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Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

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  1. Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: Ach 29.09.19 - 22:15

    Eine zweistufige Rakete, 100% wiederverwendbar, 150T Nutzlast. Was haben die Raketeningennieure bisher nur falsch gemacht? Offensichtlich ist das eine Frage der Dimensionen, in denen man die Rakete denkt. In einer ü-Saturn5 Größe scheinen die Verhältnisse offensichtlich nicht schlechter sondern im Gegenteil sogar günstiger zu werden, zwischen Größe und Gewicht der Trägerstruktur zur mitgeführten Masse und zur Geschwindigkeit, auf welche man jene Masse beschleunigen kann. Der material- und triebwerkstechnische Fortschritt der vergangenen 50 Jahre (seit der Mondlandung) tun ein Übriges, scheinbar ohne dass bisher jemand diesen Faktor in Verbindung mit einer sehr großen Rakete gedacht hätte.

    Ganz viel des filzig fitzligen Gefitzels, dass sich die ESA aber auch die NASA bei mittelgroßen Raketen antun, die ganze Komplexität der zwei oder drei einmal verwendeten Stufen + Boostern, die über die ganze Welt verteilte Herstellung, vieles davon kann man sich offensichtlich sparen, wenn man einfach nur mal herzhaft die Größe nach oben korrigiert, die richtigen Triebwerke natürlich vorausgesetzt.

    Das ist es was ich aus der Geschichte lerne, wenn es denn funktioniert. Für ESA/NASA wäre das schon ein bisschen eine Schande, wenn man sich mal vor Augen führt, was diese Unternehmen in den vergangen 50 Jahren für mikroskopische Fortschritte gemacht haben im Vergleich zu den neun Tesla Jahren. Und nicht nur eine verbale Schande wäre das, denn wie will man mit dieser Maschine preislich jemals in Konkurrenz treten? Das aktuelle ESA Angebot ist doch jetzt schon doppelt so kostspielig. Elon Musk räumt da mindestens genauso auf mit der aktuellen Raumfahrt, wie es Werner von Braun damals mit dem halbherzigen amerikanischen Raketenprogramm tat, wahrscheinlich sogar mehrfach konsequenter.

  2. "wenn es denn funktioniert"

    Autor: miauwww 30.09.19 - 00:19

    Bis dahin sehe ich keinen Grund zu Lob. Und mir geht die ganze Show, die da jedesmal abgezogen wird, reichlich auf die Nerven.

  3. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: PaBa 30.09.19 - 07:52

    Weil es Dich persönlich wie tangiert? Warum so genervt? War die Musik zu laut, und Du konntest als Nachbar nicht schlafen, oder was?

    Jedem ist klar, dass Musk immer zu knappe Ziele/Zeitfenster angibt. Wenn man davon ausgeht, dass zum Ziel-Zeitpunkt nie 100% erreicht werden, dann ist es knapperes Ziel besser, weil es Puffer schafft.
    Und was ist an der Show auszusetzen? Alleine das Raptor-Triebwerk rechtfertigt die Show. Nebenbei ist das auch eine Art der Mitarbeitermotivation. Aber in Deutschland ist man seit Jahren lieber genervt, als Innovativ. Oder man nörgelt nur rum.

  4. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: Azzuro 30.09.19 - 08:11

    Abzuwarten bleibt vor allem, wie gut das mit der einfachen 100%igen Wiederverwendbarkeit klappt. Mit dem Space Shuttle gab es ja schon mal ein orbitales Raumschiff, welches vermeintlich wiederverwertbar war. Es war angetreten, aufgrund dieser Wiederverwendbarkeit die Kosten massiv senken zu können und dadurch jede Woche ein Start möglich gewesen wäre. Das konnten aber leider nicht erfüllt werden, am Ende war alles viel teurer als gedacht. U.a. auch deshalb, weil man eben doch nicht so einfach den Orbiter nach der Landung kurz drauf schon wieder starten konnte. Stattdessen musste es doch länger und aufwändiger als gedacht wieder fitgemacht werden. Letztlich war es nur "refurbishable" und nicht "reusable".

  5. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: bofhl 30.09.19 - 08:37

    Musk legt die Zeiten immer mit Absicht zu knapp - er weiß, dass nichts und niemand diese Zeitvorgaben einhalten kann. Aber genau dieser Druck ist es, der Techniker dazu bringt, mal fest vorgegebene Pfade zu verlassen und mal weiter zu denken - ein Problem, dass NASA und ESA derzeit haben! Dort können die ganzen Techniker - oder besser "Ingenieure", auch so ein Fehler, denn ohne einen entsprechenden Doktor- oder Dipl-.Ing.-Titel braucht man bei der ESA nicht mal anrufen! - nur in fest definierten Pfaden arbeiten (ohne vordefinierten und ausgerechneten Teilen geht da gar nichts - nie wird einfach mal ausprobiert)

    Die NASA ist noch schlimmer - ohne zig Papiere, die genau jedes möglich Verhalten bis ins kleinste Detail beschreiben geht gar nichts! Ein Papierkrieg ohne Sinn und Verstand!

  6. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: PaBa 30.09.19 - 08:46

    Azzuro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abzuwarten bleibt vor allem, wie gut das mit der einfachen 100%igen
    > Wiederverwendbarkeit klappt. Mit dem Space Shuttle gab es ja schon mal ein
    > orbitales Raumschiff, welches vermeintlich wiederverwertbar war.
    > [...]

    Das Shuttle hatte ja auch keinen Treibstoff mit, um die Wiedereintrittsgeschwindigkeit kontrollieren, oder senken zu können.

    Ich finde es immer wieder interessant, wie eine nicht funktionierende / schlecht umgesetzte Idee immer wieder als Beleg dafür herangezogen wird, dass etwas nicht geht.
    Die erste Stufe der F9 landet doch schon. Die Aufbereitungszeiten sind auch schon deutlich reduziert worden und einzelne Stufen sind schon mehrfach geflogen. Die zweite Stufe landet nicht, weil jedes kg mehr an Treibstoff bzw. Struktur von der Nutzlast abgeht und dies mit der F9 als 1. Stufe nicht wirtschaftlich ist. Jetzt wird das Landen der „2. Stufe“ als Hauptziel im Konzept verfolgt. Mit aktuellen Möglichkeiten (Werkstoffe, CAD-Programme, Computersimulation, und auch Erfahrung mit dem Spaceshuttle und der F9) ist es doch sicher realistisch sich dem Problem zu nähern und es zu lösen.

    Ich finde die Vorgehensweise von SpaceX sehr interessant. Man hat eine Vision (Flug zum Mars, mit Möglichkeit eines Rückflugs). Daraus erarbeitet man ein Soll „Ein Fluggerät, welches mit Nutzlast X starten kann, genug Treibstoff für den Flug zum Mars mitnehmen kann, und vor Ort Treibstoff für den Rückflug erzeugen kann. Man bricht dieses Soll auf Maßnahmen runter, um sich in „kleinen“ Paketen an das große zu nähern. (Treibstoff auf dem Mars gewinnen -> Methan Triebwerke, vom Mars wieder starten können -> wiederverwendbares Starship, …) Und immer wieder überprüft man, ob das Soll realistisch ist, oder man ggf. Anpassungen vornehmen muss. Das Design ändert sich: Wärmekacheln vs. „schwitzendes Schiff“. Warum? Weil man festgestellt hat, dass man mit neuen Materialien Kacheln entwickeln kann, die wiederverwendbar sind, und leichter als der zusätzliche Treibstoff für die „Schwitzkühlung“. Also ist es auch nur logisch, dass sich das Design ständig ändert. Aber jedes Teilproblem für sich hat einen lösbaren Umfang.

    Ich wünschte, wir würden bei vielen anderen Dingen so vorgehen. Das Klimapaket zum Beispiel. Ich würde gerne wissen, welche Vision man hatte, als man es verabschiedet hat. Also wie stellt sich die Regierung unsere Mobilität in 2040 vor? Wie werden wir Strom erzeugen? Daraus abgeleitet müsste man die Ziele ausformulieren und in Maßnahmen schon heute auf die Ziele hinarbeiten. Statt einfach nur zu sagen, wenn wir CO2 teurer machen, dann überlegen sich die Leute schon, wie sie die Kosten vermeiden können. Und daraus ergibt sich die Innovation schon.

  7. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: Niaxa 30.09.19 - 08:46

    Da hat der Musk wohl einem im Golem Forum seinen Plan verraten ^^. Das Musk nen leichten Schaden hat, was das Management egal welcher Firma angeht, dass weis nun wirklich jeder. Was er wirklich denkt, weis keiner. Wenn man ihn sich mal genauer anschaut und die letzten Jahre im Kopf hat, dann weis zumindest jeder, das der Typ eher der Meinung ist, solche Termine wären einzuhalten. Seine große Leistung an all dem ist es auch, Geld hineinzupumpen.

  8. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: PaBa 30.09.19 - 09:14

    Ja er pumpt Geld rein, aber es ist sein eigenes welches er mit Paypal verdient hat, indem er eine sau träge Branche (Banken) mal eben auf links gekrempelt hat.
    Und das gleiche macht er doch mit SpaceX und der Raumfahrt. Die Kosten, die SX auch ohne Wiederverwendung aufruft, sind für die bestehenden Unternehmen nicht zu halten.

    Ja, er mag verrückt, oder wie auch immer man ihn bezeichnen mag, sein doch gerade bei SX ist unbestritten, dass er bzw. seine Firma Ergebnisse liefert. Und ob die Zeitpläne als Motivation angesetzt sind, oder weil er glaubt, dass die haltbar sind, ist am Ende doch Egal. Die NASA hat doch mal gezeigt, dass man in weniger als 10 Jahren ohne große Erfahrung in Sachen Raumfahrt eine Rakete bauen kann, die Menschen zum Mond und zurück bringt. Jetzt versucht einer etwas ähnliches nur 50 Jahre später mit dem Ziel Mars (von Braun hatte wohl das gleiche Ziel im Hinterkopf) und all der Erfahrung, die man bis heute mit der Raumfahrt gesammelt hat, und alle halten es für unmöglich.

  9. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: snugels 30.09.19 - 10:09

    Manchmal lohnt es sich, sich anzusehen warum es daneben gegangen ist. Da wären die vielen politischen Fehlentscheidungen. Vor allem Kosten sparen:
    * z.b. wurde die wiederverwendbare erste Stufe aufgegeben.
    * z.b. statt Titan, Alu für die Aussenhaut zu benutzen und deshalb den Bedarf nach dicken leicht zu beschädigenden Hitzekacheln zu schaffen.
    Die Verlagerung von Jobs in die passenden Kongresszonen:
    * z.b. gab es daher zerlegbare Feststoffbooster, aus Alabama, mit den Problemen an der Dichtung.
    Am teuersten waren aber die Triebwerke (Definitiv kleine Wunderwerke an Effizienz, allerdings als fuel rich closed cycle mit Wasserstoff, extrem komplex, mit extremen Aufwand um den Wasserstoff vom Sauerstoff zu trennen und entsprechend Wartungsintensive.
    Viele Fehler die sie bei Spaceship nicht machen.
    Heißt nicht das alles klappt. Aber aus so einer Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen, sieht nicht besonders clever aus.

  10. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: SanderK 30.09.19 - 10:20

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja er pumpt Geld rein, aber es ist sein eigenes welches er mit Paypal
    > verdient hat, indem er eine sau träge Branche (Banken) mal eben auf links
    > gekrempelt hat.
    > Und das gleiche macht er doch mit SpaceX und der Raumfahrt. Die Kosten, die
    > SX auch ohne Wiederverwendung aufruft, sind für die bestehenden Unternehmen
    > nicht zu halten.
    >
    > Ja, er mag verrückt, oder wie auch immer man ihn bezeichnen mag, sein doch
    > gerade bei SX ist unbestritten, dass er bzw. seine Firma Ergebnisse
    > liefert. Und ob die Zeitpläne als Motivation angesetzt sind, oder weil er
    > glaubt, dass die haltbar sind, ist am Ende doch Egal. Die NASA hat doch mal
    > gezeigt, dass man in weniger als 10 Jahren ohne große Erfahrung in Sachen
    > Raumfahrt eine Rakete bauen kann, die Menschen zum Mond und zurück bringt.
    > Jetzt versucht einer etwas ähnliches nur 50 Jahre später mit dem Ziel Mars
    > (von Braun hatte wohl das gleiche Ziel im Hinterkopf) und all der
    > Erfahrung, die man bis heute mit der Raumfahrt gesammelt hat, und alle
    > halten es für unmöglich.
    Technisch halte ich es für sehr Möglich. Der menschliche Faktor, fehlt mir stellenweise aber in der Gleichung.
    Also zumindest was Mars angeht. ;-)
    Wäre auch lieber, wenn man das ganze mal auf dem Mond testen würde, wären die Entfernungen einfach kürzer und das Landen hat da ja auch mit Menschen schon geklappt.

  11. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: E-Mover 30.09.19 - 10:34

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis dahin sehe ich keinen Grund zu Lob. Und mir geht die ganze Show, die da
    > jedesmal abgezogen wird, reichlich auf die Nerven.

    Da hätte ich einen ganz pragmatischen Tipp für Dich: Schau es Dir einfach nicht an und lies auch solche Artikel nicht. Ähnlich mache ich es mit Veranstaltungen des örtlichen Kaninchenzüchtervereins...

  12. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: PaBa 30.09.19 - 11:25

    SanderK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Technisch halte ich es für sehr Möglich. Der menschliche Faktor, fehlt mir
    > stellenweise aber in der Gleichung.
    > Also zumindest was Mars angeht. ;-)
    > Wäre auch lieber, wenn man das ganze mal auf dem Mond testen würde, wären
    > die Entfernungen einfach kürzer und das Landen hat da ja auch mit Menschen
    > schon geklappt.

    Die menschliche Komponente ist nicht das Problem von Musk. Kann es auch nicht sein, er ist Techniklieferant.
    Aber es gab die Langzeitmission mit Mark und Scott Kelly, bei der Auswirkungen der langen Zeit in Schwerelosigkeit untersucht wurden. Jetzt muss man die richtigen Schlüsse daraus ziehen, und entsprechende Maßnahmen treffen (Strahlenschutz, Mittel gegen Muskeldegression,…)

    Ich finde einen Punkt noch interessant: Die unterschiedliche Sicht auf das Menschenleben. Für Jobs beim Militär für Kriegseinsätze werden in den USA Soldaten im Supermarkt geworben. Im Krieg herrscht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Soldaten sterben. Bei der Zahl der geworbenen ist es sogar zu 100% wahrscheinlich, dass jemand stirbt. Aber es interessiert moralisch niemanden.
    Auf der anderen Seite hat man moralische Bedenken, wenn Menschen freiwillig zum Mars fliegen wollen, und sich des Risikos bewusst sind, nicht zurückzukommen. Woher kommt die unterschiedliche Bewertung? Ich meine die Frage sehr ernst, mich interessieren die unterschiedlichen Sichten.

  13. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: captain_spaulding 30.09.19 - 11:50

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja er pumpt Geld rein, aber es ist sein eigenes welches er mit Paypal
    > verdient hat, indem er eine sau träge Branche (Banken) mal eben auf links
    > gekrempelt hat.

    Das ist wohl sein Erfolgsrezept: Banken, Automobilindustrie, Raumfahrt... alles alteingesessene Branchen die nicht mit Innovation glänzen. Was könnte die nächste sein?
    Ok, ich glaube mit SpaceX wird er noch lange genug zu tun haben aufgrund der extrem hoch gesteckten Ziele.

    Wäre jetzt schon sehr cool wenn Starship/Falcon Superheavy wirlich funktioniert. Gibt ja schon wieder Spaßbremsen die behaupten dass das nicht funktionieren kann. Eben die gleichen Leute die das schon bei der Falcon9 gesagt haben und die das jetzt schon wieder vergessen haben.

  14. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: PaBa 30.09.19 - 12:04

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre jetzt schon sehr cool wenn Starship/Falcon Superheavy wirlich
    > funktioniert. Gibt ja schon wieder Spaßbremsen die behaupten dass das nicht
    > funktionieren kann. Eben die gleichen Leute die das schon bei der Falcon9
    > gesagt haben und die das jetzt schon wieder vergessen haben.

    Ist ja auch sehr einfach zu sagen, dass etwas nicht gehen wird.
    Oft hat man pauschal recht, obwohl es diverse Gründe dafür gibt, warum es nicht ging.
    Und selbst wenn es klappt, kann man noch sagen „JAAA, ABER 1 Jahr später als angegeben“, oder „Aber Funktion xyz fehlt“,…

    Und auch die Sichtweise aufs Scheitern finde ich hierzulande merkwürdig. Mir sind Leute lieber, die etwas versuchen und am Ende scheitern und was gelernt haben, als Leute, die immer nur sagen, dass es nicht geht und nix machen. Aber dann den anderen wieder den Erfolg neiden.

  15. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: SanderK 30.09.19 - 12:51

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SanderK schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Technisch halte ich es für sehr Möglich. Der menschliche Faktor, fehlt
    > mir
    > > stellenweise aber in der Gleichung.
    > > Also zumindest was Mars angeht. ;-)
    > > Wäre auch lieber, wenn man das ganze mal auf dem Mond testen würde,
    > wären
    > > die Entfernungen einfach kürzer und das Landen hat da ja auch mit
    > Menschen
    > > schon geklappt.
    >
    > Die menschliche Komponente ist nicht das Problem von Musk. Kann es auch
    > nicht sein, er ist Techniklieferant.
    > Aber es gab die Langzeitmission mit Mark und Scott Kelly, bei der
    > Auswirkungen der langen Zeit in Schwerelosigkeit untersucht wurden. Jetzt
    > muss man die richtigen Schlüsse daraus ziehen, und entsprechende Maßnahmen
    > treffen (Strahlenschutz, Mittel gegen Muskeldegression,…)
    Stimmt schon, aber wie du mit Strahlenschutz usw angemerkt hast, auch Technisch muss das Angegangen werden und wie viel Annehmlichkeiten ein Astronaut braucht ist auch eher technisch zu Betrachten und wichtig.
    Was ich meinte, die Geräte können viel Leisten, aber der Mensch wird wohl vorher Schlapp machen.
    Es ist auch ein Unterschied, ob Du "kurz" Oberhalb der Erde dich bewegst oder weit weit weg davon, rein Psychologisch.
    > Ich finde einen Punkt noch interessant: Die unterschiedliche Sicht auf das
    > Menschenleben. Für Jobs beim Militär für Kriegseinsätze werden in den USA
    > Soldaten im Supermarkt geworben. Im Krieg herrscht eine gewisse
    > Wahrscheinlichkeit, dass Soldaten sterben. Bei der Zahl der geworbenen ist
    > es sogar zu 100% wahrscheinlich, dass jemand stirbt. Aber es interessiert
    > moralisch niemanden.
    > Auf der anderen Seite hat man moralische Bedenken, wenn Menschen freiwillig
    > zum Mars fliegen wollen, und sich des Risikos bewusst sind, nicht
    > zurückzukommen. Woher kommt die unterschiedliche Bewertung? Ich meine die
    > Frage sehr ernst, mich interessieren die unterschiedlichen Sichten.
    Der Mensch ansich ist Böse! (Zitat)
    Weswegen wohl auch eher aus der unteren Verdienstschicht dort Geworben wird.

  16. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: WasntMe 30.09.19 - 16:06

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis dahin sehe ich keinen Grund zu Lob. Und mir geht die ganze Show, die da
    > jedesmal abgezogen wird, reichlich auf die Nerven.

    Bis jetzt hat er geliefert. Ok, nicht zeitgerecht und die Lösungen sahen meist etwas anders aus als in den ersten Ankündigungen, aber letztendlich wurden die Spezifikationen gut genug getroffen und die Firma ist nicht pleite. Das ist in meinen Augen schon Grund für Lob.

  17. Re: "wenn es denn funktioniert"

    Autor: dbettac 01.10.19 - 11:02

    PaBa schrieb:

    > Ich finde einen Punkt noch interessant: Die unterschiedliche Sicht auf das
    > Menschenleben. Für Jobs beim Militär für Kriegseinsätze werden in den USA
    > Soldaten im Supermarkt geworben. Im Krieg herrscht eine gewisse
    > Wahrscheinlichkeit, dass Soldaten sterben. Bei der Zahl der geworbenen ist
    > es sogar zu 100% wahrscheinlich, dass jemand stirbt. Aber es interessiert
    > moralisch niemanden.
    > Auf der anderen Seite hat man moralische Bedenken, wenn Menschen freiwillig
    > zum Mars fliegen wollen, und sich des Risikos bewusst sind, nicht
    > zurückzukommen. Woher kommt die unterschiedliche Bewertung? Ich meine die
    > Frage sehr ernst, mich interessieren die unterschiedlichen Sichten.

    Welche verschiedenen Sichtweisen?

    Wir wissen seit es Menschen gibt instinktiv, dass wir nicht sterben wollen. Außer der Stammeshäuptling/Priester zeigt in eine Richtung, dann laufen wir mit einem "Hurra!" in den Stacheldraht.

    Menschen sind eben zuerst mal dumm, danach erst kommen bei manchen noch weitere Eigenschaften. Wenn Du glaubst, das wäre in den USA etwas besonderes, lies mal ein Geschichtsbuch.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.19 11:03 durch dbettac.

  18. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: Dwalinn 01.10.19 - 12:54

    Was Musk immer gut schafft ist Leute zu begeistern. Ich meine er ist Unternehmer und wird dafür gefeiert der beste Raketenwissenschaftler seit Von Braun zu sein... Steve Jobs wäre sicherlich stolz auf so eine Leistung.

  19. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: Kay_Ahnung 01.10.19 - 13:33

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was Musk immer gut schafft ist Leute zu begeistern. Ich meine er ist
    > Unternehmer und wird dafür gefeiert der beste Raketenwissenschaftler seit
    > Von Braun zu sein... Steve Jobs wäre sicherlich stolz auf so eine Leistung.

    Musk ist Physiker und Volkswirtschaftler wenn man nach dem Studium geht, außerdem kann er Programmieren.
    Musk ist bei SpaceX außerdem CEO und der Raketen Chefdesigner (bzw. der CTO oder Technischer Direktor)
    "Musks dritte Gründung war 2002 das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Er ist dort CEO und Raketen-Chefdesigner"
    https://de.wikipedia.org/wiki/Elon_Musk
    https://de.wikipedia.org/wiki/SpaceX

    Also entweder hat Musk bisher einfach enormes Glück gehabt das die Raketen fliegen oder er hat einfach Ahnung von dem was er tut.
    Übrigens was hat die Tatsache das er Unternehmer ist damit zu tun ob er technische Ahnung hat? Diess (VW-Chef) ist z.B. auch Ingenieur ebenso wie viele andere CEOs

  20. Re: Er definiert gerade das Raketenfliegen neu

    Autor: SanderK 01.10.19 - 14:32

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dwalinn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was Musk immer gut schafft ist Leute zu begeistern. Ich meine er ist
    > > Unternehmer und wird dafür gefeiert der beste Raketenwissenschaftler
    > seit
    > > Von Braun zu sein... Steve Jobs wäre sicherlich stolz auf so eine
    > Leistung.
    >
    > Musk ist Physiker und Volkswirtschaftler wenn man nach dem Studium geht,
    > außerdem kann er Programmieren.
    > Musk ist bei SpaceX außerdem CEO und der Raketen Chefdesigner (bzw. der CTO
    > oder Technischer Direktor)
    > "Musks dritte Gründung war 2002 das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Er ist
    > dort CEO und Raketen-Chefdesigner"
    > de.wikipedia.org
    > de.wikipedia.org
    >
    > Also entweder hat Musk bisher einfach enormes Glück gehabt das die Raketen
    > fliegen oder er hat einfach Ahnung von dem was er tut.
    > Übrigens was hat die Tatsache das er Unternehmer ist damit zu tun ob er
    > technische Ahnung hat? Diess (VW-Chef) ist z.B. auch Ingenieur ebenso wie
    > viele andere CEOs
    Titel als solche, müssen nicht zwingend auch passende Kompetenz beinhalten.... zumindest hab ich so den ein oder anderen kennengelernt, da driftet die Kompetenz doch stark von unten nach oben.

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