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Kritiker
Autor: Anonymer Nutzer 31.03.17 - 08:34
Wenn ich schon wieder was von Leuten lese, die Dinge als unmöglich bezeichnet und mit ihrer Einstellung und erneut falsch lagen, dann frage ich mich wieso diese Personen nicht einfach auf Dauer - profan gesagt - ihr Maul halten.
Klingt für mich ziemlich deutsch. Jammerlappen, Nein-Sager, Bedenkenträger. Gut, dass solchen Leuten immer wieder mit technischem Fortschritt und neuen Errungenschaften stets der eigene extrem begrenzte Horizont aufgezeigt wird.
Aber naja für mich war ohnehin klar, dass einzig und allein nur die USA solche Dinge hinkriegen wird. In Deutschland ist man Lichtjahre davon entfernt irgendwie technologisch den Anschluss zu schaffen. Seien es IT Unternehmen, Elite Universitäten, Raumfahrt oder Robotik.
Hierzulande wird jeglicher Mut, Elan, Gründertum und Risikobereitschaft ja immer von mutlosen Jammerlappen kaputt geredet und derjenige, der nichts riskiert und nicht weiter denkt, wird auch noch als der "vernünftige" beklatscht. Armes Deutschland. -
Re: Kritiker
Autor: ArcherV 31.03.17 - 08:41
ronlol schrieb:
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> Wenn ich schon wieder was von Leuten lese, die Dinge als unmöglich
> bezeichnet und mit ihrer Einstellung und erneut falsch lagen, dann frage
> ich mich wieso diese Personen nicht einfach auf Dauer - profan gesagt - ihr
> Maul halten.
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> Klingt für mich ziemlich deutsch. Jammerlappen, Nein-Sager, Bedenkenträger.
> Gut, dass solchen Leuten immer wieder mit technischem Fortschritt und neuen
> Errungenschaften stets der eigene extrem begrenzte Horizont aufgezeigt
> wird.
>
> Aber naja für mich war ohnehin klar, dass einzig und allein nur die USA
> solche Dinge hinkriegen wird. In Deutschland ist man Lichtjahre davon
> entfernt irgendwie technologisch den Anschluss zu schaffen. Seien es IT
> Unternehmen, Elite Universitäten, Raumfahrt oder Robotik.
>
> Hierzulande wird jeglicher Mut, Elan, Gründertum und Risikobereitschaft ja
> immer von mutlosen Jammerlappen kaputt geredet und derjenige, der nichts
> riskiert und nicht weiter denkt, wird auch noch als der "vernünftige"
> beklatscht. Armes Deutschland.
+1 -
Re: Kritiker
Autor: Anonymer Nutzer 31.03.17 - 08:48
ronlol schrieb:
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> Wenn ich schon wieder was von Leuten lese, die Dinge als unmöglich
> bezeichnet und mit ihrer Einstellung und erneut falsch lagen, dann frage
> ich mich wieso diese Personen nicht einfach auf Dauer - profan gesagt - ihr
> Maul halten.
>
> Klingt für mich ziemlich deutsch. Jammerlappen, Nein-Sager, Bedenkenträger.
> Gut, dass solchen Leuten immer wieder mit technischem Fortschritt und neuen
> Errungenschaften stets der eigene extrem begrenzte Horizont aufgezeigt
> wird.
>
> Aber naja für mich war ohnehin klar, dass einzig und allein nur die USA
> solche Dinge hinkriegen wird. In Deutschland ist man Lichtjahre davon
> entfernt irgendwie technologisch den Anschluss zu schaffen. Seien es IT
> Unternehmen, Elite Universitäten, Raumfahrt oder Robotik.
>
> Hierzulande wird jeglicher Mut, Elan, Gründertum und Risikobereitschaft ja
> immer von mutlosen Jammerlappen kaputt geredet und derjenige, der nichts
> riskiert und nicht weiter denkt, wird auch noch als der "vernünftige"
> beklatscht. Armes Deutschland.
Da waren einige US Amerikaner dabei, welche es für unmöglich gehalten haben! Unter anderen auch von der NASA und Zuliefererbetrieben. Klar, wenn man nur Einwegraketen baut hält man direkte Konkurrenz für unmöglich :D
Es ist also kein rein deutsches Phänomen! Deutschland ist weiterhin sehr innovativ, aber ich stimme ihnen zu das uns mehr Risikobereitschaft gut täte.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.17 08:49 durch PocketIsland. -
Re: Kritiker
Autor: CHU 31.03.17 - 08:49
Seltsame Wahrnehmung...
Der Satellit wurde von Airbus gebaut. Der Chefingenieur ist in Deutschland aufgewachsen und hat hier seine Ausbildung (und damit die Grundlage für den technischen Erfolg) erworben.
Außerdem sind durchaus relevante Teile der Ariane von deutschen Unternehmen. Ist ja nicht so, als würde da nichts funktionieren.
Deutschland ist nun einmal in einer relativ schlechten geographischen Lage, um sinnvoll Raketen zu starten oder zu landen. Immer erst nach irgendwo zum Äquator zu schippern macht auch nicht viel Sinn.
Es gibt hierzulande auch keine nennenswerte Kaffeeproduktion oder Bananenplantagen. So lange aber SpaceX auf Maschinen und Anlagen fertigt, die hierzulande entwickelt wurden, würde ich nicht die allgemeine Lamento-Tüte aufmachen. -
Re: Kritiker
Autor: masel99 31.03.17 - 09:08
Jeder hat das Recht Unsinn zu erzählen, du musst ja nicht zuhören/lesen. :)
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Re: Kritiker
Autor: Sensei 31.03.17 - 09:57
Aber in der Masse nervt es und lässt teilweise an der Menschheit zweifeln.
Gerade unter berichten über Elons Musks Vorhaben geht es da gut ab und es wird betont was für ein Schaumschläger er doch ist und dass er erst einmal beweisen soll dass er überhaupt was kann außer große Töne zu spucken :/ -
Re: Kritiker
Autor: EWCH 31.03.17 - 10:24
wer hat das denn als unmoeglich bezeichnet ? Die NASA hat vor ueber 10 Jahren auch schonmal eine Rakete wieder landen lassen. Und die Shuttle Triebwerke waren auch wiederverwendbar.
Ob es sich wirtschaftlich lohnt ist hingegen eine ganz andere Frage. -
Re: Kritiker
Autor: decembersoul 31.03.17 - 10:51
Ich finde es gut wenn ein Vorhaben auch kritisiert werden darf.
Wenn keine Kritik erlaubt wäre, dann würden SEHR viele Projekte in die Sackgasse laufen.
In diesem Fall finde ich diesen Spruch aber sehr passend:
Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht. -
Re: Kritiker
Autor: masel99 31.03.17 - 11:20
decembersoul schrieb:
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> Ich finde es gut wenn ein Vorhaben auch kritisiert werden darf.
>
> Wenn keine Kritik erlaubt wäre, dann würden SEHR viele Projekte in die
> Sackgasse laufen.
Richtig.
> In diesem Fall finde ich diesen Spruch aber sehr passend:
> Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht und hat
> es einfach gemacht.
Einen EUR fürs Phrasenschwein bitte. ;)
Im Ernst was genau hat er gemacht? Eine Rakete gelandet und innerhalb von 4 Monaten erneut gestartet. Einfach war das sicher nicht und hat auch eine Menge Geld gekostet. Ob sich das wirtschaftlich lohnt (die anderen Anbieter werden wahrscheinlich auch nicht untätig rumsitzen) wird man sehen. -
Re: Kritiker
Autor: zilti 31.03.17 - 12:36
EWCH schrieb:
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> wer hat das denn als unmoeglich bezeichnet ? Die NASA hat vor ueber 10
> Jahren auch schonmal eine Rakete wieder landen lassen. Und die Shuttle
> Triebwerke waren auch wiederverwendbar.
Gleiter, nicht Rakete. Und "wiederverwendbar" - wenn da noch reinpasst, dass die überkomplexen Treibwerke jedes Mal bis zur letzten Schraube zerlegt wurden... -
Re: Kritiker
Autor: Anonymer Nutzer 31.03.17 - 12:37
decembersoul schrieb:
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> Ich finde es gut wenn ein Vorhaben auch kritisiert werden darf.
>
> Wenn keine Kritik erlaubt wäre, dann würden SEHR viele Projekte in die
> Sackgasse laufen.
>
> In diesem Fall finde ich diesen Spruch aber sehr passend:
> Alle sagten: Das geht nicht! Dann kam einer, der wusste das nicht und hat
> es einfach gemacht.
Es geht darum, dass vor allem hierzulande Kritik anstatt Umsetzung oder Innovation ausgeübt wird. Mutig ist man hierzulande schon lange nicht mehr und Großprojekte sowie innovative Produkte oder und Ideen werden durch Überregulierung, Politik und Bevölkerung gleich im Keim erstickt.
Siehe Amazon Supermarkt: Da hat sich der Deutsche Einzelhandel in der Presse tatsächlich darüber gefreut, dass das System bei mehr als 20 Besuchern nicht mehr funktioniert hat.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Dinosaurier, die in den letzten 50 Jahren nichts neues hervorgebracht haben, freuen sich über Fehlschläge beim technischen Fortschritt.
Diese Einstellung ist praktisch "typisch deutsch". -
Re: Kritiker
Autor: Sensei 31.03.17 - 13:42
EWCH schrieb:
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> wer hat das denn als unmoeglich bezeichnet ? Die NASA hat vor ueber 10
> Jahren auch schonmal eine Rakete wieder landen lassen. Und die Shuttle
> Triebwerke waren auch wiederverwendbar.
> Ob es sich wirtschaftlich lohnt ist hingegen eine ganz andere Frage.
>„Aber Elon Musk soll es zeigen. Er soll wirklich mal einen neuen Flug mit einer bereits >gebrauchten Unterstufe machen. Das hat er aber bisher nie gemacht. Er hat sie schon >mehrmals zurückgebracht, aber nie so eine zurückgebrachte Stufe geflogen. Also er ist >uns den Beweis schuldig“, so Walter.
Quelle: Sputnik
Am Anfang gab es sehr starkte Kritik gegen das Konzept der Wiederverwendbarkeit. Sowohl gegenüber der generellen Umsetzbarkeit als auch gegenüber der Wirtschaftlichkeit.
Außerdem wurde eine Landung auf einer derart kleinen Landefläche auf dem Meer als praktisch unmöglich bezeichnet. -
Re: Kritiker
Autor: EWCH 31.03.17 - 15:42
> > wer hat das denn als unmoeglich bezeichnet ? Die NASA hat vor ueber 10
> > Jahren auch schonmal eine Rakete wieder landen lassen. Und die Shuttle
> > Triebwerke waren auch wiederverwendbar.
>
> Gleiter, nicht Rakete.
Es gab nicht nur das Space Shuttle sondern auch eine senkrecht mit den Schubduesen landende Rakte der NASA - also ziemlich das was SpaceX jetzt auch macht. Allerdings ist das Projekt nach einigen Fehlschlaegen und ausufernden Kosten eingestellt worden.
Die Rakete ist aber davor erfolgreich gelandet, allerdings hat sie nie Nutzlast in den Orbid gebracht.
> Und "wiederverwendbar" - wenn da noch reinpasst,
> dass die überkomplexen Treibwerke jedes Mal bis zur letzten Schraube
> zerlegt wurden...
Ja, das Shuttle Program war pro kg Nutzlast das teuerste Transportmittel aller Zeiten.
Aber genau das ist auch jetzt die Frage: Wie aufwendig ist die Pruefung, Instandhaltung, Reparatur der wiederverwendbaren Raketen und wie zuverlaessig sind diese. -
Re: Kritiker
Autor: tritratrulala 31.03.17 - 22:14
EWCH schrieb:
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> > > wer hat das denn als unmoeglich bezeichnet ? Die NASA hat vor ueber 10
> > > Jahren auch schonmal eine Rakete wieder landen lassen. Und die Shuttle
> > > Triebwerke waren auch wiederverwendbar.
> >
> > Gleiter, nicht Rakete.
>
> Es gab nicht nur das Space Shuttle sondern auch eine senkrecht mit den
> Schubduesen landende Rakte der NASA - also ziemlich das was SpaceX jetzt
> auch macht. Allerdings ist das Projekt nach einigen Fehlschlaegen und
> ausufernden Kosten eingestellt worden.
> Die Rakete ist aber davor erfolgreich gelandet, allerdings hat sie nie
> Nutzlast in den Orbid gebracht.
>
Du meinst die DC-X(A)? Das war erstens nicht die NASA direkt, zweitens war das nur ein kleines Versuchsvehikel. Ähnliches wie die DC-XA hat SpaceX bereits 2012 mit dem Grasshopper gemacht.
Also überhaupt nicht vergleichbar damit, was SpaceX seit Ende 2015 mit der Falcon schafft.
Zum Vergleich: die Atlanktiküberquerung der Spirit of St. Louis wird doch nicht dadurch weniger beeindruckend und ein großer Fortschritt, dass die Brüder Wright schon Jahrzehnte vorher den ersten motorisierten Flug absolvierten!
> > Und "wiederverwendbar" - wenn da noch reinpasst,
> > dass die überkomplexen Treibwerke jedes Mal bis zur letzten Schraube
> > zerlegt wurden...
>
> Ja, das Shuttle Program war pro kg Nutzlast das teuerste Transportmittel
> aller Zeiten.
> Aber genau das ist auch jetzt die Frage: Wie aufwendig ist die Pruefung,
> Instandhaltung, Reparatur der wiederverwendbaren Raketen und wie
> zuverlaessig sind diese.
Stimmt, aber SpaceX ist da von vorn herein in einer viel besseren Position als die NASA mit dem Space Shuttle. Das Design der Falcon 9 ist KISS. -
Re: Kritiker
Autor: Hotohori 02.04.17 - 17:48
PocketIsland schrieb:
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> ronlol schrieb:
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> > Wenn ich schon wieder was von Leuten lese, die Dinge als unmöglich
> > bezeichnet und mit ihrer Einstellung und erneut falsch lagen, dann frage
> > ich mich wieso diese Personen nicht einfach auf Dauer - profan gesagt -
> ihr
> > Maul halten.
> >
> > Klingt für mich ziemlich deutsch. Jammerlappen, Nein-Sager,
> Bedenkenträger.
> > Gut, dass solchen Leuten immer wieder mit technischem Fortschritt und
> neuen
> > Errungenschaften stets der eigene extrem begrenzte Horizont aufgezeigt
> > wird.
> >
> > Aber naja für mich war ohnehin klar, dass einzig und allein nur die USA
> > solche Dinge hinkriegen wird. In Deutschland ist man Lichtjahre davon
> > entfernt irgendwie technologisch den Anschluss zu schaffen. Seien es IT
> > Unternehmen, Elite Universitäten, Raumfahrt oder Robotik.
> >
> > Hierzulande wird jeglicher Mut, Elan, Gründertum und Risikobereitschaft
> ja
> > immer von mutlosen Jammerlappen kaputt geredet und derjenige, der nichts
> > riskiert und nicht weiter denkt, wird auch noch als der "vernünftige"
> > beklatscht. Armes Deutschland.
>
> Da waren einige US Amerikaner dabei, welche es für unmöglich gehalten
> haben! Unter anderen auch von der NASA und Zuliefererbetrieben. Klar, wenn
> man nur Einwegraketen baut hält man direkte Konkurrenz für unmöglich :D
>
> Es ist also kein rein deutsches Phänomen! Deutschland ist weiterhin sehr
> innovativ, aber ich stimme ihnen zu das uns mehr Risikobereitschaft gut
> täte.
Nur wie soll das funktionieren? Von Firmen hört man immer bloß "ja nicht zu viel Risiko eingehen" und so lernen es eben auch die jungen Leute.



