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Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

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  1. Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Bringhimup 22.11.17 - 15:09

    Gibt noch genug Arbeitslose, die lieber im Tiefbau arbeiten würden. Dann ist man auch nicht mehr ganz so abhängig und muss sich nicht jeder Preiserhöhung beugen. Aber halt ... das wäre ja Insourcing. Das sollte man nach dem ganzen Outsourcing vergangener Jahre lieber nicht machen. Sonst halten einen die Outsourcer noch für doof.

  2. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: narea 22.11.17 - 15:12

    Vor allem sollte es ja auch fetten Gewinn abwerfen, sonst gäbe es die ganzen Firmen ja nicht.

  3. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Snoozel 22.11.17 - 15:15

    Einfach ein paar Jahre warten, die umliegenden Länder sind bald fertig mit ihrem Glasfaserausbau, dann haben viele dortige Tiefbaufirmen hier die Gelegenheit weiter zu machen.

  4. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Sharra 22.11.17 - 15:20

    So einfach ist das nicht. Erst einmal brauchst du das Fachpersonal. Nur ein paar Leute mit Schaufeln hinstellen wird nichts werden.
    Dann brauchst du die Maschinen.

    Und dann buddelst du 2 Wochen, und danach hast du eine Tiefbauabteilung, die überhaupt nicht zu deinem Kerngeschäft passt, und eigentlich grade nichts zu tun hat, bis mal wieder ein Projekt ansteht.

    Machst du eine Schreiner-, Maler-, Sanitär, Elektriker- und was weiss ich was noch -Lehre, nur weil du es mal brauchen könntest, oder sogar akut brauchst?

  5. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: DetlevCM 22.11.17 - 15:24

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So einfach ist das nicht. Erst einmal brauchst du das Fachpersonal. Nur ein
    > paar Leute mit Schaufeln hinstellen wird nichts werden.
    > Dann brauchst du die Maschinen.
    >
    > Und dann buddelst du 2 Wochen, und danach hast du eine Tiefbauabteilung,
    > die überhaupt nicht zu deinem Kerngeschäft passt, und eigentlich grade
    > nichts zu tun hat, bis mal wieder ein Projekt ansteht.
    >
    > Machst du eine Schreiner-, Maler-, Sanitär, Elektriker- und was weiss ich
    > was noch -Lehre, nur weil du es mal brauchen könntest, oder sogar akut
    > brauchst?

    Na ja, ein Grundbedarf dürfte konstant bestehen.
    Ich erinnere mich da in England an eine Uni welche die ganzen Handwerksarbeiten an einen Privatunternehmer ausgelagert hat anstatt den Herrn direkt selbst zu beschäftigen... - Den einzigen Vorteil hat der Eigentümer der Firma welche die Dienstleistung anbietet... - Warum man den nicht direkt an der Uni angestellt hat weis vermutlich niemand so genau außer jenem der das eingefädelt hat, vor allem wenn er so gut wie jeden Tag auf dem Unigelände gearbeitet hat...

  6. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Sharra 22.11.17 - 15:29

    Ob da ein permanenter Grundbedarf besteht, kann dir nur der Betreiber selbst sagen. Von den Ausführungen her, würde ich da allerdings annehmen, dass sie dafür zu klein sind. Und nicht genutzte Tiefbaukapazitäten dann zu vermieten gehört nicht zu ihrem Kerngeschäft. Dass man das dann nicht haben möchte, ist verständlich.

  7. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: devman 22.11.17 - 15:30

    Bringhimup schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Sehr naiv. Das kann nur jemand sagen, der noch nie an einem Tiefbauprojekt beteiligt. war.

  8. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Bringhimup 22.11.17 - 15:37

    Nö. Hab lange Jahre in der Baumaschinen Branche gearbeitet und kenne mich durchaus etwas aus (man kam ja immer mal wieder mit einem Vorarbeiter oder einem auch einen Firmenbesitzer ins Schwatzen). Im "schlimmsten" Fall kauft man sich in eine bestehende Firma ein (mit der man im Idealfall zuvor schon gute Erfahrungen gemacht hat) und vergrößert diese Firma langsam, bis man eben genug Eigenkapazität verfügbar hat.

  9. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: chefin 22.11.17 - 15:49

    Jo, klaro, Facharbeiter hängen in jeder Kneipe rum, haben nichts zu tun, muss man nur aufsammeln und loslegen.

    Meinst du echt, etablierte Firmen würden das auslassen, wenn sie Leute bekommen würden? Man bekommt schlicht keine Facharbeiter mehr. Was noch arbeitslos rumhängt kann nichts und meist wollen die auch nicht arbeiten. Und 50% der "Arbeitslosen" in Hartz4 können auch nicht arbeiten. Weil sie Kinder haben, aber keine Familie, sprich keinen Mann der sie versorgt. Die können auch dann nicht in solche Jobs, wenn das Kind mal im Kindergarten ist bzw in der Schule. Frühestens wenn das Kind so 16-18 ist, ist wieder Vollzeitjob möglich. Bis dahin muss der Erzieher(egal ob M oder W) sich um den Haushalt und das Kind kümmern. Maxmal 25std Jobs sind da drin und das funktioniert auf dem Bau nun rein garnicht.

    Dazu kommt, das wir zwar dauernd hören, wieviel Flüchtlinge wir neu dazu bekommen, aber keiner uns sagt, das wir seit 1991 von 82,5 Millionen auf 80,5 Millionen runter sind. die 1,5 Millionen Flüchtlinge gleichen noch nicht mal aus, was wir seit der DDR-Wende verloren haben. Und teile dieser Flüchtlinge gehen auch wieder zurück, weil sie echte Flüchtlingen sind, keine Wirtschaftsflüchtlinge. Was dann bleibt sind Hilfsarbeiter. Damit kannst du aber keine Maschinen bedienen lassen. Dazu muss man einige Monate oder Jahre lernen und üben.

    Mit der Hand am Arm will doch keiner mehr schaffen, alle wollen Abi und Studium und viel Geld einfach verdienen. Bestimmt nicht den Arsch in Regen und Kälte abfrieren oder sich bei Hitze einen Kollaps einfangen und totschwitzen.

  10. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: quineloe 22.11.17 - 15:51

    Nett, jetzt kommt zum menschenverachtenden Neoliberalismus von Chefin auch noch eine ordentliche Prise "Ausländer Raus" dazu.

    Wie in jedem "Fachkräftethread" kann man Chefin nur eines sagen: Die kriegt keine Fachkräfte, weil sie nix bezahlt.

  11. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: ha00x7 22.11.17 - 16:12

    chefin schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Mit der Hand am Arm will doch keiner mehr schaffen, alle wollen Abi und
    > Studium und viel Geld einfach verdienen. Bestimmt nicht den Arsch in Regen
    > und Kälte abfrieren oder sich bei Hitze einen Kollaps einfangen und
    > totschwitzen.
    Mmh, ich habe mein Abi gemacht und mich dann bewusst für einen "Hand am Arm" Job entschieden. Aber gut, dass hier garnicht (falsch) verallgemeinert wird...

  12. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: root666 22.11.17 - 16:34

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So einfach ist das nicht. Erst einmal brauchst du das Fachpersonal. Nur ein
    > paar Leute mit Schaufeln hinstellen wird nichts werden.
    > Dann brauchst du die Maschinen.
    >
    > Und dann buddelst du 2 Wochen, und danach hast du eine Tiefbauabteilung,
    > die überhaupt nicht zu deinem Kerngeschäft passt, und eigentlich grade
    > nichts zu tun hat, bis mal wieder ein Projekt ansteht.
    >
    > Machst du eine Schreiner-, Maler-, Sanitär, Elektriker- und was weiss ich
    > was noch -Lehre, nur weil du es mal brauchen könntest, oder sogar akut
    > brauchst?

    Wer sagt denn dass diese Tiefbaufirma dann nicht auch Aufträge anderer Firmen annehmen kann? Man gründet eine Firma die eben genau auf solche Arbeiten spezialisiert ist und evtl auch noch bei Kabelschäden etc eingebunden werden kann.

    Die wirfst du dann noch auf den freien Markt und deine Konkurrenz kann die auch beauftragen. Fertig ist die Laube.

    Ist doch eigentlich ziemlicher Luxus wenn man gerade bei der Entstörung von Faserschäden direkt sein eigenes Personal hinschicken kann und die dann mit Bagger und Spleißtrupp anrücken.

  13. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: quineloe 22.11.17 - 16:38

    ha00x7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > chefin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----
    > > Mit der Hand am Arm will doch keiner mehr schaffen, alle wollen Abi und
    > > Studium und viel Geld einfach verdienen. Bestimmt nicht den Arsch in
    > Regen
    > > und Kälte abfrieren oder sich bei Hitze einen Kollaps einfangen und
    > > totschwitzen.
    > Mmh, ich habe mein Abi gemacht und mich dann bewusst für einen "Hand am
    > Arm" Job entschieden. Aber gut, dass hier garnicht (falsch) verallgemeinert
    > wird...
    Du musst verstehen, Chefin möchte ihre Arbeitnehmer mit mittlerer Reife, damit sie ihnen Mindestlohn zahlen kann. Um nichts anderes geht es. Abiturienten sind einfach zu teuer.

  14. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Yash 22.11.17 - 16:54

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit der Hand am Arm will doch keiner mehr schaffen, alle wollen Abi und
    > Studium und viel Geld einfach verdienen. Bestimmt nicht den Arsch in Regen
    > und Kälte abfrieren oder sich bei Hitze einen Kollaps einfangen und
    > totschwitzen.
    Ich war während der Schulzeit und Unzeit öfter mit meinem Vater auf Baustellen und habe dort etwas Geld verdient. Aber sorry, nein. Ich will mit 50 nicht komplett kaputt sein, nur damit ich in den Augen mancher Leute eine ehrenwerte Arbeit getan habe. Und die ganzen Kumpels von meinem Vater sind alle kaputt (Knie, Rücken usw.) und haben kaum Geld verdient.

  15. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: Sharra 22.11.17 - 17:42

    root666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So einfach ist das nicht. Erst einmal brauchst du das Fachpersonal. Nur
    > ein
    > > paar Leute mit Schaufeln hinstellen wird nichts werden.
    > > Dann brauchst du die Maschinen.
    > >
    > > Und dann buddelst du 2 Wochen, und danach hast du eine Tiefbauabteilung,
    > > die überhaupt nicht zu deinem Kerngeschäft passt, und eigentlich grade
    > > nichts zu tun hat, bis mal wieder ein Projekt ansteht.
    > >
    > > Machst du eine Schreiner-, Maler-, Sanitär, Elektriker- und was weiss
    > ich
    > > was noch -Lehre, nur weil du es mal brauchen könntest, oder sogar akut
    > > brauchst?
    >
    > Wer sagt denn dass diese Tiefbaufirma dann nicht auch Aufträge anderer
    > Firmen annehmen kann? Man gründet eine Firma die eben genau auf solche
    > Arbeiten spezialisiert ist und evtl auch noch bei Kabelschäden etc
    > eingebunden werden kann.
    >
    > Die wirfst du dann noch auf den freien Markt und deine Konkurrenz kann die
    > auch beauftragen. Fertig ist die Laube.
    >
    > Ist doch eigentlich ziemlicher Luxus wenn man gerade bei der Entstörung von
    > Faserschäden direkt sein eigenes Personal hinschicken kann und die dann mit
    > Bagger und Spleißtrupp anrücken.


    Genau das möchte man aber als Internetprovider vielleicht gar nicht?
    Der Tiefbau gehört nicht zum eigentlich Kerngeschäft. Tiefbau ist ein völlig anderes Geschäftsgebiet. Der Bäcker betreibt hat ja auch keine 1000 Hektar Land für das Getreide und betreibt nebenher noch eine Mühle.

  16. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: narea 22.11.17 - 17:52

    Sharra schrieb:

    > Der Bäcker betreibt hat ja auch keine 1000
    > Hektar Land für das Getreide und betreibt nebenher noch eine Mühle.
    Er hat ja auch keine Probleme an Getreide zu kommen. Zumal er auch nicht das Kapital hat soetwas in annehmbarer Größe zu starten.
    Hier sieht die Sache anders aus. Kapital ist genug vorhanden und es gibt einen scheinbar sehr großen Engpass. Folglich spart man nicht nur Geld, wenn man selbst eine Firma dafür gründet und somit die Arbeit kostengünstiger ausführen lassen kann, nein man kann sogar danach mit der Firma andere Aufträge annehmen und sie somit problemlos in der Gewinnzone halten.

  17. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: thinksimple 22.11.17 - 17:56

    narea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    >
    > > Der Bäcker betreibt hat ja auch keine 1000
    > > Hektar Land für das Getreide und betreibt nebenher noch eine Mühle.
    > Er hat ja auch keine Probleme an Getreide zu kommen. Zumal er auch nicht
    > das Kapital hat soetwas in annehmbarer Größe zu starten.
    > Hier sieht die Sache anders aus. Kapital ist genug vorhanden und es gibt
    > einen scheinbar sehr großen Engpass. Folglich spart man nicht nur Geld,
    > wenn man selbst eine Firma dafür gründet und somit die Arbeit
    > kostengünstiger ausführen lassen kann, nein man kann sogar danach mit der
    > Firma andere Aufträge annehmen und sie somit problemlos in der Gewinnzone
    > halten.

    Für ne tiefbaufirma brauchst du etwas mehr Gerätschaften als nur nen Laptop und ein Smartphone.

    Wenn ein Mensch immer online ist spricht man dann von einer KI?

  18. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: forenuser 22.11.17 - 18:09

    Willy.tel ist ein Kleinunternehmen mit IIRC 40 Mitarbeitern. Eine funktionsfähige Abteilung "Tiefbau" dürfte den Personalbestand da bald verdoppeln. Dazu kommen Ausgaben für Geräte die selbst als Leasing nicht wenig kosten dürfen. Davon das man Personal und Gerät erstmal bekommen muss...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Android</del> Windows Phone - und wünscht' es wäre webOS.

  19. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: dabbes 22.11.17 - 18:10

    Es muss ja keine Monster Firma sein, aber eine kleiner Laden genügt ja schon, der hat immer was zu tun, egal ob neu verlegen oder instandsetzen.

    Gleichzeitig hat man auch ein kleines Druckmittel.

    Aber klar, einfach ist es nicht, man braucht schon die Leute dafür.

  20. Re: Sollen sie halt ihre eigenen Tiefbaufirmen aufbauen...

    Autor: dabbes 22.11.17 - 18:12

    Dann halt ein neumodes Joint Venture mit anderen kleinen ;-)

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