1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › SpaceX: Starship platzt bei Tanktest

Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: stoney0815 21.11.19 - 11:24

    Anhand der Dampfwolke lässt sich schwer sagen, ob es O2 oder N2 ist, der hier verdampft. Aber bei flüssigen O2 wäre die Wahrscheinlichkeit für ein Feuer doch sehr erhöht, oder? Klar, es braucht eine Zündquelle, aber das Zeug hat sich ja schon über eine große Fläche und teile der Installation ergossen.

    Naja, SpaceX wird sich sicher noch dazu äußern...

  2. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: tco 21.11.19 - 11:27

    stoney0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anhand der Dampfwolke lässt sich schwer sagen, ob es O2 oder N2 ist, der
    > hier verdampft. Aber bei flüssigen O2 wäre die Wahrscheinlichkeit für ein
    > Feuer doch sehr erhöht, oder? Klar, es braucht eine Zündquelle, aber das
    > Zeug hat sich ja schon über eine große Fläche und teile der Installation
    > ergossen.
    >
    > Naja, SpaceX wird sich sicher noch dazu äußern...

    N2??? Was möchtest du denn damit zünden? Du meintest wohl eher H2?

  3. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: svlewe 21.11.19 - 11:47

    Die Raptor läuft mit Methalox..

  4. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: Deff-Zero 21.11.19 - 12:10

    tco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > N2??? Was möchtest du denn damit zünden? Du meintest wohl eher H2?

    Nein, N2. Es war ein Test. Lies den Artikel.

  5. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: Captain 21.11.19 - 12:10

    N = Stickstoff, das pass schon

  6. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: nuclear 21.11.19 - 14:57

    Na ja. Es muss auch auf Zündtemperatur kommen und es muss auch ausreichend oxidierbares Material da sein.
    Ja in einer reinen O2 Atmosphäre brennt quasi alles, aber hier in der Luft ist ja eigentlich nichts, was reagieren kann.

    Im Tank selber wird es sehr schwer sein was zu entzünden. Dort ist einfach nicht die Oberfläche vorhanden, so dass die Reaktion dort explosionsartig verlaufen kann. Ich denke nicht, dass es dort zu großen Problemen können würde, jedoch nimmt man natürlich immer N2 für solche Versuche.

    Die großen Explosionen bei den Raketen kommen ja nur zustande, da sich durch eine erste Explosion, z.B. bei der Falcon 9 beim Betanken das Platzen des Tankes, der Oxidationsmittel und Reduktionsmittel sich vermischen.

  7. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: Mel 21.11.19 - 15:52

    tco schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stoney0815 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Anhand der Dampfwolke lässt sich schwer sagen, ob es O2 oder N2 ist, der
    > > hier verdampft. Aber bei flüssigen O2 wäre die Wahrscheinlichkeit für
    > ein
    > > Feuer doch sehr erhöht, oder? Klar, es braucht eine Zündquelle, aber das
    > > Zeug hat sich ja schon über eine große Fläche und teile der Installation
    > > ergossen.
    > >
    > > Naja, SpaceX wird sich sicher noch dazu äußern...
    >
    > N2??? Was möchtest du denn damit zünden? Du meintest wohl eher H2?

    Schwer zu sagen. Nur weil plötzlich eine reine Sauerstoff Athmosphäre da ist fängt erst mal nichts zu brennen an. Das Hauptproblem in einer solchen Umgebung ist das sich das Brandverhalten radikal ändert. Du kannst ein Holzscheit mit einem Feuerzeug anzünden. Textilien verbrennen mit Explosionsgeschwindigkeit. Fussböden aus Holz oder Kunststoff brennen als ob du Benzin verschüttet hättest.
    Im Freien ist der Spuk aber recht schnell wieder vorbei. Wenn bei der Auslegung des Geländes darauf geachtet wurde und vor dem Test alles was nicht explizit geprüft wurde entfernt, sollte da nichts passieren....

  8. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: Vögelchen 21.11.19 - 17:47

    Mel schrieb:

    > Schwer zu sagen. Nur weil plötzlich eine reine Sauerstoff Athmosphäre da
    > ist fängt erst mal nichts zu brennen an.

    Das ist leider falsch! Vieles fängt in reinem Sauerstoff ohne weitere Fremdeinwirkung leicht zu brennen an.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstentz%C3%BCndung#Spontane_chemische_Selbstentz%C3%BCndung

  9. Re: Wäre das bei flüssigem Sauerstoff wirklich so klimpflich abgelaufen?

    Autor: chefin 22.11.19 - 10:57

    nuclear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na ja. Es muss auch auf Zündtemperatur kommen und es muss auch ausreichend
    > oxidierbares Material da sein.
    > Ja in einer reinen O2 Atmosphäre brennt quasi alles, aber hier in der Luft
    > ist ja eigentlich nichts, was reagieren kann.
    >
    > Im Tank selber wird es sehr schwer sein was zu entzünden. Dort ist einfach
    > nicht die Oberfläche vorhanden, so dass die Reaktion dort explosionsartig
    > verlaufen kann. Ich denke nicht, dass es dort zu großen Problemen können
    > würde, jedoch nimmt man natürlich immer N2 für solche Versuche.
    >
    > Die großen Explosionen bei den Raketen kommen ja nur zustande, da sich
    > durch eine erste Explosion, z.B. bei der Falcon 9 beim Betanken das Platzen
    > des Tankes, der Oxidationsmittel und Reduktionsmittel sich vermischen.

    nicht ganz richtig. Es gibt zwei Temperaturen die hier wichtig sind. Die Zündtemperatur eines Stoffes. Das ist die Temperatur an der es spontan zündet ohne weitere Einflüsse. Diese ist materialspezifisch und wird durch das vorhandensein von Sauerstoff nicht verändert.

    Der Flammpunkt dagegen ist die temperatur bei der eine Zündquelle bestimmter Energiemenge einen Stoff entzündet und am brennen hält. Dieser ist abhängig vom Dampfdruck und der Gemischzusammensetzung. Da Sauerstoff flüssig ist und bei minus 180grad gelagert wird, kann die Zündtemperatur nicht erreicht werden. Aber der Flammpunkt kann durch äussere Einflüsse erreicht werden. zB wenn irgendwo ein Funken entsteht. 95% aller Raketenexplosionen entstehen im Sauerstoffrohr. Micropartikel lösen sich irgendwo, schweben im flüssigen Sauerstoff, werden mitgerissen ins Rohr, durch die Turbine ind Triebwerk. Auf dem Weg müssen Knicke überwunden werden. Die Flüssigkeit wird herumgerissen, die festen Stoffe folgen erstmal der Trägheit und knallen an die Rohrwandung. Wenn ein Partikel nun schnell genug ist um die nötige Zündenergie zu erzeugen, wird jedes Material gezündet, das oxidieren kann. Selbst Edelstahl zündet dann. Würde man statt Flüssigsauerstoff gasförmige Luft transportieren, würde der Zündfunken nicht ausreichend Nahrung finden. Durch die geringe Anzahl an Sauerstoffatomen wird die Wärme abtransportiert, bevor sie das nächste Atom zünden kann.

    In flüssigem Sauerstoff brennt dann der Stahl fast explosionsartig, reist ein Loch in die Wandung, Sauerstoff strömt aus, wirkt wie ein Schweissbrenner, zündet weitere Materialien wie Titan und Aluminium und nach wenigen Sekunden wird auch die Brennstoffleitung erreicht und dann explodiert es.

    Abgerissene Brennstoffleitungen oder Undichtigkeiten im Brennstoff lassen nichts explodieren, weil eine Rakete nur in den Tanks dicht ist, die Hülle wird Luft durchströmt, Gase werden nach hinten rausgedrückt und entzünden sich am Triebwerk. Bisher gibt es keinen Fall an dem solche Leckagen dann die Rakete sprengen. Ausser bei hypergolen Stoffen im All, wo keine Luft mehr durch die Hülle strömt, weil es keine Atmosphäre mehr gibt.

    Ich empfehle mal, statt Wikipedia zu studieren einen Besuch im Museum der DLR Raketenprüfstation in Lampoldshausen. Dort kann man solche Fragen stellen und bekommt Antworten von den Ingenieuren, die diese Triebwerke entwickelt haben und viele Unfälle analysiert. 3 zerlegte Triebwerksprüfstände haben die Techniker auf die richtige Spur gebracht. Man konnte es dann genau so nachstellen. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit des Sauerstoffes im Rohr kommt es dazu, das diese Micropartikel auf die richtigen Bedingungen treffen. Deswegen vermeidet man, solche Strömungsgeschwindigkeiten zu erreichen. Man muss dann dickere Rohre verbauen. Mehr Gewicht zwar, aber halt auch mehr Sicherheit.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. CodeCamp:N GmbH, Nürnberg
  2. über duerenhoff GmbH, Nürnberg
  3. SOLCOM GmbH, Reutlingen
  4. Amprion GmbH, Pulheim-Brauweiler

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Asus XG248Q LED-Monitor 389,00€ (Bestpreis!), Emtec SSD 120 GB 15,79€, Xiaomi...
  2. (u.a. Samsung Galaxy Tab A für 195,00€, Huawei MediaPad M5 Lite für 189,00€, Lenovo Tab E10...
  3. 899,00€ (Bestpreis!)
  4. 99,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

  1. Drucker: Xerox verhandelt Übernahme mit HP-Inc.-Aktionären
    Drucker
    Xerox verhandelt Übernahme mit HP-Inc.-Aktionären

    Xerox redet offiziell mit HP-Investoren über die geplante Übernahme des Herstellers. Laut einer Präsentation, die von HP veröffentlicht wurde, sollen Cross-Selling und eine einheitliche Plattform für Kunden ein geschätztes Umsatzwachstum von 1 bis 1,5 Milliarden US-Dollar erbringen.

  2. VPN-Technik: Wireguard in Linux-Kernel eingepflegt
    VPN-Technik
    Wireguard in Linux-Kernel eingepflegt

    Nach der Aufnahme des angepassten Krypto-Codes ist auch die VPN-Technik Wireguard in einen wichtigen Entwicklungszweig des Linux-Kernels eingepflegt worden. Wireguard erscheint damit im kommenden Frühjahr wohl erstmals mit Linux 5.6.

  3. Exit Scam: Mehrere preiswerte Webhoster schließen gleichzeitig
    Exit Scam
    Mehrere preiswerte Webhoster schließen gleichzeitig

    Einige Anbieter von VPS (Virtual Private Server) und anderen Webhosting-Angeboten haben abrupt ihr Angebot geschlossen. Nutzer hatten nur zwei Tage für eine Datensicherung. Verdächtig: Die Benachrichtigung ist bei allen Hostern identisch - Nutzer fürchten einen Exit Scam.


  1. 16:32

  2. 16:26

  3. 15:59

  4. 15:29

  5. 14:27

  6. 13:56

  7. 13:33

  8. 12:32