf dann nicht wieder dadurch ins Absurde geführt werden, dass man bestimmte Gegenstände ausnimmt. Für Hybride Fahrzeuge haben wir die Bevorzugung ja schon in Form der halben Versteuerung, auch wenn das Fahrzeug in seiner Nutzungszeit kein einziges mal nachgeladen wurde. Reicht das als Geschenk nicht aus?

    > Und warum sollte man den Fahrzeugakku rausbauen, nur um ihn dann in eine
    > Restmülltonne zu werfen? Erscheint mir wenig logisch
    Wer hat denn was vom Ausbau geschrieben?
    Ein Nachweis über die Sach- und Fachgerechte Entsorgung reicht doch aus.

    Allerdings dürfen wir nicht den Fehler machen, den wir sonst bei E-Schrott gerne machen. Pseudo-Sachgerechte Entsorgung, bei der am Ende der Schrott Containerweise nach Afrika etc. geht um da ohne jeglichen Schutz zerkloppt zu werden.

  19. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: Oekotex 08.04.20 - 10:05

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gefährlicher wäre, dass Akkus ja immer leichter werden und irgendwann sind
    > dann Riesenakkus nurnoch mit Mindestpfand belegt. Da müsste man eventuell
    > je nach Technologie andere Maßstäbe ansetzen.
    Wo ist da die Gefahr?
    Dann steuert man halt nach indem die Gewichtspreise erhöht werden.
    Ich sehe nicht warum das nicht gehen sollte, an anderen Stellen hat unser Staat jedenfalls kein Problem die Abgaben künstlich hochzutreiben, warum sollte das nicht auch beim Pfand gehen?

  20. Re: Pfand ist die Lösung

    Autor: wurstdings 08.04.20 - 11:31

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wurstdings schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gefährlicher wäre, dass Akkus ja immer leichter werden und irgendwann
    > sind
    > > dann Riesenakkus nurnoch mit Mindestpfand belegt. Da müsste man
    > eventuell
    > > je nach Technologie andere Maßstäbe ansetzen.
    > Wo ist da die Gefahr?
    > Dann steuert man halt nach indem die Gewichtspreise erhöht werden.
    > Ich sehe nicht warum das nicht gehen sollte, an anderen Stellen hat unser
    > Staat jedenfalls kein Problem die Abgaben künstlich hochzutreiben, warum
    > sollte das nicht auch beim Pfand gehen?
    Klar schrieb ich ja auch, nur wenn du für alle Akkutechnologien den Gewichtspreis anhebst, dann bist du beim 800Wh Li-Akku mit 20¤ dabei und die Autobatterie kostet dich 5000¤ Pfand. Fände ich etwas zu krass.

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