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Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: AllDayPiano 26.01.22 - 20:07
Abgesehen von der Einschränkung der astronomie: die Satelliten kommen irgendwann runter. Und dabei verglühen diese. Dummerweise sind die zu großen Teilen aus Aluminium und verdampfen. Der entstehende Aluminumdampf reagiert aber blöderweise mit .... Sauerstoff. Vornehmlich mit Sauerstoff, der leicht verfügbar ist. Und das ist Ozon. Die genauen Auswirkungen sind noch schwer vorhersehbar, aber es könnte zu einem ziemlichen Problem werden. Immerhin reden wir von hunderten bis tausenden Satelliten, die jedes Jahr verglühen werden.
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Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: m9898 26.01.22 - 20:42
Das ist aber schon einigermaßen absurd. Ozon ist keine endliche Ressource und wird konstant neu gebildet. Die 100 Tonnen an Meteoriten, die täglich in der Atmosphäre verglühen haben bislang auch nicht geschadet.
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Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: Fudanti 26.01.22 - 21:23
Die Massen, die da runterkommen durch die Satelliten sind Peanauts im Vergleich was sonst so auf den Planeten fliegt.
Allerdings ist das mit dem Alu ggf. durchaus ein Thema. Normale Asteroiden beinhalten diese Materialien i.d.R. nicht.
Die größere Gefahr geht aber von Kollisionen der Satelliten aus. Auch Raketenstarts schädigen die Ozonschicht weit mehr als abstürzende Satelliten.
Der Fortschritt durch das Satellitensystem und durch planetare Besuche gut und schön.
Unterm Strich müssten sich aber alle dringend um Lösungen für den sauberen Abbau von Satelliten und Weltraumschrott kümmern. Eine größere Kaskade von Satellitenkollisionen reicht bereits aus um über Jahrzehnte die Raumfahrt zu blockieren. -
Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: Eheran 26.01.22 - 22:35
>Der entstehende Aluminumdampf reagiert aber blöderweise mit .... Sauerstoff. Vornehmlich mit Sauerstoff, der leicht verfügbar ist. Und das ist Ozon.
Wie kommst du denn auf diese Idee? Also woher nimmst du das? Einfach Ozonschicht + Brennstoff = problematische Reaktion?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.22 22:35 durch Eheran. -
Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: AIM-9 Sidewinder 27.01.22 - 01:31
Yeah, sonst sieht es um die Erde bald so aus wie bei Cowboy Bebop.

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Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: chefin 27.01.22 - 05:38
AllDayPiano schrieb:
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> Abgesehen von der Einschränkung der astronomie: die Satelliten kommen
> irgendwann runter. Und dabei verglühen diese. Dummerweise sind die zu
> großen Teilen aus Aluminium und verdampfen. Der entstehende Aluminumdampf
> reagiert aber blöderweise mit .... Sauerstoff. Vornehmlich mit Sauerstoff,
> der leicht verfügbar ist. Und das ist Ozon. Die genauen Auswirkungen sind
> noch schwer vorhersehbar, aber es könnte zu einem ziemlichen Problem
> werden. Immerhin reden wir von hunderten bis tausenden Satelliten, die
> jedes Jahr verglühen werden.
Definitiv nicht. Dir sind die relationen nicht klar. Wir reden von einerseits vieleicht 6stelligen Summe an Masse im laufe von hunderten von Jahren, andererseits eine 15 stellige Masse an Sauerstoff, die sich permanent regeneriert. Du hast in deinem Leben bereits mehr Sauerstoff oxidiert wie die ganzen Satelliten. Nach 30 Jahren hat ein Mensch im Durchschnitt 350t Sauerstoff oxidiert.
Man könnte natürlich nun auf die Idee kommen, die weiteren Satelliten durch das eliminieren eines Menschen zu kompensieren. Aber das muss man nicht, wir haben weiterhin mehr als ausreichend Sauerstoff. Den wir deoxidieren jedes Jahr 50 Millionen Tonnen Aluminium, indem wir den Sauerstoff abspalten.
Du siehst gerne Probleme, aber in 99,9% existiert das Problem nur in deiner Phantasie. Und in 0,1% ist es gar kein Problem. -
Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: AllDayPiano 27.01.22 - 07:53
https://www.space.com/starlink-satellite-reentry-ozone-depletion-atmosphere
Wir reden hier von kann-Fällen. Das Problem ist aber: sollten wir merken, dass es ein ist-Fall ist, haben wir keine Möglichkeiten mehr, etwas daran zu ändern. -
Re: Satelliten werden langsam ein Problem
Autor: Eheran 27.01.22 - 13:07
Da gehts nicht um das Verbrennen von Ozon mit irgendwas, sondern analog zu FCKW um eine katalytische Spaltung des Ozons. In diesem Fall durch Al2O3 (alumina).
Wenn aktuell 60 t Meteoriten pro Tag mit 1 % Aluminium bei uns laden, dann sind das 600 kg Aluminium pro Tag. Bei 2000 kg/Tag an Satelliten ist man etwa gleich auf. Ein vorhandener Effekt bezüglich Ozon-Spaltung wäre also erstmal "nur" verdoppelt. Damit würde das Ozonloch nur sehr langsam wachsen, der Effekt wäre in dem Zeitraum gut zu erkennen und zu untersuchen und kann dann auch entsprechend bei künftigen Raketenstarts beachtet werden. Daher meiner Meinung nach halb so wild, definitiv noch kein Problem. Muss aber langfristig im Auge behalten werden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.22 13:08 durch Eheran.



