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Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

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  1. Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: twothe 23.09.22 - 02:41

    ... warum solche Eigenheimlösungen eigentlich nicht vom Bund gefördert werden?

    Wie könnte man einfacher die Energiewende schaffen, wenn sich jeder ein paar KW Solar aufs Dach baut und einen Tagesspeicher in den Keller? Je nach Lage geht statt Solar auch ein kleiner Windgenerator (gibts auch in leise fürs Eigenheim), oder eine Kombination davon.

    Selbst wenn man damit nur 50% vom Strombedarf des Hauses abdecken kann (und bei vielen wird es sicher 80-100% sein), dann nimmt das schon so viel Last vom Stromnetz weg, insbesondere was die Verbrauchsspitzen angeht, das man den Rest ohne großen Aufwand über entsprechend erneuerbare Kraftwerke mit Speichereinheit nachfüttern kann.

    Meine Theorie ist, dass daran einfach nicht die richtigen Leute verdienen, daher wird es nicht umgesetzt.

  2. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Haukeeee 23.09.22 - 05:47

    So eine Förderung würde fast vollständig nach China fließen... und ein Begrenzen auf EU Firmen wie Victron oder Meyer Burger wäre bestimmt nicht zulässig, bzw. würden die das Volumen gar nicht schaffen.

    Schon ohne Förderung ist momentan fast alles ausverkauft.

  3. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Pyromaniac 23.09.22 - 06:55

    So etwas würde dem Bürger helfen, im einen Vorteil bringen OHNE dass eine Firma dauerhaft daran verdient. Daher wird das nie kommen, CDU und CSU werden das sofort mit "Gründen" torpedieren und abwürgen. Wenn man sowas haben wolle, dann müssten viel mehr die Grünen wählen, aber das wird leider nicht passieren. Zu viele AfD-Türstopper und alte Betonbirnen die immer die gleichen wählen, ja nichts neues, "neues" kommt ja vom Teufel.

    Von daher, kümmert euch selber darum möglichst autark zu sein, ihr helft euch selber, aber Hilfe erhaltet ihr keine.

  4. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: blubbber 23.09.22 - 06:57

    das Ding kostet 7000¤ und liefert 2,4kwh mit nem 5kwh Speicher + Kleinkram.

    Ne "Richtige" PV auf dem Dach kostet das gleiche. Also warum Bastlelösung?

    Ende letzten Jahres meine drauf gemacht, 9,6kwh, 6,5kwh Speicher mit 15 Jahre Garantie, Wallbox in der Garage, Montage etc für 28.000 brutto, 23.000 netto wenn man die Rückerstattung in Anspruch nimmt.

    Bist sogar billiger. Und verkaufst den Strom. Und ab 01.01. das ganze ohne Mehrwertsteuer und ohne Finanzamt etc.

    Einzige Hürde ist halt der höhere Anschaffunspreis.

  5. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Haukeeee 23.09.22 - 07:14

    Die Hauptbegründung zum Ablehnen wäre wohl dass es "die falschen Fördern" würde.
    Sprich: die ach so bösen Eigenheimbesitzer.

    Der Ampel geht es doch bei allem was sie tun doch nur um Umverteilung von den Steuerzahlern zu den vom Staat lebenden.

  6. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: ronda-melmag 23.09.22 - 08:37

    Eher mit Absicht ausgebremst
    und ja - solar teile kommen aus der ausland - paneele meist aus China
    Wechselrichter gibt es genau einen Hersteller in Deutschland
    ich behaupte auch das die Aluschienen/Befestigungen auch nicht in D produziert werden
    Ich denke von den Sachen die ich gekauft habe sind 10% (händler) in D geblieben
    Rest ging nach China, Malaysia, USA
    Und Förderung ist die Einspeisevergütung :-9
    Und da sich ja schon Leute aufregen wegen der sonder steckdose (plus extra zuleitung)
    willste mehr wie 600w einspeisen ist meist auch ein neuer zählerschrank notwendig (danke an VDE) - und mein netzbetreiber will das ding im Keller haben - nur schade das der alte im EG hängt
    Materialkosten ca 1500
    und klar braucht es ein meister der ne zulassung von netzbetreiber hat (die im moment nicht wissen wie die aufträge abgearbeitet werden soll - 75% rufen nicht mal für ein Kostenvorschlag zurück
    achja 18750 kwh einspeisen dann hat man den zähler raus ...
    konsequenz : ich mache keine einspeisung / begrenze auf 600w bei 3000 W peek ...
    rest verbrauche ich oder wird ungenutzt

  7. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: gadthrawn 23.09.22 - 10:12

    Eigentlich würde ein staatlich gefördertes Basteln den Eigenheimbesitzer dann in Verantwortung nehmen müssen, das ordentlich auszuführen.

    VDE 0105 Teil 100 von 1997 -> Die Elektrotechnik im Haus (auch Privathaushalte) muss alle vier Jahre geprüft werden.

    Das heißt: Auch das Ding müsste vor Erstanschluss und danach alle vier Jahre geprüft werden.

    Fangen wir hier mal ganz blöd im Artikel mit Statik an.

    Die meisten Gartenschuppen sind
    1. gar nicht für begehen erlaubt, die Dachlast ist nicht darauf ausgelegt.
    -> Bastler gehen trotzdem drauf
    2. Für eine Schneelast von 1 kN/m2 ausgelegt (Statikberechnung nach DIN EN 1991-1-3 (2010-12))
    -> 1 kN ~ 100kg. (Selbst teure geben meist max 1,5 kN, selten 2,x kN an und verbieten begehen...). Seine Module sind bei 1 qm etwa 10 kg schwer, machen aber eine Punktbelastung über die Halter. Wird natürlich beim Basteln mit Schneelast nicht berücksichtigt, die da auch drauf kommt.
    -> ich glaube nicht, dass er weiß was er für eine Dachstatik hat
    -> Also statt lustigem Vermessen mit einer Drohne wie groß das Dach ist, hätte er es auch einfach berechnen können und müssen, und dann mit Statikberechnung Ausrechnen was in seiner Schneelastzone überhaupt da drauf darf, statt draufzupacken was geht.
    -> wenn da aus irgendeinem Grund zusammenklappt ist er voll verantwortlich. Draufbasteln von Mehrgewicht auf ein Dach ohne Statikberechnung -> da haftet keine Versicherung. Wird sehr teuer bei Personenschäden.
    3. Es gibt Norm zur Absturzsicherung von Panels.
    -> Also ich weiß ja nicht, aber 3D gedruckte Halter die man so nebenbei ("Darum entwerfe ich mit FreeCAD einfache Abstandshalter") sehe ich da mehr als fragwürdig.
    4. Panels werden auf der Rückseite meist deutlich heißer und werden daher hinten belüftet ("Erst jetzt realisiere ich, dass die Panels nach dem Zusammenstecken auf den Kabeln liegen.") Aus dem Winkel schlecht zu erkennen, er scheint die aber tatsächlich nur für die Kabel erhöht zu haben. Die meisten Hersteller schreiben etwa 10 cm Abstand zur Dachhaut vor. (Lustigerweise scheint er dafür den Transportkankenschutz der Module dran gelassen zu haben (die schwarzen Kappen aussen)
    10 gute Dachhaken kosten so etwa 40 - 80 Euro. Da es gerade dort warm wird, und die eben absturzsicher sein müssen, gibt es KEINEN Hersteller, der die aus Kunststoff macht. Stahl oder Alu. -> Zeigt gut das weder die Anleitungen gelesen wurden, noch dass da wirklich umfassendes Verständnis da ist.
    5. Winkel scheint ihm eh egal zu sein. Hauptsache aufs Dach. Ist dann aber eher ein Effizienzproblem.
    6. Statt zu wissen was man dranhängen darf wird es ausprobiert. -> Zeigt gut das weder die Anleitungen gelesen wurden, noch dass da wirklich umfassendes Verständnis da ist.
    7. Schiefe Montage von Panelen -> macht man nicht. Kann Effizienz um bis zu 25% verringern. -> Zeigt gut das weder die Anleitungen gelesen wurden, noch dass da wirklich umfassendes Verständnis da ist.
    8. Je nach Modul ist ein Mindestrandabstand zum Dach einzuhalten.

    Unsachgemäße Verkabelung (Erdung, Unterschiedliche Kabeldurchmesser, "Die durch die Balkonschwelle gezogenen Kabel zu den Solarpanels" - Wenn das auf dem Bild eine normale Balkontür ist, werden die schön gequetscht beim dichten Schließen. Diese Kabel offen liegen zu haben ist auch.... nunja. Die Dinger dienen übrigens nicht primär zum Entlüften der Balkontür, sondern eben auch um Schwitzwasser abzuleiten, da legt man keine elektrischen Leitungen durch. Dann liegen die auch noch offen...) , und extrem viel Blauäugigkeit (Machen und nicht Handbuch lesen, Inverter haben nur eine begrenzte Lebensdauer - ist wohl auch nicht klar gewesen)

    Für mich ist das eine Anleitung, wie man es nicht macht. Ist wie früher Fahren ohne Gurt - es kann sein dass nie etwas passiert. Aber es gibt eben auch eine Menge Fälle wo etwas passieren kann.

  8. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: supergut:) 23.09.22 - 10:39

    Pyromaniac schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So etwas würde dem Bürger helfen, im einen Vorteil bringen OHNE dass eine
    > Firma dauerhaft daran verdient. Daher wird das nie kommen, CDU und CSU
    > werden das sofort mit "Gründen" torpedieren und abwürgen. Wenn man sowas
    > haben wolle, dann müssten viel mehr die Grünen wählen, aber das wird leider
    > nicht passieren. Zu viele AfD-Türstopper und alte Betonbirnen die immer die
    > gleichen wählen, ja nichts neues, "neues" kommt ja vom Teufel.
    >
    > Von daher, kümmert euch selber darum möglichst autark zu sein, ihr helft
    > euch selber, aber Hilfe erhaltet ihr keine.

    Soweit ich weiß haben wir gerade einen grünen Wirtschaftsminister und der tanzt ganz genau so nach der Pfeife der Energie- und Netzbetreiberlobby wie alle anderen, denn neue Regeln für PV Anlagen wurden ja gerade erlassen und sind weit von dem entfernt was man sich wünschen würde um Privatleute da zu mehr Initiative zu ermutigen...

    Reichlich Förderungen im energetischen Bereich hat er ja auch gestrichen, kenne alleine zwei die gerade bauen und dank Habeck Dinge wie Dreifachverglasung und nennenswerte Dämmung wieder streichen mussten.

  9. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: F.Nixda 24.09.22 - 09:21

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigentlich würde ein staatlich gefördertes Basteln den Eigenheimbesitzer
    > dann in Verantwortung nehmen müssen, das ordentlich auszuführen.

    Die Installation und Abnahme durch einen Elektriker ist in meinen Augen kein Basteln. Es geht hier darum finanzielle Anreitze für die breite Masse anzubieten und nicht immer nur der größten Lobby die Poperze zu pudern.

  10. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Tinkerpete 24.09.22 - 13:40

    Es ist sicher richtig dass ich keine Statiker-Ausbildung habe und darum nicht ausrechnen kann, was das Dach tatsächlich aushalten kann. Aber ich bin auch in keiner Weise blauäugig an diese Sache heran gegangen. Ich habe für mich kleine Schritte gemacht und immer abgewartet was passiert. So hatte ich zum Beispiel vor dieser Anlage mir ein baugleiches Solarpanel mit 180 Watt gekauft und das knapp 2 Jahre an eine Suaoki 400 angeschlossen.

    Das Dach ist auf jeden Fall begehbar, da dies der Dachdecker, der mir die extra schwere Dachpappe montiert hat, auch gemacht hat. Das Dach war ursprünglich dafür ausgelegt, das dort Pflanzen wachsen können. Ich selbst wiege 90 kg, mit denen ich über das gesamte Dach gegangen bin. Das Dach hält also eine punktförmige Belastung von 90 kg aus. Alle 12 Solarpanels zusammen wiegen 120 kg, also nur 30 kg mehr, als ich und verteilen sich aber auf das gesamte Dach. Da ich sechs Abstandhalter unter jedem Solarpanel habe, verteilt sich das Gewicht pro Solarmodul auf 1,67 kg pro Auflagepunkt. Bei Bedarf könnte ich auch mehr Abstandshalter machen oder mir neue konstruieren und ausdrucken.

    Ja, ich flog kurz mit einer Drohne für ein Foto darüber, anstatt alles mühevoll auszumessen, also die Länge der einzelnen Kanten und die Winkel zueinander. Da das Dach unregelmäßig geformt ist, war das für mich das Einfachste.

    Der Sommer dieses Jahr war vermutlich einer der heißesten in unserer Region jemals. In den ersten Tagen habe ich alles kontrolliert und es sind überhaupt keine Hitzeprobleme aufgetreten.

    Ich kann nicht in jeder Disziplin ein Diplom haben, aber ich kann gewissenhaft vorgehen, nach jedem Schritt alles prüfen und mich so Schritt für Schritt vorwärts zur finalen Lösung tasten. Das habe ich gemacht und es hat funktioniert.

  11. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Landorin 24.09.22 - 20:29

    Haukeeee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Hauptbegründung zum Ablehnen wäre wohl dass es "die falschen Fördern"
    > würde.
    > Sprich: die ach so bösen Eigenheimbesitzer.
    >
    > Der Ampel geht es doch bei allem was sie tun doch nur um Umverteilung von
    > den Steuerzahlern zu den vom Staat lebenden.

    Danke. Dachte schon, dass ich der Einzige bin, der so ähnlich denkt. Egal, welche Entlastung und mag sie noch so sinnlos sein, es kommen immer welche an und kritisieren, dass es unfair wäre, weil Reiche davon profitieren könnten. Bei den Argumentationen gibt es offenbar nur noch Arme und ganz Reiche. Dass ja nicht ein Einziger zuviel profitiert! Die Mittelschicht steigt in der Zwischenzeit still und leise ab.

  12. Re: Man muss berechtigterweise die Frage stellen...

    Autor: Haukeeee 24.09.22 - 20:59

    Naja, wer besitzt ein Haus? Eigenheimbesitzer, Vermieter, Geldanleger oder Großkonzerne.
    Alle 4 sind in den Augen der (H)Ampelmänner das personifizierte Böse.
    Klar das da nichts an Förderungen kommen wird. Eher kommen Strafzahlungen für den der keine Solaranlage hat. Den dass würde wieder "die Richtigen" treffen.

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