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  5. › Spionageverdacht: Kryptohandy von NSA…

Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

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  1. Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Wahrheitssager 04.03.15 - 12:33

    Hab ich das richtig verstanden, dass der eigentlich "Hack" kein technischer war, sondern man im Grunde nur das Gerät bei der Postzustellung abgefangen hatte und evtl. daran rummanipuliert hat ?

    >Das BSI-zertifizierte Kryptohandy des NSA-Ausschuss-Vorsitzenden Patrick Sensburg ist möglicherweise ausspioniert worden. Wie die Tageszeitung Die Welt berichtete, war Sensburgs Blackberry Z30 wegen einer Funktionsstörung in einem verplombten DHL-Behälter zur Überprüfung an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach Bonn geschickt worden.

    Da war doch was vor ein paar Wochen. Da gabs das BB10.3.1 Update.
    Ich hoffe mal nicht das Herr Sensburg, dies als "Funktionsstörung", gesehen hatte. Ansonsten wäre das schon etwas peinlich :P
    Oder soll das andeuten, dass das Gerät da bereits schon aus der ferne kompromittiert wurde ?

    Irgendwie bin ich beim lesen der Nachricht etwas verwirrt wo nun der "Hack" zu finden ist.
    Das die DHL ein verplombtes Päckchen öffnet ist auch etwas seltsam und da stell ich mir die Frage, bei solchen Geräten die der Geheimhaltung unterliegen, gibt es da keinen Sonderpostweg oder andere Zustellungsmöglichkeiten für extra solche Fälle ?

  2. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Friedrich.Thal 04.03.15 - 13:28

    Wahrheitssager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hab ich das richtig verstanden, dass der eigentlich "Hack" kein technischer
    > war, sondern man im Grunde nur das Gerät bei der Postzustellung abgefangen
    > hatte und evtl. daran rummanipuliert hat ?

    Die Manipulation wird eher nur der mehrfache Einschaltversuch gewesen sein.
    Die Frage wo es abgefangen wurde steht im Bericht nicht zur Debatte.
    Der Behälter wurde auf dem Weg von A nach B geöffnet und der Inhalt entnommen.
    Den DHL-Mitarbeiter hat man mutmaßlich gar nicht befragt, weil man glaubte, das solche Sendungen nicht behelligt werden.
    >
    > >Das BSI-zertifizierte Kryptohandy des NSA-Ausschuss-Vorsitzenden Patrick
    > Sensburg ist möglicherweise ausspioniert worden. Wie die Tageszeitung Die
    > Welt berichtete, war Sensburgs Blackberry Z30 wegen einer Funktionsstörung
    > in einem verplombten DHL-Behälter zur Überprüfung an das Bundesamt für
    > Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach Bonn geschickt worden.

    Das war schon der erste Fehler solch eine Sendung mit öffentlichen Paketdiensten zu verschicken.
    Das BSI hätte das Teil auch persönlich abholen können. Wieder mal am falschen Ende gespart.
    >
    > Da war doch was vor ein paar Wochen. Da gabs das BB10.3.1 Update.
    > Ich hoffe mal nicht das Herr Sensburg, dies als "Funktionsstörung", gesehen
    > hatte. Ansonsten wäre das schon etwas peinlich :P

    Das Update gab es wohl nicht nur für ihn. Da hätte man andere Kollegen fragen können.

    > Oder soll das andeuten, dass das Gerät da bereits schon aus der ferne
    > kompromittiert wurde ?

    Man könnte unterstellen das der Kryptochip sowieso nicht sicher ist, weil die Herstellerfirma von Blackberry aufgekauft wurde.
    Bei Skype war das doch ähnlich. Alle Geheimdienste bissen sich die Zähne an der Verschlüsselung aus. Seit dem Microsoft Skype gekauft hat ist das alles kein Thema mehr.
    >
    > Irgendwie bin ich beim lesen der Nachricht etwas verwirrt wo nun der "Hack"
    > zu finden ist.
    Ein Hack wird vermutet. Mehr nicht.

    > Das die DHL ein verplombtes Päckchen öffnet ist auch etwas seltsam und da
    > stell ich mir die Frage, bei solchen Geräten die der Geheimhaltung
    > unterliegen, gibt es da keinen Sonderpostweg oder andere
    > Zustellungsmöglichkeiten für extra solche Fälle ?

    DHL und andere Paketdienste öffnen eigentlich alles was bei Durchleuchtung nicht koscher ist. Da kann man wegen Absender und Empfänger auch viel rein interpretieren. Vielleicht glaubte man beim Behälter an eine Bombe, falls das Paket dort geöffnet wurde.
    Zu verfolgen wäre zudem der Weg von der Poststelle des Bundestages oder des Parteihauses zur Post, der Weg über alle Verteilzentren und schließlich der Mitarbeiter, der das Paket beim BSI abgab. Scheint augenscheinlich aber nicht wichtig zu sein.

    Wie oben schon gesagt hätte der BSI das Blackberry selber abholen können. Die anderen Möglichkeiten wären BKA oder ein Kurier vom Bundestag gewesen.
    DHL war in der Angelegenheit die dümmste Lösung.

  3. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Wahrheitssager 04.03.15 - 14:30

    >Man könnte unterstellen das der Kryptochip sowieso nicht sicher ist, weil die Herstellerfirma von Blackberry aufgekauft wurde.

    Kryptoalgos werden aber nicht unsicher, nur weil der Kryptochiphersteller von einer anderen Firma aufgekauft wurde.

    >Bei Skype war das doch ähnlich. Alle Geheimdienste bissen sich die Zähne an der Verschlüsselung aus. Seit dem Microsoft Skype gekauft hat ist das alles kein Thema mehr.

    Das ging allerdings einher mit einer Umstellung des Grundprinzips. Anstatt Peer2Peer Kommunikation wird vermehrt auf zentrale Architekturen gesetzt. Ältere Skype Versionen wurden gesperrt.
    Zudem hat Skype auch vor dem Microsoft Deal nie bestritten, dass diese evtl. mithorchen können.
    Secusmart hingegen hat immer betont, dass diese selbst wenn sie wollen nicht mithorchen können. Das Grundprinzip der Verschlüsselung wurde ja auch vom BSI gecheckt.
    Ich halte das ganze also für zwei paar Schuhe. Das kann man so nicht vergleichen.

    >DHL und andere Paketdienste öffnen eigentlich alles was bei Durchleuchtung nicht koscher ist. Da kann man wegen Absender und Empfänger auch viel rein interpretieren.

    Also gilt das Postgeheimnis nicht mehr ?

    >Wie oben schon gesagt hätte der BSI das Blackberry selber abholen können. Die anderen Möglichkeiten wären BKA oder ein Kurier vom Bundestag gewesen.
    >DHL war in der Angelegenheit die dümmste Lösung.

    Das stimme ich dir zu.

  4. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: dabbes 04.03.15 - 17:27

    Typisch deutsche Beamte, für x-Tausend Euro so ein sicheres Gerät kaufen, es aber dann mit ein paar Euro per DHL verschicken *facepalm hoch 2*

  5. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Jogibaer 04.03.15 - 23:09

    Wenn die wirklich auf Nummer sicher gehen wollen, müssen die ihre eigenen Handys entwickeln.....oder wie gesagt zur Schreibmaschine greifen. :P Echt krass was da abgeht.

  6. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Das Original 05.03.15 - 00:31

     
    "nenne einen IT witz, der nur aus zwei worten besteht!"

    > >Das BSI-zertifizierte

    lol. hahahaha.
     



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.15 00:32 durch Das Original.

  7. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: HansHorstensen 05.03.15 - 00:52

    Das Original schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >  
    > "nenne einen IT witz, der nur aus zwei worten besteht!"
    >
    > > >Das BSI-zertifizierte
    >
    > lol. hahahaha.
    >  

    Weisst Du was noch viel gefaehrlicher ist als Unwissenheit? Seinen Feind zu unterschaetzen. Das BSI ist Schnittstelle zur Wirtschaft. Sprich: dieses Amt kauft Expertise, ueber die es nicht selbst verfuegt, in der Wirtschaft ein.

  8. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: k41 05.03.15 - 12:09

    HansHorstensen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Original schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >  
    > > "nenne einen IT witz, der nur aus zwei worten besteht!"
    > >
    > > > >Das BSI-zertifizierte
    > >
    > > lol. hahahaha.
    > >  
    >
    > Weisst Du was noch viel gefaehrlicher ist als Unwissenheit? Seinen Feind zu
    > unterschaetzen. Das BSI ist Schnittstelle zur Wirtschaft. Sprich: dieses
    > Amt kauft Expertise, ueber die es nicht selbst verfuegt, in der Wirtschaft
    > ein.

    Tut das BSI nicht. Die Leute die kryptografische Software zertifizieren arbeiten dort und sehr viele die ich kenne sind dort seit dem Studium. Das BSI ist die Schnittstelle für die Wirtschaft ihre Software im Staatsdienst betreiben zu können. Bitte bei der Wahrheit bleiben, Danke.

  9. Re: Wurde das Gerät nun gehackt aus der Ferne ?

    Autor: Das Original 07.03.15 - 17:53

    ihr macht es euch beide komplizierter als es ist.

    was ich eher im kopf hatte, ist folgendes bild:

    der staat hat immer irgendwie auch selbst ein interesse daran, dass die bürger nicht vor ihm sicher sind, und er hängt vor allem immer auch mit der wirtschaft herum. das primat der politik, von dem wir manchmal träuen, hat es in reinkultur vermutlich nie gegeben, und im spätkapitalismus ist es nur noch ein märchen.

    und da soll man ausgerechnet einer deutsche behörde trauen, wenn es um sicherheit geht?

    nach dem was wir bislang wissen, hat der BND aktiv mit der NSA zusammengearbeitet, und der verfassungsschutz in seiner kernaufgabe versagt, uns davpr zu schützen.

    außerdem sind im zweifelsfalle schon die entwikler der verschlüsselungstechnik von diesnten unterwandert oer gegründet worden (tor? truecrypt? SSL? ...)

    in dieser situation jetzt auf ein "BSI-zertifiziertes" telefon zurückzugreifen, um vor ausländischer spionage sicher zu sein, ist nichts weiter als ein gutes witz, wie er nur von einem politiker kommen kann.

    wenn ein deutscher abgeordneter vor spionage sicher sein will, sollte er sein handy wegwerfen, und sich nachts mit dem fahrrad auf kinderspielplätzen treffen um etwas zu diskutieren.

    wenn deutsche grichte etwas über geheimdienste diskutieren wollen, dann finden diese termine spontan an geheimen und abhörsicheren orten statt. jegliche benutzung von handy im vorfeld ist allen richtern, zeugen und vertretern untersagt. daran sollten sich parlamentarier mal orientieren - als eine art mindeststandard.

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