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Macht kaum Sinn.

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  1. Macht kaum Sinn.

    Autor: Sinnfrei 01.10.18 - 15:37

    Am Ende bleiben die Daten doch unter Kontrolle der Firma welche die Server zur Verfügung stellt, und man gewinnt eigentlich nichts. Für vielleicht 0.0001% der Nutzer die einen eigenen Server betreiben vielleicht ein Gewinn, ansonsten nur heiße Luft.

    __________________
    ...

  2. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Justlive 01.10.18 - 16:00

    Die Elastos Foundation gründet aktuell ein dezentrales Smartweb ohne zentrale Server! Wenn du interesse hast informiere dich mal.

  3. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: JaneDoe 01.10.18 - 16:05

    Justlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Elastos Foundation gründet aktuell ein dezentrales Smartweb ohne
    > zentrale Server! Wenn du interesse hast informiere dich mal.

    Mit Sitz in China. Mhmm. Klingt erstmal nicht sehr vertrauenserweckend.

  4. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: spag@tti_code 01.10.18 - 16:09

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Ende bleiben die Daten doch unter Kontrolle der Firma welche die Server
    > zur Verfügung stellt, und man gewinnt eigentlich nichts. Für vielleicht
    > 0.0001% der Nutzer die einen eigenen Server betreiben vielleicht ein
    > Gewinn, ansonsten nur heiße Luft.

    Durch ein offenes Protokoll bricht man aber das Monopol. D.h. es gibt verschiedene Anbieter, die zwar theoretisch alle machen können was sie wollen, aber miteinander konkurrieren und kompatibel untereinander sind. Du kannst dir dan denjenigen raussuchen, der die für dich passendsten Bedingungen anbietet.

    Wenn Facebook seine AGB ändert, kannst du nichts machen, außer dich aufregen und Protestieren oder halt kündigen und dabei alle Kontakte verlieren.
    Wenn dir dein Solid-Anbieter seine AGB ändert, wechselst du halt den Betreiber und gut ist. Alleine die Möglichkeit sorgt für ein ganz anderes Verhalten der Anbieter...

  5. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Zazu42 01.10.18 - 16:25

    spag@tti_code schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sinnfrei schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Am Ende bleiben die Daten doch unter Kontrolle der Firma welche die
    > Server
    > > zur Verfügung stellt, und man gewinnt eigentlich nichts. Für vielleicht
    > > 0.0001% der Nutzer die einen eigenen Server betreiben vielleicht ein
    > > Gewinn, ansonsten nur heiße Luft.
    >
    > Durch ein offenes Protokoll bricht man aber das Monopol. D.h. es gibt
    > verschiedene Anbieter, die zwar theoretisch alle machen können was sie
    > wollen, aber miteinander konkurrieren und kompatibel untereinander sind. Du
    > kannst dir dan denjenigen raussuchen, der die für dich passendsten
    > Bedingungen anbietet.
    >
    > Wenn Facebook seine AGB ändert, kannst du nichts machen, außer dich
    > aufregen und Protestieren oder halt kündigen und dabei alle Kontakte
    > verlieren.
    > Wenn dir dein Solid-Anbieter seine AGB ändert, wechselst du halt den
    > Betreiber und gut ist. Alleine die Möglichkeit sorgt für ein ganz anderes
    > Verhalten der Anbieter...

    Ja aber wenn die User die dort bleiben weiterhin Zugriff auf alle neuen Posts von mir haben liegen meine Daten ja in einer Form ab dass jeder der das Protokoll kann meine Daten abfragen kann solange ein Freund von mir dort ist? Oder? Also würde ich bei einem stark (aus-hostingsicht) fragmentierten Freundeskreis vielen Unternehmen den Zugriff gewähren. Kann man dass nicht auch einfach verschlüsseln? Das ich nur kryptische Daten Hochlade und ich ausgewählten Leuten meinen Key auf anderem Kanal zukommen lassen kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.18 16:33 durch Zazu42.

  6. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: |=H 01.10.18 - 16:27

    Du entziehst dem App den Zugriff und damit sind deine kompletten Daten dort weg.
    Deine Freunde gucken dann in die Röhre oder besorgen sich die App, der du jetzt die Rechte zur Veröffentlichung deiner Daten gegeben hast.

  7. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Anonymer Nutzer 01.10.18 - 16:29

    wäre ein sitz anderswo wirklich vertrauenserweckender? bzw. was ist an regionen in denen unternehmen die politik bestimmen und staatliche dienste sich letztendlich auch an keine gesetze halten brauchen besser?

  8. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Anonymer Nutzer 01.10.18 - 16:31

    und was ist, wenn die *app* die daten 'sicherheitshalber' vorsorglich kopiert hat?

  9. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: |=H 01.10.18 - 16:39

    Das wird verboten, also auch nicht gemacht. Ganz einfach. ;)

    Wenn du natürlich alles und jedem die Rechte gibst, hast du natürlich nichts gewonnen.
    Ein "vernünftiges" Unternehmen wird sich jedoch an die Spielregeln halten oder in Grund und Boden geklagt.

    Es wird ja auch eine Art Appstore/Repository geben. Denke die dort gelisteten Apps sind dann relativ sicher.

    Außerdem erzeugt das doch nur Kosten. Warum die ganzen Daten selber hosten, wenn das doch der Kunde für dich macht?

  10. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Sinnfrei 01.10.18 - 16:46

    Warum nicht gleich auch direkt "serverless" auf dem "Fabric of the Internet" wie bei Cloudflare? Mit was für BS man nicht heute Geld verdienen kann ...

    __________________
    ...

  11. Re: Macht kaum Sinn.

    Autor: Zazu42 01.10.18 - 16:55

    |=H schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du entziehst dem App den Zugriff und damit sind deine kompletten Daten dort
    > weg.
    > Deine Freunde gucken dann in die Röhre oder besorgen sich die App, der du
    > jetzt die Rechte zur Veröffentlichung deiner Daten gegeben hast.

    das würde aber bedeuten dass das Hauptproblem bleibt es werden alle immer nur beim größten Anbieter sein weil die größte Userbase.

  12. It's all about da freedom!

    Autor: janoP 01.10.18 - 18:18

    Ich besitze einen eigenen Server. Der nützt mir aber sehr wenig. Denn ich kann nicht einfach meine Daten drauf packen und damit dann unter allen Newsseiten kommentieren, meine Einkäufe erledigen und allen Leuten private Nachrichten schreiben. Dafür brauche ich WhatsApp, Amazon und Facebook/Twitter. Bei diesen Unternehmen bin ich Kunde, nicht weil ich es sein will, sondern weil ich davon abhänge, dass andere Leute diese geschlossenen Dienste benutzen.

    Der nette Hostinganbieter von nebenan besitzt auch seine eigenen Server. Nur kann er damit kein Geld verdienen, weil alle Leute ihre Daten zu Facebook, Dropbox und Amazon schieben, und kaum eine Möglichkeit haben, ihre Daten bei einem anderen, nicht multinationalen Anbieter zu hosten.

    Wenn ein nichttechnisch basierter Nutzer die Wahl hätte, seine Daten einem Aktienunternehmen anzuvertrauen, das einem Amerikaner gehört, dessen Geschäftsbasis ursprünglich dafür da war, die Attraktivität von Frauen zu bewerten (ohne deren Einverständnis), oder die Daten dem netten Hostinganbieter, der sein kleines Rechenzentrum mit Ökostrom betreibt und den man noch von der Schule kennt anzuvertrauen, dann wär ihm damit zumindest ein klein wenig geholfen. Und nicht nur ihm, sondern der lokalen Wirtschaft im allgemeinen.

    Ich kann mir vorstellen, dass damit das Geschäftsmodell des netten kleinen Hostinganbieters erst relevant wird und es in jeder Stadt kleine Rechenzentren geben wird, und Kinder nach der Schule statt zu studieren die Hosterei der Mutter übernehmen um sie dann wieder an ihre Kinder weiterzugeben etc.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.18 18:24 durch janoP.

  13. Re: It's all about da freedom!

    Autor: OmranShilunte 01.10.18 - 19:41

    janoP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich besitze einen eigenen Server. Der nützt mir aber sehr wenig.


    wozu hast du ihn dann.


    > Bei diesen Unternehmen bin ich Kunde, nicht weil ich es
    > sein will, sondern weil ich davon abhänge,


    du hängst da ab? ... :)


    > dass andere Leute diese
    > geschlossenen Dienste benutzen.


    wenn du einen dienst deswegen benutzt, obowhl du ihn nicht magst, bist du teil des problems.

    die anderen benutzen diese dienste nämlich auch nur, weil ihn die anderen benutzen.

    es gibt hunderte von protokollen und clients, die man benutzen könnte. stattdessen das zu benutzen, was es einem vorgeblich am leichtesten macht, ist die reine faulheit der massen.


    > Der nette Hostinganbieter von nebenan besitzt auch seine eigenen Server.
    > Nur kann er damit kein Geld verdienen, weil alle Leute ihre Daten zu
    > Facebook, Dropbox und Amazon schieben, und kaum eine Möglichkeit haben,
    > ihre Daten bei einem anderen, nicht multinationalen Anbieter zu hosten.


    du meinst sicher was anderes, aber bei facebook oder amazon hostet man nur selten eigenen content. could dienste und sharehoster sind der host der wahl dieser tage. wobei ich persönlich diese ebenfalls ablehne - und mich meiner haltung entsprechend verhalte. es geht nichts über private server und nischenprotokolle. :)


    oder die Daten dem netten
    > Hostinganbieter, der sein kleines Rechenzentrum mit Ökostrom betreibt und
    > den man noch von der Schule kennt anzuvertrauen, dann wär ihm damit
    > zumindest ein klein wenig geholfen.


    auch ein zurück zur regionalisierung von warenproduktion und dienstleistungen wird es nicht mehr geben, ohn dass auch in diesem sektor sofort wieder die multinationalen konzerne den markt für sich entscheiden lassen.

    so wünschenswert das alles wäre - unter den bedingungen des kapitalismus wird es nicht stattfinden.

    btw, wohin ist eigentlich google wave so schnell wieder verschwunden? ;)

  14. Re: It's all about da freedom!

    Autor: whitbread 01.10.18 - 20:12

    Was ein Kindergarten!
    Wir brauchen die RZ’s alleine schon zum Heizen unserer Städte bzw. der Häuser in den Städten.
    Wer nicht versteht, warum FB, Google & Co. zerschlagen werden müssen bzw. zur Bedeutungslosigkeit schrumpfen müssen, der hat noch immer nicht verstanden, warum unsere Daten nicht in deren Hände gehören!

  15. Re: It's all about da freedom!

    Autor: janoP 01.10.18 - 23:55

    OmranShilunte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > janoP schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich besitze einen eigenen Server. Der nützt mir aber sehr wenig.
    >
    > wozu hast du ihn dann.
    >
    > > Bei diesen Unternehmen bin ich Kunde, nicht weil ich es
    > > sein will, sondern weil ich davon abhänge,
    >
    > du hängst da ab? ... :)
    >
    > > dass andere Leute diese
    > > geschlossenen Dienste benutzen.
    >
    > wenn du einen dienst deswegen benutzt, obowhl du ihn nicht magst, bist du
    > teil des problems.

    Das stimmt, ich bin eingeknickt.

    > die anderen benutzen diese dienste nämlich auch nur, weil ihn die anderen
    > benutzen.

    Leider benutzen die anderen nur diese Dienste. Ich habe seit der 6. Klasse einen Jabber-Account, auf dem hat mir seit ich in der 8. Klasse war niemand mehr geschrieben. Und das ist sehr lange her.

    Daher mache ich den Leuten, die nur WhatsApp nutzen, gar nicht mal einen Vorwurf. Ist halt Zeitverschwendung, wenn man seine Messaging-App aus der Verpackung holt und dann niemandem damit schreiben kann.

    > es gibt hunderte von protokollen und clients, die man benutzen könnte.
    > stattdessen das zu benutzen, was es einem vorgeblich am leichtesten macht,
    > ist die reine faulheit der massen.

    Dann sag den Massen mal, das sie aufhören sollen, so faul zu sein. Das wäre sehr vernünftig. Leider hat eine Masse kein Bewusstsein und daher auch keine Vernunft.

    > > Der nette Hostinganbieter von nebenan besitzt auch seine eigenen Server.
    > > Nur kann er damit kein Geld verdienen, weil alle Leute ihre Daten zu
    > > Facebook, Dropbox und Amazon schieben, und kaum eine Möglichkeit haben,
    > > ihre Daten bei einem anderen, nicht multinationalen Anbieter zu hosten.
    >
    > du meinst sicher was anderes, aber bei facebook oder amazon hostet man nur
    > selten eigenen content.

    Also, dass die Content-Piraterie und Fake-Account-Erstellerei so zugenommen haben, dass die Leute nur noch fremden Content da hosten, wäre mir neu.

    Ich finde eigentlich, aus dem Artikel ist relativ klar hervor gegangen, dass Solid kein Nextcloud ist, und dass es da um Profile und Authentifizierung geht. Okay, ich habe auf meinem Facebook-Profil sehr wenig echte eigene Daten, die meisten aber schon. Und die wengisten Leute geben bei Amazon eine andere Adresse an als ihre eigene, das wär halt auch irgendwie dumm.

    Des weiteren liegen circa. 94,316% des Internets bei AWS. Ich weiß das, denn ich arbeite im Internet.

    > could dienste und sharehoster sind der host der
    > wahl dieser tage. wobei ich persönlich diese ebenfalls ablehne - und mich
    > meiner haltung entsprechend verhalte. es geht nichts über private server
    > und nischenprotokolle. :)

    Da hast du Recht, wobei das Tolle an Nischenprotokollen nicht darin liegt, dass sie nur von einer Nische benutzt werden.

    > oder die Daten dem netten
    > > Hostinganbieter, der sein kleines Rechenzentrum mit Ökostrom betreibt
    > und
    > > den man noch von der Schule kennt anzuvertrauen, dann wär ihm damit
    > > zumindest ein klein wenig geholfen.
    >
    > auch ein zurück zur regionalisierung von warenproduktion und
    > dienstleistungen wird es nicht mehr geben, ohn dass auch in diesem sektor
    > sofort wieder die multinationalen konzerne den markt für sich entscheiden
    > lassen.
    Dem Versucht ja der Berners-Lee was entgegen zu setzen. Und das könnte erfolgreich sein, denn wenn das Projekt breite Unterstützung findet, müssen die multinationalen Konzerne sich schon ordentlich was einfallen lassen, wenn sie da noch Vendor-Lockin und solche Effekte rein kriegen wollen. Zugegeben, dass haben sie auch beim offenen, dezenralen Internet an sich geschafft. Aber Lücken verschwinden nicht, wenn man sie nicht fixt. Und dass es potentiell weitere Lücken geben könnte, ist ein verdammt schwaches Argument.

    > so wünschenswert das alles wäre - unter den bedingungen des kapitalismus
    > wird es nicht stattfinden.
    >
    > btw, wohin ist eigentlich google wave so schnell wieder verschwunden? ;)

    Googles Profitgier zum Opfer gefallen. Aber wenn du so scharf darauf bist, Protokolle zu nutzen, die sonst keiner nutzt: Es gibt jetzt Apache Wave.

    Edit: Apache Wave wurde Anfang des Jahres eingestellt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.10.18 00:01 durch janoP.

  16. Re: It's all about da freedom!

    Autor: PerilOS 02.10.18 - 01:12

    janoP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der nette Hostinganbieter von nebenan besitzt auch seine eigenen Server.
    > Nur kann er damit kein Geld verdienen, weil alle Leute ihre Daten zu
    > Facebook, Dropbox und Amazon schieben, und kaum eine Möglichkeit haben,
    > ihre Daten bei einem anderen, nicht multinationalen Anbieter zu hosten.
    >
    > Wenn ein nichttechnisch basierter Nutzer die Wahl hätte, seine Daten einem
    > Aktienunternehmen anzuvertrauen, das einem Amerikaner gehört, dessen
    > Geschäftsbasis ursprünglich dafür da war, die Attraktivität von Frauen zu
    > bewerten (ohne deren Einverständnis), oder die Daten dem netten
    > Hostinganbieter, der sein kleines Rechenzentrum mit Ökostrom betreibt und
    > den man noch von der Schule kennt anzuvertrauen, dann wär ihm damit
    > zumindest ein klein wenig geholfen. Und nicht nur ihm, sondern der lokalen
    > Wirtschaft im allgemeinen.
    >
    > Ich kann mir vorstellen, dass damit das Geschäftsmodell des netten kleinen
    > Hostinganbieters erst relevant wird und es in jeder Stadt kleine
    > Rechenzentren geben wird, und Kinder nach der Schule statt zu studieren die
    > Hosterei der Mutter übernehmen um sie dann wieder an ihre Kinder
    > weiterzugeben etc.

    Mit dem Unterschied das die Leute IMMER den Weg des geringsten Widerstandes gehen und nach Bequemlichkeit. Die großen bleiben die bequemsten und einfachsten.
    Nach deiner Logik, rennen wir heute noch alle in Tante Emma Läden und bezahlen mehr, weil jeder seine eigene Suppe kocht.
    Zentralisierung ist bis zu einem Gewissen Grad wo es dann Kartellrechtlich wird nur von Vorteil. Vom Preis, vom Nutzen und vom Fortschritt.

  17. Nicht alle

    Autor: janoP 02.10.18 - 14:13

    E-Mail ist ein gutes Beispiel. Die meisten sind wahrscheinlich bei großen Riesenhostern wie Google. Dann gibt es immerhin noch national-regionale, wie GMX oder web.de, die sehr verbreitet sind (in Detschland sogar noch verbreiteter als Google). Vereinzelt haben Leute aber eigene Server, und es besteht ein Markt für regionale, kleiner Anbieter wie Posteo. Darüber hinaus gibt es auch etliche Leute, die ihre E-Mail-Adressen bei Universitäten oder Arbeitgebern haben.

    Hier verursacht die Dezentralisierung überhaupt keine Probleme, E-Mail ist eines der verbreitetesten digitalen Kommunikationskanäle. Nur mit der Verschlüsselung hat das nicht so geklappt, weil die Verschlüsselung nach der E-Mail kam und der offensichtliche Nutzen für den Verbraucher nicht groß genug war, um das später nachzuziehen.

    Der Tante-Emma-Laden ist dem Supermarkt gegenüber benachteiligt, weil er nicht so große Mengen abnehmen kann. Trotzdem gibt es Leute, die in Tante-Emma-Läden gehen. Wenn es das gleiche für Internetprofile gäb, wär das doch super. Ein paar große für die Masse, und wer die Vorteile des Tante-Emma-Hosters zu schätzen weiß, kann diesen nehmen - ohne dadurch Nachteile in Sachen Komfort, Funktionalität oder Erreichbarkeit zu erfahren.

  18. Re: Nicht alle

    Autor: Ach 02.10.18 - 15:45

    janoP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > E-Mail ist ein gutes Beispiel. Die meisten sind wahrscheinlich bei großen
    > Riesenhostern wie Google. Dann gibt es immerhin noch national-regionale,
    > wie GMX oder web.de, die sehr verbreitet sind (in Detschland sogar noch
    > verbreiteter als Google). Vereinzelt haben Leute aber eigene Server, und es
    > besteht ein Markt für regionale, kleiner Anbieter wie Posteo. Darüber
    > hinaus gibt es auch etliche Leute, die ihre E-Mail-Adressen bei
    > Universitäten oder Arbeitgebern haben.
    >
    > Hier verursacht die Dezentralisierung überhaupt keine Probleme, E-Mail ist
    > eines der verbreitetesten digitalen Kommunikationskanäle. Nur mit der
    > Verschlüsselung hat das nicht so geklappt, weil die Verschlüsselung nach
    > der E-Mail kam und der offensichtliche Nutzen für den Verbraucher nicht
    > groß genug war, um das später nachzuziehen.
    >
    > Der Tante-Emma-Laden ist dem Supermarkt gegenüber benachteiligt, weil er
    > nicht so große Mengen abnehmen kann. Trotzdem gibt es Leute, die in
    > Tante-Emma-Läden gehen. Wenn es das gleiche für Internetprofile gäb, wär
    > das doch super. Ein paar große für die Masse, und wer die Vorteile des
    > Tante-Emma-Hosters zu schätzen weiß, kann diesen nehmen - ohne dadurch
    > Nachteile in Sachen Komfort, Funktionalität oder Erreichbarkeit zu
    > erfahren.

    Ich könnte mir das auch als eine Zusatzleistung des Providers vorstellen, mit der er sich von der Konkurrenz abhebt. Er würde nicht nur einfach ein paar GB Cloudspace in seinem Pauschalangeboten anbieten und viel mehr ein paar GB "Solid-Space". Selber könnte man diesen "privaten&sicheren" Speicher dann um seinen Homeserver oder um sonst einem kompatiblen Speicherplatz erweitern.

    Ich glaube auch weniger, dass diese Speicher als neue illegale Softwaretauschplätze in Erscheinung treten würden, allein weil die Zugehörigkeit jedes Kontos ja erstens eindeutig definiert, und zweitens für jeden Kontoinhaber einzigartig wäre. Da überlegte man sich dann schon genauer, was man mit diesem Konto, also quasi "mit seinem Namen" tun möchte.

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