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260 Tote in 6 Jahren

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  1. 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: bentol 10.11.19 - 23:09

    Das sind unter 45 im Jahr. Weltweit.

    Sicherlich sind mindestens zehnmal soviele nicht ums Leben gekommen, weil sie zuhause saßen und riskante Bilder von anderen angeschaut haben.

    Beides ist aber statistisch betrachtet völlig irrelevant, wenn man beispielsweise bedenkt, dass 2018 allein in Berlin 500 Menschen durch die Hitzewelle ums Leben gekommen sind.

  2. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: burzum 10.11.19 - 23:28

    bentol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind unter 45 im Jahr. Weltweit.

    Die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen.

    > Sicherlich sind mindestens zehnmal soviele nicht ums Leben gekommen, weil
    > sie zuhause saßen und riskante Bilder von anderen angeschaut haben.

    Das gilt auch für die Teilnahme am Straßenverkehr oder den Konsum von Alkohol, das nicht die Masse umkommt, trotzdem ist beides reglementiert.

    > Beides ist aber statistisch betrachtet völlig irrelevant, wenn man
    > beispielsweise bedenkt, dass 2018 allein in Berlin 500 Menschen durch die
    > Hitzewelle ums Leben gekommen sind.

    Statistisch korrekt, logisch jedoch nicht. Das eine ist ein unvorhersehbares und unkontrollierbares Wetterereignis, das andere gezielte Manipulation. Influencer heißt nicht umsonst Influencer.

    Du läßt außerdem die Leute außer acht, die nicht sterben sondern anderweitig durch diverse Faktoren, die diese Medien begünstigen, zu psychischen oder physischen Schäden kommen.

    Verbieten würde ich nichts aber eine gewisse Regulierung der Medien könnte ruhig stattfinden und an den Schulen wäre Medienkunde, die über den exessiven Umgang mit Medien aufklärt als Pflichtfach sinnvoll in der heutigen Zeit.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  3. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: richtchri 10.11.19 - 23:43

    gibt es eine Studie, die aufzeigt, was mit dem Gehirn eines influenzieren bzw. mit dem eines Abonnementen passiert?

    Sehe es ja im eigenen Freundeskreis, wie sich die Verdrahtung ändert...

  4. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: bentol 11.11.19 - 00:22

    Dem stimme ich natürlich absolut zu. Medien sind absolut kritisch zu bewerten. Nur finde ich 45 Selfietote im Jahr kein echtes Argument. Fraglich ist nur, was man da genau regulieren sollte.

    Medienkunde wird prinzipiell an Schulen laut Lehrplan in fast jedem Fach nebenbei mit unterrichtet. Die meisten Lehrer sind aber selbst nicht ansatzweise kompetent auf dem Gebiet.
    Außerdem fehlt neben dem restlichen Stoff die Zeit dafür, das wurde eben einfach zusätzlich in die Lehrpläne geschrieben, ohne Ausbildung oder Einsparungen an anderer Stelle. Von daher wäre ein Fach wie Medienkunde sicherlich sehr wertvoll.

  5. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: divStar 11.11.19 - 03:12

    In Wirklichkeit wird Medienkunde gar nicht unterrichtet - jedenfalls nicht bis einschließlich 4. Klasse. Eltern sollten dafür sorgen, dass ihr Nachwuchs unter anderem lernt solchen "sozialen Druck" zu ignorieren. Wenn sich z.B. meine Tochter nicht dran hält und z.B. ständig Fotos posten würde (was sie nicht tut weil ich sie darüber aufgeklärt habe), gäbe es Smartphone-Verbot (gibt es auch des öfteren und es trifft sie härter als fast alles andere).
    Die Likes kann Instabook gerne trotzdem ausmachen. Aber wer so abhängig ist und sich dann nicht helfen lässt, ist selbst Schuld.

  6. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: Bouncy 11.11.19 - 08:56

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Influencer heißt nicht umsonst Influencer.
    Es kommen aber Leute ums Leben, die Likes haben wollen, nicht die, die Inhalte konsumieren. Also nicht die, die beeinflußt wurden, sondern die, die selbst Influencer sein wollen. Die Argumentaionskette á la "die anderen haben ihn dazu getrieben" passt daher nicht, der Nutzer selbst wollte die Macht (durch Likes seiner Follower), andere zu treiben. Es ist damit doch etwas anders zu betrachten wenn jemand tödliche Risiken auf sich nimmt, um sich selbst zu einer Art Anführer zu machen...

  7. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: richtchri 11.11.19 - 09:20

    Ob Facebook das in ihrer CO2 Emission mit einrechnet?

  8. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: FreiGeistler 11.11.19 - 12:47

    bentol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beides ist aber statistisch betrachtet völlig irrelevant, wenn man
    > beispielsweise bedenkt, dass 2018 allein in Berlin 500 Menschen durch die
    > Hitzewelle ums Leben gekommen sind.

    Wieviele deutsch sterben gleich nochmal pro Monat im Strassenverkehr?

  9. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: FreiGeistler 11.11.19 - 13:01

    Bouncy schrieb:
    ------------------------------------------------
    > Es kommen aber Leute ums Leben, die Likes haben wollen, nicht die, die
    > Inhalte konsumieren. Also nicht die, die beeinflußt wurden, sondern die,
    > die selbst Influencer sein wollen. Die Argumentaionskette á la "die anderen
    > haben ihn dazu getrieben" passt daher nicht, der Nutzer selbst wollte die
    > Macht (durch Likes seiner Follower), andere zu treiben. Es ist damit doch
    > etwas anders zu betrachten wenn jemand tödliche Risiken auf sich nimmt, um
    > sich selbst zu einer Art Anführer zu machen...

    Das sind diejenigen, die sonst bei riskanten Aktionen sich und die Kollegen gefährden würden, weil sie sich profilieren wollen. Sehe ich jetzt nicht so tragisch.

  10. Re: 260 Tote in 6 Jahren

    Autor: bentol 11.11.19 - 13:36

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wieviele deutsch sterben gleich nochmal pro Monat im Strassenverkehr?

    Im einem einzigen Monat in Deutschland mehr als in 6 Jahren durch Selfies weltweit - 273 im Jahr 2018....

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