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Dachte es gibt ein Fachkräftemangel in der IT, und damit steigen die Gehälter ??

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  1. Dachte es gibt ein Fachkräftemangel in der IT, und damit steigen die Gehälter ??

    Autor: PSmith 07.09.17 - 15:00

    Wenn ein Mangel existiert, reguliert doch normalerweise der Markt den Preis, in dem Falle je höher der Mangel, desto höher der Preis (und damit hier das Gehalt) ??
    Könnte es sein, dass die Politiker alle lügen oder zumindest unreflektiert alles von der Industrie nachplappern ?

  2. Re: Dachte es gibt ein Fachkräftemangel in der IT, und damit steigen die Gehälter ??

    Autor: FreierLukas 07.09.17 - 15:40

    Es ist eher so dass die Politik den freien Markt nicht so richtig versteht oder verstehen will. Sucht ein Unternehmen eine IT-Fachkraft dann wird eine Stelle frei. Diese Stelle kann unmöglich innerhalb eines Tages besetzt werden und so folgt ein eher langwieriges Bewerbeverfahren das Zeit und Geld kostet. Dauert es zB. 3 Monate in denen man sich von Bewerber zu Bewerber durcharbeitet hat man eigetnlich genug Fachkräfte aber die Politik erzählt trotzdem was von Mangel.

    Ein echter Mangel besteht nur dann wenn eine Stelle Monate lang offen ist, sich aber niemand darum bewirbt. Das gibt es natürlich auch, die Zahl ist aber wesentlich kleiner als die Zahl der offenen Stellen insgesamt. Nun kann man sagen da die zahl der offenen Stellen steigt muss auch die Zahl der Stellen steigen für die sich niemand bewirbt! Das stimmt so nicht ganz.

    Das es heute viel mehr Fluktuation und dementsprechend mehr offene Stellen gibt ist logisch und darauf zurückzuführen dass Berufe im spezieller werden. Wir lassen mehr und mehr unserer Tätigkeiten automatisieren. So graviert der Schreiner nicht mehr per Hand sondern lässt das eine CNC-Fräse tun. Er schafft mehr Gravuren, sie werden günstiger und seine Arbeit wird im Gegenzug eintöniger.

    Eine eintönige Arbeit führt letztendlich dazu dass Arbeitnehmer sich nach anderen Stellen umsehen. Es ist nicht so dass die Arbeit wo anders weniger eintönig ist, sie hat aber einen anderen Grundton. Von hier aus kann man nun den Spagat zur Selbstständigkeit machen. Selbstständig zu sein ist das un-eintönigste was man tun kann und deshalb steigt mit zunehmender Fluktuation und den offenen Stellen, auch die Zahl derer die sich selbstständig machen und dann wederum nicht festangestellt sind sondern zwischen verschiedenen Unternehmen fluktuieren.

    Mit zunehmender Automatisierung, besserer Kommunikation und Koordination kann die Zahl der offenen Stellen deshalb nur ansteigen. Da ist auch nichts Schlechtes sondern etwas Gutes.

    Wenn es Jobs gibt die keine Bewerber finden dann nicht ohne Grund. Soll man jetzt Leute dazu zwingen die Mülltonnen zu leeren? Oder sollte der Staat vielleicht zusehen dass die Automatisierung auf der Straße schneller vonstattengeht?

  3. Re: Dachte es gibt ein Fachkräftemangel in der IT, und damit steigen die Gehälter ??

    Autor: Kleine Schildkröte 08.09.17 - 16:16

    PSmith schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Mangel existiert, reguliert doch normalerweise der Markt den
    > Preis, in dem Falle je höher der Mangel, desto höher der Preis (und damit
    > hier das Gehalt) ??
    > Könnte es sein, dass die Politiker alle lügen oder zumindest unreflektiert
    > alles von der Industrie nachplappern ?

    Grundsätzlich ist immer alles schlecht. Wer sagt es ist alles gut erzeugt keinen Beratungsbedarf. Du musst schauen, wer mit dem entwurfenen Szenario, wie seine Brötchen verdient.

    Ansonsten musst du auch noch daran Denken, dass eine Universitätsausbildung leider "kostenlos" ist. Daher gibt es viele Menschen die Ausbildungen und Studien suchen, die am Markt wenig Chancen haben (z.B. Kunsthistorie, Philosophie, Journalismus, FGSE geschichten, Politikwissenschaften und so weiter bla bla). In anderen Gesellschaften haben die Menschen auch einen viel höheren Anreiz auf das spätere Gehalt zu schauen.

    Zusätzlich musst du auch wissen, dass wir Durchlaufland sind. Die sehr guten gehen nach USA, Schweiz, China/Shanghai und so weiter. Wieder andere verabschieden sich ins Freelancertum. Auch kommt noch dazu, dass unsere weibliche Bevölkerung immer noch bevorzugt Tierarztin werden möchte. Da ist in China die Frauenquote an den MINTs besser.

    Alles in allem sind unsere Lohnaussichten in permanenter Beschäftigung bei der gebotenen Abgaben- und Steuerquote einfach ein Witz. Wo ich noch in Deutschland gearbeitet habe, hab ich jedes Jahr nach 9 Monaten erstmal drei Monate Pause gemacht, da dieser Grenzsteuersatz einfach gegen mein Moralverständnis ging. Alles über 33% mache ich dann auch nicht mehr mit. Zum schluss blieben 40% vom Brutto nach all den Abzügen. Da hatte ich dann lieber Urlaub bzw. habe für mich gearbeitet.

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