1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Springer-Chef: Döpfner prognostiziert…

Diese Umsonst-Fasler kapierens einfach nicht!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Diese Umsonst-Fasler kapierens einfach nicht!

    Autor: Panserbjoern 08.11.10 - 18:55

    Das Internet ist nicht geprägt von einer "Umsonst-Kultur", sondern von einer "Teilen-mit-anderen-Kultur". OpenSource hat nichts mit "umsonst" zu tun, sondern mit "teilen mit anderen".

    Damit ist das Internet gross geworden. Jeder, der glaubt, das würde sich aus dem Internet herausschneiden lassen, hat einen an der Klatsche.

    Aber das ist ja nichts neues bei "Managern".

  2. Re: Diese Umsonst-Fasler kapierens einfach nicht!

    Autor: die partei ist frei 08.11.10 - 19:03

    Eigentlich müssten sogar die gottgläubigen Republikaner dafür sein.
    Weil man sonst einen Witz nur 10-30 mal erzählen könnte und ihn dann vergisst. Aber nein. Wissen ist beliebig kopierbar von den Gottgläubigen und Produkte nicht. Wissen kann man gar nicht wegnehmen und stehlen! Es ist für immer da!
    Usw. Leider macht keiner was draus, weil Murdoch die christenpartei über Fox anführt... .

  3. Re: Diese Umsonst-Fasler kapierens einfach nicht!

    Autor: hmjam 09.11.10 - 06:46

    Naja, "Intellectual Property" - muss man doch schützen?! :-)

  4. Umsonst-Kultur existiert gar nicht

    Autor: Skeeve 09.11.10 - 13:08

    Die sogenannte "Umsonst"-Kultur existiert gar nicht.

    Es ist das menschliche Bedürfnis miteinander zu kommunizieren, Nachrichten und Gerüchte auszutauschen, was heutzutage auch möglich ist, ohne das jemand als Zwischenträger - Journalist, Distributor - bezahlt werden muß.

    Es ist einfach nur Kultur, das andere ist nur Kommerz.

    Dieses miteinander Austauschen und - Teilen - umfasst alle nicht materiellen Dinge, somit auch Lieder, Filme, Bilder und einfache Texte.

    Ein Faktor, der sich vo allen Dingen geändert hat, ist etwas, was diese betriebsblinden Experten und Manager nicht wahrgenommen haben.

    Wir, die Menschen die das Internet nutzen, holen uns Informationen WANN wir wollen, und von WO wir wollen. Wir müssen nicht mehr Radio hören, Fernsehen, etc um uns mit Kultur - was immer das für den Einzelnen auch bedeutet - zu versorgen.

    View/Read/Hear on Demand ist Realtät geworden. Schwere Zeiten für konventionelle Vertriebsmethoden wie Radio und Fernsehen.

    Um da mithalten zu können, muß ein Bezahlangebot MEHR bieten als das, was wir jetzt, ob legal, halblegal oder illegal, umsonst bekommen können.

    Und genau da sehe ich das Problem, weshalb sich ein Bezahlangebot im Internet kaum noch durchsetzen wird. Wir haben doch alles, was wir brauchen. Wofür noch Geld ausgeben?

    Erschwerend kommt hinzu, das es, selbst WENN wir bezahlen möchten, es noch mehr Hürden gibt:

    1) Es gibt kein eingebautes Micro-Paymentsystem im Internet. Die Betonung liegt auf "eingebaut". Solange es nicht im Protokoll vorgesehen ist, ist es nutzlos an Bezahlungen zu denken. Ein Bezahlsystem gehört in die unterste Ebene des Protokolls, da es anonyme Bezahlungen sein müssen. Wir brauchen ein Äquivalent zum Bargeld im Internet.

    2) DRM. Ein selbstkonstruiertes Problem. Nicht das Empfangsgerät kauft den Inhalt, sondern die PERSON. Solange das nicht berücksichtigt wird, ist es sinnlos Dinge mit DRM zu verkaufen. DRM ist "Fail by design".

    3) Weil wir mit dem jetzigen System der Interneteinkäufe und Identifizierung völlig gläsern sind. Dies ist ein soziales Problem, was Schwierigkeiten bereiten kann, wie die Homeland Scurity in den USA bewiesen hat, als sie bestimmte Buchverkäufe an Personen untersucht haben, und die se auf ihre Terroristenliste gesetzt haben.

    Grade an letzterem Beispiel wird deutlich, das derjenige, der sich das/Die Informationen "quasi-anonym" geholt hat einen Vorteil demjenigen gegenüber hat, der es gekauft hat. Er ist jetzt in keiner Terroristenliste. ;)

    Also bezahlen, ja, aber nur wenn die oben genannten Probleme behoben werden, und wenn man einen wirklichen Vorteil davon hat, etwas zu kaufen. Ansonsten wird die Anzahl der "Bezahler" im Internet recht überschaubar bleiben.

    --------------------------

    Und ja, p2p nimmt ab.

    Natürlich. Abmahnwahn. Absurde Schadensersatzforderungen. Verteufelung des völlig unschuldigen Torrentprotokolls. Schauprozeße.

    Von Urhebervertretern bezahlte, nicht zum Verbraucher passende Gesetzgebung. Folge: Unverständliche Urhebergesetze die genauso ignoriert werden wie die Regeln für Falschparken.

    Aber ich wette, deswegen werden garantiert nicht weniger Dinge "verteilt" wie vorher. Es ändert sich immer nur der Weg, niemals aber die Anzahl derjenigen, die Informationen austauschen. Je mehr Druck ausgeübt wird, desto Unsichtbarer wird die Verteilung.

    Sichtbare Verteilung wird ersetzt durch: komplette Verschlüsselung, IP-Hiding, Anonyme Netzwerke, VPN-Netze. Terabytefestplatten, Schulhoftausch, Arbeitsplatztausch, Private Netzwerke und gutes altes Turnschuhnetzwerk.

    Aber es ist ja gut. Was man nicht sieht, das existiert ja nicht.

    Die Urhebervertreter haben eine geschichtlich entscheidende Chance des Miteinander mit Kunden und Verteilern verpasst, in der sie kostenlos eine Unmenge an Informationen hätten bekommen können, zusätzlich zu einer Einrichtung einer allgemeinen Flatrate für Informationen.

    Diese Zeit ist vorbei, sie haben sich, vielleicht nur aus Gewohnheit, wie die Mafia, für Konflikt entschieden. In einem Kampf, den sie nicht gewinnen können. Dem aussichtslosen Kampf gegen ihre eigenen Kunden/neuen potentiellen Kunden. :D

    Was wir jetzt sehen, sind die letzten Bemühungen ein altes, überholtes Vertriebsmodell auf ein freies Informationsverbreitungs/Speicherungsmedium übertragen.

    Was wir alle wirklich brauchen, ist ein neues Modell, eine Entkriminalisierung und ein neues Verständnis für das was Informationsaustausch ist, und was er uns Wert sein sollte.

    Wir brauchen, alleine um den globalen Generalverdacht aller Internetuser rückgängig zu machen, eine Flatrate, und eine Nutzerverteilungsstatistik über alle geladenen Informationen, die als Verteilungsschlüssel für das eingezahlte Geld dienen kann.

    Letzteres ist aufgrund der egozentrischen, monopolistischen Vorgehensweise der Urhebervertreter unmöglich geworden. Wie gesagt, eine geschichtlich einmalige Chance vertan.

  5. Re: Umsonst-Kultur existiert gar nicht

    Autor: hmjam 10.11.10 - 11:02

    Hm, da haste Dir ne Menge Arbeit gemacht! Aber Respekt! Steter Tropfen höhlt den Stein...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Stiftung Hospital zum heiligen Geist, Frankfurt am Main
  2. Hays AG, München
  3. IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
  4. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Koblenz

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 789€ (mit Rabattcode "PRIMA10" - Bestpreis!)
  2. 689€ (mit Rabattcode "PRIMA10" - Bestpreis!)
  3. 369,99€ (Bestpreis!)
  4. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobilfunk: UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet
Mobilfunk
UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet

Sie haben Deutschland zum Mobilfunk-Entwicklungsland gemacht und wurden heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: die Auktionstheorien von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Coronakrise Deutsche Urlaubsregionen verzeichnen starke Mobilfunknutzung
  2. LTE Telekom benennt weitere Gewinner von "Wir jagen Funklöcher"
  3. Mobilfunk Rufnummernportierung darf maximal 7 Euro kosten

Watch SE im Test: Apples gelungene Smartwatch-Alternative
Watch SE im Test
Apples gelungene Smartwatch-Alternative

Mit der Watch SE bietet Apple erstmals parallel zum Topmodell eine zweite, günstigere Smartwatch an. Die Watch SE eignet sich unter anderem für Nutzer, die auf die Blutsauerstoffmessung verzichten können.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Series 6 im Test Die Apple Watch zwischen Sport, Schlaf und Sättigung
  2. Apple empfiehlt Neuinstallation Probleme mit WatchOS 7 und Apple Watch lösbar
  3. Smartwatch Apple Watch 3 hat Probleme mit Watch OS 7

Serien & Filme: Star Wars - worauf wir uns freuen können
Serien & Filme
Star Wars - worauf wir uns freuen können

Lange sah es so aus, als liege die Zukunft von Star Wars überwiegend im Kino. Seit dem Debüt von Disney+ und dem teils schlechten Abschneiden der neuen Filme hat sich das geändert.
Von Peter Osteried

  1. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf
  2. Star Wars Squadrons im Test Die helle und dunkle Seite der Macht
  3. Disney+ Erster Staffel-2-Trailer von The Mandalorian ist da

  1. Microsoft: Xbox bekommt Remote Play unter iOS
    Microsoft
    Xbox bekommt Remote Play unter iOS

    Schnell mal aus der Ferne ein Spiel installieren oder es auf dem Tablet verwenden: Das klappt nun auch mit der Xbox auf iPad und iPhone.

  2. O2 my Home: Telefónica startet erste Tarife im Kabelnetz
    O2 my Home
    Telefónica startet erste Tarife im Kabelnetz

    Die neue Tarifgruppe O2 my Home Telefónica geht davon aus, dass es die Deutschen nicht interessiert, ob sie DSL, Kabelnetz, Glasfaser oder 4G/5G als Homerouter verwenden.

  3. Signature OLED R: LGs ausrollbarer OLED-Fernseher kostet 74.000 Euro
    Signature OLED R
    LGs ausrollbarer OLED-Fernseher kostet 74.000 Euro

    Nur in Südkorea kann der Signature OLED R von LG gekauft werden. Er richtet sich nicht nur wegen des rollbaren Panels an Individualisten.


  1. 14:12

  2. 13:12

  3. 12:30

  4. 12:09

  5. 11:57

  6. 11:37

  7. 11:20

  8. 10:55