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Große Unterschiede innerhalb der IT

Expertentalk zu DDR5-Arbeitsspeicher am 7.7.2020 Am 7. Juli 2020 von 15:30 bis 17:00 Uhr wird Hardware-Redakteur Marc Sauter eure Fragen zu DDR5 beantworten.
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  1. Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Lemo 06.09.17 - 10:12

    Es gibt selbst in der IT schon riesige Unterschiede, da es unterschiedliche Felder mit unterschiedlicher Bewerberlage gibt.

    Beispiele:
    VM-Administrator / SQL-Administrator:
    Hier sind die Hürden recht niedrig, man kommt oft sogar aus der Fachinformatikerausbildung heraus zu dieser Profession. Ergo gibt es viele Bewerber und dadurch auch viele Admins, die nicht direkt als Spezialisten bezeichnet werden können, aber ihren Job eben nach Anforderung erledigen können.

    Netzwerkadministrator:
    Nahezu 1:1 mit VM-Admins zu vergleichen, wenngleich es hier gerade im Securitybereich richtig gute Spezialisten gibt und das getrennt vom "regulären" Netzwerkadmin zu sehen ist. Die Masse an Bewerbern schadet der Gehaltsentwicklung.

    Java/C#-Entwickler oder auch Webentwickler:
    Viele Bewerber lernen Java / C / C# / C++ bereits vor dem Beruf, die Einstiegshürden sind daher gering. Das Thema ist relativ populär und auch Teil der Ausbildungsberufe.

    ABAP-Entwickler:
    Dieses Thema wird in der Ausbildung gar nicht behandelt, die Masse an Entwicklern bewegt sich mittlerweile im Bereich 35-45+ und da es nicht Teil jeder Ausbildung ist, kommen wenige Entwickler nach - im Vergleich zu JAVA-Entwicklern oder den angesprochenen VM- und Netzwerkadmins.

    SAP-Administratoren oder Modulberater:
    Ebenfalls nicht Teil einer Ausbildung, im Studium werden manche Module rudimentär behandelt. Man muss sich bewusst spezialisieren, daher gibt es wenige Bewerber und der Kampf um Personal ist groß, das treibt den Preis hoch.

    Selbiges gilt natürlich dann auch für Oracle-DB oder andere Detailthemen, die mit bestimmten Produkten, die großflächig eingesetzt werden, zu tun haben. Je spezifischer man in einem weitläufig benötigten Thema arbeitet, desto weniger Konkurrenten wird man um die Stelle haben und desto eher wird ein Headhunter anklopfen.

    Ich möchte nur betonen, dass es für mich als ITler in der Wertigkeit keinen Unterschied zwischen dem VM-Admin und dem SAP-Berater gibt, beide sind enorm wichtig, SAP läuft ohne VMs heutzutage schlecht und was Performance angeht, kann ein guter VM-Admin - eben ein echter Spezialist - viel rausholen.

  2. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 10:20

    Ich würde die IT gerne von der Softwareentwicklung trennen und alles dann auch von der Hardwarentwicklung. Bei solchen Studieen werden gerne Äpfel und Birnen zu einem gemeinsamen Brei zermalen.

    Jede Administratorenstelle, sollte heute eigentlich schon von Haus aus nicht mehr existieren. Ich war und bin immer wieder der Meinung, dass Administration notwendig wird, wenn Entwickler ihren Job nicht machen. Das Verwalten von Nutzungsrechen und der gleichen, ist keine Informatiktätigkeit sondern gilt der Bedienung von EDV-Programmen.

    Von einem modernen Programm erwarte ich, dass es sich selbst konfiguriert. Leider tut es das so gut wie nie. Ich habe nie verstanden warum. Wir haben vor 20 Jahren schon alles getan, um die Konfigurationseinstellungen zu minimieren. Wenn ich meinen Job gut mache, möchte mein verteiltes System nur die Datenbankcredentials haben. Die Knoten jedenfalls finden sich automatisch bzw. in der Regel braucht man nichts weiteres als eine gute DB, die dann als Koordinationslayer funktioniert.

    Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles mögliche immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den 60er Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.

    Naja wir sind aber doch schon etwas weiter gekommen.

  3. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Lemo 06.09.17 - 10:24

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jede Administratorenstelle, sollte heute eigentlich schon von Haus aus
    > nicht mehr existieren. Ich war und bin immer wieder der Meinung, dass
    > Administration notwendig wird, wenn Entwickler ihren Job nicht machen. Das
    > Verwalten von Nutzungsrechen und der gleichen, ist keine
    > Informatiktätigkeit sondern gilt der Bedienung von EDV-Programmen.

    Sorry aber das ist wirklich extrem weit weg von der Realität und von der Tätigkeit eines spezialisierten Admins. Mit "Nutzerrechten" habe ich gar nichts zu tun, dazu gibt es Berechtigungsspezialisten, deren Aufgaben nur in kleinen Unternehmen von Admins "mitübernommen" werden. Präsentiere mir die Hardware und Softwarekombination, die sich komplett alleine zu deinen Vorstellungen updatet, wartet, konfiguriert.

    Was ähnliches gibt es in der Cloud, aber auch dort wird die Config für dich niemand machen, wenn du mehr als die Standardinstallation willst. Das kostet sonst.
    Und es gibt nichts blöderes als einen Dienstleister, der Wartung nach seinen Vorstellungen vornimmt (SAP zB), nicht nach deinen, der in Meetings nie dabei sein kann, der bei Projekten nie eingebunden ist.

    Themen aus dem SAP-Alltag eben. Übrigens bietet SAP teilweise automatische Konfiguration nach Systemkopien an, mit Landscape Management zB.
    Das ist nur so unverschämt teuer, dass viele Mittelständler das gar nicht kaufen können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.17 10:26 durch Lemo.

  4. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Trollversteher 06.09.17 - 10:30

    >Ich würde die IT gerne von der Softwareentwicklung trennen und alles dann auch von der Hardwarentwicklung. Bei solchen Studieen werden gerne Äpfel und Birnen zu einem gemeinsamen Brei zermalen.

    Also bis hierhin stimme ich ja noch zu...

    >Jede Administratorenstelle, sollte heute eigentlich schon von Haus aus nicht mehr existieren. Ich war und bin immer wieder der Meinung, dass Administration notwendig wird, wenn Entwickler ihren Job nicht machen. Das Verwalten von Nutzungsrechen und der gleichen, ist keine Informatiktätigkeit sondern gilt der Bedienung von EDV-Programmen.

    Das ist totaler Quatsch. Auch wenn Du (aus vergangenen Diskussionen zu diesem Thema bekannt) eine super-best-bezahlte Koryphähe aus der Schweiz bist, zeigen sich hier aber eklatante Wissenslücken, was die Aufgaben, die Abläufe und die Bedeutung von Administration in einem Unternehmen betrifft.

    >Von einem modernen Programm erwarte ich, dass es sich selbst konfiguriert. Leider tut es das so gut wie nie. Ich habe nie verstanden warum. Wir haben vor 20 Jahren schon alles getan, um die Konfigurationseinstellungen zu minimieren. Wenn ich meinen Job gut mache, möchte mein verteiltes System nur die Datenbankcredentials haben. Die Knoten jedenfalls finden sich automatisch bzw. in der Regel braucht man nichts weiteres als eine gute DB, die dann als Koordinationslayer funktioniert.

    Klingt nach theoretischer Wunschphantasie, die nur durch jahrzehntelange Praxisferne entstehen kann...

    >Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles mögliche immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den 60er Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.

    Äh, damit ist es aber noch lange nicht getan. Sowas funktioniert vielleicht in einer kleinen Klitsche mit einem simplen Intranet, aber ganz sicher nicht in einem größeren Konzern.

  5. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Lemo 06.09.17 - 10:36

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > >Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles mögliche
    > immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den 60er
    > Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.
    >
    > Äh, damit ist es aber noch lange nicht getan. Sowas funktioniert vielleicht
    > in einer kleinen Klitsche mit einem simplen Intranet, aber ganz sicher
    > nicht in einem größeren Konzern.

    Allein schon wenn ich bei großen Netzwerken an die ganze VLAN-Konfiguration denke, damit allein kriegt man ja schon initial viel zu tun.

  6. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Trollversteher 06.09.17 - 10:43

    >Allein schon wenn ich bei großen Netzwerken an die ganze VLAN-Konfiguration denke, damit allein kriegt man ja schon initial viel zu tun.

    Richtig. Und wer stellt die ganze Hardware zusammen, setzt sie auf, und konfiguriert sie? Wer kümmert sich darum, wenn irgendwo mal "der Wurm drin" ist? Wer setzt die IT-Richtlinien eines Konzerns um? Wer hält die Hardware der Arbeitsplätze am Laufen und kümmert sich um dortige Konfigurationsprobleme? Wer pflegt die im Unternehmen eingesetzte Software? Wer verwaltet öffentliche Ordner oder interne Cloud-Systeme? Das alles lässt sich wohl kaumk mit Herrn Schildkrötes selbstkonfigurierender Wunder-Software lösen...

  7. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 14:57

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jede Administratorenstelle, sollte heute eigentlich schon von Haus aus
    > > nicht mehr existieren. Ich war und bin immer wieder der Meinung, dass
    > > Administration notwendig wird, wenn Entwickler ihren Job nicht machen.
    > Das
    > > Verwalten von Nutzungsrechen und der gleichen, ist keine
    > > Informatiktätigkeit sondern gilt der Bedienung von EDV-Programmen.
    >
    > Sorry aber das ist wirklich extrem weit weg von der Realität und von der
    > Tätigkeit eines spezialisierten Admins. Mit "Nutzerrechten" habe ich gar
    > nichts zu tun, dazu gibt es Berechtigungsspezialisten, deren Aufgaben nur
    > in kleinen Unternehmen von Admins "mitübernommen" werden. Präsentiere mir
    > die Hardware und Softwarekombination, die sich komplett alleine zu deinen
    > Vorstellungen updatet, wartet, konfiguriert.

    Exakt. Es gibt aber schon gute Ansätze und was wir ausliefern funktioniert in der Regel auch nach dem Anschalten und Vergessen Prinzip. Da ich sogenannte Enterprisesoftware auch schon entwickeln konnte, darf ich dir bestätigen, dass es zum Geschäftsmodel gehört unnötige Einstellungen zu verkomplizieren um Expertenwissen notwendig zu machen und eine Möglichkeit zu erzeugen eigene Supportleistungen zu verkaufen.

    Wenn du eine Software administrierst, dann hat das mit der IT nichts mehr zu tun (das war was ich meinte). Der Rest ist in der Regel aus betriebswirtschaftlicher Sicht gewünscht oder Inkompetenz (Jede unnötige Einstellungsmöglichkeit kostet und ist wenn nicht mutwillig ein Resultat aus unausgereifter Analyse und Planung).

    > Was ähnliches gibt es in der Cloud, aber auch dort wird die Config für dich
    > niemand machen, wenn du mehr als die Standardinstallation willst. Das
    > kostet sonst.
    > Und es gibt nichts blöderes als einen Dienstleister, der Wartung nach
    > seinen Vorstellungen vornimmt (SAP zB), nicht nach deinen, der in Meetings
    > nie dabei sein kann, der bei Projekten nie eingebunden ist.

    Exakt. Wenn die Einstellung notwendig ist, dann hat es etwas mit dem notwendigen Leistungsumfang und der Flexibilisierung einer Standardlösung zu tun. Dann bist du aber schon Anwender der Software.

    > Themen aus dem SAP-Alltag eben. Übrigens bietet SAP teilweise automatische
    > Konfiguration nach Systemkopien an, mit Landscape Management zB.
    > Das ist nur so unverschämt teuer, dass viele Mittelständler das gar nicht
    > kaufen können.

    Exakt. Sag ich ja. Geschäftsinteressen und Mehrwert. Automatische Konfiguration is jedenfalls keine Magie und oft sehr einfach zu bewerkstelligen. Aber wenn man sieht was man bei einer Linuxinstallation zu tun hat, ist auch schon krank.

  8. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: .02 Cents 06.09.17 - 15:20

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde die IT gerne von der Softwareentwicklung trennen und alles dann
    > auch von der Hardwarentwicklung. Bei solchen Studieen werden gerne Äpfel
    > und Birnen zu einem gemeinsamen Brei zermalen.

    Ich bin mir bei solchen Studien nicht einmal sicher, das da nicht auch der Verkäufer in der Apple Abteilung vom Elektro-Großmarkt als IT Spezialist mitgezählt wird. Ich bin mir nicht sicher, was die Aufteilung in Software Entwicklung und "IT" (gemeint ist vermutlich der "Betrieb" der IT Infrastruktur ... Frage ist dann immer: bis zu welcher Ebene?) betrifft. Ich habe auch schon für einen Hersteller von Standardsoftware gearbeitet ...

    >...
    > Von einem modernen Programm erwarte ich, dass es sich selbst konfiguriert.
    >...

    Ich nehme an, das du noch nie ein modernes Programm nach deiner Definition gesehen hast Oder präziser: Noch nie außerhalb einer PowerPoint Präsentation? (andererseits: vielleicht genügt ja der Autoconnect vom WLAN Finder auf dem Handy dieser Definition ...).

  9. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 15:24

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Ich würde die IT gerne von der Softwareentwicklung trennen und alles dann
    > auch von der Hardwarentwicklung. Bei solchen Studieen werden gerne Äpfel
    > und Birnen zu einem gemeinsamen Brei zermalen.
    >
    > Also bis hierhin stimme ich ja noch zu...
    >
    > >Jede Administratorenstelle, sollte heute eigentlich schon von Haus aus
    > nicht mehr existieren. Ich war und bin immer wieder der Meinung, dass
    > Administration notwendig wird, wenn Entwickler ihren Job nicht machen. Das
    > Verwalten von Nutzungsrechen und der gleichen, ist keine
    > Informatiktätigkeit sondern gilt der Bedienung von EDV-Programmen.
    >
    > Das ist totaler Quatsch. Auch wenn Du (aus vergangenen Diskussionen zu
    > diesem Thema bekannt) eine super-best-bezahlte Koryphähe aus der Schweiz

    Ich bin leicht gehobener Durchschnitt in meiner Bezahlung. Ich habe nur verstanden, dass Daueranstellungen nur halbes oder gar viertelgehalt bringen gegenüber jemanden der kommt, arbeitet und dann wieder geht. Bei Vertragsarbeit macht man das selbe wie interne nur halt für 2x bis 2.5 mal gehalt (und ab und zu mal mehr). Auch sieht man so viel mehr Arbeitgeber von innen und die ganzen Fehlerszenarien die man erleben durfte sind dann nochmal extra was wert.


    > bist, zeigen sich hier aber eklatante Wissenslücken, was die Aufgaben, die
    > Abläufe und die Bedeutung von Administration in einem Unternehmen
    > betrifft.

    Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Administration heisst eigentlich Verwaltung. IT-Admin kann zwei Dinge bedeuten, entweder Programme bedienen, so dass das Unternehmen läuft (Nutzerrechte, Outlook, Virtuelle Arbeitsplätze, Backups bla bla). Das ist alles keine IT, da man Programme bedient.

    IT-Admins, die nun Netzwerke installieren und diese ganze Hardwaresalat administrieren und dabei auf Sicherheit schauen, Updates aufspielen und IP-Adressen vergeben und Switche konfigurieren, dass ist alles Zeug, was es nicht geben sollte.

    Ich hab gesagt, wir machen das so mit der Konfiguration. Konfiguration soweit wie möglich reduzieren und weghauen. Genauso wie sich software im Idealfall selbst updated, neustartet und wenn Problem, dann genauso automatisch email an Hersteller und alte Version wiederherstellen... . Gibt es alles schon.

    Und wenn die Admins dann plötzlich behaupten wir dürfen als Entwickler nicht unsere Infrastruktur selbst administrieren und wenn wir mal eine andere IDE oder eine Linuxinstallation in ner normalen Virtualbox laufen lassen wollen, dann dürfen sie sowieso gehen. Alles was Entwicklung ist, gehört den Entwicklern. Der Betrieb geschieht aus technischer Sicht automatisch und alle anderen Einstellungsmöglichkeiten sind der Businesslogik geschuldet und können nicht automatisiert werden.

    Alles was nicht dazu gehört ist letztendlich ein Softwaredefekt. Aber in der Welt will man Geld verdienen, also ist sogar eine künstliche Steigerung des Aufwands und der Komplexität sogar gewünscht und ich habe im Kundenauftrag auch schon Schweinerreien verbrechen müssen.

    Es ist wie OpenSourcesoftware. da haben wir Enterprisesoftware decompiliert und den Quelltext mit der Communityversion verglichen. in der Enterpriseversion sind bugs gefixt wurden, welche seit Jahren in der Communityversion noch vorhanden waren. Es ist einfach eine Schweinerrei was dort draussen los ist.

    Dies alles ändert aber nichts daran, dass es nicht sein müsste und wir das inhouse und in einigen anderen Projekten auch so gemacht haben.


    > >Von einem modernen Programm erwarte ich, dass es sich selbst konfiguriert.
    > Leider tut es das so gut wie nie. Ich habe nie verstanden warum. Wir haben
    > vor 20 Jahren schon alles getan, um die Konfigurationseinstellungen zu
    > minimieren. Wenn ich meinen Job gut mache, möchte mein verteiltes System
    > nur die Datenbankcredentials haben. Die Knoten jedenfalls finden sich
    > automatisch bzw. in der Regel braucht man nichts weiteres als eine gute DB,
    > die dann als Koordinationslayer funktioniert.
    >
    > Klingt nach theoretischer Wunschphantasie, die nur durch jahrzehntelange
    > Praxisferne entstehen kann...

    Muss man da jetzt polemisch werden? Wir machen das seit Jahrzehnten. Nennt sich Wartungsarme bzw. Wartungsfreie Software :). Viele Apps machen das auf deinem Telefon auch.

    > >Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles mögliche
    > immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den 60er
    > Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.
    >
    > Äh, damit ist es aber noch lange nicht getan. Sowas funktioniert vielleicht
    > in einer kleinen Klitsche mit einem simplen Intranet, aber ganz sicher
    > nicht in einem größeren Konzern.

    Ich arbeite selten für kleine Klitschen. Die zahlen nicht gut. :( Meine Kunden haben so Jahresumsätze von 500mio aufwärts und in der Regel dann doch Bilanzsummen in zwei bis dreistelligem Mrd. Bereich. Ich hatte aber auch nur extrem selten Projekte wo ich aus meiner Expertensicht heraus sagen kann, dass in den Bereichen, wo meine Kompetenz liegt, alles ausreichend richtig gemacht wurde. Oftmals schlage ich auch einfach nur die Hände über dem Kopf zusammen und verlängere maximal einmal oder greife einfach nur Geld ab und sehe es als Schmerzensgeld anstatt nur als Gehalt.

    Leider ist die welt nicht ideal, aber so schlecht, wie es ist, muss es nur sehr selten sein.

  10. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 15:30

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trollversteher schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > >Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles mögliche
    > > immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den
    > 60er
    > > Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.
    > >
    > > Äh, damit ist es aber noch lange nicht getan. Sowas funktioniert
    > vielleicht
    > > in einer kleinen Klitsche mit einem simplen Intranet, aber ganz sicher
    > > nicht in einem größeren Konzern.
    >
    > Allein schon wenn ich bei großen Netzwerken an die ganze VLAN-Konfiguration
    > denke, damit allein kriegt man ja schon initial viel zu tun.

    Das hat sich ja alles jetzt mit den Software-Defined Network bla erledigt. Zusammenstöpseln, autodiscovery und dann macht eine Software den Rest. Egal ob Ring oder Routingbaum, stern oder nicht stern und was es alles da gab. Aus der Box damit. Leider momentan nicht von Cisco und co, die drücken ihren Spezialmüll immer noch in den Markt.

    Das selbe hat man auch bei EMC. Lächerliche Storagelösung von ein paar TB, zweistelliger Millionauftrag, wir hätten lieber 10 Server zusammengesteckt und ne OS lösung für ein verteiltes Laufwerk installiert. Bruchteil der Kosten (ca .250Mio) und 100 mal bessere leistung (die waren stolz bei 10MB/sec schreibleistung). War übrigens 2013. Ich habs nicht verstanden, niemand hats verstanden. Trotzdem wird müll verkauft.

    Deshalb sind wir ja alle Dankbar, dass Facebook diesen Mist nicht mitmacht und ihre Hard/Softwaredesigns für die Infrastruktur teilt.

    Und solche Lösungen nutzen wir in vielen Unternehmen schon seit 20 Jahren. (nicht unbedingt jetzt beim Netzwerken, da war ja alles speziell, aber bei der reinen Software immer).

  11. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 15:40

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Allein schon wenn ich bei großen Netzwerken an die ganze
    > VLAN-Konfiguration denke, damit allein kriegt man ja schon initial viel zu
    > tun.
    >
    > Richtig. Und wer stellt die ganze Hardware zusammen, setzt sie auf, und
    > konfiguriert sie? Wer kümmert sich darum, wenn irgendwo mal "der Wurm drin"
    > ist? Wer setzt die IT-Richtlinien eines Konzerns um? Wer hält die Hardware
    > der Arbeitsplätze am Laufen und kümmert sich um dortige
    > Konfigurationsprobleme? Wer pflegt die im Unternehmen eingesetzte Software?
    > Wer verwaltet öffentliche Ordner oder interne Cloud-Systeme? Das alles
    > lässt sich wohl kaumk mit Herrn Schildkrötes selbstkonfigurierender
    > Wunder-Software lösen...

    Exakt. Da gehts dann los. Öffentliche Ordner sind teil der Software und damit teil des Releaseprozesses. Wenn ich überlege wie oft ein Mitarbeiter ein Emailtemplate geändert hat und da es keinen Releaseprozess dafür gab dann erstmal am Tag der nächsten Gehaltszahlung oder nach einigen fehlgeschlagenen Neuanmeldungen die Logeinträge für fehlerhaften Emailversand aufgefallen sind... .

    Es gibt soviele Dinge, welche heute administriert werden, welche eigentlich verwaltet werden. Und wer öffentliche Ordner verwaltet, ist ein Anwender. Wie gesagt der Admin ist heute eine Chimäre. Anwender und IT-Experte in einem. Das gehört getrennt. Anwendungsadmins gehört weniger gezahlt und der IT-Admin bekommt dafür mehr.

    Ich hab genug witze mit Admins gerissen, um zu wissen was ihr da so macht. Ich bin ja auch Admin wenn man mal wieder diese Idiotensoftware, wie die Buildpipeline oder irgendwelche Frameworkgemurxe mit XML befüllt. Da möchte ich auch nur weinen und ich bin Softwareingenieur, der in der Qualitätssicherung (Performance + Tester) gearbeitet hat. Mir fallen dann wieder zig Möglichkeiten ein, sowas zu automatisieren bzw. vereinfachen. Jedesmal Drama.

    Und Softwarepflege ist gefälligst automatisch und dann vom internen Entwicklerteam zu leisten (gibt ja nicht um sonst dieses Devopsgesülze). Jede Einstellung die ein Admin oder wer auch immer an einem System vornimmt, wo dieses Änderung nicht erst durch die komplette Testsuite gelaufen ist, handelt per Definition grobfahrlässig. Einer der Gründe, warum ich oft genug darauf dränge, das eigentliche System auszuhorchen und nochmal einszueins nachzubauen und dann die Interaktionen mit diesem (Teil-)System mehrmals durchzuspielen. Was da für Fehler entdeckt werden... .

    Ihr kennt doch alle solche Systeme, welche mit einem Cronjob alle 30min neugestartet werden, weil man den Defekt in der Inhousesoftware nicht findet. So einen Müll hat es noch in fast jeder Firma gegeben... . Also wie gesagt, was wir machen ist genau das gegenteil von so etwas. Heisst aber natürlich nicht, dass jeder seinen Job so versteht, dass alles gut läuft. Häufig ist ja gut genug eben gut genug.

  12. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Lemo 06.09.17 - 15:45

    Das klingt alles ganz interessant, aber immer noch realitätsfern.
    Betriebswirtschaftliche Interessen sind NATÜRLICH der Hauptgrund für nahezu alle Entscheidungen in der IT, wozu hast du sonst zB ein SAP System? Das ist doch nur dazu da, damit das Unternehmen effizienter wird und mehr Geld umsetzen kann.

    Was du möchtest, ist alles so zu machen, wie du es dir vorstellst. Das funktioniert sicher auch sehr gut, ich zweifle nicht daran, aber die Realität funktioniert einfach anders, die Realität ist keine grüne Spielwiese und große Unternehmen sind komplexer als die einfache Lösung es unterstützen würde, Compliancerichtlinien, IT-Richtlinien, Rechtslagen, das alles ist immer unterschiedlich. Prozesse sind unterschiedlich, Strukturen sind anders aufgebaut, man kann nicht DIE Autoconfiglösung schlechthin entwickeln, das geht nicht.

    Und gerade wäre ich mal dran interessiert was dann eigentlich noch "IT" ist, wenn alles nicht dazugehört?
    Also ich finde schon, dass meine Tätigkeit als SAP Basis Administrator "IT" ist. Zwar administriere ich eine Software, aber auch die VM des AppServers, die Datenbank, den Server der Datenbank, die Schnittstellen, also da kommen viele Felder in einem Thema zusammen. Nur weil vornedran eine Software steht, heißt das nicht, dass das nicht IT ist. Software ist auch InformationsTECHNOLOGIE, das ist nicht auf Technik beschränkt.

  13. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 15:46

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich würde die IT gerne von der Softwareentwicklung trennen und alles
    > dann
    > > auch von der Hardwarentwicklung. Bei solchen Studieen werden gerne Äpfel
    > > und Birnen zu einem gemeinsamen Brei zermalen.
    >
    > Ich bin mir bei solchen Studien nicht einmal sicher, das da nicht auch der
    > Verkäufer in der Apple Abteilung vom Elektro-Großmarkt als IT Spezialist
    > mitgezählt wird. Ich bin mir nicht sicher, was die Aufteilung in Software
    > Entwicklung und "IT" (gemeint ist vermutlich der "Betrieb" der IT
    > Infrastruktur ... Frage ist dann immer: bis zu welcher Ebene?) betrifft.
    > Ich habe auch schon für einen Hersteller von Standardsoftware gearbeitet
    > ...
    >
    > >...
    > > Von einem modernen Programm erwarte ich, dass es sich selbst
    > konfiguriert.
    > >...
    >
    > Ich nehme an, das du noch nie ein modernes Programm nach deiner Definition
    > gesehen hast Oder präziser: Noch nie außerhalb einer PowerPoint
    > Präsentation? (andererseits: vielleicht genügt ja der Autoconnect vom WLAN
    > Finder auf dem Handy dieser Definition ...).

    Schau dir mal Adhoc Netzwerke vor 20 Jahren an. Heute sind wir ja schon beim software-defined Network bla . Da stöppelt man nur noch zusammen und das Routing etc geht völlig automatisch und wird dann auch noch optimiert zu einem Grad der nicht mehr intuitiv vom Menschen begreifbar bzw nachvollziehbar ist.

    Wie gesagt wir bauen unsere Software schon seit Jahrzehnten so. Aber oft genug ist man beim Kunden auch nur HansWurst von der Fleischabteilung. Man hat die Ahnung aber alle anderen wollen halt einfach Wurst. Was drin ist, ist nicht wichtig. Hauptsache es schmeckt nach der Wurst, die sie gewohnt sind.

    Klassischer Fall sind Webseitentemplates. Natürlich sollte es keine Templates geben, die jeder einfach so mal ändern kann. Der Schaden dieser Entscheidungen sollte sich auch schon im Mrd Bereich bewegen. Grundsätzlich ist jede Einstellung eine Einladung zum Unglücksfall. Oft nicht tragisch aber dann manchmal doch.

    Und dann sind wir auch bei unnötigen Einstellungen. Halt wie jemand hier im Forum das Beispiel von SAP nannte. Automatisch konfigurieren kostet extra, ist aber nicht unmöglich und seit 20 Jahren zumindest bei mir angestrebtes Minimalziel. Und wenn man sich erstmal damit beschäftigt hat, ist es dann auch ganz einfach.

  14. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 16:00

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das klingt alles ganz interessant, aber immer noch realitätsfern.
    > Betriebswirtschaftliche Interessen sind NATÜRLICH der Hauptgrund für nahezu
    > alle Entscheidungen in der IT, wozu hast du sonst zB ein SAP System? Das
    > ist doch nur dazu da, damit das Unternehmen effizienter wird und mehr Geld
    > umsetzen kann.

    Es gibt Komplexität und es gibt notwendige Komplexität. Ich war in genug Situationen wo unnötige Komplexität ein Heidengeld gekostet hat und aber auch unnötige Komplexität beigemengt wurde, um beim Kunden mehr geld zu verdienen und allgemein die eigene Arbeit aufzuwerten. Wer hat schon respekt für etwas was man einschaltet und vergessen kann?

    > Was du möchtest, ist alles so zu machen, wie du es dir vorstellst. Das
    > funktioniert sicher auch sehr gut, ich zweifle nicht daran, aber die
    > Realität funktioniert einfach anders, die Realität ist keine grüne
    > Spielwiese und große Unternehmen sind komplexer als die einfache Lösung es
    > unterstützen würde, Compliancerichtlinien, IT-Richtlinien, Rechtslagen, das
    > alles ist immer unterschiedlich. Prozesse sind unterschiedlich, Strukturen
    > sind anders aufgebaut, man kann nicht DIE Autoconfiglösung schlechthin
    > entwickeln, das geht nicht.

    Das Bezweifel ich nicht. Ich weiss nur was ich sehe. Verteilte Systeme sind heute teilweise unbeherrschbar, weil sie nicht bis zu ende gedacht wurden. Wem mal nen Cassandracluster (oder ne Oracle) zerraucht ist und dann gelernt hat warum, fässt sich auch nur an den Kopf.

    > Und gerade wäre ich mal dran interessiert was dann eigentlich noch "IT"
    > ist, wenn alles nicht dazugehört?
    > Also ich finde schon, dass meine Tätigkeit als SAP Basis Administrator "IT"
    > ist. Zwar administriere ich eine Software, aber auch die VM des AppServers,
    > die Datenbank, den Server der Datenbank, die Schnittstellen, also da kommen
    > viele Felder in einem Thema zusammen. Nur weil vornedran eine Software
    > steht, heißt das nicht, dass das nicht IT ist. Software ist auch
    > InformationsTECHNOLOGIE, das ist nicht auf Technik beschränkt.

    Ich rede ja nur von Software. Natürlich ist Software IT. Nur wenn die Software rennt, dann rennt sie. Was du bist kennt man ja heute ehr als DevOps. Leute die ein System betreuen und bei bedarf in die Software kucken oder zumindest ein Fehlerscenario so herunterbrechen können, dass es zur Betreuung des Defekttickets beim Hersteller reicht.

    Daher bist du zwar Administrator bzw. Anwender, aber du bist so nah an der Technik, dass du eben kein Anwender mehr bist. Und da kannst du dich dann fragen, warum du nicht einfach einen neuen Server an dein System anschliesst, dort SAP installiert/cloniert wird, und der Rest geschieht automatisch? Warum muss man da noch ran. Ist doch seit 10 Jahren nicht mehr notwendig.

    Das war doch die Diskussion mit IT-Speziallist. Du bist SAP und SAP ist ein Produkt zu deren IT notwendig ist. Die Frage ist nur, warum du IT-Spezialist sein musst, um SAP bei dir zu betreiben.

    Ist dir noch nicht aufgefallen, dass wir unglaublich viele Konfigurations- und Optionswüsten haben, solange die Software beim Kunden lokal läuft und sobald sie in die Cloud umzieht wird alles plötzlich ganz einfach. Da wird nur noch gefragt was du für minimale Leistung willst, was für Optionen du buchst und ab wann automatisch neue Instanzen aktiviert werden.

    Jetzt frag dich mal, warum das plötzlich einfach wird? Genau weil die Kosten auf Kundenseite keine Kosten für SAP sind. Erst, wenn sie die Kosten selbst tragen gibts plötzlich diese Form der operativen Optimierung der Technikseite der Anwendung.

    Und diese automatische Konfiguration gibts schon ewige Zeiten. Habt ihr mal als Admins Skripte für die Automatisierung von UI verwendet und dann automatisch Konfigurationen auf vielen Systemen automatisch vorgenommen? Genau... alles machbar. Aber in der Industrie sind Kundenkosten keine Herstellerkosten und jede Reduzierung von Kundenkosten ergibt wieder ein Produkt was extra kostet. Tja und das läuft falsch.

  15. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Lemo 06.09.17 - 16:14

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und diese automatische Konfiguration gibts schon ewige Zeiten. Habt ihr mal
    > als Admins Skripte für die Automatisierung von UI verwendet und dann
    > automatisch Konfigurationen auf vielen Systemen automatisch vorgenommen?
    > Genau... alles machbar. Aber in der Industrie sind Kundenkosten keine
    > Herstellerkosten und jede Reduzierung von Kundenkosten ergibt wieder ein
    > Produkt was extra kostet. Tja und das läuft falsch.

    Das machen wir dann und wann natürlich auch, aber ein so komplexes Stück Software wie es SAP (was ja nicht nur ERP bedeutet) ist, kann man nicht vollautomatisiert einrichten. Im Grunde macht das ja schon der Software Provisioning Manager für dich, aber du musst ihn halt mit deiner Config füttern, die du brauchst. Und danach geht es mit Customizing los, wo du als Basisadmin auch immer mal wieder eingreifen musst.

  16. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Melanchtor 06.09.17 - 16:35

    Oh weia!

    Wir entwickeln Enterprisesoftware. Nein, es gehört nicht zum Geschäftsmodell die Kunden abhängig zu machen, oder Einstellungen zu verkomplizieren. Im Gegenteil! Wir versuchen wo es geht Fehlkonfigurationen zu verhindern und die Systeme automatisch zu konfigurieren. Wo es nicht geht, kommt ein Konfigserver hin, auf dem dann als einzigem manuell was eingerichtet werden muss.

    cu
    Aleco

  17. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 16:56

    Melanchtor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oh weia!
    >
    > Wir entwickeln Enterprisesoftware. Nein, es gehört nicht zum
    > Geschäftsmodell die Kunden abhängig zu machen, oder Einstellungen zu
    > verkomplizieren. Im Gegenteil! Wir versuchen wo es geht Fehlkonfigurationen
    > zu verhindern und die Systeme automatisch zu konfigurieren. Wo es nicht
    > geht, kommt ein Konfigserver hin, auf dem dann als einzigem manuell was
    > eingerichtet werden muss.

    Es gibt auch andere Geschäftsmodelle. Alles schon gehabt. Letztendlich ist genau das mein Punkt. Lässt sich alles was technisch ist weitestgehends automatisieren und was nichttechnisch ist lässt sich zentraslisieren und minimieren.

    Ist aber oft nicht gewünscht. Ich habe schon soviele abgelehnte Verbesserungsvorschläge bezüglich Konfigurationen eingereicht, das reicht für 10 Projekte.

  18. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: bbk 06.09.17 - 16:58

    Kleine Schildkröte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Trollversteher schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > >
    > > > >Wieviel unnötige Arbeit man immer wieder sieht, nur weil alles
    > mögliche
    > > > immer wieder eingestellt werden muss. Adhocnetzwerke gibt es seit den
    > > 60er
    > > > Jahren. Anschliessen bzw. anmachen... fertig.
    > > >
    > > > Äh, damit ist es aber noch lange nicht getan. Sowas funktioniert
    > > vielleicht
    > > > in einer kleinen Klitsche mit einem simplen Intranet, aber ganz sicher
    > > > nicht in einem größeren Konzern.
    > >
    > > Allein schon wenn ich bei großen Netzwerken an die ganze
    > VLAN-Konfiguration
    > > denke, damit allein kriegt man ja schon initial viel zu tun.
    >
    > Das hat sich ja alles jetzt mit den Software-Defined Network bla erledigt.
    > Zusammenstöpseln, autodiscovery und dann macht eine Software den Rest. Egal
    > ob Ring oder Routingbaum, stern oder nicht stern und was es alles da gab.
    > Aus der Box damit. Leider momentan nicht von Cisco und co, die drücken
    > ihren Spezialmüll immer noch in den Markt.
    >

    Ohja, und genauso sehen solche Netzwerke dann auch aus. Und irgendwann schreit man ganz laut nach einem Consultant weil "Das Netzwerk langsam ist oder ständig ausfällt". Das Alles was du schreibst mag stimmen, solange wir nicht in Größen von circa 200 Servern sprechen. Darüber sieht die Welt anders aus. Oder meinst du Facebook, Twitter, Netflix und co leisten sich Netzwerker und Linuxer weil sie große Gönner sind? ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.17 16:58 durch bbk.

  19. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Kleine Schildkröte 06.09.17 - 17:03

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleine Schildkröte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und diese automatische Konfiguration gibts schon ewige Zeiten. Habt ihr
    > mal
    > > als Admins Skripte für die Automatisierung von UI verwendet und dann
    > > automatisch Konfigurationen auf vielen Systemen automatisch vorgenommen?
    > > Genau... alles machbar. Aber in der Industrie sind Kundenkosten keine
    > > Herstellerkosten und jede Reduzierung von Kundenkosten ergibt wieder ein
    > > Produkt was extra kostet. Tja und das läuft falsch.
    >
    > Das machen wir dann und wann natürlich auch, aber ein so komplexes Stück
    > Software wie es SAP (was ja nicht nur ERP bedeutet) ist, kann man nicht
    > vollautomatisiert einrichten. Im Grunde macht das ja schon der Software
    > Provisioning Manager für dich, aber du musst ihn halt mit deiner Config
    > füttern, die du brauchst. Und danach geht es mit Customizing los, wo du als
    > Basisadmin auch immer mal wieder eingreifen musst.

    Schau aber auch danach, dass ich eine Einschränkung mache. Businesstechnische Konfiguration muss oft einfach sein. Das liegt in der Natur der sache. Nur bist du dann aus meiner Perspektive Anwender. Einstellungen mit technischem Hintergrund lassen sich aber oft genug automatisieren bzw. wenn notwendig dann auch von Herstellerseite vorkonfigurieren. Das ist nichts, was der Kunde wissen muss. Aber solch extrawissen lässt sich natürlich aber auch wieder verkaufen. Und daher wenn schon nicht absicht dann ist es zumindestens geduldet.

    Ich hatte aber auch schon Diskussionsrunden, wo wir überlegen sollten, wie wir ein Produkt künstlich verkomplizieren können, um es möglichst kompetent wirken zu lassen. Es gibt von operativer sicht keine Notwendigkeit die grösse des Festplattencaches (dummes beispiel) für jede Instanz konfigurieren zu können, aber wenn du es kannst, ist es zwei Slides und 5min in der Verkaufspräsentation + 15min beim Consultinggespräch. Hast du 1000 kunden dann sind das immer hin sicherlich 30min pro Kunde bei 200 Euro die du verkaufen kannst. 100k Euro Umsatz für fast nichts an Kosten, wo Umsatz gleich Gewinn.

  20. Re: Große Unterschiede innerhalb der IT

    Autor: Melanchtor 06.09.17 - 17:03

    Ich bin bei einem reellen Arbeitgeber und nicht bei einem Stümperverein wie dem mit dem großen T.

    cu
    Aleco

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